International
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
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Internationale Reportagen und Hintergrundgespräche aus aller Welt. Von und mit den Auslandkorrespondentinnen und -Korrespondenten von Radio SRF. Das «International» bildet weltweite Politik und gesellschaftliche Zusammenhänge ab. Wir sind vor Ort und analysieren aus nächster Nähe. In Talks und Hintergrundgesprächen wird das Geschehene und die journalistische Arbeit vertieft und reflektiert.
Epizody
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«Arsenal» statt Anstellung: Sportwetten verführen Afrikas Jugend 16.09.2026 24minEin paar Rappen Einsatz, ein Monatslohn als möglicher Gewinn: Sportwetten boomen in Afrika. Gerade für viele junge Männer mit unsicherem Einkommen ist die Verlockung gross. Gleichzeitig wächst ein Markt, mit dem Regulierung und Aufsicht kaum Schritt halten. FC Zürich, Servette, Young Boys: In der ugandischen Hauptstadt Kampala kennt man sich erstaunlich gut mit Schweizer Fussball aus. Nicht nur aus sportlichem Interesse. Auf europäische Spiele wird längst intensiv gewettet – im Wettbüro, vor allem aber via Smartphone-App. Arsenal, Barcelona, PSG - längst geht es dabei nicht mehr nur darum, wer gewinnt: Getippt wird auf Tore, Karten, Eckbälle oder darauf, was in den nächsten zehn Minuten passiert. Kleine Einsätze, schnelle Entscheidungen, laufend neue Wettmöglichkeiten. «International» ist in Uganda und Ghana unterwegs und trifft junge Männer, für die Sportwetten längst zum Alltag gehören. Sie erzählen von Gewinnen, aber auch davon, wie schnell Wetten selbst zum finanziellen Problem werden kann. -
TALK: Istanbul – wie lebt es sich in der grössten Stadt Europas? 12.09.2026 9minIstanbul ist die bevölkerungsreichste Stadt Europas: Zwischen 16 und 20 Millionen Menschen leben in der Metropole. Doch bezahlbarer Wohnraum ist rar, und das Leben ist teuer. Weshalb es für viele in der Türkei trotzdem keine Alternative zu Istanbul gibt, erzählt die Journalistin Susanne Güsten. -
Eminönü – das pulsierende Herz Istanbuls 09.09.2026 26minSeit Jahren kämpfen die Menschen in der Türkei mit hoher Inflation und sinkender Kaufkraft, doch grosse Proteste gegen die Wirtschaftskrise bleiben aus. Wie lebt es sich in einem Land, in dem Krisen zum Alltag gehören? Eminönü, das traditionsreiche Handelsviertel von Istanbul: Jeden Morgen erwachen hier tausende Geschäfte, Werkstätten und Marktstände zum Leben. Händler feilschen um Preise, Lastenträger schleppen Waren durch die engen Gassen, Tee wird ausgeschenkt, Schuhe werden geputzt. Menschen aus allen Teilen der Stadt und des Landes kommen hierher, um zu kaufen, zu verkaufen – und irgendwie ihr Auskommen zu finden. Einen Tag lang erzählen Händler, Handwerker und Arbeiter, wie sich ihr Leben verändert und wie sie mit Inflation, schwindender Kaufkraft und unsicheren Zukunftsaussichten umgehen. Dabei zeigt sich: Wirtschaftliche Krisen sind für viele Türkinnen und Türken längst kein Ausnahmezustand mehr. Sie haben gelernt zu improvisieren, sich anzupassen und sich durchzuschlagen. Eine Reise durch das Herz von Istanbul – und durch eine Gesellschaft, die trotz allem weitermacht. -
TALK: China ernährt Milliarden. Doch zu welchem Preis? 05.09.2026 10minAusland-Korrespondent sein bedeutet auch, das zu essen, was im jeweiligen Land auf den Tisch kommt. Das ist oft ganz anders als bei uns, und wird oft ganz anders produziert: zum Beispiel in China, dem grössten Nahrungsmittel-Produzenten der Welt. -
