Deutsche Börse-Podcast

Deutsche Börse-Podcast

Deutsche Börse
Zemlja Njemačka
Jezik DE
Epizode 169
Najnovija 30.09.2026

Der Deutsche Börse-Podcast bietet Anlegerinnen und Anlegern spannende und relevante Börsenthemen. Die Inhalte sind nah an der Praxis und behandeln aktuelle Entwicklungen an den Finanzmärkten. Der Podcast richtet sich an alle, die sich für Aktien, Fonds und andere Anlageformen interessieren.

Epizode

  • Deutscher Zertifikatepreis 2026: Gewinner, Trends und neue Anlegertypen 30.09.2026 31min
    "Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld!“ Der deutsche Zertifikatemarkt bietet Privatanlegern eine enorme Auswahl - und genau darin liegen Chancen wie Risiken. Daniel Saurenz, Mitgründer von Feingold Research, erklärt, warum beim Deutschen Zertifikatepreis nicht nur Rendite zählt, sondern auch Preisstellung, Spreads, Liquidität, Handelsqualität, Service und Finanzierungskosten. Gesamtsieger 2026 ist Société Générale vor BNP Paribas und Vontobel. Für Anleger entscheidend bleibt jedoch: Nicht das Siegel kaufen, sondern das konkrete Produkt vergleichen. Saurenz warnt vor vermeintlich sicheren "heißen Tipps" und überzogenen Renditeversprechen. Hohe Rendite bedeutet fast immer auch höheres Risiko. Besonders bei Hebelprodukten zählt deshalb das Verständnis für Funktionsweise, Laufzeit und Kosten. Spannend ist auch der Generationenwechsel: Jüngere Anleger handeln stärker US-Tech, Bitcoin oder Solana, ältere greifen eher zu Allianz, Siemens oder Münchener Rück. Und bei hoher Volatilität? Nicht automatisch flüchten. Saurenz sieht gerade in unruhigen Marktphasen Chancen: "Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld." Seine drei Regeln: Chancen und Risiken abwägen, Geduld bewahren und nur handeln, was man wirklich versteht.
  • Cash ist King? Nur wenn das Geld nicht schläft 23.09.2026 15min
    Vom Tagesgeld zum Geldmarkt-ETF: Cash mit Plan. Bargeld ist bequem, aber Bequemlichkeit kostet Rendite. Edda Vogt von der Deutschen Börse nennt zwei gute Gründe für Cash: als Reserve für Unvorhergesehenes und als taktisches Pulver für Kaufgelegenheiten an der Börse. Der schlechte Grund: Geld einfach unverzinst liegen zu lassen, während die Inflation daran knabbert. Für kurzfristige Liquidität hält Vogt Geldmarkt-ETFs für interessant, weil sie sich am EuroSTR (Der €STR ist der Euro Short-Term Rate,) orientieren, börsentäglich handelbar sind und als Sondervermögen gelten. Wer etwas länger planen kann, findet Alternativen in kurzlaufenden Bundesanleihen oder Laufzeit-ETFs. Entscheidend ist der Zeithorizont: jederzeit verfügbar, in einigen Monaten oder erst in mehreren Jahren? Wichtig bleibt auch die Kostenkontrolle. Vogts Praxistipp für den ETF-Kauf: den Echtzeitpreis am Hauptmarkt prüfen, ein Limit innerhalb der Handelsspanne setzen und nicht unnötig lange grübeln. Ihre Botschaft: Auch Cash braucht eine Strategie.
