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Epizódy 215
Najnovšia 17.09.2026

Herausfinden, wie Glaube heute schön sein kann.

Epizódy

  • #ungefiltert | Nico Buschmann - Warum existiert Gott nicht? 17.09.2026 1h 21min
    #Ungefiltert – Nico Buschmann über progressiven Glauben, ehrliche Theologie und das Buch, das eigentlich „Gott existiert nicht" heißen sollte Moritz trifft Nico Buschmann – evangelischer Pfarrer aus Köln, bekannt durch seinen Instagram-Account und sein gerade erschienenes Buch Gott ist anders als du denkst. Darin entfaltet er eine progressive Theologie, die sich traut, unbequeme Fragen laut zu stellen: Was, wenn Gott keine Person ist? Was, wenn die Trinität ein Machtprodukt der frühen Kirchenkonzile ist? Und was bleibt dann noch vom Glauben? Das Gespräch beginnt biografisch. Nico wächst kirchenfern auf, landet durch den Tipp seines Vaters in der evangelischen Jugend, wettet mit einer Gruppenfahrerin, dass er monatelang betet – und verändert sich dabei. Ein Jahr auf den Philippinen später, ein Studium, ein Vikariat mit einem Schulmentor, der immer nur fragt: „Warum eigentlich?" – und irgendwann steht Nico am Grab einer Mutter, die ihren Sohn verloren hat, und merkt: Mit der Theologie, die er hat, kommt er hier nicht weiter. Von da geht es tief. Was meint es, wenn Gott nicht personal gedacht wird? Was ist der Unterschied zwischen liberaler und progressiver Theologie? Warum ist die Bibel kein historisches Protokoll, sondern Ausdruck menschlicher Gotteserfahrung? Wie hält man Kirchenleitungen und Gemeindemitglieder aus, wenn man auf der Kanzel sagt, was Theologen schon seit Jahrzehnten wissen, aber selten aussprechen? Und dann: John Shelby Spong und Paul Tillich als theologische Grundlage – aber auch die Frage, was es bedeutet, wenn ein theologischer Denker im Privatleben Machtmissbrauch begangen hat. Kann man Werk und Autor trennen? Nico sagt ja. Moritz fragt nach. Am Ende landen beide beim Abendmahl – als theologischer Ressource, als politischem Akt, als Sehnsucht nach einer Welt, in der alle eingeladen sind. Und bei der Frage, was es gerade braucht: mehr Reden oder mehr Kampf? 📖 Gott ist anders als du denkst von Nico Buschmann – jetzt im Buchhandel 📱 Nico auf Instagram: @einschpunk Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
  • #newnormal | Wie geht Polykrise ohne durchzudrehen? 15.09.2026 1h 7min
  • #wwjd | Jesus als Zukunftsforscher 11.09.2026 56min
    Jason kommt begeistert vom Freakstock, Moritz vom MegaCamp – 580 Menschen, 35 Grad, Schwäbische Alb, und ein Lager mit dem Motto: Institut für Zukunftsforschung. Was er dort mit Zwölf- bis Vierzehnjährigen über Propheten, offene Zukünfte und die Frage, ob man überhaupt noch Kinder kriegen kann, erarbeitet hat, nimmt er mit in dieses Gespräch mit Jason. Die These: Prophetie und Zukunftsforschung haben mehr gemeinsam, als man denkt. Beide beginnen mit einer genauen Gegenwartsdiagnose. Beide öffnen ein Spektrum möglicher Zukünfte. Und beide tragen das prophetische Vielleicht in sich – die Erkenntnis, dass die Zukunft nicht festgelegt ist, solange Menschen handeln. Von dort aus geht es zu Jona: dem widerwilligen Propheten, der mit Gott hadert, weil er ahnt, dass selbst der Erzfeind Israels gnädig behandelt werden könnte. Zu Jeremia und Jesaja, die eine politische Selbsttäuschung benennen und trotzdem Hoffnung verkünden. Und