China: Kampf um die Reisschüssel zwischen Tradition und Gen-Tech 02.09.2026 26minKein Land produziert so viele Lebensmittel wie China. Ernährungssicherheit hat für Chinas Führung oberste Priorität. Für eine produktivere Landwirtschaft müssen die traditionellen Kleinbauern weichen. «China muss seine Reisschüssel selbst in den Händen halten und sie vor allem mit Getreide aus eigenem Anbau füllen.» Diese Aufforderung ruft der chinesische Präsident Xi Jinping seinen Parteikadern regelmässig in Erinnerung. Die eigene Lebensmittelversorgung hat oberste Priorität für den Staatschef, der in seinen Jugendjahren selbst Hunger erlebt hat. Heute produziert China mehr Lebensmittel als jedes andere Land der Welt: mit Fabrikhallen-grossen Gewächshäusern, Gentechnologie und modernsten Ernte-Überwachungssystemen. China will auch in der Landwirtschaft weltweit spitze werden. So wie die bekannten chinesischen Elektroautos, Roboter und die Künstliche Intelligenz, soll auch die Agronomie global führend werden. Dafür sollen Junge aufs Land ziehen und die kleinen Bauernhöfe zugunsten grosser, industrieller Landwirtschaftsbetriebe verschwinden. Die industrielle Revolution in der Landwirtschaft mag einleuchten für einen Staat, der ein Milliardenvolk ernähren muss. Sie hat aber ihren Preis: Chinas Kleinbauern kämpfen ums Überleben, und der Staat muss paradoxerweise mehr Nahrungsmittel importieren. Die Reportage von den Brennpunkten des chinesischen Agrarwunders. -
TALK: Kaum Privates, keine Skandale – wie schafft Meloni das? 29.08.2026 10minEs ist ungewohnt für Italiens Politik: Über Giorgia Melonis Privatleben ist nur sehr wenig bekannt und sie selbst ist in keinerlei Skandale verwickelt. Italienkorrespondent Franco Battel erklärt, wie Meloni sich der Aufmerksamkeit der Boulevardmedien zu entziehen vermag. -
Vier Jahre Meloni: Italiens Rekordregierung im Realitätscheck 26.08.2026 25minNoch nie hat eine italienische Regierung so lange durchgehalten. Giorgia Meloni schlägt damit den bisherigen Rekordhalter Silvio Berlusconi. Doch was hat sie in ihren bald vier Jahren an der Macht tatsächlich erreicht? Im Wahlkampf hatte Meloni viel versprochen: Sie wollte Italien wieder stolz machen, forderte eine Seeblockade gegen illegale Migration und härtere Strafen für Kriminelle. Vor allem aber wollte sie dem geburtenschwachen Land wieder zu mehr «bambini» verhelfen. Wo steht Italien heute, nach fast vier Meloni-Jahren? Antworten geben Italienerinnen und Italiener an vier verschiedenen Orten und aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: Ein Lehrer und Schriftsteller, der an der Peripherie Neapels lebt; ein lesbisches Paar, das gegen alle Widerstände eine Familie gründet; eine Agrarunternehmerin aus dem Umland von Rom und ein Berater des italienischen Bildungsministers. Dabei zeigt sich: Giorgia Melonis Regierung ist zwar stabil wie kaum eine vor ihr. Grosse Reformen aber hat auch sie nicht zustande gebracht. -
TALK: Wie kommt man an Stimmen im Iran während des Krieges? 22.08.2026 10minProteste, Krieg und Wirtschaftskrise, Iranerinnen und Iraner haben dieses Jahr viel durchgemacht. Für «International» stand Nahostkorrespondent Thomas Gutersohn monatelang in Kontakt mit Menschen im Iran. Im Talk erzählt er, wie seine Quellen trotz Angst und Hürden ihre Sicht der Dinge schildern. -
