EduCouch - Der Bildungspodcast
Institut für digitales Lernen
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EduCouch ist ein deutschsprachiger Bildungspodcast des Instituts für digitales Lernen. In den Gesprächen geht es um digitale Bildung, Lernen mit Medien und die Veränderung von Schule und Unterricht. Fachleute aus Pädagogik, Wissenschaft und Bildungstechnologie diskutieren Chancen, Herausforderungen und praktische Ansätze. Der Podcast richtet sich an Lehrkräfte, Eltern und alle, die Bildung im digitalen Zeitalter mitgestalten möchten.
Epizodes
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Freizeit – Die Kunst, nichts vorzuhaben (EduCouch Meta) 27.08.2026 1h 9minDie Sommerfolge, aufgenommen im Freibad Breitenfurt. Die Einstiegsfrage lautet: „Bist du gerade in der Freizeit oder arbeitest du?“ Marcus und Florian können sie beide nicht beantworten, und genau da beginnt das Gespräch. Dann wirds historisch: Im Mittelalter war freie Zeit ein Rechtsbegriff. Erfunden hat die Freizeit die Fabrik mit der Stechuhr. Das 19. Jahrhundert machte daraus Hobby und Verein, das 20. Erholung und Konsum. Dazwischen: Arbeiter, die nach zwölf Stunden Schicht noch in den Bildungsverein gingen, um Schiller zu lesen. Und heute füllen wir jede Lücke sofort. Zwischendurch fällt auf, dass die Liegewiese leer ist. Dann geht Florian schwimmen. -
Pia Kleber: Körpersprache ist ein großer Teil der Sprache 23.07.2026 26minPia Kleber machte eine Schneiderlehre, arbeitete bei Pierre Cardin in Paris und schlug ein Angebot von Coco Chanel aus, weil ihre Mutter sie kurzerhand zur Aufnahmeprüfung an der Universität der Künste in Berlin angemeldet hatte. Seit Jahrzehnten lehrt sie als Theaterprofessorin in Toronto, wurde mit dem Bundesverdienstkreuz für die deutsch-kanadische Kulturarbeit ausgezeichnet und forscht heute, mit 84, zu künstlicher Intelligenz und Theater. Worüber wir sprechen: - Von Pierre Cardin über Coco Chanel zur Aufnahmeprüfung in Berlin - Wie sie mit 84 ein KI-Labor gründete, und was Tänzer*innen damit zu tun haben - Warum Körpersprache oft mehr verrät als Worte EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. Das Interview führte Benjamin Heinz. -
Django Asül: Heimat ist eine Frage des Dialekts 21.07.2026 24minDjango Asül ist Sohn türkischer Einwanderer, aufgewachsen in Hengersberg in Niederbayern. Seine erste Sprache war nicht Türkisch, sondern Niederbayerisch. Heute ist der Kabarettist, bayerischer Botschafter und einer der bekanntesten Bühnenkünstler des Landes. Über das Etikett des gelungenen Integrationsbeispiels sagt er: „Mich stört das nicht, aber es stimmt halt nicht.” Denn integrieren musste er sich nie. Er war ja immer da. Worüber wir sprechen: - Wie Gespräche zuhause klangen: Eltern auf Türkisch, er auf Bayerisch - Warum er sein Bayerisch auf Tour nach 150 Kilometern „domestizieren” muss - Weshalb er als Vorbild für Integration passen muss - Rote Karte für Klischees: „Die Türken” gibt es genauso wenig wie „die Bayern” - Warum Dialekte in einer globalisierten Welt wieder an Bedeutung gewinnen EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. Das Interview führte Florian Sochatzy -
