Belles Lettres — Deutsch für Dichter und Denker

Belles Lettres — Deutsch für Dichter und Denker

Belles Lettres Sprachmagazin
Land Tyskland
Sjanger Arts, Education, Books, Language Learning
Språk DE
Episoder 144
Siste 15.05.2024

Screencast-Tutorials zur deutschen Sprache, Grammatik, Sprachgeschichte und Stilistik. Der Podcast bietet Lerninhalte für Deutschlernende und Sprachinteressierte, mit Fokus auf präzise Ausdrucksweise und stilistische Feinheiten.

Episoder

  • Der oder das Blog? 12.09.2011 1t 24min
    Die Entstehung des grammatischen Geschlechts bis zum Genussystem im Deutschen.
  • Der oder das Gulasch? 06.07.2017 32min
    Der und das Gulasch, der und das Döner, die und das Rata­touille — Warum er­schei­nen Gerichte in ver­schie­denen gram­mati­schen Ge­schlech­tern?
  • Der oder das Moment? 10.04.2010 14min
    Das Substantiv ›Moment‹ wurde dreimal ins Deutsche entlehnt – jedesmal mit einem anderen Geschlecht.
  • Der, die oder das Konklave? 16.02.2013 33min
    Der Papst wird von einer Versammlung aus Kardinälen in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan gewählt, die man Konklave nennt. Wer sich intensiver mit der Papstwahl befaßt und etwas auf sich hält, verwendet ›Konklave‹ als Neutrum (das Konklave), weil er erfahren hat, daß es ein lateinisches Wort conclave mit neutralem Geschlecht gibt. Wer das Wort allerdings zum erstenmal hört, wird das Femininum wählen: die Konklave. Sogar ›der Konklave‹ kommt vor. Wer hat recht?
  • Die Vorständin entpuppte sich als Frau 14.01.2013 27min
    Der Bäcker und die Bäckerin, der Bundeskanzler und die Bundeskanzlerin, der Vorstand und die Vorständin. Über sinnvolle und falsche weibliche Tätigkeits- und Berufsbezeichnungen.
  • Die empirischen Forschungen der feministischen Linguistik 15.11.2018 1t 50min
    Die Kampftexte der Gen­der-Ideo­logie füh­ren neben ihren lusti­gen Inter­preta­tion der Sprach­geschichte immer auch noch em­piri­sche Stu­dien an, die die Wahr­heit ihrer Glau­bens­sätze wis­sen­schaft­lich und mit end­gülti­ger Gewiß­heit be­wie­sen haben sol­len. Doch wie wir am Bei­spiel von Damaris Nübling und Henning Lobin (Süd­deut­sche Zei­tung am 7.6.2018) zei­gen, haben die Ver­fas­ser diese Stu­dien anscheinend nie selbst ge­lesen. In kind­licher Nai­vi­tät glau­ben sie, sich Studien zu­sam­men­lügen zu dür­fen, wie es ihnen ge­fällt. — Inhaltsverzeichnis: 04:00 Henning Lobin | 06:20 Damaris Nübling | 10:52 Aufbau des Texts | 12:55 Henning Lobin verurteilt als Leiter des Instituts für deutsche Sprache jede Kritik an den Vorgängen in seinem Haus als polemische Häme und populistischen Angriff | 25:24 Einspruch der Sprachwissenschaft | 33:40 Sprachgeschichtliches | 59:32 Die empirischen Beweise der feministischen Linguistik | 1:05:00 Shelia M. Kennison, Jessie L. Trofe: Comprehending Pronouns: A Role for Word-Specific Gender Stereotype Information | 1:10:00 Ute Gabriel, Pascal Gygax, Oriane Sarrasin, Alan Garnham, Jane Oakhill: Au pairs are rarely male: Norms on the gender perception of role names across English, French, and German | 1:33:50 Dagmar Stahlberg, Friederike Braun, Lisa Irmen, Sabine Sczesny: Representation of the Sexes in Language | 1:36:00 Sexus, Genus und die Schuld der Modernen Linguistik
  • Der oder das Virus? 14.04.2020 50min
