Meilensteine - Alben, die Geschichte machten
SWR1 Rheinland-Pfalz
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Jede Woche stellt die SWR1 Musikredaktion ein Meisterwerk der Rock- und Popmusik vor. Queen, Ed Sheeran, Adele, die Rolling Stones, die Beatles, Tina Turner, Bob Dylan und viele andere haben mit ihren Alben Musikgeschichte geschrieben. Das Team schaut hinter die Kulissen und erzählt die Geschichten hinter den Platten, die Geschichte machten. Hörer können Anregungen per E-Mail an [email protected] senden.
Jaksot
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Janis Joplin – "Pearl" 21.09.2026 43min"Pearl”, das Soloalbum von Janis Joplin, hat einen traurigen Beigeschmack, es ist ihr erfolgreichstes Album geworden. Sie selbst hat das aber nie erfahren können. Gestorben ist Janis Joplin Ende 1970 an einer Überdosis Heroin, nur wenige Stunden nachdem sie noch im Tonstudio gestanden hat. Mit ihrem frühen Tod gehört Janis Joplin auch zum traurigen "Club 27", in dem viele Rock- und Popstars durch ihr frühes Ableben sind. Neben Janis Joplin gehören zum Beispiel auch Jimi Hendrix, Kurt Cobain, Amy Winehouse, Jim Morrison oder auch Brian Jones in den "Club 27". Aufgenommen hatte Janis Joplin das Album mit "ihrer" neuen Band, der Full Tilt Boogie Band, die sich für sie auch nach der Band angefühlt hat, die fest zu ihr dazugehören sollte. Vorher hatte Janis Joplin schon mit anderen Bands zusammengespielt, aber die Full Tilt Boogie Band war auf dem Weg, ihre feste Band zu werden. Und dass das Zusammenspiel zwischen Janis Joplin und der Band gut funktioniert, das hört man auch, findet Musikredakteur Benjamin Brendebach. Die Songs, die Janis Joplin auf ihrem Album "Pearl" singt, hat sie größtenteils nicht selbst geschrieben – genauer gesagt ist nur der Song "Move Over" von ihr geschrieben worden. Aber dennoch macht sie mit ihrer Art zu singen die Songs zu ihren eigenen, findet auch Musikredakteurin Katharina Heinius: "Sie macht jeden Song zu ihrem eigenen Song!" Die Songwriter, mit denen sie für "Pearl" zusammengearbeitet hat, waren überzeugt von Janis Joplin, erklärt Katharina Heinius. Das ist alleine schon daran zu erkennen, dass sie ihr die Songs überhaupt angeboten haben. Insgesamt sind zehn Songs auf dem Album von Janis Joplin, darunter auch einige ihrer größten Hits. Es gibt Blues-Momente, Folk-Momente und noch ganz viel mehr. Aber eine Frage bleibt: Es gibt keinen Song auf dem Album mit dem Titel "Pearl". Warum also trägt das Album diesen Titel – das erfahrt ihr im Podcast! __________ Über diese Songs vom Album "Pearl" sprechen wir im Podcast • (04:01) – "Move Over" • (08:33) – "Can’t Turn You Loose" • (11:43) – "Cry Baby" • (17:19) – "A Woman Left Lonely" • (24:18) – "Me And Bobby McGee" • (31:46) – "Buried Alive In The Blues" • (34:56) – "Mercedes Benz" __________ Shownotes: • Die Manson-Morde (Tate-Morde): https://www.ndr.de/geschichte/koepfe/Charles-Manson-Die-Tate-Morde-machten-ihn-zur-duesteren-Ikone,manson136.html • Informationen zum Kent State Massaker: https://www.kent.edu/may-4-historical-accuracy • Podcastfolge von "Der Stichtag – Die Chronik der ARD" zum Altamont Free Concert: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:f8c7154bf271dd3c/ • Dokumentation: "The Day the Rock Star Died – Janis Joplin": https://www.zdf.de/portraits/the-day-the-rock-star-died-100#focus=the-day-the-rock-star-died-janis-joplin-100 • Die Meilensteine Live in Sinsheim am 24.9. – Hier könnt ihr euch anmelden: https://www.swr.de/unternehmen/events/regiotour-bw-meilensteine-2026-100.html -
Spice Girls – "Spice" 14.09.2026 1t 15min1996 hat die britische Girlgroup "Spice Girls" ihr Debütalbum "Spice" herausgebracht. Darauf befindet sich mit "Wannabe" auch der größte Hit der Popgruppe. Der größte Hit der Band "Wannabe", ist bei den Streamingplattformen inzwischen im "Club der Milliardäre", was die Abrufzahlen betrifft – und ist auch nach 30 Jahren noch auf so gut wie jeder Partyplaylist zu finden. Auch den Songtext kennen die meisten auswendig, zumindest aus der Generation der Millenials. Für damals junge Mädchen waren die Spice Girls Vorbilder, weil sie der jungen Generation gezeigt haben, dass man auch als Mädchen bzw. Frau "cool sein", "albern" und "laut sein" darf, erklärt Musikjournalistin und Moderatorin Bianca Hauda im Podcast. Mit dieser starken Botschaft, verpackt in einem hervorragend produzierten Popsong, schaffen es die Spice Girls mit der ersten offiziellen Single in ihrer Heimat Großbritannien, in Deutschland und auch in den USA auf Platz 1 der Single-Charts. Aber nicht nur mit "Wannabe" haben die Spice Girls es in ihrer Heimat an die Spitze der Charts geschafft. Gleich vier Singles des Debütalbums schaffen es an die Spitze der Charts: "Wannabe", "Say You’ll Be There", "2 Become 1" und "Mama". Ein Rekord! Und auch wenn die Spice Girls eine gecastete Band sind, haben sie mit ihrer Musik und diesem Album "ihr eigenes Ding draus gemacht", wie Katharina Heinius es beschreibt. Und "sie verkörpern eine Form von Selbstbewusstsein", fügt sie hinzu. Bianca Hauda findet, dass die Spice Girls mit ihrem Debüt gezeigt haben, dass "Mädchen sind nicht nur die Fans sind […], sie können auch selbst die Hauptfiguren sein – und das ist wichtig!" __________ Über diese Songs vom Album "Spice" sprechen wir im Podcast • (21:45 ) – "Wannabe" • (45:51) – "Say You'll Be There" • (54:09) – "2 Become 1" • (59:03) – "Mama" __________ Shownotes • Seite von Songwriter Richard "Biff" Stannard auf Spotify: https://open.spotify.com/playlist/37i9dQZF1EFAu0bePhLMSX?go=1&sp_cid=d38882b75d8f32df4f473b839791fd3a&t=2&utm_source=embed_player_p&utm_medium=desktop&nd=1&dlsi=93304f807cf04377 • Hier ist das Artwork zu "Spice" entstanden: https://form.uk.com/ • Das Musikvideo zum Song "Wannabe" von den Spice Girls: https://www.youtube.com/watch?v=gJLIiF15wjQ&list=RDgJLIiF15wjQ&start_radio=1 • Das Musikvideo zum Song "Say You'll Be There" von den Spice Girls: https://www.youtube.com/watch?v=9ro0FW9Qt-4&list=RD9ro0FW9Qt-4&start_radio=1 • Das Musikvideo zum Song "2 Become 1" von den Spice Girls: https://www.youtube.com/watch?v=FA5jsa1lR9c&list=RDFA5jsa1lR9c&start_radio=1 • Das Musikvideo zum Song "Mama" von den Spice Girls: https://www.youtube.com/watch?v=VsNbhwSXDB8&list=RDVsNbhwSXDB8&start_radio=1 • Die Meilensteine live bei der SWR1 Regiotour: https://www.swr.de/unternehmen/events/regiotour-bw-meilensteine-2026-100.html • ARD Podcast-Tipp: "Fuck You Very, Very Much!": https://www.ardsounds.de/sendung/fuck-you-very-very-much-die-groessten-beefs-im-musikbiz/urn:ard:show:5e38c56cdbb15089/ -
