Fernsehpodcast

Fernsehpodcast

Stefan Schulz
Krajina Nemecko
Jazyk DE
Epizódy 187
Najnovšia 15.09.2026

Triggerwarnung, hier wird Fernsehen geschaut. Einschalten, hinschauen; nicht fragen, wieso? Mit diesem Podcast halten Aliens Kontakt zur Realität, wie man sie in den Medien für alte Leute zeigt. Ja, wir haben alle keine Fernseher mehr. Aber keine Altersgruppe wächst so schnell wie die der Fernsehzuschauer. Also bleiben auch wir noch eine Weile dran.

Epizódy

  • Blauer Joghurt 15.09.2026 3h 33min
    UnterstützenDieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via PaypalWerbefrei hörenWer uns unterstützt, bekommt einen persönlichen Feed ohne Werbung. Dafür eine Mail mit dem Wort „Fernsehpodcast“ und deinem Namen an [email protected] Woche nach der Sachsen-Anhalt-Wahl: Straßenstimmen, Der Dunkle Parabelritter, Korte, Regierungsbildung in Magdeburg, Merz unter Druck, Generaldebatte, AfD-Verbot, Berlin-Wahl und VW Osnabrück als Rüstungsstandort.00:00:00 Editorische Notiz: Paywall und werbefreier FeedStefan erklärt, wie Unterstützer ihren eigenen werbefreien Feed bekommen.00:01:59 Einstieg: Vergebung, Spahns Rückkehr und Sachsen-Anhalt-NachwehenStefan legt sich fest, die AfD werde nie regieren. Dazu die Zuschauerin der Generaldebatte, Jens Spahns Rückkehr und die Berlin-Wahl.00:09:21 Staßfurt und die Joghurt-FrageEine Reportage aus Staßfurt. Stefan fragt, warum es im Supermarkt ständig neue Joghurtsorten gibt, in der Politik aber nur Blau als Alternative. Mick hält Armut als Erklärung der AfD-Wahl für einen Kurzschluss.00:18:30 DAX, Außengrenze und „Great Television“Stefan sieht eine „ARD-Dividende“ für die AfD, Mick den Blick nach unten auf vermeintliche Sozialschmarotzer.00:28:06 Stimmen nach der Wahl: Poller, Hauptbahnhof Halle, TankstelleStraßenumfragen zu Abschiebungen, Rente und Preisen. Stefan sieht Wünsche ohne Plan. Dazu der Bischof von Magdeburg und eine Tankstelle in Arendsee.00:45:04 Der Dunkle ParabelritterAlexander Prinz sagt in den Tagesthemen, es gehe nicht um Protest, sondern um Verzweiflung.00:52:22 Warum die AfD? Ostalgie, Kurswechsel, Stadt und LandStefan beschreibt die Ostalgie des AfD-Wahlkampfs, Mick nennt Trotz und Identitätspolitik. Beide sprechen über Parteilose, Bürgernähe und sterbende Dörfer.01:21:25 Korte: Die Mitte hat AfD gewähltKarl-Rudolf Korte nennt die AfD nach ihrer Wählerschaft eine Volkspartei. Stefan beschreibt sie als „Daytrader“, Mick sieht eine Politik der Alternativlosigkeit.01:40:17 Regierungsbildung in Magdeburg und WagenknechtSiegmund fehlen drei Stimmen, das BSW will sich enthalten, Wagenknecht bleibt beim überparteilichen Ministerpräsidenten.01:49:31 Merz unter DruckMerz bestellt die Ministerpräsidenten ein und verspricht eine „bessere Erzählung“. Stefan und Mick halten Hendrik Wüst für wahrscheinlicher als Söder.02:20:46 Generaldebatte im BundestagWeidel gegen Merz, „ethnische Säuberung“ und zwei Kommentare zur Brandmauer, denen Stefan und Mick widersprechen.02:46:01 AfD-Verbot und die Ermittlungen gegen Steffen KrachClaudia Kornmeier setzt auf Überzeugung statt Verbot. Stefan vergleicht mit den Ermittlungen gegen Krach, Mick hält ein Verbotsverfahren für demokratisch.03:01:35 Berlin-Wahl: Evers und BiskyStefan Evers auf der Demo „Die Linke stoppen“, Jens Bisky über das Berlinerwerden.03:08:43 VW Osnabrück wird RüstungsstandortLand und Aurelius übernehmen das Werk, Rafael soll einziehen. Stefan und Mick kritisieren Steuergeld für Rüstung.03:23:41 Netanjahu und 25 Jahre 9/11Der Haaretz-Bericht über eine Warnung vor dem 7. Oktober und 100 Millionen Amerikaner, die 9/11 nicht erlebt haben.03:29:15 Unterstützerdank und AbschiedDank an die Unterstützer, der Weg zum werbefreien Feed, Abschied.