Stimmen aus dem Iran: Vom Aufbruch in die Verzweiflung 19.08.2026 26minAnfang Jahr protestierten Hunderttausende im Iran für Freiheit. US-Präsident Donald Trump versprach Unterstützung, brachte aber Zerstörung – einen Krieg zwischen dem Iran und den USA. Gefangen zwischen dem eigenen Regime und den US-Angriffen verhallen die iranischen Rufe nach Freiheit im Nichts. Im Januar sah es nach einem Umbruch im Iran aus. Hunderttausende gingen gegen das repressive Regime in Teheran auf die Strasse. Dieses reagierte mit äusserster Härte – Tausende, wenn nicht Zehntausende starben. Mit einer Armada wollte US-Präsident Donald Trump dem iranischen Volk zu Hilfe eilen. Doch sein Eingreifen brachte nichts als Zerstörung. Die Revolutionsgarden scheinen mittlerweile fester im Sattel als je zuvor. Das Ringen um die Vorherschafft in der Strasse von Hormus nimmt kein Ende. Gefangen zwischen den Fronten ist das iranische Volk, das nun noch stärker überwacht wird und noch mehr unter der wirtschaftlichen Misere im Land leidet. Der Ruf nach Freiheit ist im Machtkampf um den Persischen Golf ungehört verhallt. In anonymen Sprach und Text-Nachrichten berichten Iranerinnen und Iraner wie ihre Hoffnung der Verzweiflung wich und dem Gefühl, von der Welt im Stich gelassen zu werden. -
TALK: Insel Gotland: Was bedeutet die Rückkehr der Militärs? 15.08.2026 10minNach dem Kalten Krieg zog das neutrale Schweden seine Truppen ab. Mit dem Nato-Beitritt vor zwei Jahren erfolgte eine grosse Wende. Für "International" hat SRF-Nordeuropakorrespondent Bruno Kaufmann Gotland besucht und erzählt über seine Begegnungen und einen Flashback in die 1980-er Jahre. -
Gotland: Schwedens Ferieninsel wird zur Nato-Front gegen Russland 12.08.2026 22minDie grösste Insel der Ostsee gehört zu den Tourismushotspots im hohen Norden. Nach dem Beitritt des über zwei Jahrhunderte lang neutralen Schwedens zur Militärallianz Nato wird Gotland nun aber zu einem militärischen Stützpunkt gegen Russland ausgebaut. Die Bevölkerung gerät zwischen die Fronten. Mit der Übernahme des Bauernhofes ihrer Eltern an der gotländischen Ostküste verwirklichten Ulrika Sundberg und ihre fünfköpfige Familie vor drei Jahren einen Traum. Sie zogen von der hektischen Millionenmetropole Stockholm auf die naturschöne Insel Gotland mitten in der Ostsee – zu einem Leben mit viel harter Arbeit, aber auch viel frischer Luft, Frieden und Ruhe. Doch der Beitritt Schwedens zur Nato im Nachzug zum russischen Angriff auf die Ukraine änderte diese Rahmenbedingungen radikal. In den letzten beiden Jahren hat die vielbesuchte Ferieninsel in den militärischen Strategieplänen eine ganz neue Rolle erhalten: als zentral gelegener Stützpunkt für einen auch offensiv zu führenden Konflikt gegen Russland. Am Rande des Bauernhofes der Familie Sundberg steht jetzt in einem Sperrgebiet eine Radaranlage der Nato, im unmittelbaren Hinterland üben Panzer den Landkrieg und landen Kampfjets auf umfunktionierten Landstrassen. Das eh schon knappe Wasser und die angeschlagene Gesundheitsversorgung für die 60'000 Gotländerinnen und Gotländer werden zu akuten Mangelwaren. Die Reportage aus dem Herzen der Ostsee, das wegen der geopolitischen Entwicklung plötzlich ganz anders schlägt. -
TALK: Was ist eigentlich mit Imelda Marcos' Schuhen passiert? 08.08.2026 9minDie nach der Flucht zurückgelassenen Schuhe machten die frühere First Lady der Philippinen weltweit berühmt. Ein Teil von ihnen ist heute in einem Museum. Die einst aus dem Amt gejagte Marcos-Familie ist inzwischen wieder an der Macht und streitet sich mit einer anderen mächtigen Familie. -
