Einmischen! Politik Podcast
Jenny
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Der Podcast beschäftigt sich mit der aktuellen Polykrise und der Bedeutung, den politischen Prozess zu verfolgen und zu beeinflussen. Es werden Fragen gestellt wie: Wohin steuert Deutschland? Was treibt die CDU an? Wie gehen Medien mit der Regierung und deren Kritik um? Wie soll man mit der AfD umgehen? Und wird das Parlament durch eine mögliche Minderheitsregierung gestärkt?
Episoder
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Glanz und Elend der Konservativen und Spaltlinien 15.09.2026 2t 48minWoop! Woop! Heute spreche ich zuerst mit dem Publizisten und früheren Zeit-Chefredakteur Roger de Weck über sein Buch „Glanz und Elend der Konservativen" (Suhrkamp, 2025). De Wecks Provokation: Nicht die Linke, sondern die Konservativen könnten den Rechtspopulismus am wirksamsten bekämpfen — wenn sie sich nur neu erfinden würden. Stattdessen kippen sie nach rechts, verlieren ihr Profil und räumen der AfD das Feld. De Weck, der als Gastprofessor am College of Europe in Brügge lehrt und das Archiv des EU-Gründers Jean Monnet betreut, skizziert, was ein glaubwürdiger Konservatismus heute bedeuten könnte — und warum genau das so selten gelingt. Dann kommt der Politikwissenschaftler Philip Manow, Professor an der Universität Siegen und einer der schärfsten Analytiker der europäischen Demokratiekrise, mit seinem neuen Buch „Spaltungslinien. Europas Parteiensysteme und die Dekonsolidierung des Nationalstaats" (C.H. Beck, 2026). Manow zeigt, dass unsere alten Ordnungsbegriffe — links, rechts, Mitte — längst nicht mehr tragen: Heute steht ein linkes Bürgertum gegen eine rechte Arbeiterschaft, und populistische Parteien werden kulturell rechter, aber verteilungspolitisch linker. Die eigentliche Ursache dieser Verschiebung: die Infragestellung des Nationalstaats als politische Gestaltungsebene. Ein Essay, der zwingt, neu zu denken. Zwei Bücher, ein roter Faden: Die alten Lager lösen sich auf — wer baut die neuen? Enjoy!^^ -
Die Wiederkehr und Unverdiente Ungleichheit 08.09.2026 2t 44minWoop! Woop! Nach dem "Schock" von Sachsen-Anhalt spreche ich heute zuerst mit dem FAZ-Journalisten und Autor Patrick Bahners über sein Buch „Die Wiederkehr. Die AfD und der neue deutsche Nationalismus" (Klett-Cotta, 2023). Zehn Jahre AfD — aber das Problem ist größer als eine Partei. Bahners zeigt scharfsinnig und historisch argumentierend, dass die Neue Rechte einen festen Platz in unseren politischen Institutionen behaupten wird. Kein vorübergehender Protest, kein Betriebsunfall der Demokratie — sondern ein neuer Nationalismus, der sich längst in allen Parteien eingenistet hat. Bahners wechselt dabei zwischen dichter Beschreibung und kalter Analyse — er dreht und wendet den rechten Weltbild-Stoff so lange, bis der toxische Kern offen zutage liegt. Ein Buch, das fordert. Und das genau deshalb notwendig ist. Dann spreche ich mit der Politikwissenschaftlerin Martyna Linartas über „Unverdiente Ungleichheit. Wie der Weg aus der Erbengesellschaft gelingen kann" (Rowohlt, 2025) — auf der Shortlist für „Das politische Buch" 2026. In kaum einem anderen westlichen Land ist Vermögen so ungleich verteilt wie in Deutschland — und die Schere geht immer weiter auf. Jeder Sechste lebt in Armut, während Superreiche ihr Vermögen von Generation zu Generation weitervererben. Linartas seziert das politische Tabuthema unserer Zeit: Dass wir die Reichen nicht besteuern, gefährdet unseren Wohlstand, unsere Umwelt und unsere Demokratie. Für ihr Buch hat sie exklusiv mit der Wirtschaftselite gesprochen — und die Antworten sind überraschender, als man denkt. Zwei Bücher, ein roter Faden: Warum ist es so schwer, dieses Land gerechter zu machen — und wer hat ein Interesse daran, dass alles bleibt, wie es ist? Enjoy!^^ -
