F.A.Z. Digitalwirtschaft

F.A.Z. Digitalwirtschaft

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Страна Германия
Язык DE
Эпизодов 418
Последний 11.09.2026

Im Podcast "F.A.Z. Digitalwirtschaft" (früher FAZ D:ECONOMY) sprechen die Redakteure der FAZ über neue Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft, in der Industrie 4.0 - und in der Technik. Wir diskutieren miteinander und auch mit Gästen – dabei ordnen wir die aktuellen Themen rund um Digitalisierung und Technologie ein. Dabei geht es nicht nur um Bits und Bytes, sondern auch um einen größeren gesellschaftlichen Kontext.

Эпизоды

  • Software statt Schraubenschlüssel: Wohin steuert die Autobranche? 11.09.2026 40мин
    Das Autoleben dauert immer länger. Elf Jahre alt sind die Fahrzeuge auf deutschen Straßen, der Wert steigt kontinuierlich an. Parallel dazu nimmt die Digitalisierung des Automobils beständig zu, manch einer redet gar von „Software-defined Vehicle“, einem Fahrzeug, dessen Funktion vollständig über Bits und Bytes sichergestellt wird. Beide Trends in Einklang zu bringen, ist schon für die Autohersteller eine große Aufgabe. Erst recht gilt dies für den Autohandel und dessen Service-Geschäft. Leitmesse für diese Branche ist die Automechanika in Frankfurt, dort haben wir zwei Experten mit unterschiedlichen Perspektiven zum Werkstattgespräch gebeten. Philipp Kupferschmidt arbeitet seit 20 Jahren für den IT-Beratungskonzern Accenture, seit vier Jahren verantwortet er dort als Geschäftsführer das Automobilgeschäft im deutschsprachigen Raum. Kupferschmidt geht in den Entwicklungsabteilungen der Hersteller ein und aus und weiß daher, wo der Schuh drückt. Seine Vision: Ein Auto per Updates über zwanzig Jahre auf dem neuesten Stand zu halten. Burkhard Weller ist Unternehmer. 1979 verkaufte er in Osnabrück ein erstes Auto, einen Toyota Corolla, als geschäftsführender Gesellschafter gehört ihm mit der Weller-Gruppe verkauft er an 42 Standorten Auto diverser Marken, von BMW bis zu BYD. Zudem führt er den im vergangenen Jahr gegründeten Verband der Autohändler Deutschlands (VAD). Weller sieht in der Digitalisierung eine große Herausforderung für das Servicegeschäft, auch weil die Hersteller versuchen, ihre eigene Wertschöpfung auszubauen.
  • Er sorgt dafür, dass Maschinen mit Maschinen sprechen können 04.09.2026 51мин
    Wer an Unternehmen der Chip- und Automatisierungsindustrie denkt, kommt nicht unmittelbar auf Okriftel. Der Hattersheimer Stadtteil im Main-Taunus-Kreis ist ein eher ruhiger Ort am Main, kein Hightech-Hotspot. Mit einer Ausnahme: Hinter Supermärkten, beinahe versteckt, steht ein weißes Gebäude mit rot gerahmten Fenstern. Darin arbeiten Softwareentwickler, Hardwareingenieure und Mitarbeiter einer eigenen Fertigung an einer Technologie, ohne die viele moderne Fabriken nicht funktionieren würden.
