Der Pudel und der Kern - Philosophie to go

Der Pudel und der Kern - Philosophie to go

Dr. Albert Kitzler und Jan Liepold
Land Duitsland
Taal DE
Afleveringen 216
Laatste 04.08.2026

Der Philosophiepodcast 'Der Pudel und der Kern' thematisiert die großen Fragen des Lebens: Was macht ein erfülltes Leben aus? Wie finden wir zu innerer Ruhe und Gelassenheit? Der Philosophieexperte Dr. Albert Kitzler und Moderator Jan Liepold diskutieren und beantworten Hörerfragen, indem sie die Weisheitslehren von Seneca, Konfuzius, Platon und Buddha auf die Herausforderungen des modernen Alltags anwenden. Der Podcast verbindet praktische Philosophie mit aktuellen Lebensfragen.

Afleveringen

  • #217 Lebensweisheiten IX. Vergleiche sind das Ende des Glücks. 04.08.2026 29min
    Manche Lebensweisheiten begleiten uns ein Leben lang. Vermutlich weil in den meist wenigen Worten erstaunlich viel Erfahrung steckt. Aber stimmen sie wirklich immer? Oder lohnt es sich, genauer hinzusehen und die vermeintlich einfachen Wahrheiten philosophisch zu hinterfragen? In der neunten Ausgabe ihrer „Lebensweisheiten“ sprechen Albert und Jan über drei aus dem Leben gegriffene Sätze: Warum uns der ständige Vergleich mit anderen unglücklich machen kann, während Vorbilder uns gleichzeitig wachsen lassen. Weshalb wir besser vor der eigenen Tür kehren sollten, bevor wir über andere urteilen. Und warum zum guten Leben auch das Gespür dafür gehört, wann es Zeit ist zu handeln, zu warten oder etwas loszulassen.
  • #216 Wie Stimmungen unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen. 28.07.2026 29min
    Mal sind wir voller Energie und Zuversicht, mal gereizt, traurig oder mutlos. Stimmungen kommen und gehen, oft scheinbar ohne Grund. Doch sind sie wirklich nur flüchtige Launen? Oder zeigen sie uns, wie es unserer Seele tatsächlich geht? Und woran erkennen wir, ob eine schlechte Stimmung einfach vorübergeht oder ein Hinweis darauf ist, dass in unserem Leben etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, welche Bedeutung Stimmungen für ein gelingendes Leben haben. Sie zeigen, warum die Philosophie eine heitere Gelassenheit als erstrebenswerte Grundstimmung versteht, weshalb auch Trauer und Melancholie ihren Platz haben und wie wir lernen können, zwischen flüchtigen Launen und wichtigen Signalen unserer Seele zu unterscheiden. Dabei wird deutlich: Stimmungen sind keine Nebensache. Sie können uns helfen, uns selbst besser zu verstehen und unser Leben bewusster zu gestalten.
  • #215 Wie kleine Schritte große Veränderungen möglich machen. 21.07.2026 51min
    Viele Menschen wissen, dass sie etwas in ihrem Leben verändern möchten. Sie wünschen sich mehr Gelassenheit, mehr Sinn oder den Mut, einen neuen Weg einzuschlagen. Doch häufig scheitert Veränderung nicht am fehlenden Wunsch, sondern an zu großen Erwartungen. Warum setzen wir uns immer wieder unter Druck? Weshalb bleiben wir lieber in vertrauten Gewohnheiten, obwohl sie uns längst nicht mehr guttun? Und warum entstehen nachhaltige Veränderungen fast nie durch einen großen Befreiungsschlag, sondern durch viele kleine Schritte? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit der Autorin und Expertin für Self-Leadership Carina Hellmich über ihr Buch „Baby Steps“. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, weshalb Ehrlichkeit sich selbst gegenüber der erste Schritt jeder Veränderung ist, warum unser Gehirn kleine Schritte liebt und wie aus neuen Gewohnheiten langfristig eine neue Identität entstehen kann. Dabei zeigen überraschende Parallelen zur antiken Philosophie: Ob Konfuzius, Sokrates oder die Stoiker, nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung beginnt nicht mit Perfektion, sondern mit Beharrlichkeit, Selbstverantwortung und der Bereitschaft, jeden Tag ein kleines Stück weiterzugehen.
