Jüdische Geschichte Kompakt
Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg (Björn Siegel) und Moses Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien, Potsdam (Miriam Rürup)
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Jüdische Geschichte Kompakt ist ein Podcast, der Einblicke in Forschungsprojekte zur deutsch-jüdischen Geschichte und Gegenwart gibt. In wechselnden Staffeln präsentieren das Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg und das Moses Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien in Potsdam neue Perspektiven auf bekannte Themen. Jeden ersten Freitag im Monat erscheint eine neue Folge. Der Podcast richtet sich an alle, die sich für jüdische Geschichte und aktuelle Forschung interessieren.
Episoder
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#97 Jüdische Geschichte Kompakt – 19.1 Audible Testimonies – Ein Gespräch mit Abby Anderton 04.09.2026 31minIn der ersten Folge der 19. Staffel geht das Gespräch zwischen Abby Anderton (Baruch College/CUNY) und Anna Menny und Björn Siegel (beide IGdJ) den Potentialen und Herausforderungen einer musikwissenschaftlichen Forschungsperspektive zu Holocaust und Nachgeschichte nach. Anhand der 2026 erschienen Buchs Audible Testimonies zeigt Anderson dabei auf, welche Funktion Musik im Überleben, Erinnern und Bewahren einnehmen kann. -
#96 Jüdische Geschichte Kompakt – 19.0 Intro – (Un-)erhörte Geschichte: Einblicke in aktuelle musikhistorische Projekte 04.09.2026 8minIm hier vorliegenden Intro zur 19. Staffel des Podcastkanals Jüdische Geschichte Kompakt zum Thema "(Un-)erhörte Geschichte: Einblicke in aktuelle musikhistorische Projekte" umreissen Miriam Rürup (MMZ), Anna Menny und Björn Siegel (beide IGdJ) die Grundgedanken zur Staffel und den jeweiligen Episoden. Sie stellen hierbei Fragen, wie z.B. Wie kann man in zeitgenössische Klangwelten eintauchen? Welche Funktionen hat Musik, Wie stark sind Gegenwart und Vergangenheit von Tönen geprägt oder Was wird gehört und was bleibt (un-)erhört. Damit verweisen sie auf die Themen, die in den folgenden vier Folgen zur Diskussion stehen werden und weiten damit den Blick darauf, was Töne uns wirklich erzählen können. -
#95 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.4 Zwischen Jerusalem, London und New York 07.08.2026 42minIn der letzten Folge unserer Staffel, die Sie ab heute hören können, durften wir Ruth Nattermann begrüßen, mit der wir über die Geschichte des Leo Baeck Instituts (LBI) gesprochen haben, also jenem weltweit wichtigsten Dokumentations- und Forschungszentrum zur Geschichte des deutschsprachigen Judentums, das aus der deutsch-jüdischen Diaspora heraus entstanden ist und das im vergangenen Jahr sein 70jähriges Bestehen feierte. Von der ikonischen Fotografie aus der Gründungszeit des LBI ausgehend, die Shmuel Hugo Bergman und Ernst Simon gemeinsam mit Martin Buber auf der Terrasse seines Hauses im Jerusalem des Jahres 1955 abbildet, haben wir mit Ruth Nattermann aber nicht nur über die Entstehungsgeschichte des LBI gesprochen. Über die Geschichtserfahrungen und Motive seiner Gründerinnen und Gründer hinaus, die selbst dem deutschsprachigen Judentum der Zwischenkriegszeit erwachsen waren, haben wir zugleich auf die generationellen Veränderungen des LBI und deren Auswirkungen auf das jeweilige Profil an seinen drei Standorten in Jerusalem, London und New York geblickt. -