  • Wie viele Aktien braucht ein gut diversifiziertes Depot? Ideen von Pascal Kielkopf, HQ Trust 16.09.2026 33min
    Besteht die Gefahr, dass sich zu viele Einzelaktien in einem Depot befinden? "Die 10%-Schwelle des unsystematischen Risikos wird bei 90 Titeln erreicht." Für Privatanleger kaum zu überwachen. Pascal Kielkopf von HQ Trust erläutert im Gespräch mit Edda Vogt seine Rolle als Kapitalmarktstratege und beschreibt, wie sein Team die Kapitalmärkte beobachtet, um mögliche Anpassungen in Portfolios abzuleiten. Ein Schwerpunkt des Gesprächs ist Diversifikation bei Einzelaktien: Er erklärt den Unterschied zwischen unternehmensspezifischem und allgemeinem Marktrisiko und betont, dass breite Streuung über viele Titel, Länder und Branchen wichtig ist. "Ich würde mein Kernportfolio auf einen neutralen Index aufbauen und dann gegebenenfalls eine gleichgewichtete Strategie beimischen. Abschließend spricht er über die Grenzen der Diversifikation und nennt Anleihen, Gold oder Geldmarkt als mögliche zusätzliche Anlageklassen, um Risiken weiter zu reduzieren. Auf https://hqtrust.de/ finden Interessierte regelmäßig Kapitalmarkt-Analysen.
  • Cash als Puffer, Aktien als Pflicht: Çelas Rezept für nervöse Märkte 09.09.2026 29min
    Teuer ist nicht automatisch unattraktiv, hohe Renditen sind nicht nur ein Risiko: Das sind zwei Kernthesen von Endrit Çela in Folge #319 von börse@home mit Edda Vogt. Çela rechnet auf Sicht von mehreren Jahren mit sinkenden Renditen langlaufender Staatsanleihen: Dauerhaft hohe Refinanzierungskosten seien für schwach wachsende Volkswirtschaften kaum tragbar. Bei Aktien hält er das KGV allein für wenig aussagekräftig. Erst zusammen mit dem erwarteten Gewinnwachstum zeige sich, ob ein Markt teuer ist. Deshalb zieht er den S&P 500 trotz seiner höheren Bewertung anderen Indizes vor, während der Hang Seng für ihn günstig bewertet ist. Im Energiesektor sieht Çela nach der starken Rallye nur noch begrenztes Potenzial, sofern die Geopolitik nicht erneut eskaliert. In Europa achtet er auf international erzielte Umsätze, Preissetzungsmacht und solide Geschäftsmodelle. Deutsche Mid Caps bieten Chancen, doch Liquidität gehört zur Renditerechnung: Was nützt ein guter Kurs, wenn sich eine Position im Ernstfall kaum verkaufen lässt? Eine Cashquote von 4 bis 5 % hält er kurzfristig für gesund. Langfristig bleibt seine klare Botschaft: Für den Vermögensaufbau führt kein Weg an Aktien vorbei.
  • Zeitenwende in der deutschen Altersvorsorge: "Der volle Wirkungseffekt des Kapitalmarkts" 02.09.2026 43min
    Laufzeit, Rendite, Altersvorsorgedepot. "Erstmalig wird in Deutschland eine staatlich geförderte private Altersvorsorge ohne Garantiezwang möglich sein. Ziel ist es, den Kapitalmarkt sehr viel stärker in die Altersvorsorge heranzuziehen", so David Krahnenfeld von Ampega im neuen Podcast börse@home. Die Förderung ab dem 1. Januar 2027 soll einfacher (und lukrativer) als Riester sein und für mehr Menschen offenstehen, darunter auch Selbstständige, Freiberufler und Beamte. Beschrieben werden drei Produktarten: ein Standardprodukt mit Kostendeckel und Pflichtfonds, ein flexibleres Altersvorsorge-Depot ohne Kostendeckel sowie ein Garantieprodukt. Genannt werden außerdem Förderregeln mit Eigenbeiträgen, Zulagen, Steuerstundung in der Ansparphase und Auszahlungsregeln ab 65 beziehungsweise spätestens 70 Jahren. "Das ist der volle Wirkungseffekt des Kapitalmarkts in der Altersvorsorge."
  • Österreichs Aktienmarkt: Comeback oder Strohfeuer? börse@home #317 mit Christian Drastil 26.08.2026 36min
    Der ATX hat kräftig aufgeholt, doch Christian Drastil sieht noch Luft nach oben. Warum Österreichs Banken vom Osteuropa-Wachstum profitieren, weshalb kaum ETF- und Privatanlegergeld im Markt steckt und welche Chancen er bei AT&S, Verbund, EVN, Wienerberger, Porr und Strabag sieht. Dazu: Warum 27,5% Steuer auf Kursgewinne die heimische Aktienkultur ausbremst.