schließlich zu Jesus – als Zukunftsforscher gelesen: einer, der die Gegenwart des ersten Jahrhunderts präzise analysiert, Szenarien entwirft, zum Handeln einlädt und dabei sagt: Fürchtet euch nicht. Dazwischen: Was Schule mit moralischen Ambitionen zu tun hat – und warum sie es zu selten tut. Warum die Rechten gerade die einzigen sind, die eine Zukunftserzählung haben. Was jüdische Rabbiner über die Wiederkunft des Messias denken. Und warum Monotheismus ausgerechnet in der tiefsten Krise entsteht. Eine Folge, die all over the place ist – und genau deshalb irgendwo landet. Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
  • #live | Songs of Hope and Beauty 08.09.2026 53min
    Live beim Songs of Hope and Beauty – Hoffnung, Musik und die Grüne Hauptstadt Ein Live-Podcast aus dem Kirchengarten 2.0 in Heilbronn. Moritz sitzt auf der Bühne mit drei Menschen, die auf sehr unterschiedliche Weise dasselbe tun: Räume schaffen, in denen etwas entstehen kann. Jonnes ist Singer-Songwriter aus Ludwigsburg und schreibt Lieder über die Frage, was es eigentlich bedeutet zu hoffen – bevor man überhaupt fragt, was einem Hoffnung macht. Anne-Christina Achterberg-Boness, auch bekannt als Empress Bahati, macht mit ihrer internationalen Band Rise'n'Shine Musik zu Klimagerechtigkeit, Menschenrechten und globaler Solidarität – von der Quelle des Nils bis zu Schulen in Bonn. Dr. Julia Hufnagel leitet die Abteilung Strategie und Zukunftsfragen beim Heilbronner Oberbürgermeister und ist verantwortlich für das Projekt Grüne Hauptstadt Europas 2027. Das Gespräch kreist um eine ehrliche Frage: Warum macht man weiter, wenn die Probleme größer sind als man selbst? Die Antworten sind unterschiedlich – und gerade deshalb erhellend. Jonnes spricht davon, sich von der Erwartung unmittelbarer Veränderung zu lösen und stattdessen aus der Verpflichtung der Notwendigkeit heraus zu handeln. Anne-Christina erzählt von einer Flut in Tansania, von einem Schüler, der seitdem jedes Konzert fotografiert. Und Julia davon, wie ein Titel wie Grüne Hauptstadt Europas plötzlich Institutionen zusammenbringt, die vorher keinen Grund hatten, miteinander zu reden. Dazwischen: Was Musik mit Sprache zu tun hat. Warum Konfliktpotenzial auch ein Zeichen wachsenden Bewusstseins ist. Und was ein Teenie-Zeltlager über Zukunftsforschung lehren kann. Links: Jonnes: jonnes.de Rise and Shine: riseupafrica.org Heilbronn – Grüne Hauptstadt Europas 2027: heilbronn2027.de Veranstalter: https://hn-mittendrin.de Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
  • #interview | Dalilah Shemia - Wie funktioniert gewaltfreier Widerstand? 06.09.2026 1h 39min
  • #newnormal | Was, wenn es nicht mehr gut wird? Mit Walter Lechner 04.09.2026 1h 7min
  • #brotundrosen | Was ist eigentlich Klasse? 29.08.2026 1h 9min
  • #brotundrosen | Vorstellungsrunde – Theologie mit Klassenperspektive 29.08.2026 26min
  • #interview | Ist grad alles bisschen viel? Mit Debora Kuder und Sarina Pfauth 26.08.2026 1h 3min
  • #interview | Nico Buschmann – Was ist progressive Theologie? 17.08.2026 1h 6min