  • Tobias Krull ist übrig! 08.09.2026 2h 15min
    UnterstützenDieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal00:00:00 Intro und EinstiegSPD-Generalsekretär Klüssendorf nennt das Ergebnis „stabil". Stefans These: Dummheit werde nicht mehr eingehegt; Mick bezweifelt, dass es je einen mündigen Arbeiter gab.00:19:12 Die Zahlen und die AfD-WahlpartyAfD 44, CDU 17,5, BSW 5,1 Prozent. Mick sieht die CDU als „Kanzlerwahlapparat" vor der Existenzfrage. Siegmunds Wahlparty, Weidels Machtwille, Sven Schulzes Abschied. Stefan: CDU und SPD waren nie im Land verankert.00:43:18 Grüne, SPD, BSW, FDP, LinkeGrünen-Jubel beim AfD-Ergebnis, Preiß zu 80 Prozent taktischen SPD-Wählern, BSW-Offenheit für die AfD, Hüskens' Rücktritt und die Linke zwischen CDU-Angebot und radikaler Abgrenzung.00:59:28 Weidel und Wittig am ARD-WahlabendWeidel wirbt um das BSW, Claudia Wittig verweist auf Sachentscheidungen und einen überparteilichen Ministerpräsidenten. Stefan: Jede geheime Mehrheit klebt an der CDU.01:06:03 Chrupalla in den TagesthemenChrupalla reklamiert einen Regierungsauftrag und hofft auf CDU-Abweichler im dritten Wahlgang. Mick hört eine Drohkulisse gegen eine CDU in Auflösung; zum Schluss die „zweite Wende".01:22:32 BSW: keine Wahlhilfe für SiegmundDas BSW will weder Siegmund noch Schulze ins Amt hieven. Stefan nennt Zamperonis Frage nach der Verantwortung bei Enthaltung eine Frechheit.01:27:48 Tobias Krull verweist auf GremienDer Magdeburger CDU-Kandidat hält die Brandmauer und verweist bei allen Fragen auf Landesvorstand und Fraktion. Stefan sieht den Hyperdemokraten, der Demokratie als Mathematik versteht.01:37:04 Leere Zentralen und KanzlerdämmerungLeere im Adenauer-Haus, Generalsekretärin Hoppermann über schwer erreichbare Emotionen, Weidel erklärt die CDU für erledigt, Preiß berichtet von Unzufriedenheit in der Fraktion und nur 30 Prozent Zustimmung zu den Reformen.01:50:41 Fristen, Sitze, Wahlgänge, PattLandtag bis 6. Oktober, bis zu drei Wahlgänge, der AfD fehlen drei Sitze, das BSW entscheidet mit fünf. Stefan will das Patt ausleben; ein verhinderter Wahlgang wäre das Horrorszenario.01:57:20 Der Tagesthemen-KommentarDer Kommentar nennt die AfD-Mehrheit Wählerwille und das Versagen der anderen. Stefan hält der ARD entgegen, sie sei als Medium selbst betroffen und müsse das zeigen.02:02:41 SPD: stabil bei acht ProzentWillingmann erklärt das Ergebnis mit dem Nachteil seriöser Angebote, Bas weist Rücktrittsfragen zurück. Stefan rechnet die AfD-Verhinderer aus den acht Prozent heraus.02:09:12 Unterstützerdank und AusblickDank an die Unterstützer der Woche und der Ausblick auf nächste Woche, in der das Drama um die Mehrheiten beginnt.
  • Mehr Urlaub wagen 03.09.2026 3h 6min
    UnterstützenDieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal00:00:00 Angegriffen, aber nicht im KriegMerz macht Russland für den Anschlagsversuch am Leipziger Flughafen verantwortlich. Stefan: „Oma Erna beruhigen, aber Putin drohen". Mick erklärt, warum abstrakte Bedrohungen der Politik schwerer fallen als ein greifbarer Feind.00:13:59 Innovation ohne MaßstabStefans Exkurs zu Hitlers Innovationen und Schirachs Diagnose vom fehlenden Maßstab; Mick sieht im System nach 1945 den bewussten Gegenentwurf.00:23:21 Der Bürgermeister von GartzLuca Piwodda, 26, gründete mit 19 eine eigene Partei und lässt Jugendliche ihre BMX-Strecke selbst freilegen. Mamdani-Vergleich, Budget- gegen Aufgabenverteilung.00:34:40 Klingbeil und der FrustKlingbeil sieht Frust nach 20 verschlafenen Jahren; Stefan fragt, wer regiert hat. Exkurs Gamescom.00:38:29 Halle: Migration als ReizthemaEine Anwohnerin will weg, im Pflegeheim hat jeder dritte Mitarbeiter eine Migrationsgeschichte, Iyad aus Syrien fürchtet die AfD.00:46:00 Siegmund in Zeitz: Wende 2.0Siegmund als Popstar, ein Anhänger will die Wende wiederholen. Stefans