#94 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.3 Flucht nach Shanghai 02.07.2026 43minNachdem wir in der letzten Folge mit Liliana Feierstein und David Jünger über die Bedeutung der beiden Amerikas als zentralen Orten der deutsch-jüdischen Diaspora gesprochen haben, nehmen wir Sie in dieser Folge mit nach Shanghai, New Jersey und Heidelberg. Unser Gast ist der Autor und promovierte Jurist Steven Less, der ein sehr persönliches Buch über die Geschichte seines Vaters geschrieben hat. Sein Vater, der Künstler John Hans Less, konnte als Sechzehnjähriger aus Berlin vor dem Nationalsozialismus fliehen. Zusammen mit seiner Familie gelangte er 1940 nach Shanghai. Die chinesische Hafenstadt war damals einer der letzten Orte, in denen Jüdinnen und Juden aus Europa Zuflucht finden konnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg emigrierte John Hans Less in die USA, wo er später zahlreiche Werke in Erinnerung an Shanghai schuf. Während er eine Rückkehr nach Deutschland ausschloss, zog sein Sohn 1981 nach Heidelberg. John Hans Less empfand diese Entscheidung als Affront. Gemeinsam mit Steven Less wollen wir darüber sprechen, wie sich die Fluchterfahrungen der Eltern auf die zweite Generation auswirkten. Welche Rolle Shanghai im Leben und in der Kunst seines Vaters spielte und inwieweit die deutsch-jüdische Herkunft seiner Eltern seine eigene Biografie prägte. -
#93 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.2 Zweierlei Amerika - Deutsch-jüdische Diaspora in den USA und Lateinamerika 05.06.2026 46minNachdem wir in der ersten Folge dieser Staffel unter der Überschrift „Remapping Survival“ mit Atina Grossmann über deutsch-jüdische Fluchterfahrungen zwischen Iran und Indien gesprochen haben, richten wir den Blick in unserem nächsten Gespräch auf Amerika – oder genauer gesagt auf die beiden Amerikas: Wir wollen in vergleichender Perspektive über die deutsch-jüdische Diaspora in den Vereinigten Staaten von Amerika einerseits und in den Staaten Lateinamerikas andererseits diskutieren. Mit unserem Kollegen David Jünger vom MMZ, der gerade eine umfassende Habilitationsschrift über das Leben des deutsch-jüdischen Rabbiners Joachim Prinz vorgelegt hat, wollen wir über dessen Bedeutung während der Weimarer Republik und den ersten Jahren des Nationalsozialismus sprechen, bevor er schließlich in die Vereinigten Staaten floh und in den 60er Jahren ikonisch für die jüdische Unterstützung der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung geworden ist. Erweitern werden wir diese amerikanische Erfahrung durch einen Blick nach Süden. Im Gespräch mit Liliana R. Feierstein, die als Professorin an der Humboldt-Universität lehrt und forscht, werden wir an die unterschiedlichen Versuche deutschsprachiger Jüdinnen und Juden erinnern, zwischen Mexiko und Argentinien an die vergangene deutschsprachig-jüdischen Kultur fernab der verlorenen Heimat anzuknüpfen. -
#91 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.0 Intro "Geschichte(n) der deutsch-jüdischen Diaspora" 08.05.2026 13minIn dem Intro zur Staffel "Geschichte(n) der deutsch-jüdischen Diaspora" übergibt Björn Siegel (IGdJ) den auditiven Staffelstab wieder nach Potsdam. Miriam Rürup (MMZ) führ in das Thema der deutsch-jüdischen Diaspora ein. -
#92 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.1 Remapping Survival: Atina Grossmann über deutsch-jüdische Fluchterfahrungen 08.05.2026 43minFür unsere erste Folge konnten wir die Historikerin Atina Grossmann aus New York gewinnen. Mit ihrem feinen Gespür für vergessene Akteur:innen und Orte nimmt sie seit mehreren Jahren die Zufluchtsorte deutschsprachiger Jüdinnen und Juden im sogenannten Globalen Süden in den Blick, die von der Forschung lange übersehen wurden. Für Atina Grossmann verbindet sich mit diesen oft vergessenen Geschichten nicht nur ein Forschungsinteresse, sondern auch das Schicksal ihrer Eltern: Sie waren selbst deutsch-jüdische Geflüchtete gewesen, die Berlin 1935 verlassen mussten und sich nach mehreren Zwischenstopps in Asien schließlich in den USA niederließen. In unserem Gespräch erfahren Sie mehr über Atina Grossmanns Familiengeschichte und ihre Forschung sowie darüber, wie beide miteinander verbunden sind. -