  • Meta, Nvidia, Bill Gates und das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz 28.08.2026 37мин
    Erst der Milliarden-Vergleich zwischen dem Internetkonzern Meta und zahlreichen amerikanischen Bundesstaaten, dann die überwältigenden Geschäftszahlen des KI-Unternehmens Nvidia, und schließlich ein Aufsatz des Microsoft-Mitgründers Bill Gates über Künstliche Intelligenz: Wie in einem Brennglas hat diese Woche gezeigt, in welchem Spannungsfeld sich die Digitalisierung gegenwärtig befindet. Da ist zunächst der spektakuläre und vermutlich auch historische Vergleich, den die Facebook-Muttergesellschaft geschlossen hat. Ihr warfen zahlreiche amerikanische Bundesstaaten vor, Kinder süchtig zu machen mit den Angeboten mit schädlichen Folgen. Schon kurz nach dem Prozess-Auftakt erklärt sich das von Mark Zuckerberg geführte Unternehmen bereit, Milliarden zu zahlen und wichtige Einstellungen der Angeboten zu ändern – der Zugriff von Kindern und Jugendlichen wird auf zwei Stunden am Tag beschränkt, nachts abgeschaltet. Was auf den ersten Blick eindrucksvoll aussieht, hinterlässt bei näherem Hinsehen durchaus Fragezeichen. Und was folgt daraus für Europa und andere Teile der Welt? Der Nvidia-Konzern verdient wiederum weiterhin prächtig. Er meldete eine Umsatzverdopplung, einen Rekordgewinn und stellte weiter ein brummendes Geschäft in Aussicht. Die Anleger reagierten begeistert. Doch auch hier bleiben Fragen: Wie nachhaltig ist die zunehmend bedeutendere Rolle des Unternehmens als "Hausbank der KI", die wichtige Abnehmer mitfinanziert? Und wann führen die enorm hohen Margen dazu, dass der Wettbewerb zunimmt und andere Chip-Hersteller besser konkurrieren können? Und schließlich legt Bill Gates einen umfassenden Aufsatz zu den Folgen der Künstlichen Intelligenz vor. Er warnt vor dramatischen Arbeitsplatzverlusten, noch schlimmeren Cyberangriffen und anderen kriminellen Folgen und auch davor, wie schädlich Chatbots für Kinder sein können. Seine Gedanken bilden so etwas wie eine Metaebene oder Klammer für die konkreten Fakten, die Meta und Nvidia präsentierten. Gates warnt: Wir sind zu schlecht vorbereitet auf das, was kommt. Über all das sprechen wir in dieser Episode.
  • Wie klappt das mit der Künstlichen Intelligenz wirklich, Herr Reichen? 21.08.2026 37мин
    Dass Künstliche Intelligenz die Schlüsseltechnologie ist, die über Erfolg und Misserfolg der allermeisten Unternehmen entscheiden wird, ist längst bekannt. Große und kleine Firmen adressieren das Thema inzwischen allerorten, gründen KI-Teams oder ganze KI-Abteilungen, starten Pilotprojekte oder sind schon viel weiter. Doch wovon hängt eigentlich ab, ob das klappt? Und scheitert? Nico Reichen ist Partner der Unternehmensberatung PWC in Deutschland und berät genau in diesen Fragen. KI ist eine Führungsaufgabe für alle und kein Nischenthema der IT-Abteilung, sagt er. Und macht auch deutlich, wo der Nachholbedarf am größten ist: Den normalen Angestellten gibt er im Schnitt die Note 3 in der KI, den KI-Anbietern hierzulande die Note 2 – den Führungskräften die Note 4. Denn die müss(t)en den richtigen Umgang erstens persönlich vorleben. Und zweitens eine überzeugende Strategie anbieten. Für Reichen ist wichtig: Es geht nicht so sehr um eine KI-Strategie für ein Unternehmen, zunehmend macht KI wesentlich die gesamte Geschäftsstrategie aus. Er spricht über seine Erfahrung im Alltag der Kunden. Und verrät auch, wo KI in PWC drinsteckt inzwischen.
  • Wenn Halbleiter-Angestellte für höhere Löhne streiken 14.08.2026 35мин
    Wenn wir an Streiks und Gewerkschaften in der Metall- und Elektroindustrie denken, haben wir oft ein klassisches Bild vor Augen: das Fließband, die Werkshalle, den traditionellen Autobauer. Doch die Arbeitswelt wandelt sich – und mit ihr auch der Arbeitskampf. Zu sehen war das unlängst im beschaulichen Roßdorf südlich von Darmstadt. Dort standen Menschen mit IG-Metall-Fahnen und roten Westen auf der Straße, die beispielsweise promovierte Chemiker sind, die Software entwickeln und Hochtechnologie-Lösungen für die globale Halbleiterindustrie entwickeln. Sie arbeiten für Zeiss SMT, eine Sparte des Optik-Konzerns, die vom gegenwärtigen KI-Boom profitiert. Und trotzdem – oder gerade deshalb? – knirscht es dort gewaltig. Die Belegschaft fordert einen Tarifvertrag und die 35-Stunden-Woche. Wir erzählen, was dahintersteckt. Was passiert, wenn Start-up-Kultur auf Konzernstrukturen trifft und warum dieser lokale Konflikt symptomatisch für die aktuelle Debatte um Arbeitszeiten in Deutschland ist.
