Fernverbindung - Der Auslands-Podcast der taz

Fernverbindung - Der Auslands-Podcast der taz

taz
Земја Германија
Жанрови News, Politics
Јазик DE
Епизоди 43
Последна 10.06.2026

Der Auslandspodcast der taz: Wöchentliches Gespräch mit Korrespondent*innen über das internationale Thema der Woche. Moderiert wird abwechselnd von Judith Poppe, Anastasia Zejneli, Tanja Tricarico, Fabian Schroer und Leon Holly.

Епизоди

  • Pedro Sánchez - Linkes Vorbild oder kühler Machtpolitiker? 10.06.2026 24мин
    Als Israel und die USA Ende Februar den Iran angriffen, war Pedro Sánchez einer der wenigen europäischen Politiker, die das scharf kritisierten. Spaniens Ministerpräsident gilt derzeit für viele als Gewissen Europas – wegen seiner Haltung zu Nahost, zu Migration zu Aufrüstung. Für die anderen ist er vor allem ein kühler Machtpolitiker, dessen engstem Kreis schwere Korruptionsvorwürfe anhängen und dessen Minderheitsregierung in einer Krise steckt. Taugt Pedro Sánchez wirklich als progressives Vorbild? Kann seine außenpolitische Stärke die innenpolitischen Probleme überstrahlen? Oder könnten ihn die Korruptionsaffären am Ende zu Fall bringen? Über diese Fragen sprechen in dieser Folge der Fernverbindung Fabian Schroer, Redakteur im Auslandsressort der taz und Spanien-Korrespondenten Reiner Wandler. Diese Folge wurde aufgezeichnet am Dienstag, 9. Juni 2026, um 14.30 Uhr MEZ.
  • Wie über Flucht berichten in Zeiten der Abschottung? 04.06.2026 20мин
    Noch nie waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Gleichzeitig kommen in Europa immer weniger Schutzsuchende an. Das liegt auch an einer Asylpolitik, die die Grenzen der EU immer weiter nach außen verlagert. Nun wollen die Mitgliedstaaten auch sogenannte Rückführzentren in Drittstaaten ermöglichen – ein weiterer Schritt in einer Migrationspolitik, die auf Abschreckung und Auslagerung setzt. Während die Politik über Grenzschutz, Abschiebungen und Rückführungen diskutiert, geraten die Geschichten der Menschen hinter den Zahlen zunehmend aus dem Blick. Wie erzählt man von Flucht in einer Zeit, in der viele die Debatte längst satt haben? Und kann Journalismus überhaupt noch etwas bewegen? Darüber spricht in dieser Folge der fernverbindung Auslandsredakteurin Judith Poppe mit unserem Nordafrika-Korrespondenten Mirco Keilberth. Seit Jahren berichtet er aus Libyen, Tunesien, Ägypten und anderen Ländern der Region über Flucht, Migration und die Menschen hinter den Schlagzeilen.
  • Wie sich Estland auf den Krieg vorbereitet 27.05.2026 24мин
    Sollte Russland die Nato angreifen, trifft es zuerst den russischen Nachbarn Estland, darüber sind sich viele Si­cher­heits­po­li­ti­ke­r*in­nen einig. Nun spitzt sich die Lage seit einigen Wochen zu. Russland versucht mutmaßlich mit der Umleitung ukrainischer Drohnen in den baltischen Luftraum Angst zu schüren. Ein rumänischer F-16 Kampfjet schoss erstmal in der vergangenen Woche eine dieser Drohnen ab. „Die estnische Bevölkerung hat ein klares Ziel: Der Ernstfall könnte schneller kommen, als wir das denken. Wir wollen vorbereitet sein“, berichtet Tanja Tricarico aus Tallinn. Mit Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli spricht sie über ihren aktuellen Aufenthalt in Estland. Sie erzählt in der aktuellen Folge der Fernverbindung, auf welche Probleme das 1,3 Millionen Land bei der Aufrüstung stößt, wie die Regierung die Verteidigungspolitik finanziert und wo sich Deutschland etwas vom technischen Fortschritt abschauen könnte. Diese Folge wurde aufgezeichnet am Dienstag, 26.05.2026 um 12 Uhr MEZ.
