NZZ Weekend

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NZZ am Sonntag
Land Sveits
Språk DE
Episoder 6
Siste 16.10.2026

NZZ Weekend ist der wöchentliche Podcast der NZZ am Sonntag. Chefredaktor und Host Beat Balzli spricht mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur darüber, wie und warum sie wurden, wer sie heute sind. Es geht um ihre Herkunft, Weltbilder, Leidenschaften, Niederlagen, Erfolge und aktuelle Herausforderungen. Es geht um das Menschsein im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Mit dabei im Host-Team sind Autorin Nicole Althaus und Feuilletonchef Peer Teuwsen.

Episoder

  • Dr. Svenja Flaßpöhler: «Erst die Option zum Seitensprung befähigt mich, meinen Mann als einzigen Sexpartner zu wählen» 16.10.2026 58min
    Svenja Flaßpöhler ist Chefredaktorin des Philosophie Magazins. Host und NZZaS-Kulturredaktor Peer Teuwsen trifft sie zum Gespräch über ihr neues Buch «Zusammenbleiben. Von der Freiheit fester Bindungen». Flaßpöhler erzählt sehr offen, wie sie von einer sexuell freizügigen Phase in der Berliner Clubszene zur Monogamie fand, welche Rolle eine lange Psychoanalyse dabei spielte und wie ihre eigene Verlassenheitserfahrung als Kind ihre Beziehungsmuster prägte. Sie schildert, wie unterschiedlich sie und ihr Mann mit Konflikten umgehen. Sie aus einem streitfreudigen 68er-Elternhaus, er aus einer Familie, in der Aggressionen tabu waren. Und warum gerade dieser Unterschied für sie zur Übung in Beziehungskunst wurde. Im Zentrum steht auch die Frage nach Gleichheit und Ungleichheit in der Partnerschaft: Flaßpöhler kritisiert einen übertriebenen Gleichheitsgedanken in modernen Beziehungen und erklärt, warum echte Gerechtigkeit auch Raum für Ungleichheit braucht. Persönlich wird es, wenn sie über den Familiennamen ihrer Kinder und ihre Rolle als Hauptverdienerin spricht. Zum Schluss erzählt sie, warum die Treue für sie stets erotisch aufgeladen bleibt. Und wie sie mit 51 Jahren ihren ersten Marathon vorbereitet. Gast: Dr. Svenja Flaßpöhler, Philosophin, Journalistin und Buchautorin Host: Peer Teuwsen Produktion: Tonya Rupp Studio: Redbox Studios, Berlin Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch
  • Kraftsteine, Konkurrenten und sparsame Konsumenten: Coop-Chef Philipp Wyss über den härtesten Preiskampf aller Zeiten 09.10.2026 47min
    Im Schweizer Detailhandel tobt der härteste Preiskampf aller Zeiten: Aldi und Lidl, Migros und Coop ringen mit Brot- und Fleischaktionen um jede Kundin und jeden Kunden. Während Aldi Filialen schliesst und die Migros mitten im Umbau steckt, scheint Coop seit Jahren fast alles richtig zu machen. Doch auch bei der Basler Genossenschaft ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli trifft Philipp Wyss, seit 2021 CEO der Coop Gruppe. Wyss wuchs in einer Sportlerfamilie auf, fand die Schnupperlehre auf der Bank langweilig, macht um fünf Uhr morgens Yoga, kocht im Kochclub und importiert auch mal Trauben aus Indien, wenn es sein muss. Wyss erzählt, warum er sich trotz Kraftsteinen nicht als Esoteriker sieht, was er in der Turnhalle über Disziplin und Verlieren gelernt hat und weshalb sein Versuch scheiterte, 1992 einen Supermarkt in Moskau zu eröffnen. Es geht um zehn Jahre Wartezeit auf den CEO-Posten, den fragwürdigen Wechsel des Vorgängers ins Verwaltungsratspräsidium, und die Kritik an Coops Non-Food-Strategie im Onlinehandel. Dazu: Prix Garantie und die Frage, ob der Unterbietungswettbewerb je aufhört, Marktmacht, Preisüberwacher und Bio-Margen, Regal-Rauswürfe bei Markenherstellern, das Verhältnis zur Schweizer Landwirtschaft, die Mietforderungen der SBB, die Arbeitsbedingungen in den Pronto-Shops und wie weit unsinnige Bauvorschriften gehen können - Spoiler: bis zur umgedrehten Kasse. Zum Schluss verrät Philipp Wyss seinen grössten Traum, der etwas mit Sprachen und Sport zu tun hat. Gast: Philipp Wyss, CEO Coop Gruppe Host: Beat Balzli Produktion: Tonya Rupp Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast
  • Dirty Harry in Zürich: Harald Schmidt über Polenwitze, AfD-Angst und die Kunst, einfach weiterzumachen 02.10.2026 1t 27min
    Er hat die Late-Night nach Deutschland gebracht, eine Sendung mit dem Rücken zum Publikum gemacht – aus Respekt vor Miles Davis – und eine andere auf Französisch, obwohl er kein Französisch kann. Mit neunundsechzig tritt Harald Schmidt auf, als gäbe es kein Morgen, und versteht das als Beruf, Hobby und Lebensinhalt in einem. Zu Gast bei Host und NZZaS-Kulturredaktor Peer Teuwsen erzählt Dirty Harry, wie ihn seine Eltern – sudetendeutsche Vertriebene – mit Ironie und Parodie geprägt haben, warum er Polen-Witze aufgehört hat zu machen (Stichwort: fünfzehn Prozent Wirtschaftswachstum) und wieso ihm heute völlig egal ist, ob ihn die Teenager in der Fussgängerzone noch kennen. Schmidt erklärt, weshalb er sich nie für eine Partei einspannen lassen würde, warum er Deutschland weit weniger in der Krise sieht als die meisten – und was er nachts auf dem Traumschiff durch die Kabinenwand alles mitbekommt. Dazu: Stalkerinnen, Strandkörbe im Kanzleramt, Kreuzfahrten für Reiche und eine Helikopter-App für Zürich. Und: Harald Schmidt verrät seinen einzigen Lebensplan – auf der Bühne zu stehen, bis er umfällt. Gast: Harald Schmidt, Entertainer und Kabarettist Host: Peer Teuwsen, NZZ am Sonntag Postproduktion: Danielle Basler, Ellie Media Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast
  • KI, Klumpenrisiko und private Konkurrenz: Schweizer Post-CEO Pascal Grieder über den härtesten Job in seiner Karriere 25.09.2026 57min
    Die Schweizer Post hat trotz schwindendem Briefgeschäft sehr wohl eine «rosige Zukunft» – davon ist zumindest ihr neuer Chef überzeugt. Pascal Grieder, seit Ende 2025 an der Spitze des Konzerns, ist zu Gast bei «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli und erklärt, wann frühestens die tägliche Zustellung fallen könnte. Er verrät, warum die Häkeltierchen aus den Postfilialen verschwinden, wieso PostFinance trotz «Klumpenrisiko»-Vorwurf keins sei, und wie er auf die britische Konkurrentin Revolut reagiert. Zum Thema künstliche Intelligenz zeichnet Grieder ein optimistisches Bild: Roboter in Verteilzentren, autonome Postautos in der Ostschweiz – und die Überzeugung, dass neue Jobs die wegfallenden ersetzen werden. Persönlich wird es, wenn Grieder über seinen Kulturschock nach der Rückkehr aus Singapur spricht, das Klischee vom «beinharten Mackie» bei McKinsey widerlegt – und verrät, dass sein größter Traum eine Reise zu den Galápagos-Inseln ist. Gast: Pascal Grieder, CEO der Schweizerischen Post Host: Beat Balzli Produktion: Simon Berginz, Ellie Media Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcastapp
  • Oligarchen, Ostdeutschland und Adenauer: Roger de Weck über den Aufstieg der Rechtspopulisten und Europas letzte Chance 18.09.2026 1t 8min