  • #214 Innehalten. Wie wir bewusst aus dem Hamsterrad aussteigen können. 14.07.2026 32min
    Unser Alltag ist geprägt von Tempo, Terminen und ständiger Erreichbarkeit. Oft reagieren wir, statt bewusst zu handeln. Gerade dann, wenn wir glauben, keine Zeit zu haben, wäre es vielleicht am wichtigsten, kurz innezuhalten. Denn häufig entstehen die besten Entscheidungen nicht im Aktionismus, sondern in der bewussten Unterbrechung. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Innehalten seit der Antike als eine der wichtigsten Übungen der Lebenskunst gilt. Weshalb brauchen wir regelmäßige Momente der Stille? Warum verlieren wir im Hamsterrad so leicht den Kontakt zu uns selbst? Und wie helfen kleine Rituale, Tagebuchschreiben oder ein Spaziergang dabei, wieder Klarheit zu gewinnen? Albert erklärt, warum Distanz oft der Schlüssel zu besseren Entscheidungen ist, weshalb Philosophen von Pythagoras bis Marc Aurel zur Sammlung raten und wie regelmäßiges Innehalten zu mehr Gelassenheit, Authentizität und innerer Freiheit führen kann.
  • #213 Vereinbarkeit. Wie Familie, Beruf und das eigene Leben zusammenpassen. 07.07.2026 50min
    Vereinbarkeit klingt zunächst nach einem organisatorischen Problem. Nach Kalendern, Kinderbetreuung und flexiblen Arbeitszeiten. Doch für viele Eltern geht es um weit mehr: um Identität, Erwartungen, Schuldgefühle und die Frage, wie Familie, Beruf und die eigenen Bedürfnisse überhaupt zusammenpassen können. Gibt es den richtigen Weg zur Vereinbarkeit? Oder beginnt das Problem bereits mit unserem Anspruch, in allen Lebensbereichen gleichzeitig perfekt funktionieren zu wollen? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit der Psycholinguistin, Vereinbarkeitsexpertin und Autorin Dr. Susanne Dietz über ihr Buch „No Mom is perfect!“. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, warum Vereinbarkeit immer auch Lebenskunst ist, weshalb Pläne wichtig sind, aber flexibel bleiben müssen, und wie wir lernen können, unsere eigenen Ansprüche kritisch zu hinterfragen. Dabei wird deutlich: Ein gelingendes Leben entsteht nicht dadurch, dass alles jederzeit perfekt ausbalanciert ist. Sondern indem wir immer wieder neu herausfinden, was zu uns, unseren Bedürfnissen und unserer aktuellen Lebensphase passt.
  • #212 Rumi. Warum wir erst frei werden, wenn wir loslassen. 30.06.2026 35min
    Kaum ein Mystiker wurde über Jahrhunderte hinweg so gelesen und zitiert wie Dschalal ad-Din Rumi. Seine Gedichte handeln von Liebe, Sehnsucht, innerer Freiheit und der Erfahrung, Teil eines größeren Ganzen zu sein. Im Zentrum seines Denkens steht die Überzeugung, dass der Mensch erst dann zu sich selbst findet, wenn er die ständige Identifikation mit seinem Ego, seinen Ängsten und seinem Kontrollbedürfnis loslässt. Albert und Jan sprechen darüber, warum Rumi Liebe nicht als romantisches Gefühl, sondern als philosophische und spirituelle Kraft versteht, weshalb Krisen oft der Beginn innerer Entwicklung sein können und was es bedeutet, sich dem Leben mit mehr Gelassenheit und Offenheit zuzuwenden. Sie diskutieren über die Parallelen zwischen Rumis Mystik und den Weisheitslehren der Antike, über die Bedeutung von Stille und innerer Leere sowie über die Frage, warum seine Gedanken gerade in einer Zeit von Selbstoptimierung, Dauerbeschleunigung und Orientierungslosigkeit erstaunlich aktuell wirken. Eine Folge über die Freiheit, loszulassen und dadurch dem eigenen Wesen näherzukommen.