  • Wie geht es Bitpanda und Bitcoin, Herr Enzersdorfer-Konrad? 07.08.2026 39мин
    Wie schlagen sich Kryptoanlagen wie der Bitcoin gerade? Und gibt es europäische Unternehmen, die in diesem Geschäft aktiv sind? Bitpanda ist eine digitale Investmentplattform mit Sitz in Wien, gegründet im Jahr 2014. Nutzer können dort – abhängig von ihrem Wohnsitz und dem jeweiligen Produkt – verschiedene Anlageklassen handeln. Dazu zählen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum, aber auch Aktien und ETF. Lukas Enzersdorfer-Konrad ist der gegenwärtige Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, das in den vergangenen Jahren deutlich größer geworden ist. Er spricht über die Entwicklung der Plattform, wer dort handelt (nicht nur Jüngere!) und wie seiner Ansicht nach Kryptoanlagen in ein normales Porfolio gehören. Natürlich sagt er auch, wie es um einen möglichen Börsengang steht, wo er KI einsetzt. Und schließlich, welches Geschäft Bitpanda als technologischer Infrastrukturanbieter mit Finanzinstituten macht.
  • KI-Schock aus China: Chance für Deutschland? 31.07.2026 32мин
    Vielleicht stimmt die Prämisse nicht mehr: Ohne die Hochleistungschips des amerikanischen Chipherstellers Nvidia und Chip-Produktionsmaschinen von ASML, so denkt man, aus Europa geht in der Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) nichts. Folglich wollte die amerikanische Regierung mit Exportkontrollen für solche Produkte Peking vom Fortschritt in dieser Technologie abhängen. Doch die Sanktionen haben die chinesischen Entwickler nicht gestoppt. Nach dem Prinzip Wüstenblume (wenig Wasser, grandiose Blüte) wurde stattdessen die Kreativität angeregt.
  • Gerät die KI jetzt außer Kontrolle, Herr Krüger? 24.07.2026 34мин
    Künstliche Intelligenz des amerikanischen KI-Anbieters OpenAI hat Schwachstellen in einer Software entdeckt, sich den Weg aus einem firmeninternen Netzwerk ins Web geebnet und dann eine Internet-Plattform angegriffen – was wie Science Fiction klingt, ist nun tatsächlich passiert. Der Vorfall alarmierte Wissenschaftler, die Bundesregierung und auch das für die Cybersicherheit zuständige BSI. Die Rede ist von einem "Paradigmenwechsel".
  • Wie gefährlich ist Social Media für Kinder, Herr Korte? 17.07.2026 33мин
    Die Europäische Union wird soziale Medien strenger regulieren für Kinder und Jugendliche. Verbote für bestimmte Altersgruppen und eingeschränkter Zugang für andere stehen auf der Tagesordnung. "Soziale Medien sind kein Spielzeug", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, als sie zu Wochenbeginn die Empfehlungen von Fachleuten vorstellte. Und die EU steht nicht alleine. Australien hat im vergangenen Jahr soziale Medien für Jugendliche untersagt, die jünger als 16 Jahre alt sind, China schränkt den Zugang schon länger ein, Großbritannien befasst sich damit.
  • Als John McCarthy den Begriff Künstliche Intelligenz erdachte 09.07.2026 42мин
    Über intelligente Maschinen und Technik, die das Gehirn nachbilden kann, denken die Menschen schon seit Menschengedenken nach. Wer heute danach fragt, wann die Künstliche Intelligenz entstand, wird indes häufig auf ein Ereignis im Jahr 1956 verwiesen, einen Sommer-Workshop am Dartmouth College im amerikanischen Bundesstaat New Hampshire. Dort trafen sich Forscher, die sich mit der Frage beschäftigten, ob sich menschliche Denkprozesse prinzipiell präzise beschreiben und maschinell rekonstruieren lassen.
  • Wie Roboter, KI und digitale Zwillinge den Bau retten sollen 02.07.2026 30мин
    Der deutsche Immobilienmarkt im Jahr 2026 hat sich zwar konsolidiert und die Bauzinsen haben sich in einem Korridor zwischen 3,5 und 4,0 Prozent eingependelt – doch das fundamentale Problem bleibt ungelöst: Es herrscht Wohnungsmangel. Hohe Baukosten und der Fachkräftemangel sorgen dafür, dass die Neubauziele verfehlt werden.
