Vatikangeflüster - Der Andreas Englisch Podcast - auch für Atheisten

Vatikangeflüster - Der Andreas Englisch Podcast - auch für Atheisten

Andreas Englisch und Heike Kleen
Krajina Nemecko
Jazyk DE
Epizódy 77
Najnovšia 15.07.2026

Der Podcast bietet einen direkten Draht in das Zentrum des Vatikans. Andreas Englisch, ein Vatikanexperte, und Heike Kleen, eine evangelisch geprägte Journalistin, diskutieren täglich über die weltpolitische Bedeutung des Konklaves im Jahr 2025. Sie liefern einzigartige Hintergründe und Perspektiven aus dem Herzen des Vatikans. Der Podcast richtet sich auch an Atheisten und bietet einen tiefen Einblick in die rätselhafte Retro-Männerwelt des Vatikans.

Epizódy

  • Interview: Wie wird man eigentlich Priester? (#082) 15.07.2026 1h 5min
    // „Hilfe, mein Kind lässt sich taufen!“ // In Berlin ließen sich am 30. Mai vier Männer zu katholischen Priestern weihen. Dass die Weihe von vier Männern so freudig gefeiert, von Medien begleitet und live gestreamt wurde, zeigt, wie außergewöhnlich ein solches Ereignis angesichts des dramatischen Priestermangels in Europa inzwischen geworden ist. Im Jahr 1962 wurden in den 27 deutschen Bistümern noch 557 neue Priester geweiht, 2025 waren es nur noch 25. Wir freuen uns deshalb umso mehr über den Gast in unserer heutigen Sendung: Regens Matthias Goy aus Berlin bildet Männer aus, die sich berufen fühlen und begleitet sie auf ihrem Weg in einen heute selten gewordenen Beruf. Andreas spricht mit ihm darüber, wer heute noch Priester werden will, wie das überhaupt geht, wie die Kirche sich für den Nachwuchs einsetzt, und wie es dazu kommen konnte, dass sich die Gesellschaft so säkularisiert hat, dass manche Eltern befürchten, ihr erwachsenes Kind drifte ab, wenn es sich plötzlich taufen lässt. Natürlich bleiben auch die unbequemen Fragen im Interview nicht aus: Kann sich ein Priesterseminar angesichts weniger Bewerber überhaupt erlauben, Kandidaten abzulehnen? Wie blickt Goy darauf, dass Frauen in der katholischen Kirche nicht zum Priesteramt zugelassen sind? Und was dachte er, als Papst Franziskus in Bezug auf Priesterseminare von „zu viel Schwuchtelei“ sprach?
  • Interview: KI-Experte Schulz erklärt uns die Papst-Enzyklika (#081) 08.07.2026 1h 1min
    // „Kann man sagen, das System entwickelt Gefühle?“ // Heute gibt es eine Premiere: Vatikangeflüster ohne Heike. Sie macht Urlaub, und Andreas fühlt sich ganz verlassen. Aber einsam ist er nicht : Wir haben einen Top-Gast in der Sendung. Der Forschungsdirektor des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG) und KI-Experte Dr. Wolfgang Schulz hat die Enzyklika „Magnifica Humanitas“ von Papst Leo XIV. ebenso interessiert gelesen wie wir – allerdings mit dem Fachwissen, das uns fehlt. In dieser Folge erklärt er, worum es darin geht. Zunächst die gute Nachricht: Die Fachwelt hat die Gedanken des Papstes zur künstlichen Intelligenz mit freudiger Überraschung aufgenommen, denn Leo XIV. weist auf Probleme, Chancen und einen Handlungsbedarf hin, den die Politik bisher verschlafen hat. Aber was Professor Schulz aus seiner Forschungsarbeit mit den Systemen erzählt, ist nicht nur spannend, sondern teilweise ungeheuerlich. In den Maschinen geschehen Dinge, die niemand erklären kann. Einige Vorfälle, die Professor Schulz schildert, lassen Andreas sprichwörtlich das Blut in den Adern gefrieren.
