Auf dem Weg als Anwält:in

Auf dem Weg als Anwält:in

Duri Bonin
Страна Швейцария
Язык DE
Эпизодов 818
Последний 23.09.2026

In diesem Podcast spricht Strafverteidiger Duri Bonin mit Gästen über die Praxis des Anwaltsberufs. Themen sind unter anderem die Eigenschaften guter Anwältinnen und Anwälte, die Organisation der Arbeit, der Umgang mit Klienten, Gegnern und Behörden sowie die Entwicklung von Verteidigungsstrategien. Auch die Kunst des Plädoyers wird beleuchtet. Der Podcast reflektiert die menschlichen und bisweilen allzumenschlichen Seiten des Rechtsalltags.

Эпизоды

  • Shiffrin & Co.: Warum Wissen unter Druck nicht genügt | Matchball-Momente 5 23.09.2026 11мин
    Was können Anwältinnen und Staatsanwälte von Mikaela Shiffrins Routinen unter Druck lernen? Duri Bonin übersetzt in «Matchball-Momente» Techniken aus dem Spitzensport für die Anwaltsprüfung, die erste Gerichtsverhandlung und die erste Einvernahme. Musik, Atem, ein innerer Satz und die Vorstellung des ersten Arbeitsschritts sollen helfen, auch mit Nervosität und unter Druck klar anzufangen. Geübt wird der konkrete Einstieg: zuhören, ordnen und beginnen – auch an Tagen, an denen Unruhe und Zweifel stören.
  • Überwachungsstaat Schweiz: Ein Geschenk für Kriminelle? – ein Audioessay von Duri Bonin 18.09.2026 10мин
    Mehr Überwachung, weniger Aufklärung? Duri Bonin über Proton, staatliche Datensammlung und das mögliche Eigentor der Schweizer Überwachungspolitik.
  • Überwachungsstaat Schweiz? Der Proton-Chef Andy Yen schlägt Alarm 15.09.2026 29мин
    Überwachungsstaat Schweiz? Proton-Gründer Andy Yen warnt vor der vorsorglichen Speicherung von Kommunikationsdaten und vor Behördenzugängen, die auch Angreifern Türen öffnen könnten. Im Gespräch mit Nora Markwalder erklärt er, weshalb Proton neue Infrastruktur bereits im Ausland aufbaut und stellt sich dem Einwand, dass auch Kriminelle seine Dienste nutzen. Wie viel Überwachung hilft der Strafverfolgung, und wann gefährdet sie die Sicherheit jener Menschen, die sie schützen soll?
  • Rückfallrisiko: Wie verlässlich sind die Instrumente zur Rückfallprognose? | Gefahr ist kein Gefühl 3 08.09.2026 21мин
    Wie verlässlich ist ein Instrument, das ein hohes Rückfallrisiko ausweist und damit einen weiteren Freiheitsentzug mitbegründen soll? Duri Bonin und Strafrechtsprofessor Thierry Urwyler prüfen am Beispiel einer stationären Massnahme nach Art. 59 StGB, welche Nachweise eine solche Prognose braucht. Teil 3 der Reihe «Gefahr ist kein Gefühl» behandelt Dittmann-Liste und FOTRES, erklärt den Unterschied zwischen einer Risikoreihenfolge und einer verlässlichen Prozentangabe und zeigt, weshalb Studien zur verwendeten Version, zur Personengruppe und zur befürchteten Straftat passen müssen.
  • Auf unebenem Gelände: Das Interviewbuch mit Beni Rambert 04.09.2026 4мин
    Nach dem Dokumentarfilm «SUSPEKT» erscheint mit «Auf unebenem Gelände» ein Interviewbuch über mehr als fünfzig Jahre Strafverteidigung. Beni Rambert erklärt, weshalb das Buch Raum für Erfahrungen und Grundfragen schafft, die ein Film verdichten muss. Duri Bonin spricht mit Beni Rambert und Nina Langner (Erstleserin und Verfasserin des Nachworts) über die Wirkung des Manuskripts, die Zielgruppe und die limitierte «80 für 80»-Vorzugsausgabe. Diese umfasst 80 signierte und nummerierte Exemplare und trägt die Produktion des Buches mit.