    Nico's neues Buch, progressives Christentum und warum Gott für ihn nicht als Person gedacht werden sollte In dieser Folge sprechen Jason und Nico über Nicos neues Buch, das seit dem 7.8. erschienen ist, und über die theologische Grundfrage, wie man heute ehrlich von Gott sprechen kann. Im Zentrum stehen progressives Christentum, Paul Tillich, Prozesstheologie und die praktische Frage, wie Glaube in Gemeinden, Ritualen und Seelsorge lebendig wird. Jason bringt dabei die Perspektive aus der Prozesstheologie ein, während Nico seine Position aus progressiver, eher liberaler Theologie entfaltet. Gemeinsam arbeiten sie heraus, warum Glauben für beide nicht bei richtigen Sätzen stehen bleiben darf, sondern Erfahrung, Wirkung und gelebte Konsequenzen braucht. (Leider hat es technische Probleme gegeben, das tut mir sehr leid. Demnächst wieder in besserer Qualität) Key topics Nico erklärt, warum das Buch aus seiner Community heraus entstanden ist: Viele Menschen wollten etwas über seinen Glauben lesen, ohne theologische Vorkenntnisse mitbringen zu müssen. Er beschreibt das Buch als allgemeinverständliche Einführung in progressive Theologie, nicht als akademisches Werk für Theologinnen und Theologen. Progressives Christentum definiert Nico als eine Theologie, die stärker auf das fokussiert, was Jesus getan und gesagt hat, als auf spätere Dogmen über Jesus. Er betont die soziale und ethische Dimension: Im Zentrum stehen marginalisierte, unterdrückte und ausgeschlossene Menschen. Jason und Nico kritisieren gemeinsam ein Christentum, das sich in richtigen Glaubenssätzen erschöpft, aber wenig Wirkung auf die reale Welt hat. Nico macht deutlich, dass ihn Kategorien wie konservativ oder liberal weniger interessieren als die Frage, wie Menschen Glauben tatsächlich erleben. Ein großer Schwerpunkt ist Paul Tillich: Für Nico ist Gottesrede sinnvoller als Rede vom Daseinsgrund, nicht von einem personalen Gegenüber. Die beiden diskutieren ausführlich den Unterschied zwischen einem personal gedachten Gott und einer prozesshaften, erfahrungsbezogenen Gottesvorstellung. Nico erklärt, warum er die klassische Vorstellung von Gottes Handeln für problematisch hält, vor allem im Blick auf Leid und Theodizee. Bei Jesus kommt Nico zu dem Schluss: Jesus ist nicht Gott im ontologischen Sinn, sondern der Mensch, in dem der Grund des Seins sichtbar und wirksam wird. Im zweiten Teil geht es sehr praktisch um Nicos Gemeindearbeit: offene Abendmahlspraxis, angepasste Einsetzungsworte, Seelsorge online und reflektierte Liturgie. Nico beschreibt, wie er bewusste Irritation in Gottesdiensten nutzt, etwa durch weibliche Gottesbilder und variierende Sprache, um eingefahrene Vorstellungen aufzubrechen. Timestamps 00:00 - Begrüßung, Buchrelease und worüber heute gesprochen wird 01:05 - Das Buch ist seit dem 7.8. draußen 02:04 - Warum Nico das Buch geschrieben hat 03:01 - Ein Buch für Nicht-Theologinnen und Nicht-Theologen 04:00 - Nicos Alltag als Pastor und digitaler Seelsorger 05:32 - Was progressives Christentum für Nico bedeutet 08:56 - Warum Glaubenssätze ohne Weltbezug zu wenig sind 10:48 - Warum Nico sich gegen enge theologischen Schubladen wehrt 12:29 - Theologie muss politische Konsequenzen haben 14:24 - Paul Tillich als wichtige Inspirationsquelle
  • #Interview | Warum viele US-Evangelikale den Klimawandel ablehnen 06.08.2026 1h 50min
  • #Live | Freakstock26 – Braucht es eine christliche Antifa? 04.08.2026 1h 13min
  • #newnormal | Wie lebt es sich als deutsch-israelische Familie in Berlin? 29.07.2026 57min