Lynyrd Skynyrd – "One More From The Road" 06.09.2026 1t 11minDas Livealbum "One More From The Road" von Lynyrd Skynyrd feiert in diesem Jahr 50. Geburtstag. Mit dabei: Die legendäre Live-Version von "Free Bird". Am 13. September 1976 erschien "One More From The Road" als Doppel-Livealbum. Bereits Ende desselben Jahres erreichte es in den USA seine erste Platin-Auszeichnung. Bis 1987 verkaufte es sich mehr als 1,5 Millionen Mal. Das Album zeigt Lynyrd Skynyrd auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs und ist gleichzeitig das Vermächtnis der ursprünglichen Besetzung rund um Sänger Ronnie Van Zant. Nur ein Jahr später kamen er, Gitarrist Steve Gaines und dessen Schwester Cassie Gaines bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Cassie Gaines ist auf "One More From The Road" als Background-Sängerin zu hören. Die Geschichte von Lynyrd Skynyrd begann bereits Mitte der 1960er-Jahre in Jacksonville, Florida. Nach einigen Jahren als lokale Band sammelten sie 1971 erste richtige Studioerfahrungen, bevor sie 1973 von Produzent Al Kooper unter Vertrag genommen wurden. Der Plattenvertrag brachte ihnen einen Vorschuss von gerade einmal 9.000 Dollar ein. Mangels anderer Angebote nahm die Band den Deal trotzdem an. Den bescheidenen Plattendeal verarbeitete die Band später im Song "Workin’ For MCA". Auf "One More From The Road" eröffnet der Song das Livealbum. "One More From The Road" zeigt, wie mitreißend und voller Energie ein gut produziertes Livealbum sein kann. Es bringt das Gefühl, live dabei zu sein, zu den Fans nach Hause. Zusätzlich lässt es erahnen, wie die Stimmung bei den drei Konzerten im Juli 1976 im Fox Theatre in Atlanta gewesen sein muss, bei denen die Aufnahmen für das Album entstanden. __________ Über diese Songs vom Album "One More From The Road" sprechen wir im Podcast • (11:03) – "Workin' For MCA" • (18:32) – "Saturday Night Special" • (23:45) – "Whiskey Rock-a-Roller" • (31:32) – "Sweet Home Alabama" • (44:13) – "T For Texas" • (47:30) – "Crossroads" • (49:03) – "Call Me The Breeze" • (50:23) – "Free Bird" __________ Shownotes • "Sweet Home Alabama" Live 1976 in Knebworth: https://www.youtube.com/watch?v=L_LirXfFxOM • Für Gitarristen, die etwas über das "Free Bird" Solo lernen wollen: https://www.premierguitar.com/lessons/how-freebird-taught-me-everything-i-need-to-know-about-rock-guitar-soloing • Doku über Lynyrd Skynyrd: https://www.youtube.com/watch?v=ZS0WvzRVByg • Hintergrundinformationen zu "One More From The Road" von Cameron Crowe: http://www.theuncool.com/journalism/lynyrd-skynyrd-one-more-from-the-road/ • SWR Regiotour 2026: ARD-Musikpodcast "Meilensteine – Alben, die Geschichte machten": https://www.swr.de/unternehmen/events/regiotour-bw-meilensteine-2026-100.html • ARD-Podcast-Tipp: "Amerika, wir müssen reden! ": https://www.ardsounds.de/sendung/amerika-wir-muessen-reden/urn:ard:show:4bc59488d0e4c9bb/ -
R.E.M. – "New Adventures In Hi-Fi" 31.08.2026 1t 17minIm September 1996 erschien "New Adventures In Hi-Fi" von R.E.M. Auf ihrem zehnten Album klingt die Band mal rau und direkt, mal melancholisch und nachdenklich. Entstanden ist ein vielseitiges Rockalbum, das R.E.M. mitten auf dem Höhepunkt ihrer Karriere zeigt. Die US-amerikanische Band um Michael Stipe, Bill Berry, Peter Buck und Mike Mills hatte kurz zuvor einen neuen Plattenvertrag abgeschlossen, der ihr für die nächsten fünf Alben rund 80 Millionen Dollar einbringen sollte. Das war eine Risikoinvestition, aber nach vorherigen Erfolgsalben wie "Out Of Time" (1991) mit dem Megahit "Losing My Religion” oder dem Album "Monster" (1994) gehörten R.E.M. zu den größten Rockbands der Welt. Die Band war also in einer komfortablen Position und nutzte diese Freiheit, ohne sich dem Massengeschmack anzupassen. Auch auf "New Adventures In Hi-Fi" finden sich außergewöhnliche Songs, die nicht unbedingt nach den Regeln des Musikmarkts funktionieren. Viele davon entstanden bereits unterwegs während ihrer großen "Monster"-Tour. Zu den Besonderheiten von R.E.M. gehören die Songtexte von Sänger und Songschreiber Michael Stipe, auf die er sehr großen Wert legt. Er hat mal erzählt, dass er immer ein kleines Buch bei sich trägt, in dem er einzelne Wörter sammelt und sich sogar selbst welche ausdenkt. "New Adventures In Hi-Fi" blieb in den USA zwar etwas hinter dem Erfolg des Vorgängers "Monster" zurück, stürmte in Europa aber an die Spitze der Albumcharts. Trotz des enormen Erfolgs und eines millionenschweren Plattenvertrags bewahrte sich die Band ihre künstlerische Freiheit. R.E.M. machten weiterhin authentische und eigenwillige Musik - so wie sie es wollten. Darauf konnten sich die Fans auch bei "New Adventures in Hi-Fi" verlassen. __________ Über diese Songs vom Album "New Adventures In Hi-Fi" sprechen wir im Podcast: • (17:44) – "How The West Was Won And Where It Got Us" • (32:44) – "E-Bow The Letter" • (48:35) – "Leave" • (01:04:45) – "Be Mine" • (01:09:45) – "Electrolite" __________ Shownotes • Der ARP ODYSSEY Synthesizer, mit dem die Sirene in "Leave" gestaltet wurde: https://www.youtube.com/watch?v=2Khm0whVuz0 • Video zu "E-Bow The Letter": https://www.youtube.com/watch?v=5cnIQHJ169s • Pittis Popcast, der Podcast unseres Gastes Stefan (Pitti) Pitterling: https://open.spotify.com/show/2mELkpHHnGBl9CfpGg7C8U • Artikel zum 25. Jubiläum von "New Adventures In Hi-Fi" auf "The Circle": https://thecircle.de/en/blogs/features/r-e-m-album-25-jahre-new-adventures-in-hi-fi • Buchtipp: "R.E.M. – Life And How To Live It” https://www.verlag-reiffer.de/produkt/rem/ • Meilensteine On Tour bei der SWR Regiotour 2026: ARD-Musikpodcast Meilensteine – Alben, die Geschichte machten • ARD-Podcast-Tipp: "Philipps Playlist" https://www.ardsounds.de/sendung/philipps-playlist/urn:ard:show:08551fdc33d443ab/ -