#90 Jüdische Geschichte Kompakt – 17.4 The Making of 'Jew-Clubs' – Ein Gespräch mit Pavel Brunssen 03.04.2026 38minIn der Abschlussfolge der 17. Staffel führt Pavel Brunssen in seine Forschungen und Buch "The Making of 'Jew-Clubs'" ein und diskutiert mit Björn Siegel (IGdJ), wie Sport, Fankultur und jüdische Selbstverständnisse miteinander in Beziehung treten können. -
#89 Jüdische Geschichte Kompakt – 17.3 Der Jüdische Salon am Grindel – Ein Gespräch mit Barbara Guggenheim 06.03.2026 35minIn der dritten Folge der 17. Staffel rückt Barbara Guggenheim die Geschichte und Ideen des Jüdischen Salon am Grindel in den Mittelpunkt und diskutiert mit Björn Siegel die Visionen, Chancen und Herausforderungen jüdischer Vereine in der Gegenwart, insbesondere im Feld der Kunst und Kultur. -
#88 Jüdische Geschichte Kompakt – 17.2 Der Centralverein – Ein Gespräch mit Hendrik Schemann-Kösters 06.02.2026 39minDie zweite Folge der 17. Staffel beschäftigt sich mit der Geschichte und Wirkung des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Dank der Ausführungen von Hendrik Schemann-Kösters werden die Gründungsmotive des Centralvereins genauso sichtbar wie auch der Veränderungsdruck während der Existenz in der NS-Zeit. -
#87 Jüdische Geschichte Kompakt – 17.1 Die Hamburger Ehemaligen Vereine in Israel – Ein Gespräch mit Jana Matthies 09.01.2026 33minDiese erste Folge der 17. Staffel führt in die Hintergründe der Hamburger Ehemaligen-Vereine in Israel ein und verdeutlicht dank der Forschungen von Jana Matthies, wie intensiv diese Ehemaligen-Vereine als Erinnerungsgemeinschaften fungierten, aber auch zu Brückenbauern für eine Moderne wurde. Im Gespräch zeigen Jana Matthies und Björn Siegel (beide IGdJ) auf, welche Bedeutung diese Vereine in Israel wie auch Deutschland bzw. Hamburg spielten. -
#86 Jüdische Geschichte Kompakt – 17.0 Intro "Zwischen Tradition und Moderne: Jüdische Vereine gestern und heute" 09.01.2026 8minIn dem Intro zur Staffel "Zwischen Tradition und Moderne: Jüdische Vereine gestern und heute" stellen Miriam Rürup (MMZ) und Björn Siegel (IGdJ) die Ideen der gesamten Staffel vor und führen in das Thema des jüdischen Vereinswesens ein. Sie verweisen dabei auf die Prägekraft dieser Organisationsform und verdeutlichen wie stark Religion, Kultur, Musik und Sport prägend waren und wie zeitgenössisch wichtige gesellschaftliche Fragen und Entwicklungen auch ihren Niederschlag in diesem zivilgesellschaftlichen Raum fanden. -
#85 Jüdische Geschichte Kompakt – Weihnukka Spezial 2025 12.12.2025 51minDiese Spezial Folge 2025 führt Sie ein in eine literarische Weihnukka Feier ein, die von Miriam Rürup (MMZ), Kim Wünschmann (IGdJ) und Björn Siegel (IGdJ) eingeleitet wird. Im Kern stehen die Mitarbeitenden der beiden Institute in Potsdam und Hamburg, da sie in dieser Spezialfolge ihre Lieblingsbücher 2025 vorstellen. -
#84 Jüdische Geschichte kompakt - Staffel 16.4: Zivilgesellschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und Israel heute 07.11.2025 53minHerzlich willkommen zur vierten Folge unserer 16. Podcast-Staffel zu „Deutsch-israelische Beziehungsgeschichte(n)“, im gemeinsamen Podcastkanal Juedische Geschichte Kompakt von IGdJ Hamburg und MMZ Potsdam. In dieser vierten und abschließenden Folge spricht Amir Theilhaber (MMZ) mit Maja Sojref vom New Israel Fund Deutschland, Jutta Weduwen von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und Lukas Welz von Amcha Deutschland über die Bedeutung der Geschichte der deutsch-israelischen Beziehungen für die Arbeit der drei zivilgesellschaftlichen Organisationen, und welche Herausforderungen und Möglichkeiten sie für die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel auf zivilgesellschaftlicher Ebene sehen. -
