Tagesgespräch
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
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Im Tagesgespräch wird das aktuelle Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft. Die Sendung bietet eine fundierte Analyse und verschiedene Perspektiven zu wichtigen Ereignissen. Sie wird von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) produziert.
Epizody
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Roger Elsener: «Am Schluss wird ein Mensch stehen und nicht KI» 15.09.2026 26minWeniger Stellen, mehr Digitalisierung und künstliche Intelligenz, KI: SRF-Direktor Roger Elsener erklärt, wie er SRF umbauen will, wo das Publikum die Sparmassnahmen spüren wird und warum Journalismus für ihn auch künftig Menschensache bleibt. SRF muss im kommenden Jahr knapp 10 Millionen Franken einsparen. Gründe sind die Senkung der Medienabgabe, der Wegfall des Teuerungsausgleichs und tiefere Werbeeinnahmen. Geplant sind der Abbau von 38 Vollzeitstellen und Anpassungen im Programm. Wie geht SRF-Direktor Roger Elsener vor? Roger Elsener ist seit Mai 2026 Direktor von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Der Zuger studierte Publizistik an der Universität Zürich und begann seine Medienkarriere unter anderem beim Privatsender 3+, wo er Unterhaltungsformate wie «Bauer, ledig, sucht» und «Der Bachelor» mitprägte. Danach wechselte er zu CH Media und verantwortete dort während mehr als zehn Jahren verschiedene Bereiche, zuletzt Entertainment und TV. Roger Elsener ist zu Gast bei David Karasek. -
Bruno Kaufmann: «Es war eine Richtungswahl in Schweden» 14.09.2026 25minDie Resultate der Parlamentswahlen deuten einen Machtwechsel an. Der linke Block könnte die Regierung übernehmen. Was heisst das für Schweden? Welche Lehren lassen sich ziehen für den Umgang mit rechtspopulistischen Parteien? Nordeuropa-Korrespondent Bruno Kaufmann ist zu Gast bei Simone Hulliger. Die rechtsnationalen «Schwedendemokraten» haben für viele überraschend Stimmen eingebüsst, zum ersten Mal seitdem sie im Parlament sitzen. Woran liegt das? Auch die Sozialdemokraten haben Wähleranteile verloren, bleiben aber stärkste Kraft. Wie kann eine neue schwedische Regierung aussehen? Wie haben die letzten vier Jahre mit einer bürgerlichen Regierung, unterstützt von den «Schwedendemokraten», das Land verändert? Bruno Kaufmann berichtet seit 1990 über Nordeuropa. -
Samstagsrundschau: Was lernt das Parlament aus der F-35-Affäre? 12.09.2026 28minNicht nur das VBS und alt Bundesrätin Amherd kommen schlecht weg im Untersuchungsbericht zum Fixpreis beim F-35: Auch das Parlament liess sich trotz Warnungen mit Beschwichtigungen abspeisen. Kritische Fragen an SVP-Ständerat Werner Salzmann, einen der einflussreichsten Sicherheitspolitiker. Werner Salzmann gehörte und gehört im Parlament zu den vehementesten Befürwortern des F-35. Die Enthüllungen der Geschäftsprüfungskommission zum Fixpreis-Debakel findet auch er skandalös. Doch weshalb ignorierte auch er die Warnungen? Warum will er einen Schlussstrich ziehen, statt die Untersuchung auszuweiten? Und wieso unterstützt Salzmann einen zusätzlichen Milliardenkredit für den Kauf von 36 statt der vom Bundesrat vorgeschlagenen 30 Jets? Der SVP-Ständerat nimmt Stellung in der Samstagsrundschau. Beim F-35-Kauf herrschte Zeitdruck: Das Vorgängerflugzeug F/A-18 wird nicht mehr lange fliegen können, der Ukrainekrieg hat den Handlungsbedarf verdeutlicht. Heute ist die Situation ähnlich: Die Schweiz muss unter Zeitdruck Flugabwehrsysteme kaufen. Drohen die gleichen Fehler wie beim F-35: unklare Verträge, grosse Versprechungen und am Ende Mehrkosten? Thema in der Sendung ist auch die Finanzierung der Aufrüstung: Die vorberatende Kommission des Ständerats will einen Rüstungsfonds einrichten, der sich mit bis zu zwölf Milliarden Franken verschulden kann. Kritiker sehen damit die Schuldenbremse geritzt – die SVP als Verteidigerin der Schuldenbremse zieht trotzdem mit. Weshalb? Als Ergänzung zum Tagesgespräch finden Sie hier jeweils samstags die aktuelle Ausgabe der Samstagsrundschau. -