  • Anlagezertifikate richtig wählen – mit Plan statt Bauchgefühl 19.08.2026 37min
    Rendite muss nicht nur aus steigenden Kursen kommen. Im Deutsche-Börse-Podcast börse@home mit Jana Micka zeigt Florian Roebbeling von ARIVA.DE, warum Bonus- und Discount-Zertifikate für Anleger interessant sein können, die eine klare Marktmeinung haben, aber nicht auf maximale Kursfantasie setzen wollen. Sein Fahrplan: erst Basiswert und Zeithorizont festlegen, dann Cap oder Barriere bestimmen. Beim Discounter wird Aufwärtspotenzial gegen einen Preisabschlag getauscht, beim Bonus-Zertifikat ist entscheidend, dass die Barriere hält. Wichtig sind außerdem überschaubare Laufzeiten, ein enger Spread und die Bonität des Emittenten. Roebbeling setzt lieber auf etablierte Aktien mit intelligenter Struktur als auf die Jagd nach Microcaps. Sein persönlicher Risikofilter: der "Schwiegervatertest". Würde man dieses Investment auch mit dessen Geld machen? Wenn nicht, sollte der eigene Kaufknopf ebenfalls tabu bleiben. So wird aus "kann ja klappen" ein Plan.
  • Börse neu denken: Erst der Kern, dann die Satellitenkür. Das Depot für eine verrückte Welt 12.08.2026 35min
    Geldanlage ist heute so einfach zugänglich wie nie – und zugleich anspruchsvoller. Finanzexperte Timo Baudzus sieht die Märkte im Übergang zwischen zwei Weltordnungen: Deglobalisierung, der Konflikt zwischen den USA und China, Inflation und immer kürzere Innovationszyklen sorgen für mehr Tempo und stärkere Ausschläge. Seine Konsequenz: Erst der Kern, dann die Satellitenkür. Im Core-Portfolio setzt er auf drei steuerbare ETF-Bausteine für Weltaktien, Emerging Markets und Europa sowie auf Gold, dessen Anteil langfristig auf 10 % steigen soll. Für die meisten Anleger hält er 80 % Core und höchstens 20 % Satelliten für sinnvoll. Bei Einzelaktien zählen nicht Bauchgefühl und Börsenromantik, sondern vorab definierte Zielkurse, Stopps, Positionsgröße und Depotrisiko. Edda Vogt von der Deutschen Börse ergänzt: Niemand muss die Welt vollständig verstehen oder gleich den perfekten Plan besitzen. Wichtiger ist, mit kleinen, beherrschbaren Schritten zu beginnen und das eigene Risikogefühl unterwegs kennenzulernen. Baudzus warnt vor Aufschieberitis, Selbstüberschätzung und dubiosen "Tipps" aus den sozialen Medien. Sein Bild bringt es auf den Punkt: Wer gemütlich Rad fährt, sollte das Depot nicht zum Formel-1-Wagen machen.
  • Börse@home #314: Der direkte Draht zum Unternehmen - Investor Relations richtig nutzen. Mit Julia Stoetzel 05.08.2026 31min
    Viele Anlegerinnen und Anleger verlassen sich bei ihrer Aktienauswahl auf News-Portale oder Social Media, lassen dabei aber eine der wertvollsten Informationsquellen ungenutzt: die Investor Relations der Unternehmen, kurz IR. Dabei ist die direkte Kommunikation der Aktiengesellschaften mit ihren Anteilseignern oft der Schlüssel zu einem tieferen Verständnis des Geschäftsmodells. Unser Gast Julia Stoetzel kennt beide Seiten des Verhandlungstisches. Nach Stationen im Investmentbanking leitete sie die IR-Abteilungen bei Tech-Größen wie Delivery Hero und AboutYou. Sie erklärt uns, wie wir die kostenlosen Angebote der IR-Abteilungen - von der Equity Story bis zum direkten Austausch mit den Verantwortlichen - gezielt für die eigene Anlagestrategie nutzen können und welche Fragen wir den IR-Verantwortlichen stellen, um fundiertere Investmententscheidungen zu treffen.