  • Wie wir das Vertrauen in die Technik retten 25.06.2026 39мин
    Auf der einen Seite treiben Innovationen wie die Künstliche Intelligenz die Wirtschaft voran. Auf der anderen Seite wachsen die Verunsicherung und das Risiko durch Cyberkriminalität, Deepfakes und geopolitische Abhängigkeiten. Wie gelingt der Spagat zwischen technologischer Spitzenleistung und gesellschaftlichem Vertrauen? In der aktuellen Folge des F.A.Z. Digitalwirtschaft Podcasts begrüßten wir einen Gast, der wie Perspektiven im Auge behalten muss. Ralf Wintergerst ist nicht nur Vorsitzender der Geschäftsführung des Münchner Traditions- und Sicherheitstechnologiekonzerns Giesecke+Devrient (G+D), sondern auch Präsident des Digitalverbands Bitkom. Europa sieht sich in der Zange zwischen den USA und China. Wie sensibel dieses Gleichgewicht ist, zeigte sich erst Mitte Juni, als der US-amerikanische KI-Anbieter Anthropic auf Anweisung der US-Regierung sein leistungsfähigstes Modell für ausländische Nutzer sperrte. Im Podcast plädiert Wintergerst für eine Stärkung der europäischen Digitalsouveränität – nicht als Abschottung, sondern als fundamentale Absicherung der eigenen Handlungsfähigkeit. Zugleich warnt er davor, stets schwierige Vergleiche mit Amerika und China anzustellen. Zudem geht es um den Digitaltag am kommenden Freitag, dem 26. Juni 2026. Das diesjährige Motto lautet: „Digitale Sicherheit: Verstehen. Vermitteln. Vertrauen.“ Getragen von der Initiative „Digital für alle“, in der sich auch der Bitkom stark engagiert, als Medienpartner unterstützt von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, soll der Aktionstag technische Komplexität abbauen und digitale Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen erreichbar machen. Der Bitkom flankiert den Digitaltag daher mit praxisnahen Formaten: Gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) werden Webinare zur Erkennung von KI-Betrug angeboten. Zudem öffnet der Verband seine Berliner Geschäftsstelle für ein Digitaltags-Festival, bei dem Ehrenamtliche praktische Technikhilfe leisten – bis hin zur Möglichkeit, im mobilen Bürgeramt spontan und ohne Termin einen neuen Reisepass zu beantragen.
  • Warum fällt Unternehmen die Digitalisierung so schwer, Herr Buhrmann? 19.06.2026 38мин
    Peter Buhrmann ist seit dem September des vergangenen Jahres Deutschland-Chef des IT-Beratungsunternehmens GFT Technologies. Zu dessen Kunden zählen vor allem auch Banken und Versicherer, also Unternehmen aus strenger regulierten Branchen. Die Künstliche Intelligenz setzt gegenwärtig aber nahezu jeden Anbieter unter Druck, große Konzerne, kleine und mittelgroße Unternehmen, Dienstleister und Industrie. Sie müssen mitunter alte Software-Systeme und Datenbanken auf neue Plattformen überführen - und das während des laufenden Betriebs. Wie geht das richtig? Was sind die Fallstricke? Und wie schlägt sich Deutschland eigentlich insgesamt in der Digitalisierung? Wie können und müssen wir unabhängiger werden auch von amerikanischen Tech-Anbietern. Über all das sprechen wir in diesem Podcast. Und nicht zuletzt über die Frage, wie eigentlich die GFT ihre Mitarbeiter in der KI besser aus- und weiterbildet.