Michael Butter: 9/11 und die Verschwörungstheorien 11.09.2026 26minKaum ein Ereignis hat so viele Verschwörungstheorien hervorgebracht wie die Anschläge vom 11. September. Doch für den Historiker Michael Butter markiert 9/11 nicht den Beginn, sondern das Ende einer Ära und den Anfang einer gefährlichen politischen Entwicklung. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 brachten zahlreiche Verschwörungstheorien hervor, insbesondere die Behauptung, die US-Regierung stecke selbst dahinter. In Europa, besonders in Deutschland und Frankreich, basierten 9/11-Verschwörungstheorien stark auf Antiamerikanismus. In den USA hingegen entstanden sie aus enttäuschtem Vertrauen in die eigene Regierung, nachdem sich die Lügen über Massenvernichtungswaffen im Irak herausstellten. Historischer Wendepunkt: 9/11 markiert das Ende einer Ära, in der sich das gesamte politische Establishment geschlossen gegen Verschwörungstheorien stellte. Danach wurden sie zunehmend von politischen Akteuren, insbesondere der Republikanischen Partei, instrumentalisiert und legitimiert. Michael Butter ist Professor für amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Tübingen und forscht seit 20 Jahren zu Verschwörungstheorien. Er ist zu Gast bei David Karasek. -
Maren Peters und die Flutkatastrophe im Himalaya 10.09.2026 25minVor zwei Wochen löste sich im Grenzgebiet zwischen China und Nepal ein riesiger Murgang und riss einen Teil eines Gletschers mit. Wie gross die Verwüstung ist, hat SRF-Südasienkorrespondentin Maren Peters mit eigenen Augen vor Ort gesehen. Ein Bergsturz von enormen Ausmassen hatte eine neun Meter hohe Flutwelle zur Folge. Über 1400 Menschen verloren ihr Leben, Tausende werden vermisst. Menschen, Tiere, Autos und ganze Dörfer wurden weggerissen. Angehörige warten verzweifelt, ob im Schlamm Familienangehörige und Freunde gefunden werden. Die Gerichtsmediziner und Rettungskräfte arbeiten bis zu 40 Stunden am Stück, erzählt SRF-Südasienkorrespondentin Maren Peters, die ins Katastrophengebiet gereist ist. Die Aufräumarbeiten werden noch Jahre lang dauern, doch Geld dafür fehlt. Und die Frage bleibt: Wann kommt die nächste Flutwelle? Denn die Temperaturen in der Region werden in den kommenden Jahren hoch bleiben. Maren Peters ist zu Gast bei Ivana Pribakovic. -
Abduselam Halilovic: «Das Kopftuchverbot ist diskriminierend» 09.09.2026 25min«Kopftuchverbote diskriminieren Frauen und insbesondere Musliminnen doppelt», sagt Abduselam Halilovic, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Islamischen Organisationen Zürich. Er setzt sich dafür ein, dass religiöse Symbole im öffentlichen Raum sichtbar bleiben. Mehrere Kantone wollen Kopftücher an den Schulen verbieten. Das sei nicht nur diskriminierend, sondern löse auch kein einziges Problem, sagt Abduselam Halilovic. Er ist Vorstandsmitglied der Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ), die rund 80 Prozent der Moscheegemeinschaften im Kanton Zürich vertritt. Halilovic ist als Sohn eines bosnischen Imams in Schlieren aufgewachsen und studierte Islamwissenschaft, Geschichte, Politikwissenschaft und Religionsphilosophie an der Universität Zürich. Seit dem Frühling 2026 ist er ausserdem Präsident der Interreligiösen Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz (Iras Cotis) und fördert den Austausch von allen Religionen in der Schweiz. Er ist zu Gast bei David Karasek. -