    Er stammt aus einer Freiburger Familie, hat jahrelang als Chefredaktor mit dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt diskutiert, war Generaldirektor beim SRF – und bezeichnet sich selbst als «linken liberalen Konservativen» im Sinne von Ex-Bundespräsident Joachim Gauck. Roger de Weck, Autor, Sohn eines Bankiers, Journalist und einer der profiliertesten Intellektuellen der Schweiz, ist zu Gast bei Host und «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli. De Weck erklärt, warum er die CDU nicht für das Grundproblem des AfD-Aufstiegs hält – und warum eine härtere Migrationspolitik die Rechtspopulisten nicht schwächt, sondern stärkt. Er seziert, weshalb der Wirtschaftsliberalismus «dringend über die Bücher müsste»: von Wohneigentum, das für junge Menschen unerschwinglich wird, über KI-Konzerne als «Plagiatsmaschinen», bis zur UBS-Rettungsgarantie auf Kosten der Bevölkerung. Zum Thema Europa zeichnet der Gast ein düsteres Bild: drei autoritäre Grossmächte, ein Chaosbogen rund um den Kontinent – und eine Schweiz, die sich als «Trittbrettfahrer der Trittbrettfahrer» aufführe. Persönlich wird es, wenn de Weck von seinem Vorbild Konrad Adenauer schwärmt, die Linken für den Verlust der kleinen Leute kritisiert – und verrät, warum er mit bald dreiundsiebzig Jahren bereits seinen grössten Traum lebt. Gast: Roger de Weck, Autor und Journalist Host: Beat Balzli Produktion: Danielle Basler, Ellie Media Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast
  • Mobbing, Militär und Megawatt: Grünen-Chefin Lisa Mazzone über Bundesrat Rösti, Wettrüsten, Drohbriefe und FDP-Wurzeln 11.09.2026 1t 3min
    Sie verbringt ihre Ferien am liebsten am Walensee, hat einen italienischen Pass, wuchs als Tochter von Naturwissenschaftlern auf, studierte trotzdem Literatur und findet, dass die Reichen stärker zur Kasse gebeten und Waffenexporte gestoppt werden sollten. Die ehemalige Genfer Ständerätin Lisa Mazzone ist seit 2024 Präsidentin der Grünen Partei der Schweiz und zu Gast bei Host und «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli. Mazzone erzählt, wie sie mit Hasskommentaren und stinkenden Botschaften in ihrem Briefkasten umgeht und weshalb sie überzeugt ist, dass Frauen in der Politik härter angegriffen werden als Männer. Mazzone wirft Bundesrat Albert Rösti Lobbypolitik vor, verteidigt ihre Forderung nach einem Ausstieg aus fossilen und nuklearen Energien und erklärt, warum sie trotz aller Widerstände am Ziel von hundert Prozent erneuerbarer Energie festhält. Balzli hält ihr entgegen, dass ihre Forderungen nach einem gratis Halbtax-Abo oder einem Staatssekretariat für Klimapolitik selbst im linken Lager auf Ablehnung stossen. Zum Thema Sicherheitspolitik erklärt Mazzone, warum sie die Aufrüstung der Schweizer Armee kritisch sieht, gleichzeitig aber die Ukraine unterstützt wissen will, und wieso sie in Rohstoffhandel und Diplomatie unterschätzte Hebel sieht. Persönlich wird es, wenn Mazzone vom frühen Tod ihrer Mutter erzählt, von ihrem verstorbenen Bruder und wie diese Erlebnisse sie nach eigener Aussage « stärker» gemacht haben. Zum Schluss verrät sie ihren grössten privaten Traum: möglichst viele Sprachen zu sprechen. Gast: Lisa Mazzone, Präsidentin Grüne Partei Schweiz Host: Beat Balzli Produktion: Tonya Rupp Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast
  • Tripadvisor fürs Spital: Ex-CSS-CEO Philomena Colatrella über Bedeutungsverlust und die Feigheit der Politik 04.09.2026 58min
    Fünf Sprachen, eine Leidenschaft fürs Klavier, aber nicht unbedingt für das Bundesamt für Gesundheit. Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli trifft Philomena Colatrella, die bis vor wenigen Monaten CEO der CSS Gruppe war und damit eine der mächtigsten Krankenkassenmanagerinnen des Landes. Heute sitzt sie unter anderem im Verwaltungsrat des französischen Versicherungsgiganten AXA. Ausgangspunkt des Gesprächs ist ein beinahe schon naturgesetzhaftes Phänomen: die stetig steigenden Gesundheitskosten in der Schweiz. Laut ETH-Prognosen wird bereits kommendes Jahr die 110-Milliarden-Grenze geknackt, was die Krankenkassenprämien weiter nach oben treiben dürfte. Verantwortlich dafür ist ein Mix aus Überalterung, technologischem Fortschritt, einer mächtigen Ärzte- und Pharmalobby und einer wachsenden Anspruchsinflation der Patienten. Sind wir einfach alle zu wehleidig geworden? Gast: Philomena Colatrella Host: Beat Balzli Produktion: Tonya Rupp, Ellie Media Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast
  • Hitzewallungen, Hormone und Hochleistung: Gynäkologin Tanja Volm über Menopause, Mythen und den Druck zu funktionieren 28.08.2026 1t 6min
    Host Nicole Althaus, Autorin und Kolumnistin der «NZZ am Sonntag», spricht mit der Gynäkologin und Gendermedizinerin Tanja Volm über die Menopause – eine Lebensphase, die Millionen Frauen betrifft und trotzdem lange ein blinder Fleck der Medizin war. Volm erklärt, warum der männliche Körper jahrzehntelang als Norm galt und weshalb Beschwerden von Frauen bis heute häufig unterschätzt werden. Sie spricht darüber, was in den Wechseljahren hormonell passiert, woher Schlafstörungen, Brain Fog, Gelenkschmerzen oder Gewichtszunahme kommen und wann eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein kann. Ausserdem geht es um Krafttraining, Ernährung und die Frage, wie Arbeitsplätze besser mit dieser Lebensphase umgehen können. Volm erzählt auch, warum sie selbst lange versucht hat, unverändert leistungsfähig zu bleiben – und weshalb sie die Wechseljahre heute als Chance sieht, neu zu überlegen, was im eigenen Leben wirklich wichtig ist. Gast: Tanja Volm, Gynäkologin und Expertin für Gendermedizin Host: Nicole Althaus Produktion: Andreas Wullschleger und Tanja Luchsinger, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: http://go.nzz.ch/podcast
  • Fleiss, Fehler und Familie: Ringier-CEO Marc Walder über Hundevideos, die KI-Könige und die Zukunft des Sonntagblicks 21.08.2026 1t 23min
    Host und «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli trifft Marc Walder, seit 2012 CEO des Ringier-Konzerns, zum Gespräch über Longevity, künstliche Intelligenz und die Zukunft der Medienbranche. Walder erzählt von seinem strengen Morgenritual, seinen Supplements gegen das Altern und wie ihn sein 60. Geburtstag zur Reflexion über die eigene Endlichkeit brachte. Im Zentrum steht die Disruption der Medienökonomie durch KI: Walder rechnet vor, wie stark der Traffic durch Large Language Models bereits eingebrochen ist, nennt das Training der KI-Modelle mit fremden Inhalten den «grössten Diebstahl der Geschichte» und erklärt, warum eine Kooperation mit Google trotzdem «alternativlos» ist. Ausserdem spricht er über seine Sorge vor dem branchenweiten Stellenabbau durch KI, seine umstrittene Rolle während der Corona-Pandemie und die «Corona-Leaks» um seinen Kontakt zum Sprecher von Alain Berset. Sehr persönlich wird es, wenn Walder über seinen Vater, den Architekten, seinen Schulabbruch zugunsten der Tenniskarriere und sein enges Verhältnis zu Verleger Michael Ringier spricht. Zum Schluss verrät er, warum der Sonntagsblick in seiner heutigen Form verschwindet – aber nicht eingestellt wird – und was er beruflich und privat noch erreichen will. Gast: Marc Walder, CEO Ringier Host: Beat Balzli Produktion: Tonya Rupp Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast
  • «Ich vertraue der Kunst mehr als jeder andere Mensch, der je gelebt hat», sagt Jonathan Meese 14.08.2026 1t 36min