  • Rettet das Telefon afghanische Frauen? 20.05.2026 18мин
    Mindestens jedes zehnte Mädchen in Afghanistan wird vor ihrem 16. Lebensjahr verheiratet. Das islamistische Taliban-Regime hat das Land zum frauenfeindlichsten Ort der Welt gemacht und hat vor kurzem die Kinderehe legalisiert. Doch der Widerstand im Land nimmt zu. Über eine Warteschleifenansage der Telekom sollen Afghaninnen über ihre Rechte informiert werden. "Viele NGOs im Land, arbeiten weiter, doch versuchen unter dem Radar der Taliban zu bleiben", sagt Afghanistan-Experte Thomas Ruttig im Gespräch mit Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli. Doch auch ihre Arbeit wird begrenzt. "Es bleibt wichtig, die Personen zu unterstützen, nur weil man hier wenig mitbekommt, bedeutet es nicht, dass sich im Land nicht organisiert wird", sagt Ruttig. Wie das konkret aussieht und wie sich die Frauenrechte seit Ruttigs erstem Besuch 1983 verändert haben, erzählt er in der aktuellen Folge der Fernverbindung. Hinweis: Wir hatten leider technische Probleme bei der Aufnahme. Es wird nach den ersten Minuten besser. Wir hoffen, euch gefällt die Folge trotzdem! Die Folge wurde aufgenommen am Dienstag, 19.05.2026 um 10 Uhr MEZ.
  • Wie man als Korrespondent aus China gegangen wird (taz lab 2026) 06.05.2026 26мин
    China ist repressiver geworden, besonders für Journalist*innen. Und zwar so sehr, dass unser Ostasienkorrespondent Fabian Kretschmer sich vor eineinhalb Jahren entschieden hat, das Land zu verlassen. In dieser Folge der fernverbindung plaudert er aus dem Nähkästchen. Über die Restriktionen, die man als Journalist*in in China erlebt, über Verfolgung durch Zivilpolizisten, eingeschüchterte Interviewpartner, die omnipräsente Selbstzensur. Und natürlich die "Einladungen zum Teetrinken", die schließlich dazu geführt haben, dass er sich ein anderes Zuhause gesucht hat. Darüber spricht Fabian Kretschmer mit den Auslandsredakteur*innen Fabian Schroer und Judith Poppe. Diese Folge entstand live auf dem taz lab am 25. April 2026 um 13 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
  • Europa - geht eine Liebe zu Ende? (taz lab 2026) 29.04.2026 44мин
    Sie ist uneins, zerstritten und handlungsunfähig. Das sind nur einige der Schlagworte, die in den vergangenen Tagen in den Medien verwendet wurden, wenn es um die EU geht und um Europa. Ist das Projekt Europäische Union gescheitert? Geht etwa eine große Liebe zu Ende? Darüber haben taz-Redakteur*innen Tanja Tricarico und Anastasia Zejneli auf dem Taz Lab eine Sonderfolge der Fernverbindung aufgenommen. Florian Bayer, Wien-Korrespondent und Ungarn-Experte, erzählt darin vom Wahlerfolg Petér Magyars in Ungarn und die Herausforderungen, die für seine Tisza Partei bevorstehen. Er gibt zu bedenken: „Beim Thema Ukraine und Russland, ist zum Beispiel noch unklar, wie die neue Linie Ungarns sein wird.“ In Schweden spitzt sich derweil die Lage zu: „Kristersson hat als Ministerpräsident kaum noch Verhandlungsmasse“, warnt Schweden-Korrespondentin Anne Dieckhoff. Daher habe er nun angekündigt bei einer möglichen Regierungsbildung auch mit den rechtspopulistischen Schwedendemokraten zusammenarbeiten zu wollen. Auch EU-Korrespondent Eric Bonse erklärt, warum zuletzt "in Brüssel keine Champagnerflaschen geköpft wurden". Wie er auf die nationalen Herausforderungen der Mitgliedsstaaten blickt und wie die drei Korrespondenten ihre Beziehung zur EU definieren würden, erzählen sie in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge der Fernverbindung wurde am 26. April 2026 um 17 Uhr Uhr Mitteleuropäischer Zeit aufgezeichnet.