Urs Meister: «Der Strom wird 2027 günstiger» 08.09.2026 26minDie Strompreise in der Grundversorgung sinken 2027 leicht. Woran liegt das? Und wie steht es um die Versorgungssicherheit im Winter? Urs Meister, Geschäftsführer der Eidgenössischen Elektrizitätskommission ElCom, ist zu Gast bei Simone Hulliger. Ein typischer Haushalt bezahlt im kommenden Jahr 26,5 Rappen pro Kilowattstunde, aufs Jahr gerechnet sinkt die Stromrechnung um 53 Franken im Vergleich zu 2026. Wie setzt sich der Preis zusammen und wie entscheidet die ElCom als Aufsichtsbehörde, ob der Tarif gerechtfertigt ist? Urs Meister nimmt im «Tagesgespräch» Stellung. Ausserdem wirft er einen Blick voraus: Welche Folgen haben die schlechter gefüllten Wasserspeicherseen in der Schweiz und die tieferen Füllstände der Gasspeicher im Ausland für die Versorgungssicherheit im Winter? Urs Meister ist seit Ende Oktober Geschäftsführer der Eidgenössischen Elektrizitätskommission ElCom. -
Benedikt Roos: «Die Schweiz ist ein strategisches Ziel» 07.09.2026 26minDer Chef der Schweizer Armee spricht über die wachsende Bedrohung für die Schweiz. Eine Drohne mit Sprengstoff, neue Spannungen zwischen Deutschland und Russland und die Frage: Wie sicher ist die Schweiz noch? Drohnen mit Sprengstoff, Cyberangriffe, Sabotage und Desinformation: Ist das die neue Normalität? Und wenn solche Angriffe in Deutschland möglich sind, wie verwundbar ist die Schweiz? Armeechef Benedikt Roos sagt, die Schweiz werde jeden Tag angegriffen. Im Tagesgespräch sprechen wir darüber, wie konkret die Bedrohung ist, ob wir ausreichend vorbereitet sind und wir fragen ihn: Haben Sie manchmal Angst um die Schweiz? Seine Antwort: «Manchmal schon.» Benedikt Roos ist zu Gast bei David Karasek. -
Samstagsrundschau: Was tun Sie gegen hohe Prämien, Frau Schenker? 05.09.2026 28minSparmassnahmen bei den Medikamenten kommen unter Druck, Hausärztinnen und Hausärzte verlangen mehr Lohn, Spezialisten kämpfen für ihre hohen Einkommen. Was heisst das für unsere Prämien? Hat der Krankenkassenverband die Tarife schlecht verhandelt? Direktorin Saskia Schenker nimmt Stellung. Seit Anfang Jahr gilt ein neues ambulantes Tarifsystem. Es sollte kostenneutral ausfallen und gleichzeitig die gesuchten Hausärztinnen und Hausärzte stärken – ihre Medizin gilt als günstig. Doch die aktuellsten Zahlen zeigen: Ihr Einkommen stagnierte, während jenes der ganzen Ärzteschaft in ihren Arztpraxen um über 7 Prozent stieg. Andere Ärztinnen und Ärzte müssen also kräftig zugelegt haben. Hat sich der Krankenkassenverband Prioswiss, der die Tarifverhandlungen mit dem Ärzte- und dem Spitalverband führte, von den Spezialisten und Spezialistinnen über den Tisch ziehen lassen? Was will Direktorin Schenker nun tun, um die Hausarztmedizin zu stärken? Gleichzeitig droht Verzögerung bei wichtigen Sparmassnahmen. 350 Millionen Franken jährlich wollten Bundesrat und Parlament dank Rabatten auf besonders häufig verkaufte Medikamente sparen. Doch unter dem Druck aus den USA wollen die Gesundheitskommissionen nun abwarten. Was bedeutet das für unsere Prämien? Wie kann der Spagat gelingen zwischen bezahlbaren Prämien und dem Wunsch, neue Medikamente auch in der Schweiz schnell zuzulassen? Prioswiss-Direktorin Saskia Schenker stellt sich in der Samstagsrundschau den Fragen von Nathalie Christen. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau. -