  • Würdest du Patrick F. verteidigen? Moral und Rolle im Strafprozess (Letters to a Young Lawyer 11) 02.09.2026 34мин
    «Würdest du den ehemaligen Aargauer Grossrat Patrick F. verteidigen?» Duri Bonin und Nina Langner antworten grundsätzlich: Ja. Doch die schwierigen Fragen beginnen erst danach: Wie bleibt man loyal, wenn man das, was dem Mandanten vorgeworfen wird, persönlich verabscheut – und wann kippt professionelle Distanz in eine Distanzierung vom eigenen Mandanten? Im elften Teil der Dershowitz-Reihe «Letters to a Young Lawyer» geht es um Art. 128 StPO, Loyalität ohne Kumpanei und darum, weshalb gerade schwerste Sexualvorwürfe das genaueste Verfahren verlangen. Dann verschärft sich das Dilemma: Was geschieht, wenn das Anwaltsgeheimnis mit dem Schutz eines bedrohten Menschen kollidiert?
  • Thierry Urwyler: Wie viel deiner Freiheit darf Sicherheit kosten? | Gefahr ist kein Gefühl 2 28.08.2026 8мин
    Wie hoch muss die Rückfallwahrscheinlichkeit sein, damit ein präventiver Freiheitsentzug im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung überhaupt in Betracht kommt? Wer diese Frage nur als mögliches Opfer beantwortet, hat einen Anreiz, die eigene Sicherheit hoch und die Freiheit anderer gering zu gewichten. Thierry Urwyler schlägt deshalb die Perspektive der «doppelten Betroffenheit» vor: Befragte sollen nicht wissen, auf welcher Seite der Entscheidung sie selbst stehen werden. Duri Bonin und Thierry Urwyler konkretisieren diesen Gedanken anhand von 100 vergleichbaren Personen und zeigen, weshalb eine Befragung Orientierung geben, die rechtliche Entscheidung aber niemals ersetzen kann.
  • Prof. Thierry Urwyler: Wann ist ein Rückfallrisiko «hoch»? | Gefahr ist kein Gefühl 1 27.08.2026 28мин
    Ein Gutachten bezeichnet das Rückfallrisiko als «hoch». Doch wie hoch ist hoch – und genügt diese Einschätzung, um eine stationäre therapeutische Massnahme nach Art. 59 StGB fortzuführen? Ohne bezeichnete Straftat, absolute Wahrscheinlichkeit, Zeitraum und konkretes Entlassungsszenario bleibt die Aussage rechtlich unbestimmt. Zum Auftakt der Reihe «Gefahr ist kein Gefühl» diskutiert Duri Bonin mit Strafrechtsprofessor Thierry Urwyler, was Sachverständige einschätzen können und was die zuständige Entscheidbehörde selbst beurteilen muss. Es geht um den Fünfjahreszeitraum, relative und absolute Risiken, mögliche Schwellenwerte und die Frage, welches Restrisiko eine Rechtsordnung akzeptieren darf.
  • Causa Vincenz: Die Bilanz nach acht Verhandlungstagen vor Obergericht 19.08.2026 11мин
    Nach acht Verhandlungstagen ziehen Duri Bonin und Gregor Münch Bilanz: zu einem aus ihrer Sicht gut vorbereiteten und fairen Obergericht, zur klaren Gesamtgeschichte der Staatsanwaltschaft und zu Verteidigungsplädoyers, deren tatsächliche Tragfähigkeit sich ohne Aktenkenntnis nicht abschliessend beurteilen lässt. Nun beginnt die nicht öffentliche Urteilsberatung. Die Folge erklärt, wie das Obergericht offene Verfahrensfragen und Beweisanträge prüft, Geschäft für Geschäft den Sachverhalt feststellt und diesen rechtlich einordnet – und weshalb das Beweisverfahren nochmals geöffnet werden könnte.
  • Causa Vincenz: Wie Vincenz und Stocker das letzte Wort nutzen 19.08.2026 8мин
    Pierin Vincenz spricht rund 90 Sekunden und bittet um Freispruch. Beat Stocker wählt für sein Schlusswort einen längeren, persönlich geprägten Auftritt, der auf Duri Bonin und Gregor Münch spontan wirkt. Ein weiterer Beschuldigter bittet das Obergericht, sein damaliges Handeln anhand seines damaligen Wissens zu beurteilen. Unmittelbar nach den zweiten Parteivorträgen vergleichen die beiden Strafverteidiger diese unterschiedlichen Formen des letzten Wortes. Sie erklären, weshalb Art. 347 StPO eine persönliche Erklärung erlaubt, aber kein zweites Plädoyer eröffnet – und warum Kürze, Vorbereitung und Spontaneität in diesem letzten Verfahrensmoment heikel sein können.