#83 Jüdische Geschichte kompakt - Staffel 16.3: Aktion Sühnezeichen und Freiwilligendienste in Israel 03.10.2025 44minHerzlich willkommen zur dritten Folge unserer 16. Podcast-Staffel zu „Deutsch-israelische Beziehungsgeschichte(n)“, im gemeinsamen Podcastkanal Juedische Geschichte Kompakt von IGdJ Hamburg und MMZ Potsdam. In dieser Episode erläutert Katharina Fischer-Troppenz im Gespräch mit Miriam Rürup die ersten Begegnungen und Annäherungen zwischen Deutschen und Israelis über die Freiwilligengruppen von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. Wie es zur Gründung dieser Initiativen als Graswurzelbewegung der evangelischen Kirche 1958 kam und wie sie sich in Israel und europäischen Ländern entwickelten, die von Nazi-Deutschland überfallen worden waren, ist Thema des Gesprächs. Inwiefern die Freiwilligen gerade in Israel auch eine Funktion als gleichsam religiöse Sühne-Botschafter vor den offiziellen diplomatischen Beziehungen eingenommen haben, wird ebenso diskutiert wie die Frage, welcher theologische Begriff von Sühne hier zum Ausdruck kam. Katharina Fischer-Troppenz hat ihre Dissertation zu diesem Thema Anfang 2025 an der Theologischen Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin verteidigt und arbeitet derzeit als Vikarin bei der evangelischen Kirchengemeinde Tegel-Borsigwalde. Die gesamte Staffel betrachtet die (west)deutsch-israelischen Beziehungen aus einer vorstaatlichen Perspektive und wird von Anna-Dorothea Ludewig und Miriam Rürup kuratiert. Im Podcast nähern wir uns der Geschichte der Beziehungen zwischen dem Staat Israel und der Bundesrepublik aus vier verschiedenen Perspektiven jenseits der politischen und zwischenstaatlichen Diplomatiegeschichte. Die ersten Gespräche sind weit vor den aktuellen Entwicklungen aufgenommen worden. -
#82 Jüdische Geschichte kompakt - Staffel 16.2: Kulturtransfer zwischen Deutschland und Israel 05.09.2025 43minHerzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres gemeinsam mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg betriebenen Podcastkanals „Jüdische Geschichte Kompakt“. Die aktuelle Staffel ist im August gestartet und widmet sich in insgesamt vier Folgen den vielfältigen deutsch-israelischen Beziehungsgeschichten. Im ersten Teil hat Miriam Rürup mit Dr. Jonas Hahn über die ersten Begegnungen und Annäherungen von Deutschen und Israelis im Rahmen von deutsch-israelischen Studiengruppen an verschiedenen westdeutschen Universitäten gesprochen, aus denen sich eine intensive Debattenkultur zum deutschen Verhältnis zu Israel und Palästina entwickelt hat. In dieser zweiten Folge thematisieren Anna-Dorothea Ludewig und Ines Sonder (beide MMZ) den regen Kulturtransfer zwischen Deutschland und Israel, der zweifellos politisch gewollt und entsprechend gefördert wird. Doch es sind Personen und Initiativen, die dieses kulturpolitische Konstrukt mit Leben, mit künstlerischen Beiträgen und Ideen füllen, auch und insbesondere in diesen Zeiten. Zwei dieser Akteure sind in der zweiten Folge zu Gast: Micha Gross, Leiter des Bauhaus-Center in Tel Aviv, und Ron Segal, in Berlin lebender Autor und Filmemacher. Mit ihnen sprechen wir über ihre Erfahrungen und die zahlreichen Projekte und Initiativen, die zu (kulturellen) Annäherungen zwischen beiden Gesellschaften beitragen (sollen). Der Podcast Kanal Jüdische Geschichte Kompakt ist ein Gemeinschaftsprojekt des IGdJ in Hamburg und des MMZ in Potsdam. Wir wünschen Ihnen ein interessantes Zuhören. Bleiben Sie gesund und interessiert, wir hören uns! Ihr Team von Jüdische Geschichte Kompakt *Link zum Intro (mit Miriam Rürup und Björn Siegel):* https://juedischegeschichtekompakt.podigee.io/86-deutsch-israelische-beziehungsgeschichte *Link zur vorherigen Folge (mit Jonas Hahn und Miriam Rürup):* https://juedischegeschichtekompakt.podigee.io/87-umwegdiplomatie *Link zu allen Folgen:* https://juedischegeschichtekompakt.podigee.io/ Social Media: Facebook: Moses Mendelssohn Zentrum; Instagram: mmzpotsdam; Bluesky: @mmzpotsdam.bsky.social; Mastodon: @[email protected] -
