Klassik für Taktlose

Klassik für Taktlose

Die Presse
País Áustria
Idioma DE
Episódios 265
Último 19.09.2026

In „Klassik für Taktlose“ ergründen Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und „Presse“-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik. Sie beantworten Fragen wie: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Die Reihe richtet sich an musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die es genauer wissen wollen. Jede zweite Woche präsentiert Wilhelm Sinkovicz im „Musiksalon“ seine Lieblingsaufnahmen und lädt dazu ein, in den Geheimnissen von Mozart, Bach und Beethoven zu stöbern.

Episódios

  • Bruckners "Romantische" – eine Symphonie in vielerlei Gestalten. 19.09.2026 39min
    Die Vierte ist Anton Bruckners populärstes Werk geworden. Seit der umjubelten Uraufführung, 1890, ist sie nie wieder aus dem Repertoire verschwunden, nicht zuletzt wegen des "Jagd-Scherzos", das als dritter Satz der Symphonie zu größter Beliebtheit verholfen hat. Dabei war dieses Scherzo in der ursprünglichen Version der Komposition noch gar nicht enthalten. Im Musiksalon begeben wir uns diesmal auf Spurensuche: Wie ist diese Symphonie entstanden, was hat Bruckner selbst über deren Inhalt verraten. Glauben wir seinen Worten, erleben wir auch einige pittoreske Naturschilderungen – und einen jungen Burschen, der seiner geliebten ein (vergebliches) Ständchen bringt... –– Durch den Podcast führt uns ein Aufnahmeklassiker: Bruno Walter dirigiert das Columbia Symphony Orchestra (CBS). Außerdem Ausschnitte aus Einspielungen verschiedener Fassungen der Symphonie unter Sergiu Celibidache (EMI), Otto Klemperer (VOX) und Markus Poschner (Capriccio).
  • War Pavarotti wirklich so ein guter Sänger? 12.09.2026 50min
    Er machte aus Operngesang eine Stadion-Show und Arien zu Pophits. Luciano Pavarotti prägte das Bild des Star-Tenors. Wie hat er das geschafft?
  • Variationen als Rätselspiel: Edward Elgars "Enigma" 05.09.2026 44min
    Bei den Enigma-Variationen von Sir Edward Elgar beginnen die Verwirrungen schon ganz am Beginn: Was ist eigentlich das ,,Thema", wird es überhaupt gespielt - und vor allem: von wem stammt es? Und dann Klavier oder Bratsche übende Dilettanten, plappernde Gastgeberinnen und ein triefend nasser Hund - der biblische Jäger Nimrod nicht zu vergessen, mit dem Elgar die Hitparaden gestürmt hat... Zu hören ist die legendäre Aufnahme des London Symphony Orchestra unter Pierre Monteux (RCA).
  • Pfui! Bravo! Buh! Das Klassik-Publikum und seine (Un)sitten (LIVE!) 29.08.2026 58min
    Schlägereien im Konzertsaal, fliegende Zahnprothesen und unkontrollierte Jubelstürme: Eine Folge über die schärfsten Publikumsreaktionen und die Frage, wann ein „Buh!“ in Ordnung ist – live aus dem Wiener Blickle Kino.
  • Musiksalon: Der Symphoniker Liszt - Große Emotionen und ein Missbrauchsfall 22.08.2026 42min
    Franz Liszt hat nicht nur als Pianist Bahnbrechendes geleistet. Als Erfinder einer neuen Gattung, der Symphonischen Dichtung, trieb er, indem er mythische Heroen und sogar einen ukrainischen Feldherrn besang, die Entwicklung der romantischen Orchestermusik zu neuen Ufern. Was alle Welt schätzte - bis die Politik ins Spiel kam. Wir hören Aufnahmen mit den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan (DG - ,,Les Preludes" und ,,Mazeppa") und London Philharmonic unter Bernard Haitink (Philips).