  • Nichts gelernt aus Tschornobyl? 23.04.2026 21мин
    Am 26. April 1986, also vor 40 Jahren, explodiert Block 4 im Kernkraftwerk Tschernobyl. Ein Super-Gau mitten im Kalten Krieg. Die Folgen sind ein echter Alptraum: Die Region rund um das Kernkraftwerk ist verseucht, eine radioaktive Wolke breitet sich nach Westen aus. Und die Sowjetunion versucht, den Fall zu vertuschen. Wie sieht es in Tschornobyl vier Jahrzehnte später aus? Welche Folgen sind bis heute zu spüren? Und was bedeuten Kernkraft und die Mahnung, die aus der Katastrophe folgt, für die Ukraine heute, ein Land im Krieg? Darüber spricht Tanja Tricarico aus dem Auslandsressort der taz mit dem Ukraine-Korrespondenten Bernhard Clasen in der aktuellen Folge der Fernverbindung, dem Korri-Podcast der taz. Bernhard Clasens Reportage aus Tschornobyl erscheint in der wochentaz-Ausgabe vom 25. April. Diese Folge der Fernverbindung wurde am 22. April 2026 um 13.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit aufgezeichnet. Hinweis: Die taz verwendet bei ukrainischen Orten grundsätzlich die Schreibweise in Landessprache, nicht die russische – so auch bei Tschornobyl.
  • Ist China der heimliche Sieger im Irankrieg? 15.04.2026 22мин
    Wem nützt eigentlich der Irankrieg? Auf den ersten Blick scheint die Antwort auf diese Frage eher knapp auszufallen. Die Weltwirtschaft leidet unter den Folgen der Energiekrise, Iran liegt militärisch am Boden. US-Präsident Donald Trump muss angesichts des in den Vereinigten Staaten unpopulären Kriegs den bisher schlimmsten Imageverlust seiner zweiten Amtszeit hinnehmen. Doch eine andere Großmacht bringt sich diplomatisch in Position: China. Das Reich der Mitte präsentiert sich als besonnener, verlässlicher Vermittler. Beim Aushandeln der von Pakistan erreichten Waffenruhe soll Peking eine wichtige Rolle gespielt haben. Selbst Donald Trump ist das positiv aufgefallen. Was verspricht sich China von seinem neuen diplomatischen Engagement? Und wie wahrscheinlich ist es, dass Peking als heimlicher Sieger aus dem Irankrieg hervorgeht? Über diese Fragen sprechen Fabian Schroer, Redakteur im Auslandsressort der taz und Ostasienkorrespondent Fabian Kretschmer in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 15. April um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
  • Besiegt dieser Mann Viktor Orbán? 08.04.2026 19мин
    Er ist sichtlich nervös. Spricht seit Wochen von Wahlfälschung und Wahleinmischung durch „liberale Kräfte“ von außen. Am 12. April stehen in Ungarn Parlamentswahlen an. Und Ministerpräsident Viktor Orbán, der in den vergangenen 16 Jahren das Land zu seinen Gunsten umgebaut hat, könnte mit seiner Partei Fidesz nicht mehr als Wahlsieger daraus hervorgehen. Wer ist sein vielversprechender Gegner Péter Magyar? Wie konnte Orbán das Land so stark verändern? Und warum kommt es trotz einer möglichen Niederlage der Fidesz wohl zu keiner liberalen Wende? Darüber sprechen taz-Redakteurin Anastasia Zejneli und taz-Korrespondent für Osterreich und Ungarn, Florian Bayer. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 08. April um 9 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
  • Wie Trump sind die US-Medien? 01.04.2026 19мин
    Der Umbau der amerikanischen Öffentlichkeit und Medienlandschaft ist weniger spektakulär als der Iran-Krieg, aber möglicherweise viel tiefgreifender. Das Vorgehen gegen die Medien wird dort immer rabiater. Zeitungen werden verkauft oder geschrumpft, Fernsehsender verändern ihren Ton, Tech-Milliardäre kaufen Medienhäuser - und gleichzeitig greift US-Präsident Donald Trump Journalistinnen und Journalisten immer aggressiver an. Wie frei sind die US-amerikanischen Medien noch? Darüber spricht in dieser Folge der Fernverbindung Judith Poppe, Auslandsredakteurin der taz, mit unserem Reporter in den USA, Sebastian Moll. Diese Folge der Fernverbindung wurde bereits am 24. März 2026 um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit aufgezeichnet.