Paul Simon – "Graceland" 24.08.2026 1t 9minDas Album "Graceland " von Paul Simon ist die kommerziell erfolgreichste Platte von ihm als Solokünstler und sie vereint westliche Popmusik mit afrikanischer Musik. Paul Simon hat sein Album "Graceland " zusammen mit afrikanischen Musikern aufgenommen – unter anderem in Johannesburg. ""Graceland" gilt als Meisterwerk der Fusion von südafrikanischer Straßenmusik mit westlicher Popmusik. Schwarze und weiße Musiker bringen ihr Können, ihre Inspiration, ihre musikalische Sozialisation ein und daraus entsteht ein ganz neuer Sound", sagt Meilensteine-Host Frank König. Bevor Paul Simon sich an die Arbeit zum Album "Graceland " gemacht hat, ist er bereits längst ein erfolgreicher und weltbekannter Popstar gewesen – nicht nur durch seine Arbeiten mit Art Garfunkel. Aber sein letztes Album vor "Graceland" war kein großer kommerzieller Erfolg geworden, die Zusammenarbeit mit der Plattenfirma war ihm ein Dorn im Auge, und auch privat kriselte es. Dann soll ihm eine Kassette in die Hände gefallen sein, mit Akkordeonmusik und Rhythmen, die ihn zu dieser Musik inspiriert hat. Allerdings ist die Existenz dieser Kassette nicht offiziell belegt, erklärt Musikredakteur Stephan Fahrig im Podcast. Daraufhin ist Paul Simon nach Johannesburg geflogen, hat sich viele verschiedene Musiker aus der Region zusammengesucht, mit ihnen gejammt und schlussendlich in den "Ovation Studios" Songs aufgenommen. In der Dokumentation "Under African Skies" sieht man immer wieder, wie Paul Simon selbst total beeindruckt ist von der Musik und dem Können der Musiker, erklärt Stephan Fahrig im Podcast. Für SWR1-Musikredakteur Benjamin Brendebach ist "Graceland" ein Album, auf dem kein schlechter Song zu finden ist, und weil es Paul Simon auf dem Höhepunkt seines Schaffens präsentiert: "Das Album zeigt Paul Simon (…) in seiner Bestform, mit allem, was er kann!" __________ Über diese Songs vom Album "Graceland" sprechen wir im Podcast • (15:47) – "The Boy In The Bubble" • (33:26) – "Graceland” • (47:40) – "Homeless” • (52:16) – "Diamonds On The Soles Of Her Shoes” • (55:43) – "You Can Call Me Al” __________ Shownotes • "Paul Simon – The Story of Graceland": https://youtu.be/7G_HXlcbGpY?si=5DpOs_c-2G4RjMnW • Das legendäre Video zu "You Can Call Me Al": https://www.youtube.com/watch?v=uq-gYOrU8bA • Die Hommage von George Ezra: https://www.youtube.com/watch?v=ZS0WvzRVByg • Der Film zum Album "Under African Skies": https://www.imdb.com/de/title/tt2112868/ • Interview mit Paul Simon im Spiegel zu 25 Jahre Graceland: https://www.spiegel.de/kultur/musik/interview-mit-paul-simon-ueber-protest-gegen-graceland-album-a-834898.html • Anmeldung für die Liveshow der Meilensteine am 24.09. in Sinsheim: https://www.swr.de/unternehmen/events/regiotour-bw-meilensteine-2026-100.html • ARD-Podcast-Tipp: "Kontinental-Platten – Podcast für Weltmusik und globale Sounds": https://1.ard.de/kontinental-platten -
Madonna – "True Blue" 17.08.2026 1t 10min"True Blue" erschien 1986 als drittes Studioalbum von Madonna. Damit wurde sie endgültig vom Pop-Sternchen zum internationalen Superstar und zur Queen of Pop. Das Besondere an "True Blue" ist, dass Madonna erstmals als Co-Autorin und Co-Produzentin an einem ihrer Alben beteiligt war und damit mehr Einfluss auf ihre Musik nahm als zuvor. Das Ergebnis ist eine Platte, die sich nicht nur mit Liebe, Romantik und Ehe beschäftigt, sondern auch mit ernsteren Themen wie den Traumata ihrer Kindheit und der Kritik an patriarchalen und konservativen Strukturen. Mit "True Blue" entwickelte sich Madonna so zu einer ernstzunehmenden Künstlerin und erreichte gleichzeitig ein breiteres und reiferes Publikum. Der Album-Opener "Papa Don’t Preach" handelt vom Widerstand gegen männliche Autoritäten, die sich sowohl in ihrem eigenen Vater als auch in der katholischen Kirche zeigen. Im Song erzählt Madonna aus der Perspektive einer schwangeren Jugendlichen, die sich mit der Frage auseinandersetzt, ob sie ihr Kind bekommen soll. Auch "Live To Tell" schlägt ernstere Töne an. Der Song handelt von Betrug, Misstrauen und Trauma sowie von einem Geheimnis, das die Erzählerin nicht länger für sich behalten kann. Immer wieder wurde "Live To Tell" autobiografisch gelesen und mit Madonnas eigenen Kindheitserfahrungen in Verbindung gebracht. Auch musikalisch hebt sich die Ballade durch ihre komplexe Komposition und die zurückhaltende, düstere Atmosphäre hervor. Von Kritikern wurde sie als eine von Madonnas stärksten Balladen gelobt. Romantik und Liebe kommen auf "True Blue" aber auch nicht zu kurz. Der gleichnamige Titelsong ist Madonnas damaligem Ehemann, dem Schauspieler Sean Penn, gewidmet. Der unbeschwerte, fröhliche Popsong greift Elemente der Girlgroup-Musik der 1950er- und 1960er-Jahre auf und erinnert an Gruppen wie die Ronettes oder an den Sound von "Grease". __________ Über diese Songs vom Album "True Blue" sprechen wir im Podcast • (14:12) – "Papa Don’t Preach" • (27:08) – "Open Your Heart" • (37:50) – "Live To Tell" • (56:25) – "True Blue" • (01:02:20) – "La Isla Bonita" __________ Shownotes • Website von Herb Ritts, dem Fotografen des Cover Artworks: https://www.herbritts.com/ • Website der Grafikerin Jeri Heiden, die für die Gestaltung des Artworks zuständig war https://www.smogdesign.com/about • Interview mit Margot Käßmann in der WELT zur Confessions Tour 2006 https://www.welt.de/print-welt/article147086/Anmassende-Selbstinszenierung.html • "Live To Tell" bei der Confessions Tour. Der Skandal im Video https://www.youtube.com/watch?v=2JvK3U2gpsQ • "Open Your Heart" im Video https://www.youtube.com/watch?v=snsTmi9N9Gs • "Papa Don’t Preach" im Video https://www.youtube.com/watch?v=G333Is7VPOg • ARD-Podcast-Tipp: Wie wir ticken – Euer Psychologie Podcast: https://www.ardsounds.de/sendung/wie-wir-ticken-euer-psychologie-podcast/urn:ard:show:be34348e7e107ac6/ -