Alexandre Fasel: Geopolitik als Amöben-Grafik 04.09.2026 27minAlexandre Fasel ist Staatssekretär, oberster Diplomat und Nummer 2 im Aussendepartement. Er kommt vom Aussenministertreffen in Irland zurück und erklärt die ganze geopolitische Lage mit einer einzigen Zeichnung, einer Grafik mit Amöben unter dem Mikroskop. Es sei wichtig, sich eine Vorstellung von dem zu machen, was man sieht. Gerade in einer turbulenten Zeit mit Umbrüchen und Krisen wie heute. Das Bild, welches Alexandre Fasel zeichnet, ist selbst auch in Bewegung: Amöben, Wechseltierchen, meist Einzeller, unter einem Mikroskop. Grossmächte, die versuchen, die Autorität in einer Region zu halten, auszubauen, in Konkurrenz stehen und versuchen, den Rest der Welt zu vereinnahmen. «Alles, was ich lese, sehe verhandle, hat Platz in dieser Darstellung.» Was bedeutet dies für die Aussenpolitik der Schweiz? Hat sich dieses Bild auch im Aussenministertreffen in Irland gezeigt? Alexandre Fasel ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn. -
Daniel Markwalder: Kann die Schweiz digital unabhängig werden? 03.09.2026 26minSeit 5 Jahren verantwortet Daniel Markwalder die digitale Transformation beim Bund. Ein erster Test zeigt die Möglichkeiten und Grenzen einer digitalen Souveränität auf. Wie kann die Unabhängigkeit von grossen Tech-Firmen gelingen und wie hoch ist der Preis dafür? Für vertrauliche Dokumente der Armee ist die Microsoft-Cloud nicht brauchbar. So forderte der ehemalige Armeechef Thomas Süssli vor seinem Abgang Ende des letzten Jahres Alternativen. Auch der Druck aus der Politik steigt: Die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats stellt fest, dass die Gefahren der technologischen Abhängigkeit der Schweiz immer deutlicher werden, und unterstützt eine Forderung nach einer souveränen, digitalen Infrastruktur. 170 Personen der Bundesverwaltung haben nun Alternativen getestet. Lösungen aus Schleswig-Holstein, wo die Verwaltung bereits weitgehend ohne Tools von Microsoft oder anderen grossen Tech-Anbietern funktioniert. Was hat der Test in der Schweiz ergeben? Wo liegen die Chancen und Risiken? Wie geht es weiter mit der Exit-Strategie von Microsoft und Co.? Daniel Markwalder, Delegierter des Bundesrates für digitale Transformation ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn. -
Sven Beckert: «Der Kapitalismus ist im Umbruch» 02.09.2026 25minTech-Bosse häufen gigantische Vermögen an, Millionen befürchten einen Verlust der Stelle wegen KI, die Ungleichheit bewegt. Überdreht der Kapitalismus? Um die Gegenwart zu verstehen, müssen wir auch die Geschichte kennen, sagt Sven Beckert, Professor für Geschichte in Harvard, bei Simone Hulliger Beckert hat sich die Entwicklung des Kapitalismus in den letzten 1000 Jahren angeschaut. Er betont, dass diese Form des Wirtschaftens nicht immer da war und sich auch immer wieder gewandelt hat. Die aktuelle Form des Kapitalismus, den Neoliberalismus, sieht er in der Krise. Es gebe Widerstand von links und rechts. Wir befänden uns in einem Moment des Umbruchs. Was kommt danach? Der Historiker Sven Beckert lehrt an der Universität Harvard in den USA, sein aktuelles Buch heisst: «Kapitalismus, Geschichte einer Weltrevolution». -
Fedayi San: «Schiedsrichter sein ist Leistungssport» 01.09.2026 26minFussball-Schiedsrichter ist in der Schweiz neu ein Beruf. Seit dieser Saison arbeiten 8 Spitzenschiedsrichter als Vollprofis. Einer davon ist Fedayi San. Was verändert sich als Profi? Steigen die Erwartungen? Und warum tut er sich den Job eigentlich an? Fedayi San ist zu Gast bei Simone Hulliger. Keiner hat in der Schweiz auf höchstem Niveau so viele Spiele gepfiffen wie Fedayi San. Dass Schiedsrichter nun als Hauptberuf ausgeübt werden kann, freut ihn sehr. Es bedeute, dass man mehr Zeit habe für Training und Regeneration, für die Vor- und Nachbereitung der Spiele. Auch einem Vollprofi können allerdings Fehler passieren, sagt San, man könne sie nun aber besser aufarbeiten. Im «Tagesgespräch» erzählt er von den gestiegenen Anforderungen an die Schiedsrichter, von schwierigen Momenten auf dem Platz und von der Faszination seines Berufs. -