  • Warum gibt es keinen deutschen Batteriehersteller, Herr Winter? 12.06.2026 53мин
    Die Batterie ist eine Schlüsselkomponente des Elektrofahrzeugs. Deutschland braucht eine integrierte Zell- und Batteriesystemproduktion. Diese zwei Sätze stammen aus dem Jahr 2010, sie stehen im ersten Zwischenbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität, die von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ins Leben gerufen wurde. Die Erkenntnis ist also nicht neu. Doch mittlerweile ist der Weltmarkt für Batteriezellen fest in chinesischer Hand. In Deutschland scheiterten die meisten Versuche, eine Produktion aufzubauen. Spektakulär war das Aus für Northvolt im vergangenen Jahr, trotz hoher dreistelliger Millionenförderung. Zwar gibt es in Thüringen eine Fabrik, die Akkus in hohen Stückzahlen produziert. Sie gehört allerdings CATL, einem chinesischen Hersteller, der allein rund 40 Prozent des Weltmarkts bedient. Alle Hoffnung ruht nun auf einem Projekt der Volkswagen-Tochtergesellschaft PowerCo in Salzgitter. Wie es so weit kommen konnte, und warum wir die Hoffnung auf eine von China unabhängige Industrie trotzdem nicht aufgeben sollten, diskutieren wir in dieser Folge des Podcasts Digitalwirtschaft mit Professor Martin Winter. In der Autoindustrie wird der Elektrochemiker auch als „Batteriepapst“ bezeichnet, er forscht seit 30 Jahren an Akkus und war vom ersten Tag an Mitglied der Nationalen Plattform. Hauptberuflich ist er Wissenschaftlicher Direktor des MEET, des Batterieforschungszentrums der Universität Münster, das er selbst aufgebaut hat. Die Ursache für den Status quo sieht Winter zu wesentlichen Teilen im Beharrungsvermögen der deutschen Industrie sowie in der Illusion, man könne dauerhaft auf einen fairen Welthandel setzen. „Das haben wir selber zu verantworten“, sagt Winter. Eine profitable Produktion von Batterien setze voraus, dass man hohe Stückzahlen mit geringen Fehlerquoten erreicht. Dies aber sei nur mit entsprechender Erfahrung möglich. Deshalb rät Winter dazu, mit der Produktion so rasch wie möglich anzufangen. „Die Chancen sind da“, man müsse dafür jedoch das System so umbauen, dass weniger Verluste in Bürokratie und Regularien auftreten.
  • Milliarden für den Wandel 04.06.2026 42мин
    Die deutsche Industrie steht vor einer Mammutaufgabe. Die Digitalisierung traditioneller Schlüsselbranchen und die gleichzeitige Dekarbonisierung erfordern enorme Kapitalsummen zu einer Zeit, in der sich das makroökonomische Umfeld fundamental gewandelt hat. Marcus Schenck, Co-Head Investment Banking für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei der renommierten Investmentbank Lazard, kennt beide Seiten dieses Spannungsfeldes wie kaum ein Zweiter. Nach prägenden Stationen bei McKinsey und Goldman Sachs lenkte er als Finanzvorstand die Geschicke des Energiekonzerns E.ON und später als CFO und Vize-Chef die der Deutschen Bank. Diese seltene Kombination aus tiefer Konzernpraxis und internationaler Investmentbanking-Expertise schärft seinen Blick für die aktuellen tektonischen Verschiebungen im M&A-Geschäft. Fusionen und Übernahmen dienen den Unternehmen heute immer seltener dem reinen Größenzuwachs, sondern fungieren als überlebenswichtiges Werkzeug, um sich fehlendes technologisches Know-how und digitale Innovationskraft radikal schnell einzukaufen. Wie tiefgreifend sich die Rahmenbedingungen für solche Geschäfte verändert haben, wurde soeben auf der SuperReturn-Konferenz in Berlin greifbar, dem wichtigsten Treffpunkt der Private-Equity- und Venture-Capital-Szene. Auch Schenck berichtet von einer spürbar größeren Selektivität unter den internationalen Geldgebern. Investoren prüfen Geschäftsmodelle kompromisslos auf ihre Profitabilität und Resilienz. Und dennoch ist die Liquidität im Markt alles andere als ausgetrocknet – sie fließt nur ungleich fokussierter. Allen voran steht Künstliche Intelligenz (KI) als branchenübergreifender Produktivitätshebel. Wie deutsche Schlüsselindustrien in diesem harten, hochselektiven Wettbewerb um die Transformationsmilliarden bestehen können, entschlüsselt dieses Podcast-Gespräch.