Bon Jovi – "Slippery When Wet" 10.08.2026 59minDas dritte Studioalbum "Slippery When Wet" war vermutlich das wichtigste Album überhaupt für Bon Jovi. Denn bei ihrem Plattenlabel stand die Band auf der Abschussliste. Bevor die Band 1986 mit "Slippery When Wet" und den Hits des Albums "Livin‘ On A Prayer", "Wanted Dead Or Alive" und "You Give Love A Bad Name" ihr erfolgreichstes Album veröffentlichte, war ihr Plattenlabel nicht gut auf die Band zu sprechen. Nach einem ersten Achtungserfolg mit ihrer Single "Runaway" und dem dazugehörigen Debütalbum hatte man große Hoffnungen in Jon Bon Jovi und die Gruppe gesetzt. Das zweite Album "7800° Fahrenheit" blieb bei der Veröffentlichung jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Für die Band hieß es bei Album Nummer drei also: "Make it or break it". Derek Shulman, der später zu einem der wichtigsten A&R-Manager der Rockgeschichte werden sollte, hatte der Band geraten, sich mit dem Songwriter Desmond Child zusammenzutun. Dieser damals noch junge Mann sollte zu einem sehr bedeutenden Songwriter in der Rockgeschichte werden. (Später arbeitete er mit Künstlern wie Aerosmith, Kiss, Jennifer Rush, INXS, Katy Perry und auch mit der deutschen Band Tokio Hotel zusammen.) Jon Bon Jovi, Gitarrist Richie Sambora und Songwriter Desmond Child setzten sich im Keller der Familie Sambora in der Heimatstadt von Bon Jovi, New Jersey, zusammen und schrieben während ihrer Sessions mehr als dreißig Songs für "Slippery When Wet". Dabei entstanden auch Songs wie "Livin‘ On A Prayer" und "You Give Love A Bad Name". Besonders bemerkenswert ist die Arbeit von Gitarrist Richie Sambora, der sich mit dem Album sehr stark weiterentwickelt und seinen Stil gefestigt hat. Mit "Slippery When Wet" konnten Bon Jovi sich von härteren Bands abgrenzen und haben sich mehr in Richtung Stadionrock entwickelt. Außerdem haben sie ihren eigenen, unverwechselbaren Sound geschaffen, für den Millionen Fans auf der Welt sie lieben. Bon Jovi wurden noch viel klarer und ausgereifter als bei ihren Vorgängeralben. __________ Über diese Songs vom Album "Slippery When Wet" sprechen wir im Podcast (11:33) – "You Give Love A Bad Name"(27:53 ) – "Livin’ On A Prayer"(40:03) – "Social Disease"(44:54 ) – "Wanted Dead Or Alive"(52:30) – "Never Say Goodbye"__________ Shownotes Interview mit Cover-Photograph Mark Weiss: https://www.youtube.com/watch?v=zQce0rHjEewRick Beato zu "Livin' On A Prayer": https://www.youtube.com/watch?v=dJgrXqvpXF0Peter Frampton erklärt die Talk Box: https://www.youtube.com/shorts/UdexmEq0he0So funktioniert die Talkbox: https://www.delamar.de/gitarre/gitarren-effektgeraete/talkbox-68983/Musikvideo zu "Livin On A Prayer": https://www.youtube.com/watch?v=lDK9QqIzhwkMusikvideo zu "You Give Love A Bad Name": https://www.youtube.com/watch?v=KrZHPOeOxQQ&list=RDKrZHPOeOxQQ&start_radio=1Bon Jovis Auftritt bei den VMA's 1989: https://www.youtube.com/watch?v=rAiW4jQ-Vno&list=RDrAiW4jQ-Vno&start_radio=1ARD-Podcast-Tipp: Berlin Sounds Inside - Staffel 3: https://www.ardsounds.de/sendung/berlin-sounds-inside-der-musiktalk-mit-anja-caspary/urn:ard:show:1aad788d434c3934/ -
Loreley Open Air – Neue Stars: Die Zukunft der Loreley | Special (5/5) 03.08.2026 44minDie Loreley steht für Rockgeschichte – doch wie sieht ihre Zukunft aus? In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Publikum verändert, neue Konzertformate sind entstanden und die Anforderungen an Open-Air-Veranstaltungen haben sich grundlegend gewandelt. Die Folge erzählt von den Umbrüchen der 1990er- und 2000er-Jahre: vom Kelly-Family-Hype, der Veranstalter und Behörden vor ungeahnte Herausforderungen stellte, von außergewöhnlichen Begegnungen mit Künstlern wie Nina Hagen und Ted Nugent sowie von einer neuen Generation von Konzertbesuchern. Gleichzeitig stellt sich die Frage, welche Rolle die Loreley künftig spielen kann. Marillion-Gitarrist Steve Rothery und Status Quo-Gründer Francis Rossi sprechen darüber, warum nicht Größe allein über den Erfolg eines Konzertortes entscheidet – und weshalb die besondere Atmosphäre der Loreley auch in Zukunft Menschen anziehen wird. Ein Blick zurück auf bewegte Jahrzehnte und nach vorn auf die Zukunft einer der berühmtesten Freilichtbühnen Europas. __________ Kapitel: (03:09) – Fotografensicht auf die Loreley (05:13) – Unordnung, Reggaevibes und Motorradgangs (15:18) – Die Festival-Hochzeit in den 80ern (20:55) – Neustart auf der Loreley? (25:34) – Keine Stars mehr auf dem Rockfelsen? (30:55) – Überlebensperspektive für die Loreley (38:20) – Die Lösung heißt: Vielfalt __________ ARD Podcast-Tipp: Interpretationssache: http://kurz.sr.de/InterpretationssacheCP -
Loreley Open Air – Flirt mit den Red Hot Chili Peppers | Special (4/5) 27.07.2026 49minDie "Rockpalast"-Nächte auf der Loreley gehörten zu den legendärsten Musikübertragungen Europas. Millionen Zuschauer verfolgten die Live-Konzerte vor den Fernsehbildschirmen, während auf der Bühne internationale Stars auftreten und Musikgeschichte schreiben. Diese Folge blickt zurück auf die großen "Rockpalast"-Jahre: auf frühe Auftritte von U2, auf die Steve Miller Band, auf George Clintons Funkadelic und viele weitere Künstler, die die Loreley zu einer internationalen Bühne machten. Besonders in Erinnerung geblieben ist jedoch ein Auftritt der damals noch weitgehend unbekannten Red Hot Chili Peppers. Nur mit einer Socke bekleidet sorgen sie live im Fernsehen für einen der größten Skandale der Geschichte des "Rockpalast". Außerdem erinnern sich Beteiligte an die Begegnung zwischen Sänger Anthony Kiedis und Moderatorin Evi Seibert, die hinter den Kulissen für Gesprächsstoff sorgte. Eine Folge über Live-Fernsehen, Rockgeschichte und Momente, die bis heute Kultstatus genießen. __________ Kapitel: (02:18) – Ein kleines Zwischenresümee(05:25) – Das erste Rockpalast-Open-Air(14:10) – Steve Miller und der Löwenkäfig(19:14) – Die Architektur der Loreley(21:19) – Der Blick hinter die Kulissen mit Evi Seibert(31:52) – Loreley-Proteste 1978(37:30) – Thomas D erinnert sich an die Loreley __________ ARD Podcast-Tipp: Too Many Tabs: https://1.ard.de/tmt?cp -