    #NewNormal – Wie lebt es sich als deutsch-israelische Familie in Berlin? Hannah ist neu im Schöner-Glauben-Team – und bringt eine Perspektive mit, die in progressiven deutschsprachigen Diskursen selten so offen zu hören ist: Sie ist Deutsche, mit einem Israeli verheiratet, Mutter einer dreijährigen Tochter, die den israelischen Nachnamen ihres Vaters trägt. Und sie lebt in Berlin. Jason und Hannah reden über das, was der 7. Oktober mit einer Familie wie ihrer gemacht hat. Nicht nur das unmittelbare Trauma – Hannahs Mann hat ein Familienmitglied verloren – sondern das, was danach kam und seitdem bleibt: die Frage, welche Sprache man auf der Straße spricht, ob man in bestimmten Stadtteilen hebräisch redet oder lieber nicht, was es bedeutet, wenn die eigene Tochter in drei Jahren mit einem israelischen Nachnamen eingeschult wird. Das Gespräch hält viele Gleichzeitigkeiten aus. Hannah benennt klar, dass sie den Begriff Genozid für das, was in Gaza passiert, inzwischen selbst verwendet – und erzählt gleichzeitig, wie schwer es ist, dafür einen Ort zu finden, der weder die israelische Kriegsführung ausblendet noch das Leid der Opfer des 7. Oktober. Sie berichtet von einer Veranstaltung israelischer Friedensaktivistinnen in Neukölln, die vom eigentlich solidarischen Publikum regelrecht von der Bühne gebuht wurden. Und von dem Gefühl, in der deutschen Linken ein stückweit politische Heimat verloren zu haben. Jason bringt seinen Schulalltag ein: Wie unterrichtet man das Thema, wenn es weder im Curriculum vorkommt noch jemanden kalt lässt? Wie geht man mit Schüler:innen um, die TikTok-Ausschnitte zeigen – ohne den Kontext, aber mit vollem Schmerz? Am Ende steht kein Fazit, sondern eine Orientierung: Die Stimmen, die es braucht, sind die von Menschen, die auf beiden Seiten gleichzeitig stehen – wie die Bewegung Standing Together oder die neu gegründete Partei Macom le Culano. Laut machen, statt wegschauen. Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
  • #ungefiltert | Nana Myrrhe - Laut und kreativ gegen die Purity Culture 26.07.2026 1h 10min
    #Ungefiltert – Nana Myrrhe über Purity Culture, Körperscham und den Weg raus Nana Myrrhe ist Autorin, Aktivistin und betreibt den Account Purity Britney – und ist damit eine der lautesten und kreativsten deutschsprachigen Stimmen gegen Purity Culture. Moritz hat ihr Buch Feucht und Fromm gelesen und wollte sie einfach kennenlernen. Das ist #Ungefiltert. Das Gespräch beginnt biografisch: aufgewachsen in charismatisch-fundamentalistischen Kreisen, in denen der Körper als Ort der Gefährdung galt, Sexualität als dämonische Energie und Jungfräulichkeit als das Heiligste, was man bewahren konnte. Nana erzählt, wie tief diese Prägungen gingen – bis in die Scham, sich selbst nackt zu sehen. Und was passiert, wenn man ein Leben lang darauf wartet, dass die Ehe das alles wie von Zauberhand auflöst. Spoiler: Es löst sich nicht auf. Nana spricht offen über Vaginismus, über die psychosomatischen Folgen von Purity Culture und über den Moment, in dem die Wut größer wurde als die Angst. Daraus entstand ihr Buch – und Purity Britney. Dazu geht's um: warum Paulus so viel mehr zitiert wird als Jesus. Wie biblische Texte über Ehe und Körper im historischen Kontext gelesen werden müssen – und was passiert, wenn man das nicht tut. Britney Spears als unfreiwillige Ikone der Purity Culture. Und was Humor als Aufklärungsformat leisten kann, das sachliche Argumente allein nicht schaffen. 📖 Feucht und Fromm von Nana Myrrhe – am besten direkt bei ihr bestellen (sie signiert und bekommt mehr davon): @nanamyrrhe oder nanamyrrhe.de 🎵 Musikvideo zu Toxic (Purity Culture Parodie) – https://www.youtube.com/watch?v=GYjiNsrVr10&list=RDGYjiNsrVr10&start_radio=1 📬 Newsletter (kommt selten, dafür gut): nanamyrrhe.de Das frühere Gespräch mit Franzi und Andrea Hansen zu Purity Culture gibt's auch bei Schöner Glauben, einfach runterscrollen :) Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