  • #211 Warum wir wieder lernen müssen, miteinander zu sprechen. 23.06.2026 54min
    Unsere Gesellschaft wirkt zunehmend gereizt. Politische Debatten verhärten sich, soziale Medien belohnen Zuspitzung und viele Menschen haben das Gefühl, schwierigen Gesprächen lieber aus dem Weg zu gehen. Doch wie können wir miteinander im Gespräch bleiben, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind? Und welche Rolle spielt die alte Tugend der Höflichkeit dabei? Erst recht, wen wir sie nicht als starre Etikette, sondern als innere Haltung verstehen? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit dem Politikwissenschaftler und Autor Pierrot Raschdorff über sein neues Buch „Die neue Höflichkeit“. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, warum eine respektvolle Streitkultur für Demokratie und Zusammenleben unverzichtbar ist, weshalb Zuhören oft wichtiger ist als Überzeugen und wie Rituale, Smalltalk und echte Begegnungen Brücken zwischen Menschen schlagen können. Dabei wird deutlich: Höflichkeit bedeutet nicht Anpassung oder Konfliktvermeidung, sondern die Fähigkeit, auch im Dissens die Würde des anderen zu achten und im Dialog zu bleiben.
  • #210 Viktor Frankl. Wie Sinn uns trägt, wenn alles andere zerbricht. 16.06.2026 35min
    Diese Folge ist einer der beeindruckendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts gewidmet: dem Neurologen, Psychiater und Begründer der Logotherapie Viktor Frankl. Geprägt von den Erfahrungen der Konzentrationslager entwickelte Frankl eine Philosophie, die den Menschen nicht als Opfer seiner Umstände versteht, sondern als Wesen, das selbst unter schwierigsten Bedingungen die Freiheit besitzt, Haltung zu wählen und Verantwortung zu übernehmen. Im Zentrum seines Denkens steht dabei nicht das Streben nach Glück, Erfolg oder Lust, sondern die Frage nach dem Sinn. Albert und Jan sprechen darüber, warum Sinn für Frankl wichtiger ist als Glück, weshalb Freiheit immer auch Verantwortung bedeutet und wie Menschen selbst in Leid und Krisen Orientierung finden können. Sie diskutieren, ob wir heute eher unter Sinnlosigkeit oder unter einer Überfülle an Möglichkeiten leiden, warum Wohlstand allein kein erfülltes Leben garantiert und was Frankls Denken für eine Zeit von Social Media, Selbstoptimierung und Dauervergleich bedeuten kann. Eine Folge über Freiheit, Verantwortung und die vielleicht wichtigste Frage unseres Lebens: Wofür lohnt es sich zu leben?
  • #209 Status. Wie wir gesehen werden wollen. 09.06.2026 30min
    Status ist unsichtbar und doch allgegenwärtig. Er zeigt sich in Titeln, Autos, Followerzahlen, Kleidung oder der Art zu sprechen. Viele Menschen würden von sich behaupten, dass ihnen Status nicht besonders wichtig sei. Und dennoch beeinflusst er häufig Entscheidungen, Selbstbild und Lebensziele stärker, als wir zugeben möchten. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die philosophische Bedeutung von Status, Anerkennung und sozialem Ansehen. Warum ist es uns so wichtig, wie andere über uns denken? Weshalb kann Lob von außen so befriedigend sein und gleichzeitig abhängig machen? Albert erklärt, warum das Streben nach Status oft Ausdruck eines tieferen Bedürfnisses nach Wertschätzung und Verbundenheit ist, weshalb Philosophen von Seneca bis Laotse vor der Jagd nach Ruhm warnen und wie es gelingen kann, Selbstwert stärker aus sich selbst als aus der Anerkennung anderer zu schöpfen.
  • #208 Realität. Wie wir vom Wissen ins Handeln kommen. 02.06.2026 31min
    Viele Menschen wissen genau, was ihnen guttun würde. Sie kennen die Gedanken der Stoiker über Gelassenheit, die Empfehlungen des Buddhismus zum Umgang mit Leid oder die philosophische Idee eines maßvollen Lebens. Und trotzdem reagieren sie im Stress impulsiv, sagen zu oft Ja, übernehmen zu viele Aufgaben oder verlieren sich immer wieder in denselben Mustern. In dieser Folge sprechen Albert und Jan über die vielleicht größte Herausforderung der praktischen Philosophie: die Umsetzung. Warum reicht Einsicht allein oft nicht aus? Weshalb sind Gewohnheiten stärker als gute Vorsätze? Und wie gelingt es, zwischen Reiz und Reaktion den berühmten Moment der Freiheit zu finden? Es geht um Selbstbeobachtung, Persönlichkeitsentwicklung, Selbststeuerung, Nein-Sagen und die Macht eingeübter Muster. Albert erklärt, warum Veränderung Geduld braucht, weshalb kleine Schritte oft wirksamer sind als große Vorsätze und warum die wichtigste Aufgabe darin besteht, immer wieder zum eigentlichen Ziel zurückzukehren: ein gutes und gelingendes Leben zu führen.