These: Ostdeutsche trauten sich aus eigener Kraft nichts zu. Mick über Spaltungsidentität und den Happening-Charakter der AfD.01:12:01 Schulze, Söder, TangerhütteSchulze setzt auf Verbände und Söder, 30 Leute auf verdorrtem Rasen. Willingmann wirbt für Zuwanderung, Banaszak wird bedroht.01:24:44 Umfragen und die Linken-FrageAfD 42, CDU 22; 59 Prozent lehnen eine von der Linken gestützte CDU-Regierung ab. Frei weicht aus, Siegmund will die Alleinregierung.01:36:37 Merz macht sich rarDrei Fischbrötchen ohne Rede, Absage in Quedlinburg, Warnung vor AfD und Linken. Mick hält Merz für politisch erledigt.01:45:59 Dank an UnterstützerBetreff „Fernseh-Podcast" mit Vor- und Nachname angeben.01:50:52 Herbst der Reformen: das erste DateFrei und Miersch in Münster, Schwanenfrau Petra, Struck'sches Gesetz und Libelle. Fahrplan bis Jahresende für Rente, Pflege, Arbeitsmarkt, Steuern.02:04:38 Neuhardenberg: Bilder zur BotschaftWadephul joggt, Klingbeil radelt, Merz will „kein Streit". Stefans Reisekönigtum, elf Tage Homeoffice in Brüssel, Sommerinterview, warum Korte fehlt.02:21:47 Pflegekassen schlagen AlarmAusgaben steigen dreimal so schnell wie Einnahmen; Linnemann im Karrierevernichtungsamt.02:24:30 Regierungsherbst oder RegierungsdämmerungHayali listet Baustellen, Merz ruft Klingbeil aus dem Urlaub an, 80 Prozent halten den Staat für überfordert. Stefan: Nicht die AfD, alle anderen haben sich entzaubert.02:46:40 CIA-Chef in MoskauRatcliffe unangekündigt in Moskau, NATO-Jets über 20 Mal aufgestiegen, Kaliningrad. Dobrindt: politisch statt militärisch bezwingen.03:03:42 Nachruf Kühne und VerabschiedungKühne stirbt mit 89, 40 Milliarden Vermögen. Nächste Woche nur 75 Clips.
  • Gas Wasser Scheibenkleister 25.08.2026 3h 46min
    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Neuer Podcast: Kontextfenster.org KI-Gespräche mit Florentine 00:00:00 Kinderstadt Mini-L.A. Ein Clip über Kinderspielstädte als Ferienaktion: In Mini-L.A. arbeiten Kinder, wählen einen Bürgermeister und geben Geld aus, ein Kandidat wirbt mit Steuersenkungen. Stefan hält fest, diese Welt sei für die Kinder keine gespielte, sondern die echte, und plädiert für Ferienlager ohne Fake-Geld und Fake-Bürgermeister. Mick hält dagegen, Kinder lernten so früh, wie der Kapitalismus funktioniert. 00:06:18 Bundeswehr: mehr Bewerbungen Ein Nachrichtenbeitrag meldet für Ende Juli 186.705 Soldatinnen und Soldaten, den höchsten Stand seit 13 Jahren, und 26 Prozent mehr Bewerbungen. Stefan und Mick fragen, was die Zahlen nicht zeigen: ob kurzer Pflichtdienst oder längere Verpflichtung, und wie viele aussortiert werden. Die Hinweise auf fehlende Baracken und Ausbilder ordnet Stefan als Möglichkeit ein, Bewerber wieder loszuwerden. 00:09:25 Berufliche Erwartungen junger Menschen Eine Online-Befragung im Auftrag des WDR unter rund 2000 jungen Menschen fragt nach Berufsplänen und Arbeitgebererwartungen; porträtiert wird ein 23-jähriger Auszubildender zur Pflegefachkraft mit knapp 1000 Euro netto im ersten Lehrjahr. Laut Studie werden Vergütung, Betriebsklima und Arbeitsplatzsicherheit häufiger genannt als Work-Life-Balance — Mick beschreibt den öffentlichen Dienst als letzte Sicherheitsoption, die zugleich abgebaut werde. Im Studiointerview beschreibt die Bildungsforscherin Nina Kolleck eine seit 2020 wachsende Bedeutung von Geld und Sicherheit; Mick kritisiert, es bleibe unklar, welche Gruppen gemeint seien, Stefan hält die Deutung für nicht belegt. Aus dem Befund sinkenden Vertrauens in Politik bei gleichzeitiger Zuversicht im Nahbereich entwickeln beide die These, die Verunsicherung der Älteren werde auf die Jungen übertragen und in Forderungen nach Bundeswehr, Ehrenamt und Dienstpflicht umgemünzt. 