Loreley Open Air – Deutschrock und Heimatgefühle | Special (3/5) 20.07.2026 47minKaum ein Ort ist so eng mit deutscher Geschichte verbunden wie die Loreley. Vom Mythos der sagenumwobenen Nixe über die politische Instrumentalisierung des Amphitheaters während der NS-Zeit bis hin zur Wiederentdeckung als Rockbühne: Der Felsen erzählt viele Geschichten. In dieser Folge steht die deutschsprachige Musik im Mittelpunkt. Künstler wie BAP, Peter Maffay, Udo Lindenberg und Die Fantastischen Vier prägen eine neue Generation von Konzerten auf der Loreley. Für BAP wird ein Auftritt im Sommer 1982 zum Wendepunkt ihrer Karriere – obwohl die Band das Angebot zunächst fast ausgeschlagen hätte. Peter Maffay erinnert sich an besondere Momente in seinem "Wohnzimmer" Loreley, an außergewöhnliche Begegnungen mit Fans und an Abenteuer abseits der Bühne. Außerdem geht es um das politische Engagement der Rockszene: Mit "Rock gegen Atom" wird die Loreley zur Plattform gesellschaftlicher Debatten – inklusive eines Besuchs des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt. __________ Kapitel: • (02:41) – Der Durchbruch von BAP auf der Loreley • (09:50) – Die legendäre Jam-Session mit Rory Gallagher • (16:55) – Peter Maffays zweites Zuhause • (23:04) – Hinter den Kulissen der Loreley • (33:12) – "Rock gegen Atom" 1986 • (35:10) – Udo Lindenberg gibt dem Deutschrock Haltung • (37:40) – Deutsche Festivals im Wandel __________ ARD Podcast-Tipp: "Wem gehört Wacken? Metal, Mythos, Millionen": https://1.ard.de/wacken?at -
Loreley Open Air – Der Fels rockt – Dire Straits | Special (2/5) 10.07.2026 37minDie wilden Pioniertage sind vorbei. In den 1980er-Jahren wächst die Loreley zu einer festen Größe der internationalen Rockszene heran. Die Bühne wird größer, die Produktionen spektakulärer und die Liste der auftretenden Bands immer prominenter. Gemeinsam mit Dire Straits-Bassist John Illsley und Wishbone Ash-Gitarrist Andy Powell reisen wir in ein Jahrzehnt voller musikalischer Veränderungen. Härtere Gitarrenklänge, gigantische Open Air-Shows und eine Atmosphäre, die bis heute unvergessen ist. Barclay James Harvest-Sänger John Lees erinnert sich an die Magie eines Publikums, das seine Begeisterung noch mit Feuerzeugen statt Smartphone-Lichtern ausdrückte. Die Folge erzählt, wie aus einem Festival eine Institution wurde – und warum manche Konzerte nicht nur musikalisch, sondern auch hinter den Kulissen für spektakuläre Geschichten sorgten. __________ Kapitel • (01:05) – Auf in die 80er! • (05:11) – Heavy Metal auf der Loreley • (07:45) – Dire Straits werden auf den Rockfelsen eingeladen • (20:46) – Staus und Verkehrschaos beim Festival • (24:53) – Booking für die Loreley • (26:22) – Bootlegs und Konzertmitschnitte • (28:21) – John Lees erinnert sich an die Loreley • (32:20) – Ausblick auf Folge 3 __________ ARD-Podcast-Tipp: "Der verbotene Vater" im Podcast "Alles Geschichte - Der History-Podcast": https://1.ard.de/alles-geschichte-der-verbotene-vater -
Loreley Open Air – Die Geburt eines Mythos: Genesis | Special (1/5) 06.07.2026 43minAm 3. Juli 1976 erlebt der 17-jährige Frank Grabowski auf der Loreley ein Konzert, das Musikgeschichte schreiben wird: Genesis spielen vor Tausenden Fans auf der Freilichtbühne und machen den legendären Felsen endgültig zu einem der wichtigsten Open Air-Spielorte Deutschlands. Doch wie begann die Erfolgsgeschichte der Loreley als Rockbühne überhaupt? Die erste Folge führt zurück zu den Anfängen des Amphitheaters, das nur wenige Jahre zuvor eher zufällig als Konzertort wiederentdeckt wurde. Zeitzeugen und Musiker erinnern sich an eine Aufbruchsstimmung, die viele später als das "Woodstock Deutschlands" bezeichnen sollten. Genesis-Gitarrist Steve Hackett und weitere Wegbegleiter erzählen von den ersten großen Konzerten, von improvisierten Strukturen, einer einzigartigen Atmosphäre – und davon, warum das legendäre Genesis-Konzert beinahe in Flammen aufgegangen wäre. _____ (02:33) – Zeitmaschine an! (05:18) – Die ersten Konzerte auf der Loreley (15:05) – Phil Collins wird zum Genesis-Frontmann (24:03) – Drogen, Polizei und Rock’n’Roll (32:43) – Freundschaft mit Genesis-Gitarrist Steve Hackett (35:31) – Genesis und der Progressive Rock _____ ARD-Podcast-Tipp: "Meilensteine - Alben, die Geschichte machten": https://1.ard.de/SWR1_Meilensteine" -
Trailer: Open Air – Rock unter freiem Himmel – 50 Jahre Loreley 03.07.2026 2minStellt euch vor: Es ist der 3. Juli 1976, Genesis betreten die Freilichtbühne – und die Loreley Open Air Bühne wird zum Rockfelsen! Es war der Beginn einer Ära, die Musikgeschichte geschrieben hat. Im Podcast "Open Air – 50 Jahre Loreley" geht es auf eine Zeitreise durch unglaubliche, coole fünf Jahrzehnte voller legendärer Momente. Hört die Geschichten von Stars wie Genesis-Gitarrist Steve Hackett, Dire Straits-Bassist John Illsley, Wolfgang Niedecken und Al Di Meola. Erlebt, wie The Police oder U2 ihre Karrieren auf der Open-Air-Bühne gestartet haben. Von den Anfängen bis heute – erlebt das Lebensgefühl, die Musik und die unvergesslichen Highlights von fünf Jahrzehnten Loreley. Lasst euch dieses Meilensteine Special nicht entgehen – hört ab 6. Juli 2026 rein in "Open Air – 50 Jahre Loreley"! -
Foreigner – "4" 29.06.2026 1t 24minMit "4" veröffentlichten Foreigner im Juli 1981 ihr viertes Studioalbum. Die Band verabschiedete sich darauf vom Hard Rock und setzte stattdessen auf eingängigeren Rock mit Pop- und Synthesizer-Einflüssen. Der Titel "4" passte gleich doppelt. Es war nicht nur das vierte Studioalbum der Band, sondern auch das erste, an dem nur noch vier Musiker beteiligt waren. Die ursprüngliche sechsköpfige Besetzung hatte sich nach internen Konflikten verkleinert. Auf "4" sind nur noch Sänger Lou Gramm, Gitarrist und Mastermind Mick Jones, Bassist Rick Wills und Schlagzeuger Dennis Elliott zu hören. Aufgenommen wurde das Album in den Electric Lady Studios in New York, die Jimi Hendrix 1970 gegründet hatte. Für den damals ungewöhnlichen Sound waren neben der Band vor allem Produzent Robert "Mutt" Lange und Toningenieur und Keyboarder Thomas Dolby verantwortlich. "Urgent" zählt zu den bekanntesten Songs der Foreigner. Prägend sind seine enorme Energie und das ikonische Saxofon-Solo, das der US-amerikanische Tenorsaxofonist Jr. Walker einspielte. Mick Jones und "Mutt" Lange hatten Walker in einem New Yorker Club entdeckt. In der Power-Ballade "Waiting For A Girl Like You" zeigt Thomas Dolby sein Können. Schon das Intro mit seinen sphärischen Synthesizer-Klängen war für Foreigner und den Hard Rock der damaligen Zeit eher ungewöhnlich. "Juke Box Hero" schlägt im Vergleich zu "Waiting For A Girl Like You" wieder deutlich rockigere Töne an. Der Song lebt von einem Wechsel von eher ruhigeren und kraftvollen Passagen und erzählt die Geschichte eines Fans, der im Regen vor einer ausverkauften Konzerthalle steht und davon träumt, eines Tages selbst ein Rockstar zu werden. Schließlich kauft er sich eine Gitarre, bringt sich das Spielen bei und erfüllt sich diesen Traum. Mit dem perfekt produzierten Studiosound von "4" bewegten sich Foreigner musikalisch stärker in Richtung Mainstream. Live bewies die Band jedoch, dass sie mit der rohen Rock'n'-Roll-Energie, die Foreigner auf der Bühne entfalteten, eine echte Rockband war. __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "4" findet ihr unter https://www.swr.de/swr1/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an [email protected] -