Ferne Heimat und das knappe Gut Arbeit 31.08.2026 2t 34minWoop! Woop! Zuerst spreche ich heute mit dem Soziologen Florian Butollo über sein Buch „Das knappe Gut Arbeit. Automatisierung, Arbeitskräftemangel und sozialer Konflikt" (Suhrkamp, 2026). Das Paradox der Stunde: Überall wird vor KI-bedingtem Jobverlust gewarnt — und gleichzeitig reißen die Klagen über Fachkräftemangel nicht ab, Pflegestationen kollabieren, Stellen blei-ben unbesetzt. Butollo, Professor für Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt und ehemaliger Sachverständiger der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz" des Bundes-tags, löst diesen Widerspruch auf: Automatisierung schafft nicht weniger, sondern mehr Arbeit — und damit eine neue Konfliktlinie. Die Frage ist nicht mehr, ob wir genug Arbeit haben. Die Frage ist: Wofür wollen wir angesichts sozialer und ökologischer Krisen unsere Arbeitskraft noch einsetzen — und wer entscheidet das? Dann spricht der Jurist und Völkerrechtler Michael Riepl über sein Debüt „Ferne Heimat Altmontal. Das Leben meiner Großmutter zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus" (C.H. Beck, 2026). Altmontal — ein deutsches Dorf in der Schwarzmeerebene, heute mitten an der Front des Ukraine-Krieges. Hier wurde Hedwig Krämer 1919 geboren, erlebte Hungersnöte, Verfolgung und Krieg — und entkam 1942 nach Bayern. Mit 75 Jahren begann sie, ihre Geschichte aufzuschreiben. Niemand hatte je danach gefragt. Riepl hat ihre Aufzeichnungen mit eigenen Recherchen vor Ort verwoben — Reisen in die Ukraine zwischen 2018 und 2025 — und daraus ein Buch gemacht, das sich liest wie ein Roman, aber eine wahre Geschichte ist: über Familie, Heimat, Verlust und einen unfassbaren Lebensmut. Zwei Bücher, ein roter Faden: Was bleibt von einer Welt, die wir kannten — und wer trägt die Last des Wandels? Enjoy!^^ -
Kleiner Hinweis 24.08.2026 1minSorry. Bin nächste Woche zurück. :-) -
Wenn China angreift und das Recht der Gewalt 17.08.2026 4t 49minWoop! Woop! Dreifachfolge — und alle drei Bücher stellen dieselbe Frage: Wie hält eine Ordnung stand, wenn die Grundlagen erschüttert werden? Zuerst spreche ich mit dem Politikwissenschaftler Andreas Fulda über sein Buch „Wenn China angreift. Ein Szenario" (C.H. Beck, 2026) — nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis 2026. Irgendwann 2027: Ein chinesischer Kampfjet stürzt in taiwanischem Luftraum ab. Peking ordnet den Angriff auf den Inselstaat an. Die USA, innenpolitisch zerstritten, reagieren zu spät — China hat Taiwan schon annektiert. Fulda, der dreißig Jahre lang China und Taiwan erforscht hat, versteht sein Buch als Weckruf: Im Westen verkenne man häufig die Entschlossenheit der KPCh, die Vorherrschaft im indopazifischen Raum herzustellen. Was bedeutet das für Deutschland — ein Land, das tiefer als jedes andere in Europa mit China verflochten ist? Dann kommt der Theologe und Philosoph Andreas G. Weiß mit „Das Ende eines Traums. Donald Trump und der 250. Geburtstag der USA" (Patmos, 2026). 2026 feiern die Vereinigten Staaten den 250. Geburtstag ihrer Gründung — und Weiß erzählt die Geschichte des amerikanischen Traums als religiös-politischen Mythos einer „heiligen Nation" und wie dieser Traum gerade vor unseren Augen zerbricht. Seine These: „Donald Trump hat das Amerika der Illusionen nicht zerstört — er hat es entlarvt." Was kommt nach dem Erwachen? Zuletzt spreche ich mit dem Friedensforscher Hendrik Simon über sein Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen" (Reclam, 2026). Der weitverbreiteten Diagnose, wir erleben gerade den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer bloßen Machtordnung, widerspricht Simon darin ausdrücklich. Krieg und Recht, Gewalt und Normen — und die unbequeme Frage: Schaffen Waffen Sicherheit, oder schaffen sie nur die Voraussetzung für den nächsten Krieg? Drei Bücher, ein roter Faden: Was bleibt von der Ordnung, die wir kannten? Enjoy!^^ -