Abstimmungskontroverse zur Ernährungsinitiative 31.08.2026 25minDie Ernährungsinitiative verlangt, dass die Schweiz den Selbstversorgungsgrad von heute rund 45 Prozent auf 70 Prozent steigert. Gelingen soll dies, indem mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel produziert werden. Am 27. September wird über die Initiative abgestimmt. Lanciert hat die Ernährungsinitiative Franziska Herren, die im Jahr 2021 bereits die Trinkwasserinitiative vors Volk brachte. Ihr Ziel ist es, die Schweizer Landwirtschaft umzukrempeln: Ackerflächen, auf denen heute Tierfutter angebaut wird, sollen genutzt werden, um pflanzliche Nahrung für die Bevölkerung zu produzieren. So soll der Selbstversorgungsgrad der Schweiz erhöht werden. Zudem sollen die Böden, die Biodiversität und das Trinkwasser besser geschützt werden. Um die Ziele zu erreichen, hätte der Bund bei einem Ja 10 Jahre Zeit. Die Gegnerinnen und Gegner halten diese Ziele für unrealistisch und warnen, dass die Bevölkerung den Konsum von Fleisch und tierischen Lebensmitteln reduzieren müsste, um die Werte zu erreichen. Initiantin Franziska Herren und Grünen-Nationalrätin Christine Badertscher aus dem Gegenkomitee diskutieren in der Abstimmungskontroverse bei Livia Middendorp. -
Samstagsrundschau: Alpiq-Chefin Antje Kanngiesser zur Wasserkraft 29.08.2026 29minWegen der Trockenheit haben auch die Wasserkraftwerke von Alpiq weniger Strom produziert. Wie weiter mit dem Ausbau der Wasserkraft? Warum investiert Alpiq – wenn es um Alternativen geht – nach wie vor allem im Ausland, und wie hat sie’s mit der Kernkraft? Fragen an Alpiq-Chefin, Antje Kanngiesser. Alpiq steht für Wasserkraft. Der Konzern betreibt vor allem im Wallis grosse Kraftwerke wie Grande Dixence und Nant de Drance. Doch die Trockenheit schmälert die Produktion und das Schmelzwasser der Gletscher fliesst oft ungenutzt ab. Ist das ein Grund, um die Umweltbestimmungen zu lockern? Und, was heisst das für die 16 Ausbau-Projekte, auf die sich Umweltverbände, Betreiber und Behörden vor fünf Jahren geeinigt haben, die aber nicht wie gewünscht voranzukommen scheinen? Wenn’s um Alternativen geht, wie Sonne und Wind, dann scheint Alpiq nach wie vor vor allem im Ausland zu investieren. Ist dem Schweizer Konzern die kurzfristige Rendite wichtiger als die Versorgungssicherheit im eigenen Land? Auch neue Kernkraftwerke als Alternative werden in der Schweiz wieder intensiv diskutiert. Alpiq hat sich – anders als der grosse Mitbewerber Axpo – bisher kaum in die Debatte eingeschaltet. Warum? Und, wie lange lassen sich die jetzigen Kernkraftwerke, von denen Alpiq zwei betreibt, noch weiterbetreiben? Antje Kanngiesser, die Chefin von Alpiq stellt sich den Fragen von Klaus Ammann. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau. -
Jürg Merz: «Zerstörung nach Flutkatastrophe in Nepal ist immens» 28.08.2026 24minStrassen weggerissen, Brücken zerstört, ganze Ortschaften von der Aussenwelt abgeschnitten: Nach der verheerenden Sturzflut in Nepal ist der Zugang zu den Betroffenen das grösste Problem. Jürg Merz von Helvetas berichtet direkt aus dem Katastrophengebiet. Jürg Merz hat 20 Jahre lang in Nepal gelebt und ist Koordinator für Asien bei der Hilfsorganisation Helvetas. Seit heute Morgen ist er im Katastrophengebiet in Nepal. Die Katastrophe trifft eine der ärmsten Regionen Asiens schwer. Wichtige Wirtschaftszweige wie Wasserkraftproduktion und Tourismus sind massiv beeinträchtigt. Frühwarnsysteme haben versagt, die Dimension der Katastrophe übersteigt alle bisherigen Annahmen. Jürg Merz ist zu Gast bei David Karasek. -