  • Digitale Gewalt: Schützt Spanien seine Frauen besser? 25.03.2026 18мин
    Es geht um KI-generierte Sexvideos, um Fake-Profile, aber auch um körperliche Übergriffe: Die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes hat dies alles erlebt und ihren Fall öffentlich gemacht. Und seit der Veröffentlichung ihrer Geschichte im Spiegel tobt eine Debatte um Strafen bei digitaler sexualisierter Gewalt, um den Umgang mit Demütigung und Gewalt gegen Frauen in der deutschen Öffentlichkeit. Fernandes hat ihren Fall in Spanien zur Anzeige gebracht. Sie und ihr Ex-Partner lebten dort zuletzt – und Spanien hat eine scharfe Gesetzgebung beim Thema Gewalt gegen Frauen. Warum ist Spanien Vorreiter, wenn es darum geht, Frauen vor Gewalt zu schützen? Und was kann Deutschland von Spanien lernen? In der Fernverbindung, dem Korri-Podcast der taz spricht Tanja Tricarico aus dem Auslands-Ressort der taz mit Reiner Wandler, dem langjährigen taz-Spanien-Korrespondenten. Diese Folge der Fernverbindung wurde aufgezeichnet am 24. März 2026 um 15 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
  • Raufen sich Frankreichs Linke doch zusammen? 18.03.2026 24мин
    Frankreichs Linke schien wieder tief zerstritten. So hieß es noch kurz vor der ersten Runde der französischen Kommunalwahlen am 15. März, bei denen in 35.000 Städten und Kommunen die Rathäuser neu besetzt werden. Die einst bejubelte Nouveau Front populaire, die neue linke Volksfront, die 2024 die Parlamentswahlen für sich entscheiden konnte, ist Geschichte. In vielen Kommunen schlossen die Sozialisten (PS) eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei La France insoumise (LFI) kategorisch aus. Doch überraschend zeichnen sich nun doch Bündnisse ab. Warum können sich Frankreichs Linke so schwer einigen? Ist die LFI wirklich so problematisch, dass es sich lohnt einen Sieg der Rechten zu riskieren? Und was bedeutet das alles für die französischen Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 2027? Darüber sprechen taz-Frankreichkorrespondent Rudolf Balmer und taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 17. März 2026 um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
  • Ist die Hisbollah am Ende? 11.03.2026 19мин
    Der Irankrieg hat längst auch den Libanon erreicht. Fast eineinhalb Jahre lang war es vergleichsweise ruhig zwischen dem Libanon und Israel. Zumindest offiziell herrschte ein Waffenstillstand. Doch einige Tage, nachdem die USA und Israel in einem gemeinsamen Angriff das geistliche Oberhaupt des Iran, Ali Chamenei getötet haben, feuerte die libanesische, vom Iran unterstützte Miliz Hisbollah wieder Raketen auf Israel ab. Israel reagiert seitdem mit Luftangriffen und ist mit einigen Einheiten in den Süden des Libanon eingedrungen. Dort sind die Menschen nun wieder auf der Flucht - und die Angst vor einer weiteren Eskalation wächst. Was bedeutet dieser Krieg für die Menschen im Libanon - und was bedeutet er für die politischen Machtverhältnisse? Könnte der Krieg ein Wendepunkt sein - und das Ende der Hisbollah einläuten? Über diese Fragen spricht in dieser Folge der fernverbindung Judith Poppe, Redakteurin im Ausland, mit der taz-Korrespondentin im Libanon, Julia Neumann.