  • Taktlos to go: „Air on the G-String“ ist von Bach - oder doch nicht? 15.08.2026 32min
    Ein Geiger machte aus einer Bach-Melodie erst einen Stunt – und dann einen Welthit. Wer braucht schon mehr als eine Geigensaite? Und dann: Welches Stück liegt diesem Virtuosen-Akt zugrunde?
  • Musiksalon: „Ariadne auf Naxos“, die seltsamste aller Opern (Wiederholung) 08.08.2026 43min
    Ariadne in Salzburg, Ariadne demnächst auch in Wien. Das Werk hat Hochkonjunktur, Primadonnen möchten die Titelpartie singen, schrecken aber im letzten Moment davor zurück... Wir begeben uns auf die Spuren dieses ungewöhnlichen Werks, das eigentlich ein Amalgam aus einer Molière-Komödie und einer klassischen Oper darstellt: Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss waren 1912 nicht erfolgreich mit diesem kühnen Konzept für ihren Lieblingsregisseur, Max Reinhardt. 1916 kam in Wien eine Neufassung zur Uraufführung. Die kennt man gut. Eine Spurensuche nach der Salzburger und Wiener Aufführungstradition und den erstaunlichen Entdeckungen, die man in der Urfassung des Werks machen kann.
  • Taktlos to go: Beethovens „Für Elise“ ist fürwahr ein Rätsel 01.08.2026 27min
    Wer war Elise? Jeder kennt das Klavierstück, aber niemand weiß, wer ihm seinen Titel gab. Wir ermitteln.
  • Worum es in Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ wirklich geht 25.07.2026 1h 3min
    Gold, Götter, Größenwahn: Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz analysieren Wagners Fantasy-Saga in Opernform. Teil 5 von 5 unserer Reihe zu 150 Jahren „Ring“.
  • 150 Jahre „Ring“ – Götterdämmerung 18.07.2026 34min
    Teil 4 von 5: Mit der "Götterdämmerung" geht Wagners Tetralogie zu Ende. Zu hören sind Ausschnitte aus dem ersten Stereo-Mitschnitt einer Aufführung bei den Bayreuther Festspielen unter Joseph Keilberth (1955) in legendärer Besetzung: Wolfgang Windgassen ist der Siegfried, Astrid Varnay die Brünnhilde.
  • 150 Jahre „Ring“ – Siegfried 11.07.2026 46min
    Teil 3 von 5: Der "zweite Tag" von Wagners Nibelungen-Drama hat viele komödiantische Elemente, wenn auch auf tragischem Fundament. Jedenfalls entscheidet sich in der Geschichte vom märchenhaften Drachentöter das Schicksal des Gottes Wotan endgültig. Dessen letzter Versuch einer Machtdemonstration misslingt. Zu hören sind Ausschnitte aus dem ersten Stereo-Mitschnitt einer Aufführung bei den Bayreuther Festspielen unter Joseph Keilberth in legendärer Besetzung: Wolfgang Windgassen als Siegfried, Astrid Varnay als Brünnhilde, Hans Hotter als Wotan, Gustav Neidlinger als Alberich und Paul Kuen als Mime. Maria von Ilosvay sang die Erda, Ilse Hollweg den Waldvogel und Josef Greindl den Fafner. (Label: Testament)
  • 150 Jahre „Ring“ – Die Walküre 04.07.2026 42min
    Teil 2 von 5: Im Musiksalon beleuchten wir jene Punkte des Geschehens, an denen die Handlung szenisch und/oder musikalisch entscheidende Impulse erhält, sich dreht oder verdichtet. Mit dem Gewittersturm am Beginn der „Walküre“ führt uns Wagner in die Menschenwelt, die von den mythischen Göttern und Dämonen beherrscht und geprägt wird. Wir erleben, wie sich das von Wotan gezeugte Zwillingspaar Siegmund und Sieglinde ineinander verliebt, wie „Göttermutter“ Fricka im Zorn ihren Gatten Wotan davon überzeugt, dass er damit eine rote Linie überschritten hat, die zum Untergang der Götter führen muss – und wie Wotan seine Lieblings-Walküre Brünnhilde, die er mit der alleswissenden Urmutter Erda