#80 Jüdische Geschichte kompakt – Staffel 16: Deutsch-israelische Beziehungsgeschichte 01.08.2025 17minHallo und herzlich willkommen bei Jüdische Geschichte Kompakt, in diesem Intro zur 16. Staffel zum Thema " Deutsch-israelische Beziehungsgeschichten. Zivilgesellschaftliche Perspektiven auf 60 Jahre diplomatische Beziehungen" führt Miriam Rürup auf Nachfrage von Björn Siegel in die Ideen und Themenschwerpunkte dieser Staffel ein. Diese Staffel wird von Anna-Dorothea Ludewig und Miriam Rürup kuratiert und betrachtet die Geschichte der Beziehungen zwischen dem Staat Israel und der Bundesrepublik aus vier verschiedenen Perspektiven jenseits der politischen und zwischenstaatlichen Diplomatiegeschichte. Die gesamte Staffel betrachtet die (west)deutsch-israelischen Beziehungen aus einer vorstaatlichen Perspektive. **Die ersten Gespräche sind weit vor den aktuellen Entwicklungen aufgenommen worden.** **Inhalt der 16. Staffel:** Diese Staffel wird von Anna-Dorothea Ludewig und Miriam Rürup kuratiert und betrachtet die Geschichte der Beziehungen zwischen dem Staat Israel und der Bundesrepublik aus vier verschiedenen Perspektiven jenseits der politischen und zwischenstaatlichen Diplomatiegeschichte. So liegt es nahe, in der Staffel besonders die Jahre vor der eigentlichen Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu betrachten, die sich in diesem Jahr zum 60. Mal jähren. Bewusst haben wir uns für einen historischen Blick auf die Vorgeschichte des heutigen Verhältnisses zwischen der Bundesrepublik und Israel entschieden. In die Ideen und Themenschwerpunkte dieser Staffel führt Miriam Rürup im Intro dieses Projektes ein. Im ersten, ebenfalls heute online gehenden Teil, erläutert Dr. Jonas Hahn im Gespräch mit Miriam Rürup die ersten Begegnungen und Annäherungen zwischen Deutschen und Israelis über die deutsch-israelischen Studiengruppen, die an verschiedenen westdeutschen Universitäten entstanden und verschiedentlich Reisen nach Israel unternahmen sowie an den Hochschulstandorten in Deutschland eine intensive Debattenkultur zum deutschen Verhältnis zu Israel und Palästina entwickelten. In einer weiteren Folge sprechen Anna-Dorothea Ludewig und Ines Sonder (beide MMZ) mit Micha Gross, dem Leiter des Bauhaus-Center in Tel Aviv, und mit Ron Segal, in Berlin lebender Autor und Filmemacher, über den Kulturaustausch zwischen beiden Ländern sowie die zahlreichen Projekte und Initiativen kultureller Annäherungen zwischen beiden Gesellschaften. Aus den deutschen Beziehungen zu Israel ist die religiöse Grundierung nicht wegzudenken. Im Gespräch mit Katharina Troppenz, Vikarin in Tegel-Borsigwalde, die unter anderem über die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste geforscht hat, wird es um die zentrale Bedeutung christlicher Perspektiven auf das „Heilige Land“ gehen, die Israel für viele Deutsche besonders machen. Ein weiterer Aspekt der Staffel wird der Blick auf zivilgesellschaftliche Aktivitäten in Israel sein. In dieser in Kooperation mit dem New Israel Fund Deutschland produzierten Folge spricht Amir Theilhaber (MMZ) mit Lukas Welz (Amcha), Maja Sojref (Geschäftsführung NIF Deutschland) und Jutta Weduwen (ASF). Sie fragen, wie die Beziehungen der israelischen und deutschen Zivilgesellschaften heute aussehen und welche Bedeutung darin die historischen Entwicklungen der letzten 60 Jahre spielen. Die gesamte Staffel betrachtet die (west)deutsch-israelischen Beziehungen also aus einer vorstaatlichen Perspektive und bereits in der ersten Folge diskutieren wir, ob gerade die zivilgesellschaftlichen Schritte der Annäherungen in einer Form von Umwegdiplomatie die Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Jahr 1965 überhaupt erst ermöglichten. Der Podcast Kanal Jüdische Geschichte Kompakt ist ein Gemeinschaftsprojekt des IGdJ in Hamburg und des MMZ in Potsdam. **Bleiben Sie gesund und interessiert, wir hören uns! Ihr Team des Podcast Jüdische Geschichte Kompakt** -