  • Piusbrüder trotzen dem Papst: Schisma (#080) 01.07.2026 1h 7min
    Heute geht es um das neue Schisma, das die katholische Welt erschüttert. Die erzkonservative Piusbruderschaft, die weltweit eine halbe Million Anhänger hat und zu der fast 1.000 Priester und Seminaristen und annähernd 500 Mönche und Nonnen gehören, hält sich für „die wahre Hüterin des katholischen Glaubens.“ Jetzt haben die Ultrafrommen sich gegen Papst Leo XIV. gestellt, der diese Kirchenteilung vermeiden wollte. Trotz des expliziten Verbotes des Papstes hat die Bruderschaft am 1. Juli in der Schweiz eine öffentliche, pompös angelegte Bischofsweihe zelebriert, an der vor Ort 15.000 Menschen teilnahmen. Jedermann durfte die Zeremonie weltweit live mitverfolgen. Die vier neuen Bischöfe sind jetzt automatisch exkommuniziert, ebenso wie die beiden Bischöfe, die den Ritus ohne den Segen des Papstes vollzogen haben. Andreas und Heike diskutieren darüber, warum ausgerechnet die von Marcel Lefebvre gegründete ultratraditionalistische Glaubensgemeinschaft, die wesentliche Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils ablehnt, unter jungen Katholiken so viel Zulauf hat. Andreas ordnet das Ereignis historisch ein und erzählt auf seine unterhaltsame Weise von anderen Schismen in der Kirchengeschichte und auch von seinen Erlebnissen mit dem afrikanischen Erzbischof Milingo, einem weiteren Abtrünnigen der katholischen Kirche, der ihn als erstes fragte: „Soll ich dir auch den Teufel austreiben?“
  • Papst Leo XIV. lässt Deutschlands Bischöfe auflaufen (#079) 24.06.2026 1h 4min
    Heute wird es brisant und kontrovers. Andreas und Heike streiten über ein Phänomen der Fußball-WM. Der deutsche Nationalspieler Felix Nmeha ist bekennender Christ und bildet Gebetskreise auf dem Spielfeld. Für Heike ist dieser missionarische Eifer zu viel des Guten. Sie findet, jeder soll glauben, was er will und an wen er will, aber doch bitte abseits der Öffentlichkeit. Andreas meint, Menschen sollten nicht nur heimlich oder in einem Gotteshaus beten dürfen. Beim nächsten Thema sind sich die beiden wieder einig: Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hatte mit großer Mehrheit beschlossen, auch theologisch vorgebildeten Laien das Predigen während einer Eucharistiefeier zu erlauben und dafür den Papst um Erlaubnis zu bitten. Bisher dürfen in der katholischen Kirche nur geweihte Männer, also Diakone und Priester, während der Messe eine Predigt halten. Wäre der Antrag auf den sognannten Indult, den Bischof Heiner Weimer als Vorsitzender der DBK im März gestellt hatte, angenommen worden, hätten in Deutschland erstmals auch Frauen während einer katholischen Messe kurzzeitig auf der Kanzel stehen können. Doch der Papst lehnte strikt ab. Er will keine Ausnahmen zulassen. Nicht nur Heike ist darüber sehr enttäuscht.
  • Was machen Päpste im Urlaub? (#078) 17.06.2026 59min
    In Rom ist es schon wieder heiß. Sehr heiß. Ein guter Grund, um über die Sommerferien zu sprechen. Unser Podcast macht keine Sommerpause, aber manche Päpste gönnten sich durchaus mal Ferien. Andreas erinnert sich gut daran, wie er als junger Reporter Johannes Paul II. in die Berge folgte. Denn der polnische Papst fand sogar den Sommersitz in Castel Gandolfo zu heiß und machte zehnmal Urlaub im Aosta Tal. Auch Benedikt XVI. fuhr in die Berge, während Franziskus I. sich niemals eine Pause gönnte. Jetzt ist Heike gespannt, was Papst Leo XIV. wohl vorhat. Aber es geht heute auch um die päpstliche Flugpanne in Spanien, die Fußball-Meisterschaft im Vatikan und um die nächsten Herausforderungen für den amerikanischen Papst.
  • Papst Leos Spagat in Spanien (#077) 10.06.2026 1h 6min
    In dieser Folge geht es um die Spanienreise von Papst Leo XIV., der wieder einmal eine Brücke zwischen Tradition und Progression gebaut hat. Zunächst ließ er sich prächtig empfangen von der versammelten Königsfamilie, dann wandelte er auf Franziskus Spuren und reiste nach Gran Canaria, einem Ort, an dem fast täglich überfüllte Boote mit verzweifelten Flüchtlingen aus Afrika eintreffen, die für die vage Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa ihr Leben riskieren. Podcasthörerin Ute, die seit fast 40 Jahren auf Gran Canaria lebt, erzählt im Podcast live von ihren Erfahrungen. Und Andreas freut sich darüber, dass Papst Leo XIV. so beliebt ist. 1,2 Millionen Menschen beteten mit ihm in Madrid. Erlebt die katholische Kirche gerade eine Renaissance?