  • Was können wir von Kolumbiens Feminist*innen lernen? 04.03.2026 20мин
    Kolumbien hat eines der progressivsten Abtreibungsgesetze weltweit: Seit 2022 sind Schwangerschaftsabbrüche bis zur 24. Woche straffrei. Es ist ein Erfolg der feministischen „grünen Welle“ und des Bündnisses „Causa Justa“. Doch die Realität bleibt widersprüchlich: Hunderte Femizide pro Jahr, Gewalt gegen trans* Personen und Diskriminierung, besonders gegenüber armen, afrokolumbianischen und indigenen Frauen. Hinzu kommt die Geschichte eines jahrzehntelangen Bürgerkriegs, in dem sexualisierte Gewalt systematisch eingesetzt wird. Welche Rolle spielen diese Themen in den kommenden Wahlen? Und: Wie progressiv ist Kolumbien wirklich? Darüber sprechen taz-Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli und Kolumbien-Korrespondentin Katharina Wojczenko aus Bogotá. Sie diskutieren feministische Erfolge, gesellschaftliche Rückschläge und die politische Lage unter Präsident Gustavo Petro. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 03.03.2026 um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
  • Wie kann Mexiko die Kartelle bekämpfen? 25.02.2026 29мин
    Am Wochenende erlebte Mexiko eine Welle der Gewalt. Das Kartell Jalisco Nueva Generación zündete Fahrzeuge und Geschäfte an und blockierte Straßen in mehreren Landesteilen. Es war die Antwort auf die Tötung ihres Chefs Nemesio Oseguera Cervantes, auch „El Mencho“ genannt. Die Unruhen brachten die Kartelle in die Schlagzeilen, und zeigten aufs Neue: Mit ihren mafiösen Strukturen haben sie weite Teile Mexikos tief durchdrungen. Der taz-Autor Wolf-Dieter Vogel hat lange Zeit in Mexiko gelebt und vor Ort immer wieder zu den verbrecherischen Machenschaften der Kartelle recherchiert. In der aktuellen Folge der Fernverbindung spricht er mit taz-Redakteur Leon Holly über die Gründe für ihre Macht – und wie der Staat dagegen vorgehen kann. Wie unterscheidet sich die Politik der linken Präsidentin Claudia Sheinbaum von der ihres Vorgängers? Und welche Rolle spielen die USA? Diese Folge wurde aufgezeichnet am 24. Februar 2026 um 17.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
  • Studiproteste und Islamismus in Bangladesch - wie geht das zusammen? 19.02.2026 21мин
    2024 hatte die Gen-Z-Bewegung in Bangladesch noch gegen Vetternwirtschaft, Korruption und Demokratieabbau demonstriert und die autoritäre Premierministerin Sheikh Hasina aus dem Land gejagt. Bei den jüngsten Parlamentswahlen kooperierte sie mit der islamistischen Partei Jamaat-e-Islami. Die kam vergangene Woche auf etwa ein Drittel der Stimmen und wurde zweitstärkste Kraft – ein historisch gutes Ergebnis in Bangladesch, das eigentlich für seinen liberalen Islam bekannt ist. Wieso entscheiden sich junge gebildete Menschen dazu, mit Islamisten zu paktieren? Sind die Studierenden mit ihren Protesten gescheitert? Und in welche Richtung steuert Bangladeschs Gesellschaft? Über diese Fragen spricht taz Auslandsredakteur Fabian Schroer mit taz-Südasienkorrespondentin Natalie Mayroth in der neuen folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 19. Februar 2026 um 16.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
  • Wird Italien das neue Ungarn? 12.02.2026 20мин
    Ende 2022 war die Aufregung um Italien groß. Giorgia Meloni, die italienische Postfaschistin, fuhr mit ihrer Partei Fratelli d’Italia einen Erdrutschsieg ein, gemeinsam mit dem rechtspopulistischen Lager und wurde als erste Frau Italiens Ministerpräsidentin. EU-Politiker*innen sorgten sich, dass Meloni die EU zerstören könnte, auf der Straße fragten sich die Menschen, was die rechteste Regierung der Nachkriegszeit für Italien bedeutet. Von einem „traurigen Tag für Italien und Europa“ sprachen einige Medien. Für die allermeisten Europäer*innen war klar: Meloni ist eine Bedrohung für das demokratische Europa. Heute aber ist von der Panik kaum noch was zu spüren. Meloni gibt sich staatstragend, versteht sich ausgezeichnet mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundeskanzler Friedrich Merz. Ihre Innenpolitik aber wird gerne vergessen. Dabei strebt Meloni mit einer sogenannten „Justizreform“ nun einen großangelegten Umbau des Justizsystems an. Alles also nicht so schlimm? Oder wird Italien doch das neue Ungarn? Darüber sprechen in dieser Folge der Fernverbindung Michael Braun, Korrespondent in Italien, und Judith Poppe, Redakteurin im Auslandsressort der taz. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 10. Februar 2026 um 15.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