Buena Vista Social Club – "Buena Vista Social Club" 22.06.2026 59minBenannt nach dem "Club Social" im Stadtviertel "Buena Vista" der kubanischen Hauptstadt, sucht und setzt sich Gitarrist und Produzent Ry Cooder seine Band aus Altmeistern kubanischer Musik zusammen. Daraus entsteht das erfolgreichste Weltmusik-Album aller Zeiten: "Buena Vista Social Club". In den 40er- und 50er-Jahren haben sich in den Stadtvierteln Havannas viele "Clubs" gegründet, die aber mehr als Vereine zu sehen sind und weniger als Musikclubs, wie wir sie heute aus unserer Gesellschaft kennen, erklärt Musikredakteur Benjamin Brendebach im Podcast. In den Clubs haben sich unterschiedliche soziale Gruppen zusammengefunden, zum Beispiel aus verschiedenen Berufsgruppen. Musik war dabei oft ein elementarer Teil des Zusammenseins. Einer dieser Clubs ist eben der Grundstein für dieses Album geworden, der "Club Social" im Stadtviertel "Buena Vista" in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Und eben in diesem Club sind zu der Zeit neue Rhythmen entstanden und geprägt worden, die wir heute – vor allem auch aus der Tanzschule – kennen. Während es heutzutage üblich ist, dass Musiker, wenn sie ins Studio gehen, um Songs aufzunehmen, nicht gemeinsam im Tonstudio stehen, sondern jede Instrumenten- und Gesangsspur einzeln und nacheinander aufzeichnen. So wird unter anderem sichergestellt, dass jede Spur perfekt eingespielt worden ist – perfekt im Rhythmus und ohne störende Nebengeräusche. Beim "Buena Vista Social Club" war das ganz anders, erzählt Benjamin Brendebach. Das Besondere daran ist auch, dass es eben keine fest bestehende Gruppe war und alles sehr organisiert war, sondern dass es eine Art musikalisches Kollektiv aus dieser Stadt bzw. dem Viertel gewesen ist. Wenn für einen Song noch ein Pianist gebraucht wurde, hat man sich überlegt, wer könnte denn zum Beispiel das Klavier spielen? Dann ist man zu der Wohnung in der Nachbarschaft gegangen und hat diesen Bekannten einfach dazugeholt, so umschreibt es Brendebach und fügt hinzu: "Das macht es eben auch aus". Für Musikredakteur Benjamin Brendebach signalisiert dieses Album vor allem, dass man als Hörer und Musikfan offen bleiben sollte, was das Musikalische angeht. Und für Musikredakteurin Katharina Heinius zeigt dieses Album, dass wir musikalisch und kulturell verbunden sind. "Diese Musik ist wie ein Schmelztigel! […] Dieses Album zeigt einfach, dass Musik verbindet." Katharina Heinius über die Bedeutung von "Buena Vista Social Club“ __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Buena Vista Social Club" findet ihr unter https://www.swr.de/swr1/ __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an [email protected] -
The Smiths – "The Queen Is Dead" 15.06.2026 1t 11min1986 hat die britische Band The Smiths ihr drittes Album "The Queen Is Dead" veröffentlicht. Es zählt mit Blick auf die Chartpositionierungen zu den international erfolgreichsten Alben der Gruppe, neben ihrem Album "Meat Is Murder". "The Queen Is Dead" von The Smiths ist Morrisseys Abrechnung mit dem britischen Königshaus, erklärt Frank König im Meilensteine Podcast. Und es ist gleichzeitig Wegbereiter für den Britpop, der Mitte der 90er die Charts erobern sollte. Das Album "The Queen Is Dead" ist auch der direkte Nachfolger ihres Meilenstein-Albums "Meat Is Murder" aus dem Jahr 1985, von dem wir unter anderem den Hit "How Soon Is Now?" kennen. Neben der genialen Gitarrenarbeit von Johnny Marr, steht auch bei diesem Album die polarisierende Figur Morrissey im Vordergrund. Zum einen mit seinem besonderen Stil und seinen außergewöhnlichen Gesangsmelodien, vor allem aber auch wegen seiner Texte und seinem öffentlichen Auftreten, das oft von Provokation geprägt ist. Was davon ernst gemeint ist und was nicht, ist oft nur sehr schwer auseinanderzuhalten. "Es zieht sich auch durch dieses Album. Auf der einen Seite dieses "Ihr könnt uns alle mal" und auf der anderen, dieses Trotzdem-geliebt-werden-wollen, scheint so immanent zu sein bei ihm", sagt Podcast-Host Frank König über die verschiedenen Signale, die Morrissey aussendet. Auch abseits der Musik hat Morrissey seine Provokationen nach außen getragen und sich und die Band immer so inszeniert, dass sie zu wenig Unterstützung (zum Beispiel durch die Plattenfirma) bekommen hätten und sie eigentlich viel erfolgreicher sein müssten. Zu der Zeit hat die Management-Aufgaben keine Agentur oder ein offizieller Manager übernommen, sondern Gitarrist Johnny Marr zusätzlich zu seiner musikalischen Arbeit. Zum Mangel an öffentlicher Aufmerksamkeit in den 80ern kann noch angefügt werden, dass die Gruppe sich in den 80ern selbst lange dagegen gewehrt hat, Musikvideos zu drehen, was damals das bestimmende Medium gewesen ist, erklärt Podcast Gast und Morrissey-Experte Klaus Biehler. Das erste Musikvideo gab es dann zu dem Song "The Boy With The Thorn In His Side" vom Album "The Queen Is Dead". Für Musikredakteurin Katharina Heinius ist "The Queen Is Dead" ein zeitloses Album, weil es eine Art Bindeglied ist. Die Band ist beeinflusst von der Musik der Rolling Stones, der Beatles, vom Soul der 60er Jahre genauso wie von Bands wie den New York Dolls. Diese Einflüsse nimmt die Band, besonders auf diesem Album, verarbeitet sie und wird damit zum Vorläufer des Britpop. __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "The Queen Is Dead" findet ihr auf www.swr1.de __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an [email protected] -