  • Causa Vincenz: Lorenz Erni fordert einen Freispruch 14.08.2026 11мин
    Die Staatsanwaltschaft fordert sechs Jahre Freiheitsstrafe für Pierin Vincenz. Sein Verteidiger Lorenz Erni verlangt den vollständigen Freispruch – und greift das zentrale Dreieck der Anklage an: Warum soll ein privater Aktiengewinn automatisch der Käuferin gehört haben? Duri Bonin und Gregor Münch analysieren Ernis Plädoyer. Bei Commtrain, Investnet, GCL, Eurokaution, Arena Thun und den privaten Auslagen zeigt sich: Eine nicht offengelegte Beteiligung kann pflichtwidrig sein. Zum Betrug wird sie erst, wenn auch Handlungspflicht, Täuschung, Schaden und Vorsatz bewiesen sind.
  • Causa Vincenz: Das Plädoyer der Staatsanwaltschaft – sechs Jahre für Vincenz und Stocker? 14.08.2026 12мин
    Je sechs Jahre Freiheitsstrafe für Pierin Vincenz und Beat Stocker, höhere Strafen für weitere Beschuldigte und die Abschöpfung von Millionen: Das fordert die Staatsanwaltschaft vor dem Obergericht Zürich. Auf 126 Seiten führt sie umstrittene private Auslagen und fünf Unternehmenstransaktionen auf eine gemeinsame These zurück. Duri Bonin und Gregor Münch versuchen das Plädoyer in verständliche Sprache zu übersetzen: den roten Pfeil im Dreieck, Betrug durch Unterlassen, Arglist und Gewerbsmässigkeit. Sie diskutieren, wo die Argumentation stark ist und weshalb jeder einzelne Pfeil noch beweisrechtlich tragen muss.
  • Causa Vincenz: Beweisanträge – Fehler der Verteidigung oder bewusste Taktik? 12.08.2026 10мин
    Ein Beweisantrag ist mehrfach gestellt und von der Verfahrensleitung unmittelbar vor der Berufungsverhandlung abgewiesen. Muss die Verteidigung ihn vor dem Gesamtgericht nochmals ausdrücklich erneuern – oder reicht der Hinweis auf die frühere Eingabe? In der Causa Vincenz wird diese scheinbar formale Frage kurz vor Schluss des Beweisverfahrens konkret. Duri Bonin und Gregor Münch rekonstruieren die Szene vorsichtig aus dem Übertragungsraum und ordnen die Bundesgerichtspraxis ein. Sie zeigen, weshalb der Unterschied zwischen «pendent» und «abgewiesen» darüber entscheiden kann, ob die Nichterhebung eines Beweises später noch in Lausanne gerügt werden kann.
  • Causa Vincenz: Keine Antwort – warum die Staatsanwaltschaft trotzdem fragt 12.08.2026 10мин
    Stéphane Barbier-Mueller beantwortet vor dem Obergericht Zürich die Fragen des Gerichts, verweigert aber von Beginn weg sämtliche Antworten auf Fragen der Staatsanwaltschaft. Staatsanwalt Oliver Labhart will seine Ergänzungsfrage trotzdem stellen. Duri Bonin und Gregor Münch erklären, weshalb eine Frage prozessual auch dann Bedeutung haben kann, wenn sie unbeantwortet bleibt. Die Befragung zeigt zugleich, was eine Dolmetscherin verändert: nicht nur Wörter, sondern auch Rhythmus, Spontaneität und Präzision. Und sie wirft die Frage auf, wann gutes Alltagsdeutsch für ein komplexes Strafverfahren tatsächlich genügt.
  • Causa Vincenz: 80 Seiten vor der Befragung 12.08.2026 5мин
    Am dritten Tag der Berufungsverhandlung in der Causa Vincenz leert sich der Medienraum – gleichzeitig beginnt die juristische Detailarbeit. Nach einem von Gregor Münch zitierten Medienbericht soll ein Mitbeschuldigter vor seiner Befragung eine 80-seitige persönliche Eingabe eingereicht haben. Duri Bonin und Gregor Münch fragen, wann eine frühe schriftliche Einordnung dem Gericht Orientierung gibt und wann der Umfang selbst zur Botschaft wird. Zudem geht es um präzise Ergänzungsfragen und das Fragerecht der Mitbeschuldigten.