  • Digitale Meilensteine bei FAZ.NET 28.05.2026 38мин
    Das Jahr 2026 steht bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung abermals im Zeichen tiefgreifender digitaler Innovationen, die in den vergangenen Monaten in zwei großen Meilensteinen für unsere Leser sichtbar geworden sind. Mitte Mai wurde auf FAZ.NET und in der App der neuen digitale Themenschwerpunkt „Besser leben“ gestartet. Dieser Bereich, in dem unter anderem das bisherige Ressort Stil aufgegangen ist, bietet den großen lebensweltlichen Themen von Psychologie und Gesundheit bis hin zu Liebe und Familie eine neue, hochwertige Heimat. Wie man ein solches publizistisches und gestalterisches Großprojekt im Newsroom erfolgreich umsetzt, ist ein Thema in der aktuellen Folge des FAZ-Digitalwirtschaftspodcasts mit zwei Kollegen: Cai Tore Philippsen, Redaktionsleiter von FAZ.NET, und Robert Wenkemann, Art Director Digital. Gemeinsam beleuchten wir, wie es gelingt, klassische F.A.Z.-Werte wie journalistische Tiefe und sorgfältige Einordnung auf Ratgeberthemen zu übertragen und diese visuell durch großformatige Bilder und eine nahtlose Nutzererfahrung auf allen Endgeräten erlebbar zu machen. Neben den inhaltlichen Neuerungen geht es um das im März eingeführte Abonnementmodell „FAZ+ Premium“. Dieses Angebot richtet sich an Nutzer mit höchsten Ansprüchen und bietet neben einer komplett werbefreien Leseerfahrung auch ein praktisches Sharing-Modell für bis zu vier Nutzerkonten. Im Podcast erläutert Wenkemann, wie sehr sich das Nutzungserlebnis auf der Website und in der App durch den Wegfall klassischer Werbeanzeigen wandelt und wie die Premium-Inhalte transparent gekennzeichnet werden, ohne den Leser zu überfordern. Philippsen beschreibt die strategischen Überlegungen hinter dem neuen Modell. Dabei geht es unter anderem um die gezielte Auswahl der vier exklusiven Premium-Newsletter zu den Themen Finanzen, Digitalwirtschaft, Weltwirtschaft und Recht sowie um die Frage, wie das neue Sharing-Angebot auf das konkrete Nutzerbedürfnis nach mehr Familientauglichkeit bei digitalen News-Abos einzahlt. Dass sich diese Ausrichtung auf Qualität und nutzerzentriertes Design auszahlt, zeigt nicht zuletzt der Gewinn des INMA Global Media Awards für unsere News-App „Der Tag“ im Mai dieses Jahres. Darüber geht es um einen Blick auf die Daten: Treiben spezifische, tiefgründige Themen wie das Mikrobiom oder Narzissmus bei Kindern tatsächlich Abos an, und wie bewältigt die Redaktion den täglichen Balanceakt zwischen der nötigen Reichweite und der Bezahlschranke? Abschließend wagen Philippsen und Wenkemann einen Ausblick, von welchen weiteren digitalen Innovationen der F.A.Z. wir in diesem Jahr noch sprechen werden.
  • SpaceX geht an die Börse – was steckt alles in dem Unternehmen? 22.05.2026 37мин
    Das amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX hat seinen mit Spannung erwarteten Börsenprospekt vorgelegt. Damit hat es erstmals ausführliche Finanzdaten und Informationen über seine Eigentümerstruktur veröffentlicht. SpaceX präsentiert sich in dem Dokument als wachstumsstarkes Unternehmen, was insbesondere seiner Satellitensparte Starlink zu verdanken ist. Allerdings weist SpaceX im Moment auch hohe Verluste aus. Eine besonders bemerkenswerte Erkenntnis aus dem Börsenprospekt ist, mit welcher Machtfülle SpaceX den Unternehmenschef Elon Musk ausgestattet hat. Das Unternehmen hat zwei Klassen von Aktien mit unterschiedlichen Stimmrechten. Musk hält eine überwältigende Mehrheit der privilegierten B-Aktien, die jeweils zehn Stimmrechte haben. Die gewöhnlichen Aktionäre werden A-Aktien mit jeweils einem Stimmrecht bekommen. Insgesamt hält Musk 85 Prozent der Stimmrechte an SpaceX. Musk hat außerdem dafür gesorgt, dass er praktisch unkündbar ist. Im Börsenprospekt heißt es, er könne nur von den Inhabern der B-Aktien von seinen Positionen als Vorstandschef und Vorsitzender des Verwaltungsrats entfernt werden. Da er selbst die Mehrheit an diesen Aktien hält, führt also kein Weg an ihm vorbei. SpaceX strebt angeblich eine Marktkapitalisierung von 1,75 Billionen Dollar an und würde damit aus dem Stand zu den zehn wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt gehören. Für einen Börsendebütanten ist SpaceX schon vergleichsweise alt. Das Unternehmen wurde im Jahr 2002 gegründet. Es bewegt sich freilich in einer schwierigen Branche, die keine schnellen Durchbrüche verheißt. In seinen frühen Jahren hat es kaum Umsätze erzielt und musste viele Rückschläge hinnehmen, eine Reihe von Raketenstarts scheiterten. Nach und nach wurde Space X aber zum Vorzeigeunternehmen der amerikanischen Raumfahrtindustrie und etablierte sich als zentraler Partner der US-Raumfahrtbehörde NASA. Das Unternehmen hat Meilensteine für die ganze Branche erreicht und es zum Beispiel zur Routine gemacht, Trägerraketen nach absolvierten Missionen heil zur Erde zurückzubringen und wiederzuverwerten, was erhebliche Kostenersparnisse bringt. Wir diskutieren in dieser Folge all das – und auch, wieso im Börsenprospekt von einer Siedlung auf dem Mars die Rede ist, und warum Elon Musk mehr Geld bekommt, wenn sie errichtet ist.