Philippinen: Showdown der Dynastien 05.08.2026 17minEinst waren sie Verbündete, jetzt bekämpfen sie sich mit allen Mitteln: Die Marcos- und Duterte-Dynastien. In den Philippinen ist Politik Familiensache. International im Sommer: Die Kurzreportage. Es geht um Verrat, Korruption und Morddrohungen. Der Machtkampf zwischen Präsident Marcos Junior und Vizepräsidentin Sara Duterte wird mit harten Bandagen geführt. Präsident Marcos hat den Vater seiner Vizepräsidentin Sara Duterte, Ex-Präsident Rodrigo Duterte, nach Den Haag überstellt. Die Anklage wirft ihm Verbrechen gegen die Menschlichkeit während seines «Kriegs gegen Drogen» vor. Sara Duterte, gegen die ein Amtsenthebungsverfahren läuft, drohte dem Präsidenten wiederum mit dem Tod. Die Familienfehde ist symptomatisch für die Politik der Philippinen, die nicht von Parteien, sondern von mächtigen Dynastien dominiert wird. Während Marcos-Anhänger die Absetzung der Vizepräsidentin fordern, fühlen sich deren Unterstützer verraten. -
TALK: Wie frei sind Israels Medien? 01.08.2026 9minIsrael rühmt sich für seine Pressefreiheit, und tatsächlich gibt es viele Medien, von ganz links bis ganz rechts. Doch es gibt Tabus, die nur wenige Journalistinnen und Journalisten brechen: Etwa die Berichterstattung über die Situation im Gazastreifen. Darüber spricht Anna Trechsel im Talk. -
Zu Besuch bei Israels kontroversem Fernsehsender 29.07.2026 17minBenjamin Netanjahus Beziehung zu den Medien ist belastet, nur der Fernsehsender «Kanal 14» steht ganz in der Gunst des Premierministers. Kritikerinnen und Kritiker sehen in dem Sender ein reines Propagandainstrument. International im Sommer – die Kurzreportage. Israel rühmt sich für seine Pressefreiheit und die lebendige Medienlandschaft. Es gibt zahlreiche Zeitungen, Online-Magazine, Radiostationen und Fernsehsender, die alle politischen Lager bedienen. Von ganz links bis ganz rechts. Doch: Wie weit darf die Pressefreiheit gehen? Ein Fernsehsender, «Kanal 14», ist nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 mit einer menschenverachtenden Rhetorik aufgefallen. Talkshow-Teilnehmer riefen offen zur Auslöschung Gazas auf und forderten, Hunderttausende Palästinenserinnen und Palästinenser sollten getötet werden. Vor dem Obersten Gerichtshof wurden deshalb mehrere Petitionen gegen den Sender eingereicht, die noch hängig sind. «International» ist zu Besuch bei «Kanal 14» und spricht mit der Journalistin Irit Linur, die regelmässig in der Talkshow «Die Patrioten» auftrifft. Die Vorwürfe gegen den Sender findet sie lächerlich. Ganz anders beurteilt das der Schriftsteller Yishai Sarid, der in seinem Roman «Chamäleon» die Geschichte eines Journalisten erzählt, der politisch die Seiten wechselt. -
TALK: Warum ist die indische Gesellschaft so hierarchisch? 25.07.2026 9minIn Indien werden Menschen zum Teil bereits von Geburt an diskriminiert. Die Gegensätze zwischen arm und reich, zwischen den untersten und den obersten Kasten, sind enorm. Warum ist das so? Und wie geht Südasien-Korrespondentin Maren Peters damit um? Darüber spricht sie im International-Talk. -