Ali Gutsfeld: Manchmal Alexander, manchmal Ali 16.07.2026 29minAlexander Ali Gutsfeld ist Journalist und u.a. Host der Podcasts ‚Nicht mehr mein Land' (ARD) und ‚Das Lederhosen-Kartell'". Seine Mutter kommt aus Ägypten, sein Vater aus Deutschland. Seine Eltern gaben ihm bewusst einen deutschen Namen. Alexander sollte es in Deutschland leichter haben, Ali war dann die praktische Abkürzung seines Namens für Ägyptenbesuche. Heute wechselt er je nach Situation zwischen beiden Namen. Im Gespräch mit Florian Sochatzy erzählt er, wann er Alexander ist und wann Ali, warum er sich als Teenager für den Namen geschämt hat, den er als Kind geliebt hat, und was passiert ist, als er in Kairo Arabisch gelernt hat und gemerkt hat, dass er dort als Europäer auffällt, während er in Deutschland als Deutscher durchgeht. Worüber wir sprechen: – Zwei Vornamen, zwei Identitäten: Wann ist er Alexander und wann Ali? – Warum seine Mutter ihm bewusst einen deutschen Namen gab – Wie sich das Reden über Migration seit 2015 verändert hat – Warum Dialekte im deutschen Film und Fernsehen unterschätzt werden EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise – elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt – anlässlich der Fußball-WM 2026, eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. Das Interview führte Florian Sochatzy. -
Jo-Ann Strauss: Die Sonne nimmt die Fische aus dem Wasser 14.07.2026 30minAuf isiXhosa sagt man nicht, es sei heiß. Man sagt, die Sonne nimmt die Fische aus dem Wasser. Jo-Ann Strauss ist Moderatorin, Unternehmerin und war Miss South Africa. Sie wuchs im Südafrika der Apartheid auf, zuhause mit Afrikaans und Englisch. isiXhosa lernte sie mit dreizehn in der Schule, weil sie mit allen Menschen in Kapstadt reden wollte. Deutsch kam Jahre später dazu, weil ihre Schwiegereltern kein Englisch sprechen. Wenige Jahre danach stand sie für das ZDF vor der Kamera, moderierte das Eröffnungskonzert der Fußball-WM 2010 an der Seite von Thomas Gottschalk und berichtete während des Turniers aus ihrer Heimatstadt. Im Gespräch mit Benjamin Heinz erzählt sie, warum Englisch im Südafrika ihrer Kindheit ein Zeichen von Bildung war, weshalb sie sich kein kulturelles, sondern ein situatives Chamäleon nennt, und was passiert, wenn man der Schwiegermutter ein Kompliment machen will und dabei Afrikaans und Deutsch verwechselt. EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt, anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. -
Mona Ameziane: Die marokkanische Kultur ist ein weiteres Tor, das mir offen steht 09.07.2026 35minMona Ameziane ist Journalistin, Moderatorin und Autorin. Ihre Mutter kommt aus dem Ruhrgebiet, ihr Vater aus Fès in Marokko, und Mona ist zweisprachig deutsch-französisch aufgewachsen, mit Arabisch als dritter Sprache, die ihr Vater ihr früh spielerisch beibrachte. In ihrem Buch „Auf Basidis Dach" erzählt sie von den Sommern bei ihren Großeltern in Marokko. Im Gespräch mit Florian Sochatzy geht es um das Leben zwischen zwei Kulturen: über den Moment, in dem sie als Kind nicht verstand, warum man in Marokko nicht fragt, wann die Gäste wieder gehen. Über Gastfreundschaft als Haltung. Und über die Frage, was es bedeutet, in Deutschland „die aus Marokko" und in Marokko „die aus Deutschland" zu sein. Ein EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. -