  • #interview | Jörg Rieger - Was ist Theologie im Kapitalozän? 23.07.2026 1h 30min
    Theologie im Kapitalozän – Ein Gespräch mit Jörg Rieger Was hat Theologie mit dem Kapitalismus zu tun? Mehr, als die meisten Menschen ahnen – und mehr, als die meisten Kapitalismuskritiker zugeben würden. Moritz spricht mit Professor Jörg Rieger, Methodistischer Pastor, Befreiungstheologe und Inhaber einer der renommiertesten Theologie-Professuren an der Vanderbilt University in Nashville. Sein Buch Theologie im Kapitalozän ist gerade auf Deutsch erschienen – und es kommt zur richtigen Zeit. Schon der Begriff macht einen entscheidenden Move: nicht Anthropozän, wo acht Milliarden Menschen kollektiv angeklagt werden, sondern Kapitalozän. Die Frage ist nicht, wer Kaffeebecher benutzt, sondern wer den Planeten wirklich zerstört – und welche Interessen dahinterstecken. Dass BP in den 90ern den persönlichen CO2-Fußabdruck erfunden hat, ist kein Zufall. Es ist Ablenkung. Das Gespräch geht tief. Welche Gottesbilder formt das Imperium – und welche werden durch die Bibel gebrochen? Was hat die Weihnachtsgeschichte mit Machtkritik zu tun? Warum sitzt Gott im Exodus nicht beim Pharao, sondern im brennenden Dornbusch? Und was sagt es über die Methodistische Kirche, dass sie von 1933 bis 1945 die Mittelposition bezogen hat – und warum ist genau das auch heute eine Gefahr? Jörg erklärt, warum Solidarität keine Weichheit ist, sondern die eigentliche Machtfrage. Wie Community Organizing und Solidaritätsökonomie konkret zusammengehen – in seinen Solidarity Circles, die mit über 300 Gemeinden ökumenisch und interreligiös gearbeitet haben. Und warum eine Erweckungsbewegung von unten theologisch gesehen plausibler ist als alles, was von oben inszeniert wird. Wer das Buch lesen will: Theologie im Kapitalozän kostet bei Kohlhammer 22 Euro. Auch Bibliotheken können es anschaffen. https://shop.kohlhammer.de/theologie-im-kapitalozan-47882.html#147=19 Den Link zum Wendlin Cook Program findet ihr hier: religionandjustice.org Eine frühere Folge mit Jörg im HolyClub-Podcast: https://the-holy-club.blogs.audiorella.com/20-moritz Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
  • #interview | Charlotte Jacobs und Sonja Thomaier - Queering Theology und Kapitalismuskritik 21.07.2026 1h 6min
    #interview – Queering Theology: Befreiung für alle oder Sondergruppen-Theologie? Moritz spricht mit Charlotte Jacobs und Sonja Thomaier, die gemeinsam den Sammelband Queering Theology herausgegeben haben. Das Buch ist auch als Open Access PDF kostenlos verfügbar – der Link dazu findet sich unten. Queere Theologie, das klingt erstmal nach Apologie: der Versuch zu erklären, warum queer sein und Christsein zusammengeht. Charlotte und Sonja beginnen genau dort – und führen dann weit darüber hinaus. Das Gespräch entfaltet, wie sich queere Theologie methodisch entwickelt hat: von der Dekonstruktion über