Dalit in Indien: Gefangen im Dreck 22.07.2026 16minDie Regierung sagt: Es gibt sie nicht. Das Gesetz sagt: es ist verboten. Und doch putzen täglich Zehntausende Menschen in Indien die Fäkalien anderer weg. Die meisten gehören zur untersten Gesellschaftsschicht der Dalit. Die UNO spricht von Zwangsarbeit. International im Sommer – die Kurzreportage. Pravin Singh weiss, dass er sterben kann, bei dem, was er tut. Er ist Tagelöhner in der indischen Wirtschaftsmetropole Mumbai und steigt in Klärgruben hinab, um sie zu reinigen – nur mit seinen Händen und ohne Schutzausrüstung. «Ich habe Angst da unten, ich bin allein, es ist sehr eng. Ich habe Angst, zu ersticken. Aber was soll's, die Arbeit muss erledigt werden.» Bevor er in den Tank steigt, trinkt der 45-Jährige Alkohol, wie viele seiner Kollegen. Die meisten sind Dalit. Sie wurden früher Unberührbare genannt und werden diskriminiert. In Indien ist das Wegputzen von Fäkalien mit blossen Händen schon seit 2013 verboten. Und doch gibt es sie noch überall. Häufig komme es zu tödlichen Unfällen, schreibt die UNO-Arbeitsorganisation ILO und spricht von Zwangsarbeit. «Wir putzen die Fäkalien nicht weg, weil wir uns das ausgesucht haben, sondern weil wir in eine Kaste hineingeboren wurden, der die Gesellschaft diesen Beruf zugewiesen hat», sagt der indische Aktivist Bezwada Wilson. Ein Teufelskreis. Diesen zu unterbrechen, ist nicht einfach. -
TALK: Wer hat Angst vor dem Freedom Theatre Dschenin? 18.07.2026 7minIn Dschenin im Westjordanland wachsen Kinder im Kreuzfeuer zwischen Palästinensern und Israeli auf. Das Freedom Theatre lehrt sie, ihre Gefühle mit Worten, statt Waffen auszudrücken. Damit gerät das Theater selbst ins Visier und wurde 2023 sogar zerstört. Trotzdem lässt es sich nicht mundtot machen. -
Dschenin, Westjordanland: Ein Theater trotzt der Gewalt 15.07.2026 17minDie Stadt Dschenin im Westjordanland ist ein Brennpunkt des Nahostkonflikts. Im Kreuzfeuer zwischen Palästinensern und Israeli entstand ein Theater, das den Waffen mit Worten entgegnete. Dafür wurde es zerstört. Aber tot ist das Theater noch nicht. International im Sommer – die Kurzreportage. Am 13. Dezember 2023 drangen israelische Soldaten ins Freedom Theatre Dschenin ein. Kurz danach verhafteten sie den Theaterdirektor Mustafa Sheta in einer grossen Militäroperation. «Die Soldaten kamen von allen Seiten, um mich zu verhaften: durch den Garten, sogar vom Dach, überall standen Jeeps: ich kam mir vor wie ein gesuchter Top-Terrorist, wie Osama Bin Laden.» Trotz internationaler Proteste von Kulturschaffenden: der Theaterdirektor verbrachte – ohne Anklage - fünfzehn Monate in israelischen Gefängnissen. Erst, als er am 13. März 2025 freigelassen wurde, erfuhr er: sein Theater gab es nicht mehr. Das Quartier, in dem es entstanden war: nur noch Schutt und Asche. Das palästinensische Freedom Theatre im Flüchtlingslager Dschenin, das ursprünglich von der jüdischen Menschenrechtsaktivistin Arna Mer-Chamis und ihrem Sohn Juliano gegründet worden war, schien endgültig tot. Mundtot ist das Theater aber, aller Gewalt zum Trotz, noch immer nicht. Es spielt wieder. Und bietet Kindern und Jugendlichen, die inmitten dieser Gewalt Eltern, Freunde, Geschwister und ihr Zuhause verloren haben, weiterhin einen Ort, wo sie ihre Gefühle ausdrücken können. Die Reportage über eine Reise zu einem Theater, das sich nicht mundtot machen lässt. -
TALK: Sind wirklich so viele Menschen unzufrieden in Deutschland? 11.07.2026 9minEs wird viel gemeckert bei unserem nördlichen Nachbarn. Nicht verwunderlich, es liegt ja auch vieles im Argen. Die Infrastruktur, die Wirtschaft – es läuft vieles nicht rund. Aber ist das Gemecker auch immer gerechtfertigt? Darüber spricht Deutschlandkorrespondentin Simone Fatzer im Talk.
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