Liana Konstantinidou: Der Mythos vom Schlüssel zur Integration 07.07.2026 24minLiana Konstantinidou konnte Goethe im Original lesen, bevor sie wusste, wie „Bügeleisen" auf Deutsch heißt. Diesen Moment beschreibt sie in der neuen Folge unserer WM-Sonderstaffel: in einem Supermarkt, frisch in Deutschland, auf der Suche nach einem Wort, das in keinem ihrer Literaturseminare vorkam. Da wurde Deutsch für sie von einer Schulsprache zur Sprache des Alltags. Geboren in Thessaloniki, kam sie über Bochum und Fribourg in die Deutschschweiz. Heute forscht sie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und bildet angehende Sprachkursleitende aus. Im Gespräch mit Florian Sochatzy hinterfragt sie eine Metapher, die wir alle kennen: Sprache sei der Schlüssel zur Integration. Als Linguistin sagt sie, Sprache ist wichtig, aber nur einer von vielen Faktoren. Wer sie zum alleinigen Schlüssel erklärt, macht es sich bequem und schiebt die Verantwortung dorthin, wo sie nicht hingehört. Ein Gespräch über Mehrsprachigkeit, über Hochdeutsch und Dialekt und über „Philotimo", ein griechisches Wort, das im Deutschen fehlt. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. -
Fernando Gonzalez: Zwischen Schweinshaxe und Salsa 02.07.2026 30minFernando Gonzalez wurde in Mexiko geboren, kam mit sieben Jahren über Argentinien nach München und führt heute die Taqueria Con Salsa im Gasteig. Daneben ist er Food-Creator unter "Auf die Faust" und hat ein Kochbuch über Mexiko geschrieben. Mit seinem Sohn spricht er konsequent Spanisch. Im Gespräch mit Benjamin Heinz zieht er eine Linie zwischen Küche und Sprache, die hängenbleibt: Mexikanisches Essen sei in Europa oft schlecht repräsentiert, weil es „nicht ausformuliert" ist. Wie eine Sprache, die niemand richtig übersetzt hat. Worüber wir sprechen: - Aufwachsen zwischen Spanisch zu Hause und Deutsch in der Grundschule - Wie sein Vater mit Wörterbuch und Pralinen das Herz seiner Mutter eroberte - Schweinshaxen-Tacos: eine Eigenkreation, entstanden aus der Not - Warum „echte" mexikanische Küche wie eine Sprache funktioniert, die niemand übersetzt hat - Die Rote Karte für Chili con Carne EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. Das Interview führte Benjamin Heinz. -
Johannes Ebert (Generalsekretär Goethe-Institut): Warum 15 Millionen Menschen Deutsch lernen 25.06.2026 22minJohannes Ebert ist Generalsekretär des Goethe-Instituts, das mit rund 150 Standorten in fast 100 Ländern für die deutsche Sprache und den kulturellen Austausch weltweit steht. Vor München leitete er die Institute in Kiew, Moskau und Kairo — und lernte unterwegs Arabisch, Türkisch und Russisch. Im Gespräch mit Florian Sochatzy geht es um die Frage, warum weltweit etwa 15 Millionen Menschen Deutsch lernen, und darum, wie sich die Wahrnehmung Deutschlands gerade verändert: durch das Erstarken rechter Kräfte, die Debatte um die Nahost-Positionierung und Zweifel an der politischen Stabilität. Worüber wir sprechen: Was das Goethe-Institut ist Warum Menschen sich für Deutsch entscheiden, obwohl Englisch oder Spanisch näherliegen Welche Stadt ihn am meisten geprägt hat (und warum es Kiew ist) Die Rote Karte für ein hartnäckiges Klischee über die deutsche Sprache EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. Das Interview führte Florian Sochatzy. -
Kathrin Hendrich: Mehrsprachig im Profifußball — und warum sie auf Deutsch flucht 18.06.2026 23minKathrin Hendrich ist in Ostbelgien aufgewachsen, dort, wo man im selben Schultag zwischen Deutsch, Französisch und Flämisch wechselt. Heute spielt sie für die Chicago Stars und die deutsche Nationalmannschaft, lebt auf Englisch und lernt nebenbei Spanisch mit dem Team. In dieser Folge unserer WM-Sonderstaffel erzählt sie, warum sie auf dem Platz lieber auf Deutsch flucht, wie ihr Team sich gegenseitig täglich Vokabeln beibringt und welches harmlose deutsche Wort ihre amerikanischen Mitspielerinnen monatelang für ein Schimpfwort hielten. Ein Gespräch über das Leben zwischen fünf Sprachen, Fußball und die Frage, in welcher Sprache man eigentlich am besten flucht. -