  • #207 Wabi Sabi. Die Schönheit des Unvollkommenen. 26.05.2026 29min
    In einer Welt der Selbstoptimierung wirkt die japanische Philosophie des Wabi Sabi fast wie ein Gegenentwurf. Statt Perfektion, Kontrolle und ständiger Steigerung betont sie das Unfertige, Vergängliche und Unvollkommene. Schönheit entsteht nicht trotz der Risse und Falten, sondern oft gerade durch sie. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Wabi Sabi weit mehr ist als eine ästhetische Stilrichtung aus Japan. Es geht um eine Haltung zum Leben: um den würdevollen Umgang mit Brüchen, um Einfachheit statt Daueroptimierung und um die Frage, warum Menschen oft dann authentisch werden, wenn sie aufhören, perfekt wirken zu wollen. Dabei zeigt sich, dass gerade Vergänglichkeit und Unvollkommenheit dem Leben Tiefe und Bedeutung verleihen können.
  • #206 Ataraxia. Warum Gelassenheit eine Form von Stärke ist. 19.05.2026 31min
    Krisen, Konflikte, schlechte Nachrichten: Vieles in unserer Zeit bindet unsere Aufmerksamkeit und zerrt an unserer inneren Ruhe. Umso aktueller wirkt ein antiker griechischer Begriff: Ataraxia. Gemeint ist eine Haltung der Seelenruhe, Unerschütterlichkeit und heiteren Gelassenheit, wie sie Stoiker und Epikureer als Voraussetzung und Zeichen für ein glückliches Leben verstanden haben. In dieser Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Ataraxia nichts mit Gleichgültigkeit zu tun hat, weshalb wir lernen müssen, zwischen dem Beeinflussbaren und dem Unverfügbaren zu unterscheiden und wie man auch in schwierigen Zeiten bei sich selbst bleiben kann. Es geht um innere Stabilität, den Umgang mit Sorgen und Ängsten und die Frage, warum die wahre Stärke vielleicht gerade darin liegt, nicht alles erzwingen zu wollen.
  • #205 Zufall. Das Leben passiert, während wir noch planen. 12.05.2026 33min
    Wir planen, organisieren und versuchen, unser Leben möglichst gut im Griff zu haben. Und doch passiert vieles gerade dann, wenn wir nicht damit rechnen: Eine verpasste Fähre führt zu einer unerwarteten Begegnung, ein Umweg verändert einen ganzen Tag, ein scheinbares Unglück eröffnet plötzlich neue Möglichkeiten. Der Zufall begleitet unser Leben ständig. Mal als glückliche Fügung, mal als schmerzhafte Vereitelung unserer Pläne. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum gerade das Unverfügbare eine wichtige Rolle für ein gelingendes Leben spielt. Dabei geht es um die philosophische Frage, ob der Zufall eher Bedrohung oder Bereicherung ist und warum viele antike Philosophen davor warnten, äußere Ereignisse vorschnell als Glück oder Unglück zu bewerten. Denn oft zeigt sich erst später, was ein Ereignis wirklich bedeutet. Die Folge kreist um Themen wie Gelassenheit, Perspektivwechsel und die Kunst, aus allem etwas Gutes zu machen. Oder wie die Daoisten sagen würden: nicht gegen den natürlichen Gang der Dinge kämpfen, sondern lernen mitzuschwingen. Vielleicht liegt genau darin eine wichtige Erkenntnis für das Leben: offen zu bleiben für das, was ungeplant geschieht.