das Reclaimen biblischer Texte bis hin zur befreiungstheologischen Frage, welche Systeme überhaupt erst Ausschluss produzieren. Der zentrale Move des Bandes: Queering Theology nicht als Identitätstheologie, sondern als kritische Methode zu verstehen – die alle machen können und sollten. Denn wer Geschlecht, Körper und Macht ernst analysiert, stellt fest: Niemand ist unbetroffen. Das führt zu harten Fragen. Ist Inklusion in ein ungerechtes System wirklich das Ziel? Was passiert, wenn Errungenschaften per Fingerschnips zurückgedreht werden? Wie hängen Queerness und Klassenanalyse zusammen – und warum wurde diese Verbindung historisch immer wieder unsichtbar gemacht? Und warum wird eine bissige Theologin wie Marcella Althaus-Reed in der deutschen Rezeption so gerne harmlosgemacht? Dazu kommt die Gegenwartsanalyse: Kapitalismuskritik ist gerade en vogue – aber sie bricht meist genau dort ab, wo sie systemisch werden müsste. Charlotte und Sonja zeigen, warum queere Theologie als Befreiungstheologie genau da weitermacht, wo andere aufhören. Charlotte und Sonja sind neu im Schöner Glauben Team – und bringen mit Brot und Rosen bald ein eigenes Format mit Peer an den Start. 📖 Queering Theology – kostenlos als Open Access PDF: https://www.vr-elibrary.de/doi/book/10.14220/9783737018746 Instagram @schoenerglauben @barista_pastor @herzkopfhandtheologie Wenn euch diese Folge was gegeben hat: Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
  • #popklub | Danger Dan - keine Angst vor Antifa? 17.07.2026 56min
    #Popklub – Keine Angst: Danger Dan, das ZDF und die Frage nach dem richtigen Widerstand Heute mal wirklich brandaktuell: Moritz und Benni – Mennoniten-Pastor aus Frankfurt und neu im Schöner-Glauben-Team – nehmen sich einen Moment vor, der sich gerade in Echtzeit entfaltet. Danger Dan und Igor Levit sollten gestern beim hundertsten Jubiläum der Anstalt auftreten. Kurzfristig ausgeladen. Der Song Keine Angst war da noch nicht mal veröffentlicht. Seit Mitternacht ist er es. Und seitdem läuft die Debatte. Moritz und Benni hören genau hin, was in dem Lied steht: ein Mantra gegen Lähmung, eine Anleitung zur Selbstorganisation, Hinweise auf Klandestin, Doxing, Notwehr – und am Ende Grüße an Lina, Gucci, Maya und Nanuk. Und sie fragen sich, warum Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt 2021 noch durchging und das hier nicht. Das führt tiefer: Was bedeutet Keine Angst als biblisches Motiv – von den Engeln bei Jesu Geburt bis zu den eingeschlossenen Jüngern nach Ostern? Was hat linker Protest im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verloren – und was darf er fordern? Bringt Outing von Nazis noch was, wenn 30 bis 40 Prozent AfD wählen? Und was wäre eigentlich die Aufgabe von Kirche in alldem – als Raum, nicht als Plattform? Dazu: Wie die EmK intern um ihren Unvereinbarkeitsbeschluss gerungen hat – und was das mit dem Abendmaltstisch zu tun hat. Eine Folge, die noch nicht abgeschlossen ist: je nachdem, wie die Anstalt morgen reagiert, gibt es vielleicht eine Fortsetzung. Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
  • #wwjd | Jesus anbeten oder nachfolgen? 14.07.2026 1h
  • #wonderland | Pro und Contra Regime: Iran-Demos, MMA und Gender 12.07.2026 1h 31min
  • #interview | Lust als Schlüssel für ein gesundes Leben 08.07.2026 1h 11min

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