    Jonathan Meese gilt vielen als Provokateur, Schwätzer oder Wahnsinniger. Im Gespräch mit Host und NZZaS-Kulturredaktor Peer Teuwsen zeigt sich ein anderer Jonathan Meese: verletzlich, kindlich, fast schon zärtlich. Der Künstler spricht über seine schwierige Kindheit als schüchternstes Wesen aller Zeiten, seinen Zufallsweg an die Hamburger Kunsthochschule und seine Mission, die «Diktatur der Kunst» an die Macht zu bringen – als Gegenentwurf zu Politik, Ideologie und Religion. Sehr persönlich wird es, wenn Meese von der Pflege seiner schwerkranken, 96-jährigen Mutter erzählt, der er sein Leben und sein Werk verdankt. Ausserdem spricht Meese auch über seine Haltung zu Alice Weidel, Donald Trump und zur AfD und über sein Verhältnis zu Hitler-Darstellungen in der Kunst und sein selbstgeschriebenes «Erz-Totalitätsmanifest», das er live verliest. Gast: Jonathan Meese Host: Peer Teuwsen Produktion: Simon Berginz, Ellie Media Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast
  • Winterblues, Windräder und Wunschdenken: Axpo-Chef Christoph Brand über AKW, die Solar-Illusion und ein Horrorszenario 07.08.2026 1t 20min
    Host und «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli spricht in dieser Folge mit Christoph Brand, seit sechs Jahren CEO der Axpo, dem grössten Energieunternehmen der Schweiz. Brand erzählt, wie ihn die Aufregung um sein Millionengehalt getroffen hat, weshalb ihm ein Schweizer Chefredaktor gestanden haben soll, bewusst irreführend über ihn berichtet zu haben – und warum er trotzdem daran festhält, dass Leistung und Lohn zusammengehören sollten. Im Zentrum steht die Frage, wie real die Gefahr einer Strommangellage im kommenden Winter ist, warum Sonnenenergie die «Winterflaute» nicht lösen kann und weshalb Brand auf eine Kombination aus neuen Windparks und einer Laufzeitverlängerung der bestehenden Kernkraftwerke setzt. Er erklärt das sogenannte «Missing-Money-Problem» der Energiebranche, kritisiert die zunehmende Polarisierung energiepolitischer Debatten und rechnet vor, wie viel ein Bauer mit einer einzigen Windturbine auf seinem Land verdienen kann. Dazu: Warum sich Brand mit über 55 nicht als Auslaufmodell fühlt, was ihn an seinem gescheiterten Sunrise-Orange-Deal noch heute beschäftigt, wie seine Frau ihn regelmässig auf den Boden zurückholt – und weshalb er das Saxofonspiel aus seiner Jazzschulzeit in Bern schon lange vernachlässigt. Gast: Christoph Brand, CEO Axpo Host: Beat Balzli Produktion: Danielle Basler und Simon Berginz, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: http://go.nzz.ch/podcast
  • Wiederholung: Jacques Herzog über eine lebenslange Freundschaft und die Frage, was Räume mit uns machen 31.07.2026 52min
    Host und NZZaS-Kulturredaktor Peer Teuwsen trifft Jacques Herzog, den weltberühmten Basler Architekten und Mitbegründer von Herzog & de Meuron, dem Büro hinter der Elbphilharmonie, der Tate Modern und dem Olympiastadion in Peking. Herzog erzählt, wie er mit sechs Jahren in der Primarschule Pierre de Meuron traf und nie wieder losliess, warum er Chemie studierte, bevor er zufällig zur Architektur kam und weshalb er sich bis heute schwertut, sich schlicht als Architekt zu bezeichnen. Es geht um das erste Projekt, das blaue Haus in Oberwil mit seinen schielenden Bullaugen, um die Frage, wie eine Tür mehr als nur ein auf- und zugehen sein kann, und um den Unterschied zwischen Ambivalenz und Ideologie. Dazu: Servietten-Skizzen als Glücksmomente, Le Corbusier als warnendes Beispiel, und warum das Zeitalter des Stararchitekten vorbei ist. Und: Jacques Herzog verrät seinen bescheidenen letzten Wunsch. Gast: Jacques Herzog, Architekt und Mitgründer von Herzog & de Meuron Host: Peer Teuwsen Produktion: Danielle Basler, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: http://go.nzz.ch/podcast
  • Wiederholung: Robo-Mobbing: EPFL-Professor Marcel Salathé über die Frage, ob uns die KI dumm und arbeitslos macht 24.07.2026 1t 3min