  • Markus Thomas - "Mit einem ETF die ganze investierbare Welt abdecken" - So gelingt die Auswahl 29.07.2026 35min
    Welcher ETF bildet das beste Fundament fürs Depot? Xenix-Gründer Markus Thomas erklärt den Unterschied zwischen Ranking und Rating. Er zeigt, warum Kosten als Kriterium allein nicht genügen. Auch Transparenz, Handelskosten und Spreads zählen. Welt-ETFs mit Industrie- und Schwellenländern können die Aktienseite allein abdecken. Doch Doppelungen schaffen nur Scheindiversifikation. Außerdem wichtig: das Basisinformationsblatt und die passende Depotstrategie.
  • Finanzplanerin Lisa Hassenzahl: "Fünf Schritte für Vermögensaufbau und sicheren Ruhestand" 22.07.2026 36min
    Finanzplanung beginnt nicht mit der Suche nach dem besten ETF. Lisa Hassenzahl, Gründerin von HER Family Office, setzt früher an. In Börse@home 312 erklärt sie fünf klare Schritte: Ordnung schaffen, Schulden abbauen, Rücklagen bilden, Ziele definieren und die eigene Bilanz prüfen. Dazu kommen Testament, Vorsorgevollmacht und Ruhestandsplanung. Wie viel Kapital sichern später 500 Euro zusätzlich im Monat?
  • DZ-Bank-Stratege Falko Block - "Von Gewinnmitnahmen ist noch keiner arm geworden" 15.07.2026 32min
    Depot absichern wie die Profis: In Folge 311 von Börse@home, dem Podcast der Frankfurter Börse, erklärt DZ-Bank-Stratege Falko Block, wann Stop-Loss-Orders, Trailing Stops und Put-Optionsscheine sinnvoll sind. Er zeigt, wie Anleger Klumpenrisiken reduzieren, warum Gold das Depot stabilisieren kann und weshalb Absicherung vor allem bei taktischen Portfolios Vorteile bringt.
  • Torsten Tiedt (Aktienfinder) warnt vor KI-Euphorie 09.07.2026 34min
    Ist die KI-Rallye bereits eine Blase oder erst der Anfang eines langfristigen Megatrends? Torsten Tiedt, Gründer von Aktienfinder.net, ordnet Chancen und Risiken der KI-Welle ein. Er erklärt, warum Hardware-Unternehmen derzeit profitieren, welche Probleme Hyperscaler und LLM-Anbieter haben und wie Anleger ihr Depot mit ETFs, Qualitätsaktien und Dividendenwerten robuster aufstellen können.
  • Covered Calls: Regelmäßige Erträge statt maximale Kursgewinne 02.07.2026 39min
    Regelmäßige Ausschüttungen statt maximaler Kursgewinne - genau diesen Ansatz verfolgen Covered-Call-Strategien. Anton Gneupel erklärt, wie Anleger mit ETFs und ETPs laufende Erträge erzielen können, warum die Strategie besonders in Seitwärtsmärkten ihre Stärken ausspielt und welche Nachteile sie in starken Börsenphasen hat. Außerdem geht es um Risiken, Kosten und die passende Rolle im Depot.