Rechtspopulismus und Wissenschaftsfreiheit 10.08.2026 3t 55minWoop! Woop! Heute habe ich zwei Gäste, die sich beide mit der Frage beschäftigen, wie es unserer Demokratie geht. Zuerst spreche ich mit dem Staatsrechtler Alexander Thiele über sein Buch „Rechtspopulismus und der demokratische Verfassungsstaat" (Reclam, 2026). Thiele ortet die Ursache für den Erfolg des Rechtspopulismus in realen Defiziten unserer Ordnung — wer Populisten zurückdrängen will, sollte sich weniger an ihnen abarbeiten, sondern diese Defizite beheben. Kein AfD-Verbot, sondern eine demokratische Zukunftsvision — das ist seine These. Ein politisches, kein juristisches Buch. Und eine unbequeme Diagnose: Der demokratische Verfassungsstaat erodiert schleichend — nicht durch Putsch, sondern durch den Verlust einer gemeinsamen Zukunftsidee. Dann spricht die Philosophin Sabine Döring über ihr Buch „Wissenschaftsfreiheit in der liberalen Demokratie" (Klostermann, 2026) — geschrieben aus Erfahrung. Als Staatssekretärin im Bundesbildungsministerium wurde sie im Zuge der Fördermittelaffäre entlassen, nachdem geprüft wurde, ob einem offenen Brief von Hochschullehrenden förderrechtliche Konsequenzen folgen sollten. Jetzt zieht sie daraus eine grundsätzliche Frage: Was bedeutet Wissenschaftsfreiheit als Grundrecht — und was passiert mit der Demokratie, wenn Forschung unter politischen Druck gerät? Döring verteidigt eine klare Arbeitsteilung: Wissenschaft klärt auf, liefert Gründe, ordnet Evidenz — demokratisch verantwortete Politik trägt die Last der Entscheidung. Ein Buch, das aus einem konkreten Skandal eine Verfassungsphilosophie macht. Zwei Gespräche, ein roter Faden: Wo endet institutionelle Macht — und wo beginnt der Missbrauch? Enjoy!^^ -
Daniel Bax, die neue Lust auf Links und ich 14.07.2026 1t 26minWoop! Woop! Die Linke ist zurück — und mein Gast Daniel Bax, taz-Journalist und Autor, hat das Comeback der Jahres genau verfolgt. Sein Buch „Die neue Lust auf Links" (Goldmann, 2025) erzählt, wie eine Partei, die kurz vor der Bundestagswahl 2025 weit unter fünf Prozent lag, am Ende mit fast neun Prozent einzog — als stärkste Kraft in Berlin, mit einem Viertel aller Erstwählerinnen und Erstwähler, und einer Mitgliederzahl, die sich auf inzwischen 126.000 mehr als verdoppelt hat. Wer sind Heidi Reichinnek, Ines Schwerdtner, Jan van Aken? Und woher kommt diese neue Lust auf Links — wenn rechts um einen herum alles driftet? Das fragen wir uns auch nach dem Bundesparteitag in Potsdam Mitte Juni 2026. Was für ein Wochenende war das: Im Filmpark Babelsberg, unter einer riesigen roten Vulkanattrappe, wählte die Linke eine neue Doppelspitze. Ines Schwerdtner mit 86 Prozent bestätigt — souverän. Luigi Pantisano als Nachfolger von Jan van Aken gewählt — mit gerade mal 53 Prozent, ohne Gegenkandidat, nachdem er kurz zuvor die CDU mit Faschisten gleichgesetzt hatte. Dazu Streit über Gaza, eine Genocide-Resolution, und der alte Riss zwischen radikalen Jungen und pragmatischen Ostverbänden — die im Herbst vor Landtagswahlen stehen und vielleicht auf CDU-Koalitionen angewiesen sein werden. Volkspartei mit 20 Prozent — Traum oder Programm? Und hält die Euphorie, wenn es ernst wird? Daniel Bax kennt diese Partei von innen. Wir sortieren gemeinsam, was in Potsdam wirklich passiert ist. Enjoy!^^ -