00:53:38 Junge Menschen im Börsenbericht Mick stellt dem Interview die Börsenberichterstattung gegenüber. Aus der Frankfurter Börse wird berichtet, zehn Prozent der 20- bis 24-Jährigen seien ohne Job oder Ausbildungsplatz; als Ursachen nennt der Beitrag Pflege von Angehörigen, gesundheitliche Einschränkungen und das Warten auf einen Platz. Stefan fordert eine Eins-zu-eins-Betreuung beim Übergang von der Schule in den Beruf. 01:01:58 Das BSW im Überlebenskampf Clips berichten, dass Sahra Wagenknecht den Thüringer Landesverband zum Koalitionsausstieg auffordert und den Rücktritt von Ministerpräsident Mario Voigt wegen dessen aberkanntem Doktortitel verlangt, während 13 von 15 Abgeordneten der Landtagsfraktion in der Koalition bleiben wollen und ein Sonderparteitag beschlossen wird. Weitere Ausschnitte zeigen Wagenknechts Einladung an Björn Höcke zu einem TV-Duell und einen Experten, der den Streit auf den Konflikt mit der Co-Landesvorsitzenden Katja Wolf zurückführt. Stefan und Mick wenden sich gegen die Rede von der Entzauberung der AfD: Die Verzauberung werde durch Journalismus und Talkformate erst hergestellt, und die größere Gefahr liege in der Stimmung, die eine AfD-Regierung erzeugt, nicht im Regierungshandeln. 01:47:59 CDU-Wahlkampf in Sachsen-Anhalt Ein CDU-Wahlkämpfer sagt, der Gegenwind aus Berlin sei enorm gewesen, als sechs Wochen vor der Wahl plakatiert wurde und die Personalie Spahn aufkam; Fraktionschef Guido Heuer nennt es seinen schwierigsten von drei Wahlkämpfen, während Generalsekretärin Franziska Hoppermann in Berlin betont, es gehe um eine reine Landesentscheidung. Mick führt das Abschneiden auf die Bundesebene zurück — auf Zustimmungswerte von 13 Prozent für Friedrich Merz und den schnellen Personalwechsel im Kabinett. Stefan sieht einen Vorteil der AfD darin, dass ihr keine enttäuschende Regierung in die Quere kommt. 01:57:37 Dank an Unterstützer und Produzenten Stefan verliest Spenden, Produzentenschaften und Grüße samt der beigefügten Kommentare. Zwischendurch geht es um Hitze und Wälder, um Stagnationswasser im Frankfurter Main und um die Frage, ab welchem Betrag man Produzent wird. 02:00:06 Dürre: Erntebilanz und politische Antworten Ein Clip nennt acht Zentimeter als Mindestgröße für Pommes-Kartoffeln, die ein großer Teil der Ernte nicht erreiche; die vorläufige Erntebilanz des Deutschen Bauernverbands weist sieben Prozent weniger Getreide als im Vorjahr aus, mit guten Erträgen im Norden und erheblichen Ausfällen im Süden und Westen. Ein Kartoffelanbauer berichtet von einem befürchteten Ertragsminus von 30 Prozent und Bodentemperaturen bis 60 Grad; Stefan und Mick sprechen über Vertragsbindungen und Existenzrisiken einzelner Betriebe. Im politischen Teil geht es um den Hitze-Aktionsplan mehrerer SPD-Ministerien und den Vorstoß, die Klimaanpassung ins Grundgesetz aufzunehmen; Stefan und Mick wenden sich gegen eine Berichterstattung, die das Thema aus Parteiperspektive erzählt. 02:33:37 Gasspeicher vor dem Winter Ein Beitrag meldet, die Gasspeicher seien nur zu 50,1 Prozent gefüllt gegenüber 67,1 Prozent im Vorjahr, während die gesetzliche Vorgabe für Anfang November mindestens 80 Prozent verlangt; im Gasspeicher Inzenham-West im bayerischen Voralpengebiet sind es etwas mehr als 12 Prozent statt der üblichen 60 bis 70, zurückgeführt auf den Preis, der sich seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar mehr als verdoppelt habe. Aus dem Wirtschaftsministerium heißt es, ein staatlicher Eingriff müsse sorgfältig abgewogen werden; Mick sieht darin die Entscheidung, den günstigen Einkaufszeitpunkt verstreichen zu lassen. Beide nennen die Lage eine Wette aufs Wetter. 