  • Unsere digitale Souveränität hängt von vier Dingen ab 15.05.2026 44мин
    Der Fortschritt in der Künstlichen Intelligenz ist eine Sache, wie sehr wir diese Schlüsseltechnologie selbst produzieren und beherrschen (können) eine andere. Dabei geht es gegenwärtig genau darum: Deutschland und Europa wollen spitzentechnologisch weniger abhängig sein von den Vereinigten Staaten und China. Sie wollen den etablierten großen Internetunternehmen wie Google, Microsoft oder Amazon eigene Angebote entgegensetzen, die konkurrenzfähiug sind. Doch was heißt technologische Souveränität eigentlich konkret? Der Informatiker Antonio Krüger nennt vier Kriterien. Krüger ist der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), das sich an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis befindet: Seine Direktoren sind Professoren an Universitäten und unterrichten dort – zugleich entwickelt das DFKI für Unternehmen und die öffentliche Verwaltung KI. Mit Krüger haben wir auf der Konferenz "Block im Park gesprochen", im Stadion des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, der dieses Tech-Treffen zum fünften Mal ausgerichtet hat. Digital souverän ist laut Krüger, wer selbständig entsprechende Rechenzentren bauen und betreiben kann, ebenso die dafür nötigen Computerchips, die Kommunikationsnetze und schließlich die KI-Modelle. Deutschland und Europa sieht er auf einem der drei Felder wirklich ordentlich positioniert: auf dem der Kommunikationsnetze. Im Bereich der Rechenzentren gäbe es Nachholbedarf, auch wenn die Schwarz-Gruppe und die Deutsche Telekom inzwischen eigene Projekte realisieren. Auch in der Chip-Produktion hänge Europa zu stark von den führenden amerikanischen Anbietern ab, und im Bereich der leistungsfähigsten KI-Modelle ebenfalls. Ändern lasse sich das nur, wenn Staat und Wirtschaft sich besser und langfristiger koordinieren, am besten europaweit. Krüger thematisiert in dieser Folge aber auch, wie weit die Computer inzwischen wirklich sind. Sie haben stark aufgeschlossen zum Gehirn, überflügeln den Menschen auch in immer mehr Domänen. Nach wie vor gebe es aber auch große Unterschiede – und zwar nicht nur darin, wie kompetent Rechner und Gehirn sind, sondern auch, wie sie zu ihren Ergebnissen kommen. Über all das und mehr sprechen wir in dieser Episode und diskutieren mit den Zuhörern im Stadion.