Keine Zeit für Praktikanten 29.06.2026 4t 58minWoop! Woop! Diese Folge ist eine Halbjahresbestandsaufnahme der Gegenwart — und mein Gast Albrecht von Lucke, Redakteur der *Blätter für deutsche und internationale Politik*, ist dafür genau der Richtige. Wir reden über alles, was gerade gleichzeitig passiert und trotzdem zusammenhängt. Erstens: der **Irankrieg**. Den unkalkulierbaren Folgen des Krieges für die Region wie für die internationale Ordnung geht von Lucke in den Blättern nach — und ich frage ihn: Wer hat hier eigentlich gewonnen? Und was hat das mit einem Amerika zu tun, das sich selbst gerade neu erfindet? Denn zweitens: **Trump und die USA**. Gerade mal ein Jahr im Amt, hat Trump die Weltordnung bereits radikal verändert — das Ende der regelbasierten Nachkriegsordnung zeichnet sich ab. Was bedeutet das für Europa, für Deutschland, für uns? Drittens: **Friedrich Merz**. Wie schon in der Ampelkoalition arbeiten die Regierungsparteien Union und SPD eher gegen- als miteinander, während Kanzler Friedrich Merz keine klare Führung zeigt — davon profitiere vor allem eine Partei: die AfD. Was macht ein Kanzler, der nach rechts schaut, um die Mitte zu halten — und dabei beides verliert? Und dann: **die Medien**. Allen voran Ulf Poschardt — Ex-Chefredakteur, Ex-Herausgeber von WELT, Autor von *Shitbürgertum* und *Bückbürgertum*, ab Juli 2026 „freiester Autor" bei Axel Springer. Was passiert, wenn große Medienhäuser nicht mehr Beobachter des Rechtsrucks sind, sondern Treiber? Welche Rolle spielt der Springer-Komplex in der Faschisierung der deutschen Gesellschaft — und wie lange nennt man das noch Meinungsvielfalt? Albrecht und ich analysieren und ordnen ein. Enjoy!^^ -
300 Männer und Oben Rechts 22.06.2026 2t 27minWoop! Woop! Neue Folge und es wird wieder historisch und politisch! Zuerst spreche ich mit dem Politikwissenschaftler Thomas Biebricher über den Sammelband „Oben Rechts" (Suhrkamp). Die zentrale Provokation des Buches: Rechtspopulismus ist keine Revolte der Abgehängten — er ist ein gezielt vorangetriebenes Projekt. Nicht Arbeiter, sondern konservative Unternehmer, Berlusconis und Musks, Thiels und Chrupallas, stehen im Mittelpunkt — Männer, die ihr eigenes Kapital in politische Macht ummünzen. Biebricher, Heisenberg-Professor für Politische Theorie an der Goethe-Universität Frankfurt, kennt die Rechte von innen wie von außen. Was bedeutet das für die Demokratie — wenn ihre Feinde nicht unten, sondern oben sitzen? Danach kommt Konstantin Richter mit „Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG" (Suhrkamp) — frisch ausgezeichnet mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2026. Dreihundert deutsche Männer bestimmten einst die wirtschaftlichen Geschicke des Kontinents — ein enges Geflecht aus Bankiers, Industriekapitänen und Lobbyisten, das sich mit Unternehmen wie Allianz, Krupp und Siemens herausgebildet hatte. Richter erzählt diese Geschichte als episches Panorama — und fragt: Wie wenig die damit verbundenen Vorstellungen noch auf die Gegenwart passen — und was das für ein Land bedeutet, das sich noch immer über seine Wirtschaftskraft definiert. Zwei Bücher, ein Thema: Wer hat in diesem Land eigentlich die Macht — und wie lange schon? Enjoy!^^ -