02:51:28 Lieferkettengesetz und sein Vollzug Ein Beitrag schildert, Wirtschaftsverbände seien gegen das Lieferkettengesetz sturmgelaufen, die EU habe die Vorgaben abgeschwächt und der Bundeskanzler habe das deutsche Gesetz schon vor Umsetzung der neuen EU-Richtlinie entschärfen wollen; noch gelte das alte Gesetz, der Wirtschaftsministerin werde vorgeworfen, es durch die Hintertür auszuhöhlen. Stefan nennt das Gesetz eines der wichtigsten überhaupt und schlägt vor, Dokumentationspflichten durch nachträgliche Kontrolle und Haftung vor Gericht zu ersetzen. Nach Recherchen von ZDF Frontal dienen im zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle von 101 Stellen nur 38 der Gesetzeskontrolle; eine gebilligte Weisung beschränkt Bußgelder auf schwere Vorwürfe. 03:02:17 Dublin-Regeln und drei Rücküberstellungen Ein Clip referiert die Dublin-Verordnung, nach der ein Asylantrag zuerst dort zu stellen ist, wo europäischer Boden betreten wurde; Deutschland plant die Rücküberstellung von drei Asylsuchenden nach Italien, die italienische Regierung verweigert die Aufnahme. Mick geht die Alternativen durch: Verteilungsschlüssel, Ausgleichszahlungen, Lager an den Außengrenzen. Beide setzen den Aufwand ins Verhältnis zum Gegenstand — Verhandlungen auf Ministerebene und wochenlange Bürokratie mit dem Ergebnis null; Stefan nennt das Phantompolitik und verweist darauf, dass die Meldung als letzte Kurzmeldung der Sendung lief. 03:12:27 Entwicklungshilfe unter Spardruck Die Anmoderation stellt fest, Entwicklungshilfe habe zuerst das Ziel, vor Ort zu helfen und Flucht unnötig zu machen; Mick hält das für gelogen, weil Mittel des Entwicklungsministeriums zunehmend in Migrationsbekämpfung umgeleitet würden. Ein Clip nennt Deutschland trotz Kürzungen den weltweit größten Geldgeber und berichtet aus dem Sudan, wo das Welternährungsprogramm der UN die Rationen halbieren muss; ein Helfer beziffert die Kosten auf 50 Cent bis einen Euro pro Person und Tag. Die Mittel für humanitäre Hilfe wurden laut Clip im vergangenen Jahr auf rund eine Milliarde Euro halbiert; Mick stellt dem 400 Milliarden für Rüstung gegenüber und beschreibt Entwicklungszusammenarbeit als wirtschaftliches Instrument, illustriert am Fahrradweg in Peru, an den Abbaurechte geknüpft sind. 03:25:23 Ben-Gvir, EU-Sanktionen und Siedlungsbau Der letzte Block geht von einem Tagesthemen-Beitrag über den israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir aus, der sich in einem Podcast für gezielte Tötungen im Gazastreifen ausgesprochen hatte; im Clip heißt es, er sei mehrfach wegen Terrorunterstützung und Hetze verurteilt und vertrete nicht die offizielle Regierungslinie. Stefan stellt dessen Forderung nach 40 Toten pro Tag den 70.000 Toten gegenüber, die die israelische Regierung im Februar 2026 seit Oktober 2023 eingeräumt habe; Mick kritisiert, dass die Berichterstattung auf eine Einzelfigur zuspitze, obwohl auch Netanjahus Herausforderer für Siedlungsausweitung stehe. Der Kanzler lässt von menschenverachtenden Appellen sprechen, Charlotte Knobloch verurteilt die Sätze als die eines einzelnen Extremisten. Ein ZDF-Korrespondent hält beim Außenministertreffen am 1. und 2. September persönliche Sanktionen gegen Ben-Gvir und Finanzminister Smotrich für möglich, während man wegen der Wahlen in Israel im Oktober den Einfluss auf Netanjahu nicht verbauen wolle. Zum Abschluss geht es um die europäische Forderung, ein Siedlungsprojekt von rund 3.400 Wohneinheiten zwischen Ost-Jerusalem und Ma'ale Adumim zurückzunehmen, sowie um US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof. 03:44:13 Folgenlänge, Clipzahl und Verabschiedung Stefan stellt fest, dass die Folge wieder sehr lang geworden ist, und sagt, Alexander habe seine 150 Clips von Mick bekommen; Mick entgegnet, er habe am Vortag 83 kuratierte Clips geschickt. Stefan beschreibt, dass neben den Hauptthemen noch als Bonus markierte Blöcke in der Liste standen — CDU-Wahlkampf, BSW, junge Menschen —, die er nach vorne gezogen habe. Er kündigt an, nächste Woche eine Konzentration zu versuchen, und will die Funktion der individuellen Feeds testen.