  • Causa Vincenz: Beat Stocker vor Obergericht – die Illusion vom Dialog 11.08.2026 10мин
    Beat Stocker erinnert sich vor Obergericht an Aussagen aus der Untersuchungshaft vor Jahren. Er antwortet ruhig und ausführlich – bis er bei Nachfragen der Privatklägerschaft einzelne Antworten verweigert. Duri Bonin und Gregor Münch analysieren, was Aussagekonstanz verlangt und welche Fragen punktuelles Schweigen aufwirft. Die Beobachtung führt über die Causa Vincenz hinaus: Eine Einvernahme mag wie ein Gespräch wirken, ist aber kein Dialog unter Gleichen. Jede Antwort wird an Akten, früheren Protokollen und den Positionen der Parteien gemessen.
  • Causa Vincenz: So antwortet Pierin Vincenz vor Obergericht 11.08.2026 9мин
    .Das Obergericht befragt Pierin Vincenz detailliert zu Auslagen, deren geschäftliche Berechtigung umstritten ist, und zu laut Anklage nicht offengelegten Beteiligungen. Duri Bonin und Gregor Münch schildern ein Gericht mit beeindruckender Aktenkenntnis, präzisen Nachfragen und offen erkennbarer Skepsis. Wie reagiert man, wenn eine Zeugenaussage der eigenen Darstellung widerspricht? Die Folge zeigt, weshalb Vincenz die Prämisse einer heiklen Frage nicht übernimmt, wann Reden neue Angriffsflächen schafft und warum die Aussageentscheidung früh getroffen werden muss.
  • Causa Vincenz: «Möchten Sie auch gerne etwas sagen, was wir schon gehört haben?» 11.08.2026 4мин
    Um 9.36 Uhr sitzen Duri Bonin und Gregor Münch vor dem Obergericht Zürich. 24 Minuten später soll die I. Strafkammer bekanntgeben, wie sie mit den Vorfragen umgeht, die den gesamten ersten Verhandlungstag beansprucht haben: Verjährung, Rechtzeitigkeit eines Strafantrags, FINMA-Akten und der Nichtigkeitsantrag im Zusammenhang mit Andreas Donatsch. Unmittelbar vor der Fortsetzung rekonstruieren die beiden die zweite Runde der Parteivorträge und wagen eine Prognose. Im Zentrum steht die praktische Schlüsselfrage: Was muss das Gericht vor den Befragungen entscheiden – und was darf es dem Endurteil vorbehalten?
  • Causa Vincenz: «Kein Anspruch auf Fehler der Staatsanwaltschaft» 10.08.2026 9мин
    Nach den Vorfragen der Verteidigung antwortet die Staatsanwaltschaft: zur Rolle von Professor Andreas Donatsch, zu Strafantragsfrist und Verjährung, zum Ursprung der Untersuchung und zur Verwertbarkeit von FINMA-Akten. Der Vorsitzende greift ein und trennt Fragen des Verfahrensauftakts von Punkten für die späteren Hauptplädoyers. Duri Bonin und Gregor Münch berichten direkt in der Pause am Obergericht Zürich. Im Zentrum steht die Frage, wie weit externe Qualitätskontrolle einer Anklage reichen darf – und weshalb die konkrete Arbeit des beigezogenen Experten für die Verfahrensfairness bedeutsam bleibt.
  • Causa Vincenz: Der Weg nach Lausanne beginnt bei den Vorfragen 10.08.2026 6мин
    Eine knapp dreistündige Mittagspause klingt nach Stillstand. Im Berufungsprozess der Causa Vincenz ist sie das Gegenteil: Die Staatsanwaltschaft ordnet ihre Antwort auf die Vorfragen, während für die Verteidigung die Frage bleibt, welche bereits erhobenen Rügen nochmals ausdrücklich wiederholt wurden. Duri Bonin und Gregor Münch berichten direkt aus der Mittagspause und erklären, weshalb Wiederholung vor Obergericht Prozessstrategie sein kann – und warum die Dauer der Unterbrechung noch nichts darüber beweist, ob die Anklage überrascht wurde.

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