Simone Fatzer: So nah an der Macht war die AfD noch nie 27.08.2026 26minAm 6. September finden womöglich die wichtigsten Landtagswahlen Deutschlands statt. In Sachsen-Anhalt liegt die AfD in den Umfragen mit grossem Vorsprung vor der CDU und könnte erstmals an die Macht kommen. Warum ist die AfD ausgerechnet dort so stark? Und was bedeutet ein Wahlsieg für Deutschland? Simone Fatzer ist SRF Deutschland-Korrespondentin. Die Wahl in Sachsen-Anhalt rückt näher, die AfD führt die Umfragen an. Der Sieg der Partei, die vom Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als rechtsextremistisch eingestuft wird, gilt als sicher. Nur die Höhe ist unklar. Wird die AfD ihr erstes Bundesland regieren können? Simone Fatzer ist zu Gast bei David Karasek. -
Michael Roschi: «Jetzt nicht voreilig Wanderwege schliessen» 26.08.2026 26minHätte der Wanderweg im Val Bondasca geschlossen werden müssen? Das Urteil im Fall Bondo wird Anfangs September erwartet. Was bedeutet dieser Prozess für die Schweizer Wanderwege? Deren Geschäftsleiter, Michael Roschi, ist zu Gast bei Simone Hulliger. Der Bergsturz von Gondo hat Michael Roschi beschäftigt. Man habe Lehren daraus gezogen, etwas im «Leitfaden Gefahrenprävention», den die Schweizer Wanderwege den Gemeinden zur Verfügung stellen. Dennoch hofft Roschi, dass nun nicht voreilig Wanderwege breiflächig aus Angst vor Haftung geschlossen werden. Es gelte, die Eigenverantwortung der Wandernden hochzuhalten. Michael Roschi ist seit 2015 Geschäftsleiter von Wanderwege Schweiz. Im Tagesgespräch erzählt er, wie die Wege in Stand gehalten werden und warum sich auch Saudi-Arabien für die Organisation der Schweizer Wanderwege interessiert. -
Marcel Hirsiger: «Putin wird eskalieren» 25.08.2026 25minOsteuropa-Experte Marcel Hirsiger rechnet mit einer weiteren Eskalation Russlands im Ukraine-Krieg. Nach den Wahlen am 20. September könnte Putin eine grössere Mobilmachung anordnen. Die russische Kriegsführung dürfte noch brutaler werden. Russlands Kriegsführung in der Ukraine wird brutaler und Kremlchef Wladimir Putin dürfte weiter eskalieren. Davon geht Osteuropa-Experte Marcel Hirsiger von der Fachhochschule Nordwestschweiz aus. Im «Tagesgespräch» ordnet er die aktuelle Lage ein: Wie stark setzen die ukrainischen Angriffe auf Raffinerien und andere Ziele Russland unter Druck? Wie verwundbar ist die russische Wirtschaft? Und wie gross ist die Gefahr einer neuen Offensive? Auch für die Ukraine wird die Lage schwieriger. Abwehrraketen werden knapp, während Russland seine Luftangriffe intensiviert. Kann Europa die Lücken bei der militärischen Unterstützung schliessen? Und was bedeutet der Krieg für die kommenden Wintermonate? Marcel Hirsiger ist zu Gast bei David Karasek. -
Abstimmung: «Wahrung der schweizerischen Neutralität» 24.08.2026 25minDie Neutralitätsinitiative will die «immerwährende und bewaffnete» Neutralität der Schweiz in der Bundesverfassung stärker verankern. So dürfte die Schweiz keinem Militärbündnis beitreten und sie soll sich grundsätzlich nicht an wirtschaftlichen Sanktionen gegen kriegführende Staaten beteiligen. Vom Verbot ausgenommen wären einzig von der UNO beschlossene Sanktionen. Die Initianten argumentieren, dass nur eine strikte und verlässliche Neutralität die Schweiz vor ausländischen Konflikten schützt und ihre Glaubwürdigkeit als neutrale Vermittlerin stärkt. Gegnerinnen und Gegner warnen hingegen vor einer Isolation der Schweiz in einer sich verschlechternden globalen Sicherheitslage. Ein starres Sanktionsverbot schränke den aussenpolitischen Handlungsspielraum ein. Zudem erschwere die Initiative eine sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit der NATO oder europäischen Partnern deutlich. Über Vor- und Nachteile der Initiative diskutieren SVP-Nationalrat Franz Grüter und SP-Ständerätin Franziska Roth.
Oblíbený v
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