  • Sehgewohnheit Ostdeutschland 18.08.2026 3h 43min
    Wir schauen die Nachrichtenwochen Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Shownotes Aus menschlicher Faulheit vom fleißigen Claude schreiben lassen, damit Sortiermaschinen was zu lesen haben: 00:00:00 Waldbrand-Intro mit Technikpanne Stefan eröffnet mit einem Zusammenschnitt zu den Bränden im Hürtgenwald und im Hohen Venn. Während des Intros fällt die Musik aus, ein handverlesener Clip, der als Pointe vorgesehen war, wird nicht gezeigt. Darüber sprechen die beiden zum Auftakt, ebenso über Friedrich Merz, der im Urlaub ist. 00:04:07 Unruhe an der SPD-Spitze Sechs Beiträge zur Lage der SPD. Eine der beiden Abgeordneten, die eine Neuwahl der Parteispitze angestoßen haben, begründet den Vorstoß damit, die Beschlüsse auf Regierungsebene entsprächen nicht dem, was die SPD selbst vorantreiben würde. Lars Klingbeil sagt, er kenne die SPD nicht anders, als dass über die Parteispitze diskutiert werde, er habe aber den Auftrag der Mitglieder, auf Grundlage des Koalitionsvertrags zu regieren. Kurt Beck sagt, er könne nicht erkennen, was mit anderen Vorsitzenden besser sein sollte. Mick führt aus, Klingbeil habe viele Ämter auf sich vereint, nutze diese Position aber nicht. Stefan verweist auf Umfragewerte um elf Prozent und die wackelnde Fünf-Prozent-Marke in Sachsen-Anhalt. 00:16:27 Dürre-Monitor und Ernteausfälle Zehn Clips zur Trockenheit, die besonders Baden-Württemberg und Bayern trifft; die Ernteeinbußen liegen bei bis zu 20 Prozent. Ein Landwirt bei Fürth sagt, Hitzeperioden dauerten früher zehn bis dreizehn Tage, inzwischen sechs bis sieben Wochen. Nach einer Berechnung des Deutschen Raiffeisenverbands liegen die Verluste bei Getreide und Raps bei 600 Millionen Euro. Bauernpräsident Joachim Rukwied sagt, die Lebensmittelpreise seien um rund 30 Prozent gestiegen, die Erzeugerpreise dagegen rückläufig. Stefan ordnet das als Inflations-, nicht als Knappheitsproblem ein. Weitere Clips zeigen Anpassungsmethoden wie Mulchsaat und Baumstreifen sowie einen Winzer bei Stuttgart, der 100.000 Liter aus dem eigenen Brunnen in seine Lagen gefahren hat. 00:39:38 Rekordhitze und Hitzeschutz Nach Daten des EU-Klimadiensts Copernicus waren Juni und Juli in Westeuropa so heiß wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Das Robert-Koch-Institut schätzt 12.500 hitzebedingte Sterbefälle seit Anfang April, die Hälfte der Verstorbenen war 85 oder älter. Neun Clips behandeln den Hitzeschutz: eine Klimaanpassungsmanagerin fordert Verschattung, Begrünung und Trinkwasser, laut Gutachten kostet Entsiegelung 60 bis 160 Euro pro Quadratmeter und ein Sonnensegel bis zu 50.000 Euro. Auf der Sommerpressekonferenz sagt der Kanzler, er werde die Lage weiter beobachten; auf Bundesebene ist seither nichts passiert. Eine AfD-Politikerin spricht von Panikmache, der Umweltminister wirbt für Bundesgeld für schattige Plätze, wofür das Grundgesetz geändert werden müsste. 01:14:05 Niedrigwasser am Rhein Der Binnenschifffahrtsverband warnt, an der Messstelle Kaub könne die Durchfahrt unmöglich werden, der Rhein wäre zweigeteilt. Mehrere Bundesländer setzen das Sonntagsfahrverbot für Lkw aus; Bund und Länder wollen kurzfristig Kapazitäten auf Straße und Schiene schaffen und langfristig Wasserstraßen ausbauen. Am Mittelrhein rutscht der Pegel erstmals unter zehn Zentimeter, ein Fährmann beziffert die Folgen auf 20 Prozent weniger Umsatz. Der Schaden des Niedrigwassers von 2018 wurde auf 2,4 Milliarden Euro geschätzt. In den Rheinauen bei Karlsruhe nimmt der ausgetrocknete Auenboden kein Wasser mehr auf, er wirkt wie eine Dichtsohle. 01:27:47 Douglasien und brennender Hürtgenwald Zwei Clips stellen die Douglasie als Ersatz für kranke Fichten vor; eine Försterin spricht von einem Wettrennen zwischen Klimawandel und Baumartenwachstum. Vier Clips behandeln den Waldbrand in der Nordeifel: die Evakuierung von 2000 Menschen im Ortsteil Gey, den Appell der NRW-Landwirtschaftsministerin, aus den Wäldern herauszubleiben, weil fast alle Waldbrände menschengemacht seien, und die Angabe, es habe seit fast zehn Wochen nicht geregnet. 01:37:15 Gerichtsvollzieherin wegen 200 Euro Ein Bericht begleitet eine Gerichtsvollzieherin, die zum dritten Mal an einer Wohnungstür klingelt; es geht um 200 Euro Schulden. In einem zweiten Clip sagt sie, bei einer gerichtlich angeordneten Wohnungsräumung sei sie schon mit einem Messer bedroht worden. Mick fragt, warum die Tagesthemen Gerichtsvollzieher normalisierten; Stefan schlägt vor, Vollstreckungen auf große Summen zu konzentrieren. 