Verantwortung und amerikanische Verhältnisse 15.06.2026 2t 37minWoop! Woop! In dieser Folge wird es historisch und politisch — und beides hängt enger zusammen, als man denkt. Zuerst spreche ich mit dem Historiker Volker Depkat über sein Werk zur Amerikanischen Revolution — und damit über die Geburtsstunde eines politischen Projekts, das die Welt verändert hat. Was wollten die Gründerväter wirklich? Welche Widersprüche waren von Anfang an ins System eingebaut — Freiheit und Sklaverei, Volkssouveränität und Elitenmacht? Und was sagt uns der Blick auf 1776 darüber, was gerade mit den USA passiert? Im Zweiten Teil ich mit Volker Wissing über ein Wort, das in der deutschen Politik gerade so inflationär gebraucht wird wie kaum ein anderes: Verantwortung. Wer trägt sie wirklich? Wer schiebt sie weiter? Und was bedeutet es eigentlich, in einem Amt Verantwortung zu übernehmen — nicht nur rhetorisch, sondern tatsächlich? Wissing kennt das Spannungsfeld zwischen politischem Druck und persönlicher Haltung aus erster Hand. Ein Gespräch über Entscheidungen, die wehtun, Koalitionen, die reißen, und die Frage, ob Verantwortung in der modernen Demokratie überhaupt noch sanktionierfähig ist. Zwei Volkers, zwei Themen, ein roter Faden: Wie viel hält eine Demokratie aus — und wer zieht die Konsequenzen, wenn sie ins Wanken gerät? Enjoy!^^ -
München 38 und die Gegenmacht 08.06.2026 2t 28minWoop! Woop! Heute habe ich gleich drei Gäste – und zwei Bücher, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch beide dieselbe Frage stellen: Was tun wir, wenn die Demokratie unter Druck gerät? Zuerst spreche ich mit Christian Goeschel und Daniel Hedinger. Die beiden Historiker haben mit „München 38" (C.H.Beck) ein Buch über drei Tage geschrieben, die die Welt verändert haben. September 1938 – Chamberlain, Daladier, Hitler. Appeasement statt Widerstand. Krieg trotzdem. Warum dieser Moment so viel über unsere Gegenwart sagt, darüber reden wir. Und dann ist Arne Semsrott zu Gast. Aktivist, Journalist, SPIEGEL-Bestsellerautor – und jemand, der sich mit Ohnmacht schlicht nicht abfindet. In „Gegenmacht" (Droemer) zeigt er, wie die Zivilgesellschaft zurückschlägt. Nicht irgendwann. Jetzt. Geschichte als Warnung. Und ein Manifest für den Moment. Schön, dass ihr dabei seid. Enjoy!^^ -
So Sorry 01.06.2026 2minHeute gibt es leider wegen höherer Gewalt und der Deutschen Bahn keine Folge. :-( -
Podcastloser Feiertag 25.05.2026 1minGenießt den Feiertag! -
Die Multipolarisierung der Welt und der Staatsräsonfunk 18.05.2026 2t 40minWoop! Woop! Heute habe ich zwei Gäste, die sich beide weigern, wegzuschauen – und das auf sehr unterschiedlichen Feldern. Zuerst spreche ich mit Volker Perthes. Der ehemalige UN-Diplomat und Nahost-Experte hat mit „Die Multipolarisierung der Welt" einen Essay vorgelegt, der Orientierung gibt, wenn einem die Weltlage den Kopf dreht. USA, China, EU, Russland, Indien – fünf Pole, ein Planet, kaum noch Regeln. Was bedeutet das für Europa? Und was für uns? Danach ist Fabian Goldmann zu Gast. Journalist, Medienkritiker – und jemand, der sehr genau hinschaut, wie deutsche Leitmedien über den Krieg in Gaza berichten. In „Staatsräsonfunk" hat er 11.000 Beiträge ausgewertet. Was er dabei gefunden hat, ist unbequem. Und genau deshalb reden wir darüber. Enjoy!^^ -
Das Patriachat im Uterus und eine Frage der Klasse 11.05.2026 3t 15minWoop! Woop! Heute habe ich zwei Gäste, die tief in Strukturen graben, die wir viel zu selten benennen. Zuerst spreche ich mit Alicia Baier über ihr Buch „Patriarchat im Uterus". Was passiert, wenn Körperpolitik auf Gynäkologie trifft? Wie tief sitzen patriarchale Strukturen in der Medizin – und warum ist das so schwer zu sehen? Wir schauen genau hin. Danach ist Hanno Sauer zu Gast mit „Klasse". Herkunft. Das Wort, das im deutschen Diskurs fast nicht vorkommt. Warum eigentlich? Was verschweigt eine Gesellschaft, wenn sie über Klasse nicht redet – und was verrät dieses Schweigen? Zwei Bücher, zwei Gespräche, viel zu besprechen. Schön, dass ihr dabei seid. Enjoy!^^ -