  • Nicht jede KI-Rakete landet weich: Heiko Böhmer über Qualität im Hype 24.06.2026 34min
    Im Podcast der Deutschen Börse diskutiert Edda Vogt mit Heiko Böhmer, Kapitalmarktstratege bei Shareholder Value Management, über einen Markt, in dem KI gerade fast alles überstrahlt. Seine Kernthese: KI ist mehr als ein Hype, eher eine strukturelle Veränderung in einer Größenordnung wie Dampfmaschine, Elektrizität oder Internet. Aber genau deshalb wird die Auswahl schwieriger. Denn nicht jede Aktie mit KI-Etikett ist automatisch ein Zukunftsgewinner. Böhmer warnt vor einer Börse ohne Weißraum: alles voller Fantasie, aber nicht immer mit belastbaren Cashflows. Software wurde zuletzt pauschal abgestraft, doch SAP oder Microsoft zeigen für ihn, dass starke Geschäftsmodelle durch KI sogar robuster werden können. Spannend wird es für Value-Investoren besonders dann, wenn die operative Qualität steigt, der Kurs aber fällt. Modern Value heißt für Böhmer: nicht billig um jeden Preis, sondern Qualität, Wachstum, hohe Kapitalrenditen und wenig Schulden. Dividenden sind nett. Wichtiger ist aber, wenn Unternehmen aus 1 USD 1,10 oder 1,20 US-Dollar machen. Chancen sieht er auch abseits der Mega-Caps, etwa bei Versicherern oder Serienakquisiteuren. Sein Rat: weniger Raketenromantik, mehr Bilanzblick. Und vor allem: Das größte Risiko bleibt, gar nichts zu tun. Links: - https://www.shareholdervalue.de/ - https://www.podcast.de/podcast/3720409/frankfurter-aktientalk
  • Nicht blenden lassen: Dr. Andreas Beck über KI-Euphorie, DAX-Rätsel und Depot-Disziplin 17.06.2026 36min
    KI treibt die Märkte, aber Dr. Andreas Beck warnt bei Börse Frankfurt vor zu einfachen Erklärungen: Zwischen schwacher Wirtschaft im Euroraum, hoher Staatsverschuldung und einem gewaltigen Innovationsschub durch KI liegen derzeit Welten. Becks Kernthese: KI ist nicht nur eine Gewinnmaschine, sondern auch eine Machtfrage. Wer Zugang zu den besten Modellen hat, kann Wettbewerbsvorteile zementieren. Europa droht dabei im Nebel aus Bürokratie und Energiekosten den Anschluss zu verlieren. Für Anlegende heißt das aber nicht: alles auf die großen US-Tech-Gewinner setzen. Im Gegenteil: "Breite Streuung ist das A und O", sagt Beck sinngemäß. Hypes erkennt man selten rechtzeitig, die späteren Gewinner oft erst im Rückspiegel. Seine praktische Depot-Botschaft: nicht hektisch das Depot absichern, sondern handlungsfähig bleiben, Liquiditätsreserven halten und regelmäßig rebalancieren. Spannend auch sein Perspektivwechsel: Anleger sollten in Krisen nicht nur prozentual, sondern nominal denken. Denn am Ende zählt nicht die Quote im Depot, sondern das echte Geld.
  • Campingplatz oder Kreuzfahrt? So geht die richtige Entnahmestrategie für deinen Ruhestand 10.06.2026 33min
    Jahrzehnte sparen, investieren, durchhalten – und dann? In dieser börse-at-home-Folge spricht Edda Vogt mit dem Kapitalmarktexperten Markus Weis, Co-Founder, CEO und Head of Growth von Retire Capital, über einen Punkt, den viele Anlegerinnen und Anleger zu spät planen: die Entnahme aus dem Depot. Die zentrale Botschaft: Die Auszahlphase funktioniert anders als die Ansparphase. Buy-and-Hold reicht nicht mehr, wenn monatlich Geld aus dem Depot kommen soll. Wer bei fallenden Kursen verkaufen muss, kehrt den Cost-Average-Effekt gegen sich selbst. Weis warnt vor zwei Extremen: 100 Prozent Aktien in der Entnahmephase können zu schwankungsreich sein, komplett aus Aktien auszusteigen, kostet Rendite und Inflationsschutz. Als sinnvolle Mitte nennt er Mischungen aus Aktien und sichereren Bausteinen wie kurzlaufenden Staatsanleihen, Tagesgeld, Festgeld oder Geldmarkt-ETFs. Besonders spannend: die dynamische Entnahme. Läuft das Depot gut, kann mehr entnommen werden; läuft es schlecht, wird reduziert. Wichtig sind drei Fragen: Wie viel brauche ich wirklich? Wie lange soll das Geld reichen? Wie flexibel kann ich meine Ausgaben anpassen? Take-home-Message: Nicht der perfekte Verkaufszeitpunkt entscheidet, sondern ein Plan, der Crashs, Steuern, Kosten und Lebensrealität aushält. Weitere Links: https://retire.capital Key Messages: Der wichtigste Gedanke: Entnehmen ist nicht einfach Sparen rückwärts. In der Ansparphase helfen fallende Kurse beim Nachkaufen, in der Entnahmephase erzwingen sie im schlechten Fall Verkäufe zu ungünstigen Preisen. Deshalb braucht es einen klaren Rhythmus und keine Bauchentscheidungen. Die zweite Kernbotschaft: Aktien bleiben wichtig, aber nicht allein. Sie liefern Renditechance und Inflationsschutz, müssen aber durch stabilere Bausteine ergänzt werden, wenn ein fixer monatlicher Bedarf gedeckt werden soll. Drittens: Dynamik schlägt starre Regeln. Die 4-Prozent-Regel ist einfach und planbar, reagiert aber nicht auf Marktphasen. Eine dynamische Entnahme passt sich dem Depotwert an und reduziert so das Risiko, zur falschen Zeit zu viel zu verkaufen.