  • #204 Das Leben ist kein Business Case. Was Wirtschaft mit unserem Leben macht. 05.05.2026 1u 5min
    Wirtschaft durchdringt unser gesamtes Leben. Sie strukturiert unsere Arbeit, unsere Städte und längst auch unser Denken. Wir rechnen, vergleichen, optimieren. Wir fragen nach Nutzen, Effizienz und Rendite. Selbst Freundschaft wird zur „Beziehungsinvestition“, Freizeit zur „Quality Time“. Doch was passiert, wenn wir uns dieser Logik zumindest hin und wieder entziehen? In dieser Folge sprechen Albert und Jan mit dem Philosophen, Theologen und ehemaligen McKinsey-Partner Carsten Lotz über die Ökonomisierung unserer Lebenswelt. Über ein Denken, das uns Wohlstand gebracht hat und gleichzeitig droht, unsere Sicht auf das Leben zu verengen. Carsten Lotz kennt beide Seiten: 17 Jahre lang arbeitete er bei der weltgrößten Unternehmensberatung in der „Herzkammer der Wirtschaft“, bevor er sich bewusst entschied, auszusteigen und sich wieder ganz dem Nachdenken zu widmen. Seine These: Wirtschaft ist ein mächtiges Werkzeug, aber kein geeignetes Weltbild für alle Bereiche des Lebens. Denn sie vernachlässigt die Dimensionen eines gelingenden Lebens: Muße, Beziehung und Sinn.
  • #203 Bhagavadgita. Wie können wir ohne Angst handeln und mit innerer Freiheit gut leben. 28.04.2026 38min
    Diese Pudelkern-Folge widmet sich einem der bedeutendsten Weisheitstexte der indischen Antike, dem zentralen Lehrgedicht des Hinduismus: der Bhagavadgita. Entstanden im alten Indien, erzählt sie kein fernes Märchen, sondern ein zutiefst menschliches Drama: Arjuna steht vor einer Entscheidung, zweifelt, verzweifelt fast und sucht Orientierung. Mitten auf dem Schlachtfeld des Lebens beginnt ein Gespräch mit dem Gott Krishna über Verantwortung, Angst, Sinn und inneren Frieden. Albert und Jan sprechen darüber, warum die Bhagavadgita bis heute so aktuell ist: Wie kann man handeln, ohne sich vom Erfolg abhängig zu machen? Wie findet man den eigenen Weg, statt ständig andere zu kopieren? Was hilft gegen Überforderung, Druck und Entscheidungsangst? Und warum liegt wahre Freiheit vielleicht nicht darin, alles kontrollieren zu wollen, sondern das Richtige zu tun und dann loszulassen.
  • #202 Luft. Warum uns das Unsichtbare trägt. Interview mit Prof. Dr. Jens Soentgen. 21.04.2026 42min
    Luft ist das Selbstverständlichste der Welt und vielleicht gerade deshalb das Übersehenste. Sie umgibt uns ständig, trägt unsere Stimmen, unsere Gerüche, unsere Stimmungen und jeden einzelnen Atemzug. In dieser Folge sprechen Albert und Jan mit dem Chemiker, Philosophen und Umweltforscher Jens Soentgen über ein Element, das wir kaum beachten und ohne das wir keine Minute leben könnten. Im Gespräch wird deutlich: Luft ist weit mehr als ein Gasgemisch aus Sauerstoff und Stickstoff. Sie ist Verbindungsraum zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen und Welt. Sie trägt Sprache, Erinnerungen, Atmosphäre und beeinflusst unser Wohlbefinden stärker, als uns oft bewusst ist. Warum beruhigt bewusstes Atmen? Weshalb tut uns frische Luft so gut? Und was verlieren wir, wenn wir uns immer mehr in klimatisierte Innenräume zurückziehen? Die Folge verbindet Naturwissenschaft und praktische Philosophie. Es geht um Atemtechniken, die Bedeutung von Gerüchen, die Weisheit alter Traditionen von Yoga bis Stoa und um die Frage, wie wir durch mehr Luftbewusstsein gelassener, gesünder und verbundener leben können. Eine Folge über das Unsichtbare, das uns trägt und darüber, warum es klug sein kann, öfter das Fenster zu öffnen, rauszugehen und einmal tief durchzuatmen.