    Wie lautet das korrekte Genus von Virus? — Inhaltsverzeichnis: 07:52 Nicht alle Substantive auf ›∙us‹ sind im Lateinischen Maskulina | 09:50 Virus ist das, was fließt | 10:00 S-Stämme im Griechischen (Nomina rei actae): Pathos, Epos, Ethos | 10:16 Das Opus | 11:28 Die Bedeutung von ›virus‹ im Lateinischen: Ovid, Amores 1.8.1-8 | 19:30 Die Bedeutung von ›Virus‹ in der neuzeitlichen Medizin zur Zeit der Entdeckung von Viren | 20:48 ›Das Virus‹ in der medizinischen Fachsprache | 27:03 ›Der Virus‹ in der Allgemeinsprache | 27:33 Genuswechsel durch Analogie | 30:49 Beispiel für analogischen Genuswechsel: Porticus und Venus | 35:32 Das Genus, das Tempus, das Korpus: Neutra auf ›∙us‹ in der Frachsprache der Grammatik | 38:26 Alle Substantive streben zum Maskulinum
  • Gender 2024 — Teil 1/4: Gendersprech im Jahr 2024 15.05.2024 1t 10min
    Seit einem Jahrzehnt steht das Gen­dern nun im brei­ten Licht der Öffent­lich­keit. Wo man sich auch hin­wendet, fällt sein Name. Frei­lich nur sein Name, denn an­gewandt in der natür­lichen Spra­che sucht man Gen­der­sprech ver­geb­lich. Welche Er­folge können die Be­für­wor­ter mit ihrer gen­der­sen­siblen Sprache bis­lang vor­weisen und welche Stra­te­gie ver­fol­gen sie? Wie lau­ten die Argu­mente ihrer Gegner? — Inhaltsverzeichnis: 00:00:00 Einführung | 00:04:28 Die bisherigen Ver­öffent­lichun­gen zum gram­mati­schen Ge­schlecht und zur Gender-Ideo­logie im Über­blick | 00:11:30 Zehn Jahre Gendersprache in der breiten Öffentlichkeit | 00:16:30 Das Lager der Aktivisten und Opportunisten | 00:31:50 Mythoplastie: Das Ersetzen von Belegen durch Geschichten | 00:39:30 Das Lager der Gegner | 00:43:00 Welches Ausmaß hat die Gendersprache im Alltag? | 00:59:00 Die Argumente der beiden Lager
  • Gender 2024 — Teil 2/4: Das Patriarchat schlägt zurück 15.05.2024 1t 27min
    Wir überlegen, welche Gestalt das Patri­archat der Femi­nistin­nen über­haupt haben könnte. Wenn es sich um eine reale Sache handelt, dann muss es dafür histo­rische Quel­len geben. Wie ist es zu er­klä­ren, dass wir statt­dessen dau­ernd fik­tio­nale Belege wie Fern­seh­serien vor­gesetzt be­kom­men? — Inhaltsverzeichnis: 00:00:00 Einführung | 00:04:27 Was ist das Patri­archat, von dem Femi­nistin­nen dau­ernd spre­chen? | 00:08:35 Das Patri­archat als real exi­stie­rende Dika­tatur alter, weißer Männer | 00:12:30 Der Begriff des Patri­archats: Etymo­logie und Wort­geschich­te | 00:18:00 Die antike Patria und der Vater als Zen­trum der Familie | 00:24:00 Der Begriff des Patri­archa­lischen in der Neu­zeit | 00:26:50 Das Patri­archat als histo­rische Wirk­lich­keit: Das Patri­archat hat in der Wirk­lich­keit kei­nen Platz | 00:34:30 Histo­ri­sche Hypo­the­sen werden von Primär­quellen ab­gelei­tet; das Simu­lieren feh­len­der Be­weise durch fik­tio­nale Werke (Mytho­plastie) | 00:43:00 Die Zeit von 1850 bis heute | 01:10:00­Die Zeit vor 1850
  • Gender 2024 — Teil 3/4: Der mythoplane Damensattel 15.05.2024 1t 1min
    Wie eine ZDF-Doku und ein femi­nisti­scher Blog­arti­kel den Damensattel zu einer ge­fälsch­ten histo­ri­schen Quelle für die Unter­drückung der Frau machen. — Inhaltsverzeichnis: 00:00:00 Der Damensattel als feministisches Exempel | 00:01:00 Dokumentation von ZDF Info | 00:21:40 Katharina von Medici und der Damensattel | 00:29:30 Jana Bommersbach: The Scandalous Saddle | 00:31:00 Anna von Böhmen | 00:35:30 Agnes Strickland: Lives of the Queens of England: Anne of Bohemia als Erfinderin des Damensattels | 00:41:50 Historische Quellen für den Brautzug von Anna von Böhmen: Jean Froissart, Westminster Chronicle, Historia Vitae et Regni Ricardi Secundi | 00:49:00 Kristen L. Geaman: Anne of Bohemia | 00:51:00 Wie Feministinnen die Geschichte nach dem Geschichtsbild von Karl Marx fälschen
  • Gender 2024 — Teil 4/4: Biologie, Sprache und Kultur 15.05.2024 1t 17min