01:44:29 Jugend, Repräsentation und BAföG Nur noch ein Zehntel der Menschen in Deutschland ist zwischen 15 und 24 Jahre alt, 8,3 Millionen und damit ein historisch niedriges Niveau; fast ein Drittel gibt an, psychologische Unterstützung zu brauchen. Jugendliche sagen, sie würden als unwissend abgestempelt und müssten ohne Wahlrecht ihre Zukunft in die Hände Älterer legen. Ein Beitrag nennt eine Studie, nach der sich 43 Prozent zutrauen, politische Fragen einzuschätzen, und 42 Prozent, sich aktiv zu beteiligen. Stefan kritisiert, dass die Formulierung das Vorurteil vorwegnimmt, und überträgt sie testweise auf ältere Menschen. Ein letzter Clip berichtet, die BAföG-Erhöhung komme ein Semester später als geplant: die Wohnkostenpauschale steigt zum Sommersemester 2027 von 380 auf 440 Euro. 01:59:19 Air Force One als Köder Fünf Clips zum Abflug des US-Präsidenten vom NATO-Gipfel. Der Secret Service riet kurzfristig, die alte Maschine statt der neuen aus Katar einzusetzen; Donald Trump verließ die Maschine wenige Minuten nach dem Besteigen in einem Catering-Lkw und wurde inkognito ausgeflogen, Grund sei offenbar eine glaubwürdige Drohung Irans gewesen. Stab und Pressedelegation blieben an Bord der Boeing 747, die als Ablenkung abhob, ohne zu wissen, dass der Präsident nicht mehr an Bord war. Trump verneint vor Reportern Sicherheitsbedenken. Ein juristisches Nachspiel folgt: Reporter der New York Times erhielten Vorladungen, im Weißen Haus wurden bei der Lecksuche Telefone durchleuchtet. 02:17:27 Farage-Nachwahl in Clacton Nigel Farage hat sich erneut einen Sitz im britischen Unterhaus gesichert: Der Parteichef von Reform UK gewann eine Nachwahl in Clacton, nachdem er nach einer Spendenaffäre zurückgetreten und direkt wieder angetreten war, um die Wähler über die Vorwürfe entscheiden zu lassen. Stefan und Mick bemängeln, dass der Gegenkandidat Count Binface unerwähnt bleibt. Es folgt der Dank an die Unterstützer und die Ankündigung eines eigenen Feeds. 02:23:51 700 Milliarden für Altgerät Eine Anmoderation fragt mit Hape Kerkelings "Wo bleibt die Mark?", wo die Milliarden des größten Rüstungsprogramms der Bundeswehr bleiben: 700 Milliarden Euro stehen zur Verfügung, größtenteils geliehen und verzinst. Ein Bundeswehrvertreter weist den Vorwurf zurück, man beschaffe Altgerät: Drohnen und autonome Systeme seien wichtig, aber nur im Verbund mit Großwaffensystemen wie Leopard 2, F-35, U-Booten und Fregatten. Stefan ordnet das Programm als Wachstumsstrategie ein, die über Verteidigung statt über Klimaschutz vermarktet wird. Mick beschreibt die Diskrepanz zwischen einer sich täglich verändernden hybriden Kriegsführung und einer Politik, die Sicherheit an Panzern und Fregatten festmacht. 02:36:49 Schularick und die Rüstungsökonomie Moritz Schularick, Präsident des IfW Kiel, sagt, rund 90 Prozent des Geldes gingen an Altsysteme und nur etwa zwei Prozent der Verteidigungsausgaben in Forschung und Entwicklung; laut militärischer Gesamtkonzeption werde bis Ende des Jahrzehnts nur Bekanntes bestellt — für ihn ein teurer und möglicherweise gefährlicher Irrweg. Die Politik hält dagegen, man habe die Bundeswehr jahrzehntelang vernachlässigt, weshalb Bündnisverteidigung nur mit Großwaffensystemen möglich sei; aus der Ukraine heißt es, gerade die Patriot-Raketen machten den strategischen Unterschied. Schularick wirbt für autonome Systeme und Robotik. Stefan hält dagegen, ein Krieg ohne menschliche Opfer sei absurd, weil Angriffe stets auf Weichziele gingen. 02:53:34 Sachsen-Anhalt und die Fünf-Prozent-Hürde Die SPD denkt über eine Absenkung der Fünf-Prozent-Hürde nach, weil sie um den Wiedereinzug in den Landtag bangen muss; vom Abschneiden der kleinen Parteien hängt ab, wie wahrscheinlich eine absolute Mandatsmehrheit der AfD wird. Die SPD sitzt seit 20 Jahren in wechselnden Koalitionen auf der Regierungsbank und liegt nur noch einstellig. Stefan beschreibt zwei Szenarien, eine allein regierende AfD oder eine Koalition aller übrigen Parteien gegen sie, und ordnet beides als Zäsur ein. 03:10:54 Mecklenburg-Vorpommern und Schwesigs Richtungswahl Ein Clip stellt den AfD-Kandidaten Leif-Erik Holm als Heimatretter vor. Holm will Ministerpräsident werden, hat 43 Prozent für eine Alleinregierung errechnet und liegt in Umfragen bei 36 Prozent nach knapp 17 Prozent bei der letzten Landtagswahl. Stefan formuliert ein Gleichnis, wonach AfD-Wählen dem Beauftragen einer Tat entspricht, die man selbst nicht ausführt. In zwei Clips lässt sich Manuela Schwesig bei einem Caravan-Händler Wohnmobile zeigen und nennt die Wahl eine Richtungswahl; sie liegt mit 29 Prozent hinter der AfD nach knapp 40 Prozent bei der letzten Wahl. 03:40:13 Sonnenfinsternis und Verabschiedung Harald Lesch unterscheidet den Zeitgott Chronos, dessen Zeit mit der Uhr verläuft, vom Gott des Moments, Kairos, der vorn einen Schopf trägt und hinten kahl ist, und nennt den Abend der Sonnenfinsternis einen Qualitätsmoment. Stefan hat die Finsternis nur beiläufig verfolgt, weil sie nicht total war, und verweist auf eine totale Finsternis im kommenden Jahr in Sevilla; Mick hat sie ganz verpasst. Zum Schluss sprechen beide über die Länge der Folge und die Clips für die kommende Woche.