Bienvenue Angui: Eine Brücke zwischen Deutschland und Afrika – und wie Sprache den Anfang machte 11.06.2026 33minBienvenue Angui war mit 15 Jahren davon überzeugt, sich für Englisch und Spanisch angemeldet zu haben. Doch dann saß sie plötzlich in einer Deutschklasse. Heute lebt die Unternehmerin und Autorin seit 20 Jahren in Berlin und baut beruflich Brücken zwischen Deutschland und Afrika. Im Gespräch erzählt Bienvenue, warum eine Lehrerin ihr den Namen „Lina” gab und was Thorsten, Uwe und ein Meerschweinchen mit dem besten Deutschunterricht ihres Lebens zu tun haben. Und sie berichtet, wie die Elfenbeinküste das Land mit den meisten Deutschlernenden in Afrika ist. Außerdem erzählt sie, warum sie ein Buch über Deutschland geschrieben hat – und jetzt eines über Afrika. Plus: die Rote Karte für das härteste Klischee über die Elfenbeinküste. Das Interview führte Benjamin Heinz. Eine Sonderstaffel der EduCouch in Kooperation mit dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. -
Clarissa Corrêa da Silva: „Oweias", Kulturschock und ob Sprachtalent vererbbar ist 04.06.2026 30minMit 14 Jahren packte Clarissa Corrêa da Silva mit ihrer Mutter die Koffer. Richtung São Paulo, mitten in die Pubertät, mitten in ein neues Schulsystem und ein neues Land. Ihre Stimme kennen Millionen aus den Sendungen „Die Sendung mit der Maus” und „Wissen macht Ah!”, ihre Geschichte deutlich weniger. Im Gespräch erzählt Clarissa, warum sie Weintrauben als Kind „Oweias” genannt hat und von einer Batterie, die einfach „Frack” war. Wie Mathe in São Paulo plötzlich zur einzigen Sprache wurde, die überall gleich ist. Außerdem erzählt sie, warum sie ihr Buch über Epigenetik ihrer Grundschullehrerin gewidmet hat. Und was das mit der Idee zu tun hat, dass man Superkräfte vererben kann. Plus: die Rote Karte für das härteste Brasilien-Klischee. Und als Bonus ganz am Ende ein Trick gegen Schluckauf. Das Interview führte Benjamin Heinz Eine Sonderstaffel der EduCouch in Kooperation mit dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA -
Disruption – zwischen Ideologie und tatsächlicher Veränderung. 09.04.2026 1h 5minFlorian öffnete ChatGPT Ende des Jahres 2022, probiert es fünf Minuten aus – und wusste danach: Jetzt passiert was Krasses. Nicht irgendeine neue App. Hier entsteht Fundamentales. Das ist der Ausgangspunkt dieser Folge: Disruption ist aber nicht immer das, was sich wie Disruption anfühlt. Der Buchdruck wirkte erst viele Jahre nach seiner Erfindung disruptiv. Marcus Ventzke und Florian Sochatzy gehen die letzten 500 Jahre durch: Reformation, 1933 als ideologische Disruption, 1945 als der Moment, in dem Dinge über Nacht verschwanden. Dann der Sprung ins Heute – und eine ziemlich radikale Idee: Was wäre, wenn eine KI mehrere Lösungsvorschläge für ein Sachproblem erstellt, transparent und nachvollziehbar – und Bürgerinnen und Bürger direkt darüber abstimmen? Keine Parteigremien, keine Lobbyvereine, keine Hinterzimmer. Mehr Demokratie durch bessere Entscheidungsgrundlagen? Am Ende landen die beiden bei sich selbst: Vor 15 Jahren eine Firma gegründet mit dem Ziel, das Bildungssystem zu disrumpieren. Was davon geblieben ist – und warum der Antrieb heute ein anderer ist. -