#81 Jüdische Geschichte kompakt – Staffel 16.1: Umwegdiplomatie. Studentische Anfänge deutsch-israelischer Beziehungen 01.08.2025 41minHallo und herzlich willkommen bei Jüdische Geschichte Kompakt, in dieser Episode erläutert Dr. Jonas Hahn im Gespräch mit Miriam Rürup die ersten Begegnungen und Annäherungen zwischen Deutschen und Israelis über die deutsch-israelischen Studiengruppen, die an verschiedenen westdeutschen Universitäten entstanden und verschiedentlich Reisen nach Israel unternahmen sowie an den Hochschulstandorten in Deutschland eine intensive Debattenkultur zum deutschen Verhältnis zu Israel und Palästina entwickelten. Wir diskutieren hier unter anderem, ob gerade diese studentischen und zivilgesellschaftlichen Schritte der Annäherungen in einer Form von Umwegdiplomatie die Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Jahr 1965 überhaupt erst ermöglichten. Dr. Jonas Hahn schloss im Jahre 2024 sein Promotionsstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) mit einer Dissertation zu den Anfängen der Studierenden- und Universitätsbeziehungen zwischen Deutschland und Israel während der 1950er- und 1960er-Jahren ab, die von Michael Brenner betreut wurde. Zuvor studierte Dr. Jonas Hahn Jüdische Studien und Islamwissenschaften in Heidelberg, Amman und Beer Sheva. Seit 2014 ist als Referent für Jugendaustausch bei ConAct tätig. Der Podcast Kanal Jüdische Geschichte Kompakt ist ein Gemeinschaftsprojekt des IGdJ in Hamburg und des MMZ in Potsdam. **Bleiben Sie gesund und interessiert, wir hören uns! Ihr Team des Podcast Jüdische Geschichte Kompakt** -
#79.1: Lernpodcast - Der Weg zum Scheiterhaufen 04.07.2025 32minDie Podcast-Trilogie „Wenn Bücher brennen“ wurde als Teil des am MMZ entwickelten Bildungsmaterials für Schüler:innen produziert. Die journalistische Umsetzung erfolgte durch Stefanie Schuster im Auftrag des MMZ. Gefördert wurde das Projekt vom Landespräventionsrat Brandenburg. **1. Teil:** Der Weg zum Scheiterhaufen: Ohne die Vorgeschichte des verlorenen Ersten Weltkrieges sowie der Gründung der Weimarer Republik mit all ihren Höhen und Tiefen ist die Entwicklung hin zur Machtübernahme der Nationalsozialist:innen und den Bücherverbrennungen noch in der frühen Phase der Machtsicherung im Jahr 1933 kaum nachvollziehbar. Wir wünsche Ihnen ein interessantes Zuhören und ein spannendes Juli-Spezial. **Bleiben Sie gesund und interessiert, wir hören uns.** Ihr Team von Jüdische Geschichte Kompakt -
#79 Juli-Spezial: Intro zum Lernpodcast „Wenn Bücher brennen“ 04.07.2025 20minIm Rückblick auf das vergangene und mit Perspektive auf das kommende Schuljahr gehen heute gleich drei Folgen eines Lernpodcast online. Diese sind im Rahmen des Bildungsprojekts „Bücherverbrennungen 1933: Historische und aktuelle Perspektiven auf Hass und Hetze“ entstanden. Im Intro dieses Spezials spricht Miriam Rürup mit Julia Kleinschmidt und Ingolf Seidel über die Themenschwerpunkte dieses Projektes. Sie erläutern die Idee und Konzeption des Lernpodcast, der eine didaktische multimediale Aufbereitung für den Schulunterricht ermöglichen soll. Die Podcast-Trilogie „Wenn Bücher brennen“ wurde als Teil des am MMZ entwickelten Bildungsmaterials für Schüler:innen produziert. Die journalistische Umsetzung erfolgte durch Stefanie Schuster im Auftrag des MMZ. Gefördert wurde das Projekt vom Landespräventionsrat Brandenburg. Wir wünsche Ihnen ein interessantes Zuhören und ein spannendes Juli-Spezial. **Bleiben Sie gesund und interessiert, wir hören uns.** Ihr Team von Jüdische Geschichte Kompakt
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