  • Warum Software-Aktien plötzlich nach Value riechen 03.06.2026 32min
    Tech ist teuer? Nicht mehr überall. In dieser börse-at-home-Folge spricht Edda Vogt mit Tech-Investor Stefan Waldhauser über den Absturz vieler Software- und SaaS-Aktien, die einst mit zweistelligen Umsatz-Multiples gefeiert wurden und heute teilweise zu einstelligen Free-Cashflow-Multiples gehandelt werden. Waldhausers Kernthese: Oft frisst KI nicht das Geschäftsmodell, sondern die Angst vor KI frisst den Aktienkurs. Entscheidend sei deshalb der Blick unter die Software-Haube: Cashflow statt KGV, Rule of 40 statt Bauchgefühl, Geschäftsmodell statt KI-Panik. Besonders wichtig ist seine Einteilung in Systems of Record, Systems of Engagement und Systems of Intelligence. Während klassische Kernsysteme wie SAP oder ServiceNow schwerer angreifbar sind, geraten Tools für Webseiten, Dashboards oder kreative Inhalte stärker unter Druck. Bei UiPath sieht Waldhauser dagegen eher Ergänzung als Ersetzung durch KI-Agenten. Genannt werden außerdem Monday.com, Lyft, IAC, PayPal, TeamViewer und IONOS. Die Story des Podcasts: Tech-Value ist zurück, aber nicht als Schnäppchenjagd mit verbundenen Augen. Geduld, Cash-Reserve, weniger Klumpenrisiko und ein kühler Kopf sind wichtiger als der nächste Raketen-Hype. Weitere Links: Stefan Waldhauser: https://lp.aktien.guide Tobias Kramer zum SpaceX-Börsengang: https://youtu.be/dRqjfFQJAYI
  • Xetra, gettex, Euwax: Drei Börsenplätze und die Frage nach dem besten Trade 27.05.2026 47min
    Drei Börsenplätze, ein Ziel: mehr Menschen an den Kapitalmarkt bringen. In diesem Börsen-Panel-Talk diskutiert Philipp Hacker von Consors mit Edda Vogt von der Deutschen Börse, Werner Lang von der Börse München und Norbert Paul von der Börse Stuttgart über den Wandel des Wertpapierhandels. Früher bedeutete Börse schriftliche Orders, kurze Handelszeiten und hohe Hürden. Heute geht vieles per App, ETF-Sparplan oder Neobroker. Die Handelszeiten sind länger, die Kosten deutlich niedriger, der Zugang einfacher. Doch genau deshalb wird Wissen wichtiger. Edda Vogt betont die Rolle von Finanzbildung, ETFs, Xetra und klugen Ordertypen wie Trailing-Stops. Werner Lang erklärt, warum gettex auf günstigen Handel, Market-Making und breite Handelbarkeit setzt. Außerdem zeigt er, weshalb Börsenaufsicht, Vorhandelstransparenz und Nachhandelskontrolle wichtige Schutzmechanismen für Anleger sind. Norbert Paul beschreibt, wie Stuttgart mit Euwax und Easy-Euwax mehr Qualität in den Handel mit strukturierten Produkten gebracht hat. Die gemeinsame Botschaft: Börse ist zugänglicher geworden, aber Anleger sollten wissen, was sie tun. Langfristigkeit, Ruhe in volatilen Märkten und ein bewusster Blick auf den passenden Handelsplatz bleiben entscheidend.