    In der Corona-Zeit war er das Gesicht der digitalen Pandemiebekämpfung, jetzt gilt er als der KI-Versteher der Schweiz: Professor Marcel Salathé ist Epidemiologe und Co-Leiter des AI Centers an der EPFL in Lausanne. Salathé wollte ursprünglich Rockstar werden: Er spielte Keyboard in der Band Phébus und war Vorgruppe von Lenny Kravitz, ehe er eine wissenschaftliche Karriere einschlug. In der Corona-Zeit wurde er als Mitentwickler der SwissCovidApp zum Gesicht der digitalen Pandemiebekämpfung – und als «aktivistische Diva» beschimpft, weil ihm alles zu langsam ging. Im Gespräch mit Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli geht es um Medienpanik bezüglich der Künstlichen Intelligenz und Horrorszenarien als Geschäftsmodell, um Robo-Mobbing als attraktives Narrativ oder auch um Geoffrey Hintons Fehlprognose über Radiologen, die in Zukunft angeblich nicht mehr gebraucht würden. Salathé spricht über die Schuldenbremse als «Version 1.0 einer Software», die Schweiz als drohende digitale Kolonie und weshalb er ihr als KI-Standort nur die Note 4,5 gibt. Ausserdem: Warum seine Frau und er den gemeinsamen Kindern Social Media erst ab 16 erlauben, wie seine Frau als Winzerin KI-Tools nutzt, weshalb er täglich mindestens eine Stunde Baby Grand spielt – und was sein grösster Traum ist, den er unbedingt noch verwirklichen will. Gast: Marcel Salathé, Epidemiologie-Professor, Co-Leiter AI-Center an der EPF in Lausanne Host: Beat Balzli Produktion: Simon Berginz, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: http://go.nzz.ch/podcast
  • Wiederholung: House of Cards im Engadin: Christian Jott Jenny über Intrigen und Superreiche im Welttheater St. Moritz 17.07.2026 1t 14min
    «NZZ Weekend» ist der wöchentliche Podcast der NZZ am Sonntag. Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli trifft Christian Jott Jenny – Sänger, Jazzfestival-Gründer, Theaterproduzent und bis Ende Jahr Gemeindepräsident der alpinen Nobelgemeinde St. Moritz. Jenny erzählt von Intrigen in der Gemeinde, von gescheiterten Amtsenthebungsverfahren gegen ihn und der schwierigen Liebesbeziehung zu seinem Dorf, dem es jetzt noch besser geht, seit die Welt aus den Fugen ist. Das Gespräch dreht sich um einsame Superreiche, einen glücklichen indischen Milliardär im Coop, russische Oligarchen, Wohnungsnot und die Frage, warum die Einheimischen selbst schuld sind, wenn sie alles an den Meistbietenden verkaufen. Dazu: ADHS als Karrierevorteil, Satire in Zeiten wo die Realität jeden Witz überholt – und was die Brandkatastrophe in Crans-Montana mit Führungsversagen zu tun hat. Und: Christian Jott Jenny verrät seinen grössten Traum, der ihn wohl für immer nach Pjöngjang führen würde. Gast: Christian Jott Jenny, Gemeindepräsident von St. Moritz, Sänger, Entertainer und Produzent Host: Beat Balzli Produktion: Danielle Basler, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: http://go.nzz.ch/podcast
  • Wiederholung: Scham, Skripte und Schlafzimmertüren: Sexualtherapeutin Karoline Bischof über das, worüber wir nicht reden 10.07.2026 1t 1min
    «NZZ Weekend» ist der wöchentliche Podcast der NZZ am Sonntag. Host und NZZaS-Autorin Nicole Althaus trifft Karoline Bischof, Gynäkologin, klinische Sexologin und Mitbegründerin des Zentrums für Interdisziplinäre Sexologie und Medizin in Zürich. Bischof erzählt, wie ein feministischer Funken im Triemli Spital und ein Studienjahr in San Francisco sie zur profiliertesten Sexualtherapeutin der Schweiz gemacht haben – inklusive Pflichtprogramm: hundert Stunden Porno schauen für die Ausbildung. Es geht um sexuelle Skripte, die schon auf dem Wickeltisch beginnen, um Schmerzen, die junge Frauen für normal halten, und warum der Mythos vom natürlichen Sex einer der schädlichsten überhaupt ist. Dazu: Orgasmus-Gap, Rough-Sex-Trend, Genitaloperationen aus dem Pornokanal – und warum Verführung eigentlich mit Empathie beginnt, nicht im Schlafzimmer. Und: Karoline Bischof erklärt, warum sie mit 90-Jährigen lieber arbeitet als mit Gynäkologie-Patientinnen – und was Beckenbewegungen beim Gehen verraten. Gast: Karoline Bischof, Sexologin, Sexualtherapeutin und Gynäkologin Host: Nicole Althaus Produktion: Danielle Basler, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: http://go.nzz.ch/podcast