  • #201 Warum Beziehungen der Schlüssel zu einem gelingenden Leben sind. 14.04.2026 31min
    Wir denken bei Beziehungen oft an die großen Verbindungen unseres Lebens: Freundschaft, Familie, Partnerschaft. Doch ein Großteil unseres Alltags besteht aus flüchtigen Begegnungen. Ein kurzer Blick, ein Lächeln, ein paar Worte. Und genau darin könnte etwas Wichtiges liegen. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum gerade diese kleinen Momente einen großen Einfluss auf unser Lebensgefühl haben und weshalb ein gelingendes Leben auch von dem Gefühl der Verbundenheit zu unseren Mitmenschen abhängt. Dabei wird deutlich: Beziehungen finden auf unterschiedlichen Ebenen statt. Von zufälligen Begegnungen bis hin zu engen Freundschaften und alle lassen sich bewusst gestalten. Entscheidend ist eine innere Haltung der Zugewandtheit und Gelassenheit. Denn Resonanz entsteht nicht durch Planung, sondern durch Offenheit für das Unvorhersehbare. Die zentrale Frage lautet daher: Wie begegne ich anderen und was verändert sich, wenn ich jede Begegnung ein Stück positiver gestalte?
  • #200 Warum wir mehr Chaos brauchen, als wir denken. 07.04.2026 29min
    Wir lieben Ordnung. Struktur. Kontrolle. Ein durchgeplanter Alltag gibt Sicherheit und Orientierung. Doch das Leben hält sich selten daran. Zwischen Planung und Zufall, Kontrolle und Kontrollverlust, Stabilität und Umbruch erleben wir immer wieder Phasen, die sich eher nach Chaos als nach Klarheit anfühlen. Und genau darin könnte etwas Entscheidendes liegen. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Chaos nicht nur ein Störfaktor ist, sondern eine zentrale Quelle für Lebendigkeit, Kreativität und persönliches Wachstum sein kann. Es geht um die Frage, wie viel Unordnung ein gutes Leben braucht und warum wir lernen sollten, dem Chaos nicht nur zu widerstehen, sondern es als Teil unseres Lebens zu begreifen. Denn vielleicht entsteht das Neue gerade dort, wo wir die Kontrolle verlieren. Vielleicht liegt im Ungeordneten nicht das Problem, sondern der Anfang von etwas, das wir vorher noch gar nicht sehen konnten.
  • #199 Überforderung. Warum wir Kontrolle suchen und Kraft im Loslassen finden. Interview mit Prof. Dr. Eva Asselmann. 31.03.2026 45min
    Überforderung ist längst kein Ausnahmezustand mehr, sie ist zum Grundrauschen unserer Zeit geworden. Wir leben sicherer und komfortabler denn je und fühlen uns gleichzeitig erschöpfter und getriebener. In dieser Folge sprechen Albert und Jan mit der Psychologin Prof. Dr. Eva Asselmann über das „Zuviel“ unserer Zeit: Tempo, Reizüberflutung, Kontrollverlust und die Frage, warum wir uns trotz aller Möglichkeiten oft ohnmächtig fühlen. Eva erklärt, warum Überforderung kein individuelles Versagen ist, sondern ein strukturelles Phänomen. Nicht äußere Krisen sind das Problem, sondern die Verdichtung von Anforderungen und Erwartungen. Im Zentrum steht dabei ein Gefühl: der Verlust von Kontrolle über das eigene Leben. Im Gespräch geht es um Beschleunigung, die Illusion von Kontrolle und die Folgen von chronischem Stress, aber auch um einen Perspektivwechsel: weg vom Anspruch, alles im Griff zu haben, hin zu mehr Selbstwirksamkeit. Die Philosophie liefert die Tiefenschärfe: von stoischer Gelassenheit bis zu Senecas Warnung vor Zerstreuung. Eine Folge über Maß, innere Führung und die Frage, wie wir im Zuviel bei uns bleiben können.
  • #198 Warum Gegensätze zum Leben gehören und wir lernen müssen, sie auszuhalten. 24.03.2026 29min
    Wir lieben klare Antworten. Richtig oder falsch. Gut oder schlecht. Entweder, oder. Doch das Leben hält sich selten daran. Zwischen Nähe und Freiheit, Stärke und Verletzlichkeit, Sicherheit und Veränderung erleben wir uns oft gleichzeitig in widersprüchlichen Gefühlen und Haltungen. Diese Ambivalenzen können verunsichern und sind doch kein Fehler, sondern ein Wesensmerkmal des menschlichen Lebens. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Gegensätze nicht aufgelöst, sondern verstanden und integriert werden wollen. Wir sollten diese Spannungen aushalten und immer wieder neu auszubalancieren. Es geht um die Kunst, zwischen verschiedenen Polen zu leben, ohne daran zu zerbrechen und darum, wie aus Gegensätzen nicht Zerrissenheit, sondern Lebendigkeit entstehen kann.

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