gezeugt hat, davon abzubringen versucht, seinen eigenen Wunsch in die Tat umzusetzen. Brünnhilde aber folgt dem Gebot der Liebe und wird von ihrem Vater für diesen Ungehorsam bestraft; und doch begreifen wir: Am Ende wird das Herrschaftsgebäude, das auf Lug und Betrug gebaut ist, nicht standhalten. Die Musikbeispiele liefert die erste Stereo-Gesamtaufnahme der „Walküre“, die 1961 unter Erich Leinsdorfs Leitung in London im Studio entstanden ist (RCA). Zu hören sind: Siegmund: Jon Vickers, Sieglinde: Gré Brouwenstijn, Wotan: George London, Brünnhilde: Birgit Nilsson und Fricka: Rita Gorr.
  • 150 Jahre „Ring“ – Das Rheingold 27.06.2026 37min
    Teil 1 von 5: Am Beginn fließt der Rhein, die unberührte Natur – doch kaum öffnet sich der Vorhang über dem "Vorabend" von Richard Wagners Tetralogie "Der Ring des Nibelungen", bemächtigen sich finstere Mächte ihrer Schätze und die Welt wird zum Spielball rücksichtsloser Machtgier. Die mythische Ordnung der Götter, Riesen und Zwerge gerät aus dem Gleichgewicht. Teil 1 einer Serie über Richard Wagners ehrgeiziges Menschheitsdrama, das 1876 in Bayreuth zur Uraufführung kam. Eine Handreichung für Wagnerverrächter, Wagnerverehrer und Neugierige, die noch nicht wissen, auf welche Seite sie sich schlagen werden. Die Musikbeispiele stammen aus der legendären ersten Studioaufnahme des Werks durch die Wiener Philharmoniker unter Georg Solti (Decca) mit George London als Wotan und Gustav Neidlinger als dessen Gegenspieler Alberich, der den "Ring" aus dem geraubten Rheingold schmiedet – und dann verflucht ...
  • Der Hummelflug – wo fliegt sie hin, wo kommt sie her? 20.06.2026 29min
    Rimski-Korsakows „Hummelflug“, eine der berühmtesten Rasereien der Klassik, spornt Leistungsmusiker zu Geschwindigkeitsrekorden an. Aber was steckt dahinter?
  • Musiksalon: Romeo und Julia, skizziert von Shakespeare, ausgemalt von Prokofieff 13.06.2026 44min
    Eine Erkundungstour durch ein aufregendes Ballett.
  • Improvisation: Wann hat die Klassik aufgehört, spontan zu sein? 06.06.2026 45min
    Die Jazzmusiker, Rocker und Rapper müssen es können, die „Klassiker“ scheinen es längst verlernt zu haben: das Improvisieren. Dabei wären auch sie oft genug gefordert, spontan zu (re)agieren.
  • Musiksalon: Beethovens Pastorale - von wegen Sommerfrische 30.05.2026 41min
    Die Sechste Symphonie gilt als kleine, harmlose Schwester der Fünften, der sogenannten Schicksals-Symphonie. Beethoven beschreibt plötzlich das biedermeierliche Landleben und das "Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande" - aber der Schein trügt. Auch wo die Vöglein zwitschern, walten höhere Mächte!
  • „Also sprach Zarathustra“: So klingt der Beginn von etwas Großem 23.05.2026 46min
    Klingt so das Weltall? Ein Sonnenaufgang? Gar Philosophie zum Hören? Wofür Richard Strauss’ berühmte Tondichtung wirklich steht.
  • Lobet die Eurovision-Hymne! Warum ein „Te Deum“ den Song Contest einläutet 14.05.2026 40min
    Kirchenmusik beim ESC? Die Fanfare, die vor allen Eurovisionssendungen erklingt, ist vom französischen Barockkomponisten Marc-Antoine Charpentier. Und eigentlich ein Gotteslob.
  • Musiksalon: Carl Orff. Die anderen Carmina! 09.05.2026 35min
    Catulli Carmina – der lyrische Bruder der berühmten Carmina burana, viel weniger bekannt, aber nicht minder fesselnd! Eine Liebesgeschichte Marke Carl Orff.

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