  • Vom Pitch zum Deal: Nach welchen Kriterien ein VC "JA" sagt 21.05.2026 35min
    In dieser Episode des Deutschen Börse Podcasts, aufgenommen auf der Fintech-Messe FIBE in Berlin, sprechen wir mit Oliver Kaul, Partner bei STS Ventures aus Köln. Oliver gibt Einblicke in den Investitionsprozess von Frühphasen-Startups, erklärt wichtige Auswahlkriterien wie Marktpotenzial, Teamstärke und Traktion und beleuchtet aktuelle Herausforderungen im Venture-Capital-Umfeld. Zudem teilt er wertvolle Tipps für Gründerinnen und Gründer wie für die private Geldanlage – darunter den entscheidenden Rat, Kundinnen und Kunden stets in den Mittelpunkt zu stellen. Einführung und Vorstellung (00:00:33) Was ist STS Ventures? (00:01:23) Oliver Kaul erklärt das Geschäftsmodell von STS Ventures, einem Frühphaseninvestor, der in Startups im deutschsprachigen Raum investiert. Der Weg zum Venture Capital Investor (00:02:20) Oliver Kaul beschreibt seinen persönlichen Werdegang vom Maschinenbaustudium zum Partner bei einer Venture-Capital-Firma. Venture Capital vs. Privatanleger (00:03:37) Ein kurzer Vergleich zwischen Venture Capital als Anlageklasse für Profis und dem Investieren an der Börse für Privatanleger. Aktuelle Marktsituation für Startups (00:04:02) Eine Einschätzung der aktuellen, herausfordernden, aber chancenreichen Marktlage für Startups und Venture Capital in Krisenzeiten. Der Investment-Prozess (00:05:30) Einblick in den Entscheidungsprozess bei VC-Investments, der aus vielen Gesprächen und Analysen besteht, statt spontaner Bauchentscheidungen. Wie Startups zu Investoren kommen (00:06:39) Verschiedene Wege, wie Startups und Investoren zueinander finden, von Messen über E-Mails bis zu Empfehlungen. Investment-Kriterien (00:07:59) Die Kriterien für eine Investitionsentscheidung sind vielfältig und selten perfekt erfüllt. Wandelnde Bewertungskriterien (00:11:09) Die Bedeutung von Kriterien wie Entwicklungsvorsprung hat sich durch Technologien wie KI verändert; Programmieren ist kein starker Burggraben mehr. Neue Wettbewerbsvorteile (Burggräben) (00:12:50) Exklusiver Datenzugriff und hohe technologische Komplexität werden als neue, verteidigbare Wettbewerbsvorteile für Startups diskutiert. Die Rolle von Vertrauen (00:13:45) Vertrauen ist im Finanzbereich wichtig, aber für Startups zählt vor allem, durch ein besseres Angebot Marktanteile zu gewinnen. Erfolgs- und Misserfolgsquoten (00:14:54) Etwa 50 % der Startup-Investments funktionieren nicht. Gründe für das Scheitern von Startups (Red Flags) (00:16:09) Die häufigsten Gründe für ein Scheitern sind Konflikte im Gründerteam und Probleme im Vertrieb, also fehlende zahlende Kunden. Die optimale Teamgröße (00:18:01) Es gibt keine pauschale Regel für die ideale Teamgröße. Marktpotenzial bewerten (00:19:35) Methoden zur Einschätzung des MarktpotenzialsWas Privatanleger von VCs lernen können (00:21:15) Unternehmensgröße und Anlagestrategie (00:23:20) VCs müssen auf Wachstum und hohe Renditen setzen, während Privatanleger auch in stabile, profitable Unternehmen investieren können. Strategie und Disziplin (00:24:36) Die Wichtigkeit, eine Anlagestrategie zu entwickeln und diszipliniert zu bleiben. Umgang mit Investments (00:25:44) Der Exit: Wann und wie verkaufen? (00:26:41) Der wichtigste Tipp für Gründer (00:31:12) Die wichtigste Lektion für Privatanleger (00:31:36) Wie man VC-Investor wird (00:32:24) Zusammenfassung und Ausblick (00:33:30)

Popularan u

Ovaj podcast pojavljuje se i na podcast ljestvicama ovih zemalja.