Inszenierung - Von Versailles bis TikTok 06.03.2026 52minMorgens um 8 Uhr sitzen Florian und Marcus mit einer Tasse Kaffee auf der Couch. Bis spät in die Nacht vorher hatten sie sich den TikTok-Kanal des Weißen Hauses angesehen. Was sie sahen, war würdelos, unorchestriert und manchmal absurd. Und trotzdem hochwirksam. Das ist der Ausgangspunkt dieser Folge: Inszenierung ist kein Merkmal von Manipulation, sondern die Grundbedingung jeder Gesellschaft. Ohne Inszenierung gibt es keinen geteilten Sinn, keinen Staat, keine Macht, keine Nation. Alles, was wir als real akzeptieren, wurde irgendwann auf eine Bühne gebracht. Florian und Marcus gehen dieser Idee nach – historisch, politisch und ganz konkret. Sie fragen, was Ludwig XIV. und Donald Trump verbindet, warum Gerhard Schröder ein besserer Politiker war als Olaf Scholz mit seiner Aktentasche es je sein konnte und warum der Ministerpräsident mit der Wurst vielleicht die gelungenste politische Inszenierung unserer Zeit produziert hat – auch wenn es schmerzt, das zuzugeben. Am Ende geht es um die Rolle von Medienkompetenz: Wenn alles Inszenierung ist, bedeutet Medienkompetenz nicht mehr, „die Lüge zu erkennen", sondern „die Grammatik zu verstehen". -
Strategie - Die Kunst, nach vorne zu schauen 06.02.2026 1h 2minIn dieser Folge der Meta-Couch geht es um strategisches Denken – oder dessen Abwesenheit. Während China in Jahrzehnten denkt, orientiert sich Deutschland an Wahlperioden. Was macht das mit dem Blick nach vorne? Marcus und Florian fragen sich: Warum haben wir so viel politische Kultur, aber so wenig Strategie? Was zeichnet einen guten Strategen aus? Und warum ist kühle Rationalität so schwer, wenn draußen alles brennt? Die Antwort suchen die beiden auch im eigenen Unternehmen. Als kleiner Player unter Giganten braucht es eine klare Analyse, einen guten Plan und Leute, die Kurs halten können. Denn manchmal ist das Gegenteil von dem, was alle machen, die beste Entscheidung. -
Weihnachten – Das Fest, das wir verdient haben 22.12.2025 52minWeihnachten – das letzte große Gemeinschaftsritual unserer Gesellschaft. Oder doch nur eine kollektive Fiktion? In der dritten Folge der MetaCouch fragen Marcus Ventzke und Florian Sochatzy, was von diesem Fest eigentlich noch übrig ist. Zwischen Konsumrausch und Erwartungsüberfrachtung, zwischen Familienidyll und emotionaler Explosion. Was würde ein Historiker in 500 Jahren über uns denken? Warum hat Oliver Cromwell Weihnachten verboten? Und was haben Psychedelika mit Festkultur zu tun? Ein Gespräch über Rituale, die Angst vor der Leere – und die Frage, wie ein Fest aussehen könnte, das wir wirklich verdient haben. -
Fortschritt – Was tun wir hier eigentlich? 11.12.2025 42minFortschritt – vom David Michelangelos bis zur künstlichen Intelligenz. In der zweiten Folge der MetaCouch nehmen sich Marcus Ventzke und Florian Sochatzy einen Begriff vor, der Verheißung und Verhängnis zugleich sein kann. Was treibt Gesellschaften voran? Warum fehlen uns heute die großen Fortschrittsmotive? Und kann Fortschritt die Demokratie besiegen? Ein Gespräch über Dampfmaschinen und Algorithmen, über China und Deutschland, über das Rollen der Maschine – und die Frage, was wir hier eigentlich tun. EduCouch Meta: Jeden Monat ein Begriff. Eine Stunde. Zwei Perspektiven. -