  • Papst Leo holt sich Hilfe aus den USA (#076) 03.06.2026 1h 2min
    Das wird spannend: Das „Dekasterium für die Kommunikation“ ist mit fast 600 MitarbeiterInnen die größte und wohl auch wichtigste Behörde des Vatikans. Denn sie trägt die katholische Lehre in die Welt. Doch Papst Leo XIV. war offenbar von der Arbeit der TV-, Radio-, Zeitungs- und PR-Journalisten des Kirchenstaates nicht überzeugt. Ab dem 1. November soll dort alles anders werden. Papst Leo holt sich einen TV- und Kommunikations-Profi aus den USA. Er setzt eine junge Frau, eine Laiin, an die Spitze seines Kommunikations-Dekasteriums: Maria Montserrat Alvarado (39), geboren in Mexiko, seit 2008 Staatsbürgerin der USA, leitet momentan noch als COO sämtliche Nachrichten-Abteilungen des katholischen TV-Kolosses ETWN, der 200 Millionen Haushalte in 140 Ländern erreicht. Andreas und Heike besprechen, warum diese Personalie so heikel ist. Denn Papst Franziskus nannte den Sender ETWN ein „Werk des Teufels“. Warum denn das?
  • Der Papst fürchtet die Tech-Giganten (#075) 27.05.2026 1h
    Heute geht es um die erste Enzyklika von Leo XIV. Langweiliges Thema? Doch nicht in Vatikangeflüster! Die Lehrschreiben von Päpsten können Brisantes enthalten, wie Andreas sich erinnert. Und die Enzyklika „Magnifica Humanitas“ (Großartige Menschlichkeit), in der der amerikanische Papst sich mit der künstlichen Intelligenz auseinandersetzt, die die ganze Welt revolutionieren wird, ist hochaktuell. Wollte Gott eine Erde, in der Cyborgs menschliche Schwächen ausgleichen? Leo XIV. warnt vor der allumfassenden Macht der Tech-Giganten und fordert Regeln, die das Menschliche unter der Menschheit schützt. Gibt es eigentlich auch positive Aspekte der KI? Ganz nebenbei erfahren wir in dieser Folge aber auch Vieles über positive Werte im Wandel der Zeit, über die Tugenden, die sich Heike und Andreas selbst zuschreiben und wir lernen, bei wem die Wahrheit als nackte Frau daherkam.
  • Der Kämpfer im Vatikan (#074) 20.05.2026 1h 16min
    Was hat Leo XIV. mit dem Blutwunder in Neapel zu tun? Kann es tatsächlich sein, dass es Kardinäle gibt, die für persönliche Treffen die Hand aufhalten? Und warum hatte Papst Franziskus im Vatikan nicht nur Freunde, sondern wurde von vielen Klerikern regelrecht gehasst? Um diese Fragen dreht sich die heutige Folge von „Vatikangeflüster“. Aber keine Sorge, es geht keineswegs düster, sondern vor allem sehr vergnüglich zu. Denn Andreas kommt mal wieder in Plauderlaune und erzählt sehr anschaulich, warum er die Jahre als Journalist am Hofe von Papst Franziskus als überaus unterhaltsam erlebte.
  • Revoluzzer im Papstgewand (#073) 13.05.2026 1h 4min
    Heute sprechen Andreas und Heike über drei Päpste, denn Papst Leo XIV. stieg bei der Generalaudienz am 13. Mai aus dem elektrischen Papamobil, um an das Attentat auf Johannes Paul II. zu erinnern, das genau 45 Jahre zuvor die Welt erschütterte. Andreas erinnert sich an den Tag und an die Jahre fiebriger Ermittlungen über die Drahtzieher des Mordversuches, die nie einen endgültigen Abschluss fanden. Glücklicherweise kann Heike Andreas trotzdem dazu bringen, auch die spannende Lebensgeschichte von Papst Franzikus weiterzuverfolgen. Er kommt bis zum Konklave 2013 und bis zu den ersten überraschenden Entscheidungen des Argentiniers.
  • Die Goldenstein-Nonnen – Zweiter Teil (#072) 06.05.2026 1h 2min
    Heike will genau wissen, wie es mit den Nonnen in Rom eigentlich weiterging. Zahlreiche europäische TV- Sender und Zeitungen versuchten tagelang in Rom rund um den Petersdom Interviews mit den Ordensfrauen zu ergattern. Doch die Frauen beten unterdessen mit Andreas und einem Priester in einer Kapelle im Vatikan. Doch die „Oberen“ in Österreich grollen, weil die Nonnen ausgebüchst sind, drohen mit „ernsten Konsequenzen“. Dabei ging es den Frauen nur darum, auf eine Pilgerreise zu fahren und sich noch einen Traum zu erfüllen, mit dem Ausflug in den Vatikan. Angeblich hätten sie um Erlaubnis bitten müssen. Die Nonnen haben Angst vor dem, was sie zu Hause erwartet. Doch ein mit Andreas befreundeter Priester im Vatikan macht den Nonnen Mut. Sie beschließen sich Rom nicht vermiesen zu lassen und genießen die Zeit. Mit Andreas geht es zum Kolosseum, in die Parks und es ist noch Zeit für den Wunsch von Schwester Bernadette: Den Abstecher ins Fegefeuer-Museum.