Muskismus 04.05.2026 1t 6minWoop! Woop! Kettensäge, DOGE, Mars: Wie wurde Elon Musk zur einflussreichsten politischen Figur der Gegenwart – und was genau ist der Muskismus? Quinn Slobodian und Ben Tarnoff zeigen: Musk ist kein Einzelfall, sondern Symptom. Der Muskismus ist ein frankensteinsches Monster des zeitgenössischen Kapitalismus – ein Programm, das den Staat für sich vereinnahmt statt ihn abzulehnen, und das technische Überlegenheit zur neuen Herrschaftsform erklärt. Enjoy!^^ -
Von verletzten Generationen und Unabhängigkeitskämpfen 27.04.2026 2t 43minWoop! Woop! Herzlich willkommen bei Einmischen – dem Podcast, in dem ich frage, hinterfrage und mich einmische. In der heutigen Folge habe ich zwei Gäste eingeladen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und doch beide eines gemeinsam haben: Sie reden über Dinge, über die man reden muss. Zuerst spreche ich mit Carla Hinrichs. Viele kennen sie als Gesicht der Letzten Generation, als Frau, die sich auf Straßen geklebt hat, die vor Gericht stand, die polarisiert hat. Aber in ihrem Buch „Meine verletzte Generation" geht sie tiefer – weg vom Schlagzeilen-Aktivismus, hin zu der Frage: Was macht es mit einem Menschen, mit einer ganzen Generation, wenn die Zukunft sich anfühlt wie ein brennendes Haus? Wir sprechen über Schmerz, Wut und den Versuch, trotzdem weiterzumachen. Und danach sitze ich Henning Melber gegenüber. Der Politikwissenschaftler und Namibia-Experte nimmt mich mit in ein Land, das weit weg scheint – und doch mitten in unserer Geschichte steckt. Sein Buch „Geschichte Namibias" erzählt von Kolonialverbrechen, von Widerstand, von Unabhängigkeit und davon, warum wir in Deutschland noch lange nicht fertig sind mit dieser Verantwortung. Zwei Bücher. Zwei Generationen. Eine Frage, die mich bei beiden Gesprächen nicht loslässt: Wie gehen wir mit dem um, was uns hinterlassen wurde? Enjoy!^^ -
Tatort Außenpolitik 20.04.2026 2t 43minWoop! Woop! Wenn Kriminalität auf Wissenschaft trifft — und beides spannender ist als jede Netflix-Serie. Heute zu Gast: die Autorinnen Nicole Bögelein und Gina Rosa Wollinger von True Criminology, die uns erklären, warum das, was wir über Verbrechen zu wissen glauben, oft nur Mythos ist. Der Nahe Osten steht in Flammen — und die deutsche Linke sucht nach einer Antwort. Was bedeutet eine konsequent friedensorientierte Außenpolitik, wenn Krieg zur neuen Normalität wird? Deswegen ist mein zweiter Gast heute: Lea Reisner, Mitglied des Bundestages für Die Linke. Enjoy!^^ -
Popefight und Krise der illiberalen Demokratie 14.04.2026 4t 23minWoop! Woop! Ungarn wählt, der Papst provoziert, und das Heilige trifft auf irdische Macht. Was passiert in Budapest, wenn Orbán Viktor erneut auf dem Prüfstand steht? Welche Signale sendet diese Wahl für Europa – und für die Demokratie auf dem Kontinent? Dann: Ein neuer Papst im Weißen Haus-Konflikt. Papst Leo und Donald Trump liefern sich einen bemerkenswerten Schlagabtausch – über Migration, Moral und Macht. Wer spricht hier eigentlich im Namen von wem? Und: Mein heutiger Gast ist Stefanie Coché. Sie hat ein Buch geschrieben, das genau in diese Zeit passt – "Religiöse Erweckung und irdische Macht". Warum erleben wir gerade weltweit ein Comeback des Religiösen in der Politik? Und was bedeutet das für uns? Das alles und mehr – in dieser Folge von Einmischen. Schön, dass ihr dabei seid. Enjoy!^^ -
In der Nähe 30.03.2026 43minWoop! Woop! Was bedeutet Nähe heute noch – in einer Zeit der Distanz, der Screens und der Entwurzelung? Simon Strauß, Autor und Theaterkritiker, stellt sich in seinem Buch „In der Nähe" genau dieser Frage. Er sucht das Konkrete, das Körperliche, das Unverfügbare – und findet darin eine stille Form des Widerstands. Darüber spreche ich heute mit Simon Strauß. Enjoy!^^
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