Krise - EduCouch Meta startet 13.11.2025 49minMit dem Begriff „Krise” startet das neue Format der MetaCouch. Jeden Monat widmet es sich einem anderen zentralen Konzept, denn oft zeigt sich am einzelnen Begriff das große Ganze. Marcus Ventzke und Florian Sochatzy nehmen sich deshalb die Zeit, Schlüsselbegriffe zu sezieren, zu hinterfragen und neu zu denken. In dieser ersten Folge geht es um ein Wort, das aktuell auch die Bildungsdebatte dominiert: Krise. Eine Stunde zum Umdenken. Keine Gäste, keine Floskeln, keine einfachen Antworten. EduCouch Meta: Jeden Monat ein Begriff. Eine Stunde. Zwei Perspektiven. -
Lehrkräfte am Limit: NRW-Schulministerin Dorothee Feller über Wertschätzung und Entlastung 28.08.2025 25minNRW-Schulministerin Dorothee Feller spricht mit Marcus Ventzke über die Herausforderungen des größten deutschen Schulsystems: 5.400 Schulen, 100.000 Kinder von Geflüchteten und einen akuten Lehrkräftemangel. Sie erklärt, wie 590 konkrete Entbürokratisierungs-Vorschläge von Schulleitungen zu systematischen Reformen führen sollen. Während andere Bundesländer deutlich weniger Schulen verwalten, sind es in Nordrhein-Westfalen 5.400. Dorothee Feller, seit 2022 Ministerin für Schule und Bildung, bringt als Juristin mit 30 Jahren Verwaltungserfahrung eine ungewöhnliche Perspektive mit. Im Gespräch analysiert sie drei zentrale Handlungsfelder: Die Förderung der Basiskompetenzen, nachdem 25 Prozent der Schüler die Mindeststandards nicht erfüllen. Das BiSS-Netzwerk zur Sprachförderung für 100.000 Kinder von Geflüchteten, viele davon Analphabeten in beiden Alphabeten. Und das "Handlungskonzept Unterrichtsversorgung" gegen den Lehrkräftemangel. Bemerkenswert ist Fellers Bottom-Up-Ansatz: Eine Schulleitungsarbeitsgruppe sammelte 590 konkrete Reformvorschläge. "Wir müssen alle mal tief in die Augen schauen, ob wir nicht mal die Fenster aufmachen und durchlüften", so Feller über überholte Vorschriften. Zur Digitalisierung positioniert sie sich pragmatisch: KI soll Lehrkräfte bei Kompetenzförderung, Unterrichtsvorbereitung und Verwaltung unterstützen. Gastinformation: Dorothee Feller ist seit 2022 Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die promovierte Juristin leitete zuvor eine Bezirksregierung und setzt als Quereinsteigerin auf systematische Reformen und direkten Dialog mit Schulpraktikern. Der EduCouch Politsommer wird präsentiert vom Cornelsen. -
Christine Streichert-Clivot: Digitalförderung UND Kinderschutz - Wie das Saarland beides unter einen Hut bringen will 21.08.2025 38minIm Gespräch mit Benjamin Heinz blickt Christine Streichert-Clivot, saarländische Bildungsministerin und ehemalige Präsidentin der Kultusministerkonferenz, auf eine Zeit des Wandels zurück – nach über fünf Jahren im Amt: Von der Corona-Pandemie über die Digitalisierung bis hin zu aktuellen Debatten um Smartphone-Verbote: Sie erklärt, warum Schulen agiler werden müssen und wie echte Transformation gelingt. Kernthemen der Folge: - Schultransformation: Warum Corona die Schulen für immer verändert hat - Agile Strukturen: Wie Schulen selbstständiger entwickeln können, statt nur Vorgaben umzusetzen. - Smartphone-Debatte: Warum das Saarland Handys in Grundschulen verbietet – trotz digitaler Vorreiterrolle. - Systemvernetzung: Warum Bildung, Gesundheit und Jugendhilfe besser zusammenarbeiten müssen. - Startchancen-Programm: Wie individualisierte Förderung flächendeckend umgesetzt werden kann. Ein ehrliches Gespräch über die Herausforderungen zwischen digitaler Innovation und Kinderschutz, zwischen Schulautonomie und systemischer Verantwortung. Der EduCouch Politsommer wird präsentiert vom Cornelsen.
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