  • Die Goldenstein-Nonnen in Rom (#071) 29.04.2026 1h
    Welcher Wirbel! Die drei Ordensschwestern Rita, Bernadette und Regina aus dem Kloster Goldenstein bei Salzburg sind in Rom. Eine Gruppe unserer Podcast-Hörer hatte Ihnen die Reise spendiert, und Andreas Englisch hatte den Nonnen die dreitägige Pilgerfahrt organisiert. Doch kurz vor der Ankunft der Augustiner Chorfrauen sollte die Reise platzen. Die Nonnen sagten alles ab, unser Podcast-Team stornierte sämtliche Buchungen, Andreas plante einen Kurzurlaub am Meer. Doch dann entschlossen sich die Damen im allerletzten Moment, doch nicht auf ihren Traum zu verzichten, stiegen ins Flugzeug und sorgten für absurde Schlagzeilen. „Missing“ hieß es auf Social Media, die Nonnen wären gegen ihren Willen entführt worden. Oh je! Wie alles wirklich war, was Andreas mit den lebenslustigen Ordensfrauen erlebte und warum er trotz des Wirbels denkt, das Richtige getan zu haben, das erzählt er Heike in dieser Folge. Natürlich kommen auch die Protagonistinnen selbst ausführlich zu Wort.
  • Wie alles anfing…. Erinnerungen an Franziskus I. (#070) 23.04.2026 1h 7min
    Vor einem Jahr starb Papst Franzikus. Eigentlich wollte Heike nur von Andreas wissen, was dieser Gedächtnistag für ihn persönlich bedeutet. Die harmlose Frage löst eine Lawine aus amüsanten Erinnerungen und Anekdoten aus, die Heike überrollt.
  • Über Macht und Ohnmacht von Potentaten (#069) 15.04.2026 59min
    Heute wird es hochpolitisch, obwohl Papst Leo XIV. doch immer wieder betont, beileibe kein Politiker zu sein. Aber gegen seinen Willen wurde das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche in einen weltweit beachteten und kommentierten Konflikt mit dem US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump hineingezogen. Oder hat der Papst den Eklat doch provoziert? Wie kam es zu dem Schlagabtausch zwischen Donald Trump und Robert Prevost? Welche Nachrichten, die derzeit kursieren, sind überhaupt wahr, und wer fiel auf Fake News rein? Und wie fühlt sich der sonst so leise Mönch, der derzeit durch Afrika reist, im Zentrum dieses Wirbelsturms? Andreas und Heike ordnen die Schlagzeilen der Woche ein.
  • Überraschende Wende nach dem Osterfest (#068) 08.04.2026 1h 15min
    Heute dreht sich alles um Papst Leo XIV. und sein intensives Osterprogramm. Andreas erzählt, was er in der Lateransbasilika, im Kolosseum und auf dem Petersplatz erlebt hat, und denkt wehmütig an das vergangene Jahr, als Papst Franziskus in der Nacht zum Ostermontag starb. Heike sagt, was sie beim Zuhören enttäuscht hat. Dann besprechen die beiden weitere Neuigkeiten aus Rom. Da spielen auch die rebellischen Nonnen aus Goldenstein eine Rolle. Und am Ende gibt es noch eine Nach-Ostern-Überraschung.
  • Live-Bericht aus Monte Carlo (#067) 01.04.2026 1h 3min
    In dieser Folge meldet sich Andreas direkt aus Monte Carlo. Er war dabei, als Papst Leo XIV. den Fürsten Albert II. von Monaco und dessen offiziellen Teil der Familie getroffen hat, und er erzählt, wie die Millionäre des Zwergstaates Monaco den Chef des Zwergstaates Vatikan empfangen haben. Ja, es gab auch Misstöne. Im Anschluss geht es um weitere Dissonanzen. Die kamen dieses Mal aus dem Heiligen Land. Der Kardinal und Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, durfte zu Beginn der Karwoche die Grabeskirche nicht betreten, in der er die Messe zum Palmsonntag feiern wollte. Die israelische Polizei hatte Sicherheitsbedenken. Was dieses Verbot auslöste, wie der Eklat aufgelöst wurde und welche Dynamiken hinter der Aufregung stecken, darüber sprechen Heike und Andreas ausführlich.