Blink-182 – "Take Off Your Pants And Jacket" 08.06.2026 59min2001 haben die amerikanischen Punkrocker von Blink-182 ihr Album "Take Off Your Pants And Jacket" herausgebracht, auf dem auch Hits wie "The Rock Show" oder "First Date" sind. Nach ihrem internationalen Durchbruch mit dem Album "Enema Of The State" hatten sich die Möglichkeiten für Mark Hoppus, Tom DeLonge und Travis Barker vervielfacht, was die (finanzielle) Umsetzung ihres nächsten Albums betraf. Über die musikalische Ausrichtung war die Band sich jedoch nicht immer ganz einig. Sänger und Bassist Mark Hoppus wollte im Grunde genommen nochmal ein zweites "Enema Of The State" schreiben, während Tom DeLonge sich zumindest in Teilen eine musikalische Weiterentwicklung erhoffte. Musikalisch durfte es für DeLonge etwas ernsthafter und düsterer werden. Damit wurden die Spannungen innerhalb der Band größer, aber das Album "Take Off Your Pants and Jacket" auch deutlich vielfältiger. Inhaltlich beschäftigen sich Blink-182 auf "Take Off Your Pants and Jacket" wie auch schon auf dem Vorgängeralbum hauptsächlich mit pubertärem Humor. Es finden sich aber auch Themen des Erwachsenwerdens auf der Platte. Als Beispiele seien hier Themen wie jugendliche Unsicherheit, Einsamkeit oder eben auch traumatische Erlebnisse genannt, wie die Scheidung der Eltern – ein sehr persönlicher Song von Sänger und Gitarrist Tom DeLonge. Blink-182 gelten heute oft als die Band, die wie keine zweite das Genre des Pop-Punk definiert hat. Dabei haben sie mit ihren persönlichen Einflüssen aus legendären Punkbands wie NOFX, The Descendents, Bad Religion sowie Bands wie The Cure ihren Sound geschaffen. Dafür haben sie eben die Energie und das Tempo des Punks mit der Melancholie und Eingängigkeit von Popmusik vereint. Das Rückgrat der Musik – und wenn man so will auch des Erfolgs – von Blink-182 ist das Schlagzeugspiel von Travis Barker. Der begleitet die Band mit seinem Drumming nicht einfach, sondern er spielt so ausgefeilt und kreativ, dass die Drums nicht nur der Pulsschlag der schnellen Songs sind, sondern auch gleichzeitig Leadinstrument. Das Timing bei "Take Off Your Pants And Jacket" war perfekt für Blink-182. MTV war groß, Skateboards und Highschool-Komödien hatten ihre Hochzeit, und für all das konnten Blink mit ihrer Musik sozusagen den Soundtrack liefern. Damit konnten sie genau diese Generation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen so stark prägen, denn sie haben mit ihrer Musik ein Lebensgefühl eingefangen. __________ Über diese Songs vom Album "Take Off Your Pants And Jacket" sprechen wir im Podcast • (11:25) – "Anthem Part Two" • (40:03) – "First Date" • (42:41) – "The Rock Show" • (48:11) – "Stay Together For The Kids" __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Take Off Your Pants And Jacket" findet ihr hier: https://x.swr.de/s/link182akeffourants __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns an [email protected] -
Die Toten Hosen – "Opium fürs Volk" 01.06.2026 54minDie Toten Hosen gehen auf große Abschiedstour. In dieser Folge ehren wir deshalb die Düsseldorfer Punkband und sprechen über das legendäre Konzeptalbum "Opium fürs Volk" von 1996. Dazu gehören auch Hits wie "Bonnie & Clyde" und "Paradies". Als die Toten Hosen im Frühjahr 2026 ihre Tour "Trink aus! Wir müssen gehen" ankündigen, ahnen viele Fans schon, dass es sich um einen Abschied handelt. Für die Meilensteine-Redaktion stand fest: Es wird Zeit, die Jungs rund um Leadsänger Campino zu ehren. Nur mit welchem Album? In unserem Online-Voting habt ihr euch für "Opium fürs Volk" entschieden. Es ist im selben Jahr wie "Le Frisur" von Die Ärzte erschienen – und ebenfalls ein Konzeptalbum. Einer, der Die Toten Hosen nicht nur kennt, sondern auch gut mit ihnen befreundet ist, ist Ingo Knollmann von den Donots. Als Podcastgast in dieser Folge erzählt er, dass die Hosen sein allererstes Konzert waren und ihn dazu inspiriert haben, eine eigene Band zu gründen. 1996 waren Die Toten Hosen auf dem bis dato Höhepunkt ihrer Karriere. Mit dem Album "Kauf mich!" erreichten sie Platz eins der deutschen Albumcharts und mussten sich mit der Frage herumschlagen, ob ihre Musik überhaupt noch Punk sei. Sie hatten aber auch ihr eigenes Label gegründet und damit neue Freiheiten gewonnen. Mit "Opium fürs Volk" schlug die Band eine klare Richtung ein: mehr hin zum Stadionrock – und man könnte auch vorsichtig sagen, dass sie dem Mainstream ein Stück näher gekommen sind. Das Konzept fürs Album entwickelte Sänger Campino, nachdem er auf Einladung des Abts Stephan Schröder eine Woche im Benediktinerabtei Königsmünster verbracht hatte. Campino nimmt dort am klösterlichen Leben teil und beschäftigt und sich mit den großen Fragen des Lebens – kein Wunder also, dass der Albumtitel von einem Zitat des Philosophen Karl Marx inspiriert ist. Klar wird der religiöse Bezug direkt auf dem Opener, "Vaterunser", der das wichtigste Gebet der Christen aufgreift und auch wie ein Gebet klingt. Für viele Punk-Fans war das sicherlich ein gewöhnungsbedürftiger Einstieg. Wer sich davon nicht abschrecken lässt und tiefer ins Album einsteigt, erkennt, dass zwischen der Religions- und Gesellschaftskritik jede Menge Selbstironie steckt. Während in "Und so weiter" deutsche Spießer und ihre Faulheit aufs Korn genommen werden, erlebt das Gangsterpaar in "Bonnie & Clyde" ein Abenteuer nach dem anderen – zumindest stellen sie es sich so vor. Man kann den Song als Hymne für Punks und Gangster interpretieren oder eben daraus schließen, dass alles nur eine Fantasie ist. Genau das zeichnet laut Ingo Knollmann die Toten Hosen aus: "Die Hosen sind in ihrer Art auch Punk, aber eben nicht dieses Brutale, dieses Aggressive. [...] Und das macht es dann auch aus, warum sie wirklich für viele so hörbar sind und auch Campino als Mensch so interessant und sympathisch ist." Neben den verschiedenen Themen und Lebensfragen, die auf dem Album behandelt werden, ist auch die Musik, die zu hören ist, "bemerkenswert vielseitig", findet Host Frank König. Gregorianische Gesänge teilen sich auf dem Album einen Platz mit Dudelsack, Flöten, Streicher, Synthesizer, Punk, Folk, Rock und Reggae. Und diese Mischung, die von einem religiösen roten Faden, durchzogen ist, geht auf. "Opium fürs Volk" gehört zu den meistverkauften Alben in Deutschland, erreichte Platz eins der deutschen Charts und wurde noch im Jahr der Veröffentlichung mit einer Goldenen und einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet. __________ Über diese Songs vom Album "Opium fürs Volk" sprechen wir im Podcast (15:49) – "Vaterunser"(23:44) – "Und so weiter"(26:51) – "Bonnie & Clyde"(36:18) – "Paradies"(43:04) – "Viva la revolution"(47:35) – "10 kleine Jägermeister"__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Opium fürs Volk" findet ihr hier: https://x.swr.de/s/dietotenhosenopiumfuersvolk __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected] -