    Können die Unterschiede in der Lebens­gestal­tung bei Mann und Frau bio­logisch er­klärt wer­den? Ist das Patri­archat der Femi­nistin­nen eine Sache der Kul­tur, zu der ja auch die Spra­che gehört? Gibt die Kul­tur vor, wie wir leben, oder pas­sen sich Kul­tur und Spra­che un­se­rem Le­ben an? — Inhaltsverzeichnis: 00:00:00 Geben uns biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau den Eindruck, es gäbe ein Patriarchat? | 00:16:00 Testosteron macht den Unterschied | 00:33:00 Das Patriarchat als Prägung durch Kultur | 00:35:40 Auch Kultur und Sprache unterliegen der Evolution | 00:48:30 Sprache als Träger des Patriarchats | 00:53:00 Die feministische Gedankenwelt zur Sprache | 01:14:00 Der Ursprung des grammatischen Geschlechts
  • Der Bart Kaiser Wilhelms 10.04.2011 30min
    Wie beugt man Appositionen (Substantivattribute), die von Genitiv­attributen abhängen? Appositionen stehen immer in demselben Fall wie das Bezugs­wort. Warum heißt es dann aber nicht ›die Haupt­stadt des Frei­staats Bayerns‹, sondern ›des Frei­staats Bayern‹? Ebenso bei Namen: ›das Auto Peter Müllers‹ und nicht ›das Auto Peters Müllers‹.
  • Sieg des System 16.03.2011 58min
    Neuerdings haben einige Menschen Schwierigkeiten, Namen und sogar normale Substantive richtig zu deklinieren. Dies betrifft vor allem den Genitiv maskuliner und neutraler Substantive mit der Endung ∙s: »2010 war Jahr des Bastian Schweinsteiger«, schreibt Spiegel Online. Die FAZ schreibt: »der Triumph des ›System Putin‹«. Und beim ZDF spricht man von der der roten Färbung des Nil. – Wir betrachten im Speziellen, welche Formen Substantive im Genitiv annehmen können, und verschaffen uns einen Überblick über das, was man starke und schwache Deklination von Substantiven nennt.
  • Boni oder Bonusse? 19.04.2013 21min
    Der Plural von Bonus lautet Bonusse und nicht Boni, denn Bonus ist keine Entlehnung aus dem Lateinischen und ∙i keine deutsche Pluralendung. Boni ist ein Mittel der Pseudoakkuratesse im Journalismus.
  • Das Adjektiv 02.04.2010 1t 18min
    In diesem Tutorial beschäftigen wir uns mit der Beugung und Stilistik des Adjektivs.
  • Nach langem, schwere[m|n] Leiden 14.06.2016 38min
    ›Nach langem, schwere∙m Leiden‹ oder ›nach langem, schwere∙n Leiden‹? Wie beugt man mehrere Adjektive in einer Reihe?
  • Der Einzige oder der Einzigste? 29.03.2013 43min
    Ob etwas für unseren ungesunden Menschenverstand logisch steigerbar ist, spielt für die Fähigkeit zur Komparation in der Grammatik keine Rolle. Die Aufgabe von Komparationsformen in der Grammatik liegt nicht darin, Eigenschaften zu steigern, sondern Begriffe in Bezug auf andere Begriffe zu determinieren. Wir sehen uns scheinbar sinnlose Steigerungsformen wie ›der einzigste‹ (NR: der Einzigste) und ›der Obere‹ an.
  • Speisekarte oder Speisenkarte? 30.01.2013 28min
    Warum heißt es ›Speisekarte‹, obwohl es doch auch ›Getränkekarte‹ heißt? Über normale und motivierte Zusammensetzungen im Deutschen und die Rolle von Fugenelementen.
  • Ist der Dativ dem Genitiv sein Tod? 05.05.2010 1t 17min
    Genitivwoche, Teil 1: Das größte Bildungsbürgermärchen über die deutsche Sprache lautet, der Genitiv wäre von hoher Güte, aber seine Zukunft bedroht, weil die meisten Zeitgenossenden Genitiv einfach nicht mehr verstünden. Tatsächlich leben wir in der größten Genitivepidemie aller Zeiten.
  • Meinetwegen wegen mir 08.05.2010 44min
    Die Genitivwoche geht weiter! Diesmal geht es um den Genitiv nach Präpositionen am Beispiel von ›wegen‹: Wegen des Sturmes oder wegen dem Sturm? Wegen mir oder meinetwegen?

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