  • Papst Leo XIV. trifft Opus-Dei-Feind (#066) 25.03.2026 1h 9min
    Heute schildert Andreas diverse Erfahrungen, die er als Besucher und Übernachtungsgast in Klöstern machen durfte. Danach geht es um eine ungewöhnliche Einladung, die Leo XIV. aussprach. Er traf sich mit dem Investigativ-Journalisten Gareth Gore, der 2024 das Enthüllungsbuch „Opus“ veröffentlichte, in dem er der katholischen Organisation Opus Dei Menschenhandel, Schwarzgeld-Transfer und ultrarechte Konspiration vorwirft. Der Papst wird seinem Ruf gerecht, ein Zuhörer zu sein, der sich umfassend informiert, bevor er Entscheidungen trifft. Gleichzeitig wird Leo XIV. aber schon wieder von konservativen Kreisen angegriffen: Er nahm 1995 als junger Missionar an einer Veranstaltung teil, bei der die Teilnehmer die indigene „Pachamama“ anbeteten. Im Internet kursieren Fotos, auf denen auch Robert Prevost vor der Figur kniet, und schon gilt er als „Götzenverehrer“.
  • Letzte Ölung vor der Mission (#065) 18.03.2026 1h 7min
    Heute erzählt Andreas, was er erlebte, als er am Sonntag im Gefolge des Papstes einen Ausflug nach Ponte Mammolo am römischen Stadtrand unternahm. Leo XIV., Oberhaupt der katholischen Weltkirche, schaut sich gern mal vor der eigenen Haustür um und informiert sich in einer der über 300 Pfarreien der Ewigen Stadt über die Sorgen und Nöte der Menschen vor Ort. Gleichzeitig war der Außentermin der erste, von dem der Papst in sein neues Zuhause zurückkehrte: Die Sanierungsarbeiten im Apostolischen Palast sind endlich abgeschlossen, und Leo XIV. ist mit seinen beiden Privatsekretären in die neue Wohnung im Dachgeschoss eingezogen. Bisher ohne weiteres Dienstpersonal, worüber sich Heike sofort Gedanken macht. Danach wird es gruselig, denn Andreas erzählt vom „Collegium Russicum“, in dem jahrzehntelang Priester ausgebildet wurden, die unter falschen Namen in der ehemaligen Sowjetunion arbeiten sollten, wo sie ihr Leben riskierten. Alle bekamen vor der Abreise den Segen des Papstes und die „letzte Ölung“.
  • Der Bettelmönch bei den Milliardären (#064) 11.03.2026 1h 6min
    Heute wird es aktuell: Andreas packt seinen Koffer für die baldige Reise mit dem Pontifex nach Monte Carlo. Aber warum besucht der Amerikaner als erster Papst die Steueroase der Superreichen? Ist es eine Höflichkeitsgeste unter Monarchen? Sammelt er Spenden für die Armen? Oder will der Papst, der von Trump-Anhängern gern als Marxist beschimpft wird, nur mal zeigen, dass er keine Berührungsängste mit Millionären kennt? Andreas hofft, das bald herauszufinden. In der Zwischenzeit musste Papst Leo einen Bischof entlassen, der in den USA verhaftet wurde. Da geht es um Sex und Dollars. Der Sünder gehörte zu den Chaldäern. Wer die sind? Das ist hochinteressant! Am Schluss hält Heike eine herzergreifende Predigt. Sie hat sie mal eben per KI erstellen lassen. Von dieser kinderleichten Praxis machen inzwischen so viele Priester Gebrauch, dass der Papst sich gezwungen sah, ein Machtwort zu sprechen.
  • Ist Januarius der Schutzheilige der Androgynen? (#063) 04.03.2026 54min
    In dieser Folge erzählt Andreas von seinen Erfahrungen mit dem legendären Blutwunder des heiligen Januarius in Neapel, das Millionen Gläubige immer wieder in Atem hält. Es geht aber auch um Aktuelles: Die Lage im Iran bringt Heike und Andreas dazu, einmal über den katholischen Tellerrand hinaus und weit zurück zu blicken. Es geht um die Feuerreligion „Zoroastrismus“, um die Entstehung von Schiiten und Sunniten und vor allem darum, dass die großen Weltreligionen mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede aufweisen. Dabei fällt Heike fast vom Glauben ab, als Andreas vom „genialen“ Martin Luther spricht.

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