Die Ärzte – "Le Frisur" 25.05.2026 56minMit "Le Frisur" hat die deutsche Punkband Die Ärzte 1996 ihr erstes und bisher einziges Konzeptalbum veröffentlicht. Ein Album, in dem es tatsächlich nur um Frisuren, Bärte und Haare aller Arten geht. Das Album "Le Frisur" von den Ärzten ist mal wieder ein Beweis dafür, dass die Band sich selbst nicht zu ernst nimmt – als ob der noch nötig gewesen wäre – und der Spaß bei der Band häufig im Vordergrund steht. Dass Die Ärzte offen sind für allerhand verrückte Ideen, kann Podcastgast George Lindt selbst belegen. Er hat mehrfach mit den Ärzten gesprochen und mit ihnen in der Vergangenheit ihre eigenen Songs neu aufgenommen – auf Japanisch und Chinesisch. Auch deshalb war er die perfekte Wahl als Gast für diese Podcastfolge zu "Le Frisur". George Lindt spricht in dieser Meilensteine-Folge nicht nur über das Album, sondern erzählt auch jede Menge Anekdoten aus der Geschichte der Ärzte. Ein Konzeptalbum nur über Haare, Bärte und Co., so etwas Verrücktes fällt wirklich nur den Ärzten ein. Aber wer die Ärzte kennt, weiß, dass es – auch wenn es offenkundig und beim ersten Blick sehr albern und lustig gemeint ist – bei den Ärzten eigentlich immer eine tiefere Bedeutung gibt, auch beim Album "Le Frisur". Ein gutes Beispiel dafür ist der Song und das dazugehörige Musikvideo zu "Mein Baby war beim Frisör", in dem die Ärzte "Femizide" thematisieren. Die Musik und das Video sind dabei typisch lustig dargestellt, die Botschaft des Songs hingegen ist eher erschütternd. Neben dem inhaltlichen doppelten Boden spielen Die Ärzte auf dem Album ganz viel mit der Erwartungshaltung des Hörers. Johannes Heuft erklärt: wenn wir uns an einen Song gewöhnt und reingehört haben, dann passiert oft eben etwas komplett anderes, und das macht das Album auch spannend. Auf "Le Frisur" gibt es auch ganz viele Dinge, bei denen wir Verbeugungen vor großen Vorbildern erkennen und auch Inspirationen unterschiedlicher Natur. Auch ganz viele unterschiedliche Genres haben Die Ärzte auf das Album gepackt. Von (natürlich) Punk, über Pop, Metal, Reggae bis zu den Comedian Harmonists und Frank Sinatra ist fast alles dabei. Und so bizarr und chaotisch der bunte – teilweise vielleicht sogar fragwürdige – Mix der Ärzte ist, den sie auf diesem Album über Haare zusammenkomponiert und produziert haben, so einleuchtend ist die Platte und alles darauf für Meilensteine-Gast George Lindt. __________ Über diese Songs vom Album "Le Frisur" sprechen wir im Podcast (15:08) – "Erklärung"(24:14) – "Mein Baby war beim Frisör"(28:14) – "Motherfucker 666"(38:24) – "3-Tage-Bart"(44:17) – "No Future (ohne neue Haarfrisur)"(46:27) – "Der Medusa-Man (Serienmörder Ralf)"__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Le Frisur" findet ihr hier: https://x.swr.de/s/dierztelefrisur __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected] -
Peter Gabriel – "So" 18.05.2026 1t 20min"So" gehört nicht nur zu den erfolgreichsten Alben von Peter Gabriel, sondern ist auch noch ein Meisterwerk der 80er Jahre. Es erschien am 19. Mai 1986 und verkaufte sich über zehn Millionen Mal. Auch einige seiner größten Hits wie "Sledgehammer", "In Your Eyes" oder "Don't Give Up" sind auf dem Album vertreten. Nach seiner Zeit bei Genesis arbeitete Peter Gabriel 1976 an seiner Solo-Karriere. Bereits 1977 erscheint mit "Peter Gabriel" sein erstes Solo-Album. Auch die drei folgenden Alben tragen denselben Titel, was in den Plattenläden immer wieder für Verwirrung sorgte. Erst mit seinem fünften Album "So" veröffentlichte er erstmals ein Album mit einem anderen Namen. Der Titel "So" klingt zunächst eher minimalistisch. Musikalisch verbindet das Album jedoch Artrock, Soul, R’n’B, Pop, Progressive Rock und Weltmusik zu einem vielseitigen Sound. Peter Gabriel setzt dabei auf die damals noch relativ neuen Synthesizer-Klänge und nutzt moderne Studiotechnik. Für die Produktion arbeitet er mit Daniel Lanois, der zusammen mit Toningenieur Kevin Killen das Album entscheidend prägt. "Sledgehammer" wurde zum größten Hit von Peter Gabriel und war zugleich sein erster Nummer-eins-Hit in den USA. Im Juli 1986 verdrängte der Song "Invisible Touch" von Gabriels früherer Band Genesis von der Spitze der US-Charts. Musikalisch orientiert sich "Sledgehammer" an Soulmusik der 1960er Jahre. Besonders der Einfluss von Otis Redding ist deutlich zu hören, dessen Musik Gabriel auch stark geprägt hat. Bei einem Auftritt von Redding entdeckte er 1966 den Trompeter Wayne Jackson, der später die markanten Bläser auf "Sledgehammer" einspielte. "Don’t Give Up" ist das legendäre Duett von Peter Gabriel und Kate Bush. Der Song wurde für viele Menschen zu einer wichtigen Quelle der Hoffnung. Elton John sagte, das Lied habe ihm geholfen, seine Alkoholprobleme zu überwinden. Auch ein bekannter US-Komiker erzählte Gabriel, der Song habe ihm in einer schwierigen Zeit das Leben gerettet. Mit "So" hat Peter Gabriel ein Album veröffentlicht, das die Musik der 80er Jahre weit über seine Entstehungszeit hinaus geprägt hat. Obwohl es mit Erscheinen dieser Meilensteine-Episode seinen 40. Geburtstag feiert, klingt es noch erstaunlich modern und aktuell. Das Album verbindet unterschiedlichste Musikrichtungen und zeigt auch immer wieder Gabriels große Begeisterung für Weltmusik. __________ Über diese Songs vom Album "So" sprechen wir im Podcast (04:30) – "Red Rain"(16:47) – "Sledgehammer"(35:56) – "Don't Give Up"(49:58) – "Mercy Street"(58:25) – "We Do What We're Told (Milgram's 37)01:08:00) – "In Your Eyes" Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "So" findet ihr hier: linkhttps://1.ard.de/peter-gabriel-so __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an [email protected]
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