  • Google obenauf, Amazons Werbegeschäft brummt – und was ist mit Apple und Meta? 08.05.2026 44мин
    Die großen amerikanischen Internetunternehmen melden einen Milliardengewinn nach dem anderen. Zugleich haben sie enorme Investitionen in die Künstliche Intelligenz angekündigt, in neue Rechenzentren vornehmlich. Besonders heraus sticht gegenwärtig der Alphabet-Konzern mit seiner Suchmaschine Google. Er verzeichnet ein hohes Wachstum im Werbegeschäft ebenso wie in seiner immer wichtiger werdenden Cloud-Sparte. Die Anleger an der Börse honorieren dies mit einem außergewöhnlich starken Kursplus. Es fehlt nicht mehr viel, und Google zieht am KI-Chipkonzern Nvidia vorbei und ist das wertvollste Unternehmen der Welt. Dabei stand und steht vermeintlich gerade das Google-Kerngeschäft durch den Aufstieg von KI-Systemen wie ChatGPT unter Druck. Denn die Nutzer, so die durchaus verbreitete Sorge, könnten nicht mehr an nützlichen weiterführenden Links interessiert sein, wenn Ihre Fragen direkt von der KI beantwortet werden – und damit Google für Werbetreibende unattraktiver machen, die keine oder weniger Anzeigen schalten. Es ist anders gekommen. Google bietet eine KI innerhalb der Suchmaschine an mit dem bisherigen Effekt, dass die Nutzer noch mehr Zeit dort verbringen, nicht weniger. Außerdem wächst auch das Cloudgeschäft stark – stärker als das der beiden großen und schon länger in diesem Markt aktiven Konkurrenten Amazon und Microsoft. Die verdienen deswegen nicht schlecht. Sie überzeugen gegenwärtig aber nicht zuletzt die Anleger weniger als Alphabet. Während Alphabet im Cloud-Geschäft weiter vordringt, verdient wiederum Amazon immer besser im Werbegeschäft. Die Entscheider in Seattle haben erkannt, wie stark sich das Suchverhalten ihrer Kundschaft auch für Werbezwecke kommerzialisieren lässt. Auf diesem Feld konkurriert Amazon nun zusehends mit Google und dem Facebook-Konzern Meta. Der traditionell margenschwache Onlinehandel, die ursprüngliche Geschäftsidee hinter der Amazon-Gründung, wird verglichen mit den anderen Geschäftsbereichen hingegen immer weniger wichtig. Das Werbegeschäft floriert indes weiterhin auch im Unternehmen Meta mit seinen Social-Media-Diensten Facebook, Instagram und Whatsapp. Gründer und Vorstandschef Mark Zuckerberg hat dafür die Sparte rund um das sogenannte Metaversum deutlich zurechtgestutzt und im Gegenzug für viel Geld neue KI-Fachleute angeworben. Er erhofft sich davon, in der Künstlichen Intelligenz zu den anderen Tech-Unternehmen aufzuschließen, deren Modelle momentan leistungsfähiger sind als diejenigen aus dem Hause Meta. Und wie schlagen sich Microsoft und Apple? Und stehen die Vereinigten Staaten möglicherweise vor einer Kehrtwende in der Regulierung der Künstlichen Intelligenz, nachdem Donald Trump und seine Administration zu Beginn seiner Amtszeit noch die Devise vorgab, dieser Technologie (nahezu) keine Fesseln anzulegen? Auch darüber sprechen wir in dieser Episode.
  • Wann verschwindet das Lenkrad wirklich? Ein Gespräch mit MOIA-Chef Meyer 30.04.2026 36мин
    Sascha Meyer ist der Vorstandsvorsitzende von MOIA, dem Ride-Pooling-Unternehmen des Volkswagen-Konzerns. MOIA ist im Jahr 2019 gestartet mit dem großen Ziel, den Stadtverkehr durch Sammelfahrten zu entlasten. Millionen Fahrgäste hat das Unternehmen seitdem befördert. Doch die Wahrheit des klassischen Ride-Poolings mit menschlichen Fahrern ist auch: Es ist ein enorm kostenintensives Geschäft. Die Profitabilität ist in der gesamten Branche eine massive Herausforderung. Genau deshalb steht MOIA jetzt vor der größten Transformation seiner noch jungen Geschichte. Zusammen mit Volkswagen Nutzfahrzeuge und dem Partner Mobileye bringt MOIA den ID. Buzz AD auf die Straße – ein autonomes Fahrzeug, das einmal fahrerlos Passagiere befördern soll. Und nicht nur das: Aus dem reinen Fahrdienstanbieter für Endkunden wird zunehmend ein Technologie-Lieferant. Dieser will mit seiner sogenannten "Turnkey Solution" eine schlüsselfertige Komplettlösung für autonome Fahrdienste anbieten, die auch andere Städte und Betreiber nutzen sollen. Doch wie weit ist MOIA wirklich? Wovon hängt ab, ob das klappt? Wann verschwindet das Lenkrad also wirklich aus unseren Sammeltaxis?

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