  • Bringen die Epstein-Files Donald Trump zu Fall? 06.02.2026 21мин
    Über drei Millionen Seiten Text, tausende Videos und zehntausende Fotos aus den Akten über Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat das US-Justizministerium seit letzter Woche veröffentlicht. Neben weiteren Details über bereits bekannte Namen enthüllen die nun veröffentlichten Files viel Widerwärtiges aus Epsteins Karriere und aus dem Mailverkehr mit seinen Kontakten. Konkrete Beweise für weitere Straftaten wurden aber bislang nicht gefunden. Für US-Präsident Donald Trump könnten die Akten dennoch gefährlich werden. Denn nicht nur Elon Musk und Microsoft-Gründer Bill Gates sind darin vertreten, auch Trumps Name kommt über tausendmal vor. Der US-Präsident hatte sich lange vor der Veröffentlichung gesperrt. Genau das könnte ihn die Unterstützung seiner MAGA-Bewegung kosten. Was läuft falsch bei der Aufarbeitung des Skandals um Jeffrey Epstein? Werden Trumps Verschwörungsmythen ihm jetzt selbst zum Verhängnis? Und was sagen uns die veröffentlichten Akten überhaupt? Darüber spricht taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer mit US-Korrespondent Hansjürgen Mai, der für die taz aus Washington berichtet, in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 4. Februar 2026 um 16.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
  • Wie geht es den Menschen in Grönland im Konflikt mit den USA? 29.01.2026 18мин
    Grönland ist die größte Insel der Erde und autonomes Gebiet des Königreichs Dänemark. Etwa 80 Prozent der Fläche sind mit Eis bedeckt und gerade mal rund 56.000 Menschen leben dort. US-Präsident Donald Trump will die Insel in der Arktis "haben" - aus geopolitischen Gründen, aus wirtschaftlichen Interessen heraus – und vor allem wohl auch um US-amerikanisches Territorium zu erweitern. Wie geht eigentlich die grönländische Bevölkerung mit den Annektionsfantasien Trumps um? Ungeachtet dessen, dass der US-Präsident in der vergangenen Woche in Davos verkündigte, dass es zu keiner gewaltsamen Übernahme kommen wird. Wie lebt es sich, wenn ganz plötzlich ihre Insel in die Schlagzeilen katapultiert wird? Wie ist die Stimmung vor Ort? Darüber spricht Tanja Tricarico, Leitung des Politik-Teams der wochentaz, mit taz-Auslandsredakteur Leon Holly, der derzeit in Grönlands Hauptstadt Nuuk recherchiert. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 28. Januar 2026 um 11.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
  • Warum will Ugandas Führung Bobi Wine aus dem Weg schaffen? 23.01.2026 29мин
    Bobi Wine ist auf der Flucht. Der Musikstar und Oppositionspolitiker unterlag vergangene Woche bei der Präsidentschaftswahl in Uganda, aus welcher der seit 40 Jahren regierende Staatschef Yoweri Museveni als Sieger hervorging. Wines Anhänger sprechen von Wahlbetrug. Seitdem wird er gejagt vom Sohn des Präsidenten, Ugandas Armeechef Muhoozi Kainerugaba, genannt Muhoozi, der ihm nach dem Leben trachtet. Der Streit zwischen Bobi Wine auf der einen Seite und dem 81-jährigen Museveni und Muhoozi auf der anderen ist ein Kampf jung gegen alt, arm gegen reich, Wandel gegen Establishment. Wieso hat Ugandas politische Führung so große Angst vor dem „Ghetto President“? Was sieht die junge Generation in Bobi Wine? Und wie geht es jetzt mit ihm weiter? Darüber spricht taz-Korrespondentin Simone Schlindwein mit taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 22. Januar 2026 um 10 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Популарен во

Овој подкаст се појавува и на подкаст-листите на овие земји.