  • Wiederholung: Bundesrat Albert Rösti über strenge Väter, grosse Niederlagen und Friedensgespräche beim Fondue 03.07.2026 1t 13min
    Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli mit Bundesrat Albert Rösti (SVP), Vorsteher des UVEK, über seinen Werdegang vom Bauernsohn aus dem Berner Oberland bis in den Bundesrat. Es geht um Status, Ehrgeiz, Vorbilder, Resilienz, Fehleinschätzungen und prägende Erfahrungen im Elternhaus. Rösti erzählt vom Wiener Opernball, über Künstliche Intelligenz, den steigenden Arbeitsdruck, seine Schwäche für Donald Trump, die Grenzen der Regierungsfähigkeit in der Zeitenwende und warum es im Bundesrat manchmal laut wird. Und: Albert Rösti verrät seinen grössten Traum, der etwas mit Musik zu tun hat. (Diese Episode wurde Ende März 2026 aufgezeichnet) Gast: Bundesrat Albert Rösti (SVP) Host: Beat Balzli Produktion: Tonya Rupp, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: go.nzz.ch/podcast
  • Kleckern statt Klotzen – ESA-Chef Josef Aschbacher über Elon Musks Billionen-Wette und Europas Rückstand im Weltraum 26.06.2026 1t 1min
    Mit dem Börsengang von SpaceX wird Elon Musk zum ersten Billionär der Geschichte – und der Kampf um den Weltraum bekommt eine neue Dimension. Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, spricht mit Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli über Musks Wette auf Rechenzentren im Orbit, die Risse zwischen Europa und den USA und die Frage, ob der alte Kontinent das nächste grosse Rennen im All verschläft. Aschbacher erzählt, wie er als Bauernsohn in einem Tiroler Bergdorf vom Mond träumte, sich mit zwölf Jahren gegen den eigenen Vater durchsetzte, um nicht den Hof übernehmen zu müssen und warum seine Bewerbung als Astronaut für die Astro-Mir-Mission einst scheiterte. Es geht um den ersten KI-Chip im Weltraum, den die ESA 2017 für 70 Dollar kaufte, um Europas Antwort auf Starlink namens Iris², um die geplante dauerhafte Mondsiedlung ab 2032 und um die Frage, warum Europa im Gegensatz zu den Amerikanern oft "kleckert statt klotzt". Aschbacher spricht über die wichtiger werdende Rolle der ESA im Bereich Verteidigung, die Spannungen zwischen Frankreich und Deutschland im Weltraumgeschäft – und verrät seinen grössten Traum. Gast: Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA Host: Beat Balzli Produktion: Simon Berginz, Ellie Media Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast
  • Botox & Brustvergrösserung – Alexandra Lüönd, reichste Jungunternehmerin der Schweiz, übers Geschäft mit der Schönheit 19.06.2026 50min
    Sieben Schönheitschirurgen lehnten sie als Patientin ab – Alexandra Lüönd gründete daraufhin ihre eigene Klinik. Heute zählt Beauty2Go acht Standorte, 60'000 Patientinnen und gilt als eine der erfolgreichsten Unternehmensgeschichten der Schweizer Ästhetikbranche. Der nächste Expansionsschritt ist bereits geplant. Denn die Branche boomt, weltweit sorgt das Geschäft mit der Schönheit jährlich für einen dreistelligen Milliardenumsatz, Tendenz stark steigend. Im Gespräch mit Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli erzählt Lüönd, warum Botox und Filler für sie ein Akt der Emanzipation sind, Private Equity in der Medizin nichts verloren hat, viele Menschen so sorglos mit ihrem Körper umgehen und ob eine Schönheits-OP die eigene Identität stärkt - oder eben nicht. Zudem schildert Lüönd, wie sie und ihr Bruder in frühester Jugend den Vater verloren und ihre peruanische Mutter mit grossen Geldsorgen die beiden Kinder alleine grossziehen musste – eine einschneidende Erfahrung, die zum Treiber ihrer Karriere wurde. Und die Jungunternehmerin gesteht ihren schwersten Momente im Berufsleben: dem Tag, an dem sie das Büro zum letzten Mal als CEO verliess, am Bettrand weinte und sich als frischgebackene Verwaltungsratspräsidentin fragte, was sie jetzt mit der neu gewonnenen Freizeit anfangen soll. Gast: Alexandra Lüönd Host: Beat Balzli Produktion: Andreas Wullschleger, Ellie Media Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast
  • Ambivalenz und Architektur: Jacques Herzog über eine lebenslange Freundschaft und die Frage, was Räume mit uns machen 12.06.2026 53min
    Host und NZZaS-Kulturredaktor Peer Teuwsen trifft Jacques Herzog, den weltberühmten Basler Architekten und Mitbegründer von Herzog & de Meuron, dem Büro hinter der Elbphilharmonie, der Tate Modern und dem Olympiastadion in Peking. Herzog erzählt, wie er mit sechs Jahren in der Primarschule Pierre de Meuron traf und nie wieder losliess, warum er Chemie studierte, bevor er zufällig zur Architektur kam und weshalb er sich bis heute schwertut, sich schlicht als Architekt zu bezeichnen. Es geht um das erste Projekt, das blaue Haus in Oberwil mit seinen schielenden Bullaugen, um die Frage, wie eine Tür mehr als nur ein auf- und zugehen sein kann, und um den Unterschied zwischen Ambivalenz und Ideologie. Dazu: Servietten-Skizzen als Glücksmomente, Le Corbusier als warnendes Beispiel, und warum das Zeitalter des Stararchitekten vorbei ist. Und: Jacques Herzog verrät seinen bescheidenen letzten Wunsch. Gast: Jacques Herzog, Architekt und Mitgründer von Herzog & de Meuron Host: Peer Teuwsen Produktion: Danielle Basler, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: http://go.nzz.ch/podcast
  • Robo-Mobbing und Medienpanik: EPFL-Professor Marcel Salathé über die Frage, ob uns die KI dumm und arbeitslos macht 05.06.2026 1t 3min
    In der Corona-Zeit war er das Gesicht der digitalen Pandemiebekämpfung, jetzt gilt er als der KI-Versteher der Schweiz: Professor Marcel Salathé ist Epidemiologe und Co-Leiter des AI Centers an der EPFL in Lausanne. Salathé wollte ursprünglich Rockstar werden: Er spielte Keyboard in der Band Phébus und war Vorgruppe von Lenny Kravitz, ehe er eine wissenschaftliche Karriere einschlug. In der Corona-Zeit wurde er als Mitentwickler der SwissCovidApp zum Gesicht der digitalen Pandemiebekämpfung – und als «aktivistische Diva» beschimpft, weil ihm alles zu langsam ging. Im Gespräch mit Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli geht es um Medienpanik bezüglich der Künstlichen Intelligenz und Horrorszenarien als Geschäftsmodell, um Robo-Mobbing als attraktives Narrativ oder auch um Geoffrey Hintons Fehlprognose über Radiologen, die in Zukunft angeblich nicht mehr gebraucht würden. Salathé spricht über die Schuldenbremse als «Version 1.0 einer Software», die Schweiz als drohende digitale Kolonie und weshalb er ihr als KI-Standort nur die Note 4,5 gibt. Ausserdem: Warum seine Frau und er den gemeinsamen Kindern Social Media erst ab 16 erlauben, wie seine Frau als Winzerin KI-Tools nutzt, weshalb er täglich mindestens eine Stunde Baby Grand spielt – und was sein grösster Traum ist, den er unbedingt noch verwirklichen will. Gast: Marcel Salathé, Epidemiologie-Professor, Co-Leiter AI-Center an der EPF in Lausanne Host: Beat Balzli Produktion: Simon Berginz, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: http://go.nzz.ch/podcast

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