  • Wasser ist nass!? 11.08.2026 2h 51min
    Wir besprechen die Nachrichtenwochen Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal 00:00:00 Zurück aus dem Urlaub: Merz, Drohnen, Maschinenbau Die Folge beginnt mit einer kommentarlosen Clip-Collage, die die Themen der Sendung vorwegnimmt: Ferienorte deutscher Regierungschefs, Bilder aus Utah, die nachwirkende Kabinettsumbildung, Umfragewerte von Union und AfD, das Freibad vor der Berliner Volksbühne. Mick erwartet die Nachwirkungen der Kabinettsumbildung erst im beginnenden Landtagswahlkampf; Stefan hält den Ausgang des 6. September für längst entschieden und spottet über die Vorsichtsrhetorik der Politikwissenschaft. Zu den Drohnen über dem Leipziger Flughafen kritisiert Mick das Ritual „niemand darf spekulieren, deshalb spekulieren wir mal" und wertet die fehlende Drohnenabwehr als Politikversagen. Stefan argumentiert, dass die Frage nach der Urheberschaft am Ernst der Lage vorbeigeht: Eine bewaffnete Drohne definiert den Ort, über dem sie steht, als Kampfzone. Als „gute Nachricht" spielt Mick einen Bericht über den deutschen Maschinenbau ein, dessen Aufschwung mit volleren Auftragsbüchern, breiteren Lieferketten und vergleichsweise niedrigen US-Zöllen erklärt wird. 00:13:34 Die Donau trocknet aus: Ungarn, Kroatien, Rumänien Der erste Klimablock beginnt in Ungarn, wo ein havariertes Flusskreuzfahrtschiff bei Gönyű zum Bild für den historisch niedrigen Donaupegel wird und dem Kernkraftwerk Paks das Kühlwasser auszugehen droht — laut Clip rund 40 Prozent der ungarischen Stromerzeugung. Aus Kroatien kommen Bilder freigelegter Wracks in der Drau, aus Rumänien die Meldung, dass das Militär einen Felsen im Flussbett gesprengt hat, um mehr Wasser zum Kernkraftwerk Cernavodă zu leiten. Mick leitet daraus Verteilungskonflikte um Wasser innerhalb der EU ab; Stefan zitiert die Zahl, dass ein Binnenschiff durch 250 Lastwagen ersetzt werden müsste. Die Reederei Navrom beziffert ihren Verlust für sechs Wochen auf rund 1,6 Millionen Euro, Dacia und Ford stoppen ihre Produktion in Rumänien; Mick verweist auf eine Modellrechnung, nach der anhaltende Sommer dieser Art bis 2030 fünf bis sieben Prozent des BIP kosten würden. Ungarn schaltet Güterzüge zwischen 17 und 22 Uhr ab, lässt das Budapester Parlamentsgebäude unbeleuchtet und ruft zum Stromsparen auf. Beide diskutieren, warum aus dieser Lage keine politische Bewegung entsteht — Stefan verweist auf den Kanzlersatz „die Welt geht nicht unter", Mick auf das Ende der Klimadebatte mit der Ampel. 00:37:21 Rhein bei 1,54 Meter: Binnenschifffahrt, Industrie, Medienkritik Ein Bericht aus dem Duisburger Hafen nennt den Rheinpegel von 1,54 Meter; weil Schiffe kaum noch beladen werden können, braucht dieselbe Fracht die vier- bis fünffache Schiffszahl. Ein Tanker fährt gar nicht erst, weil der Spritverbrauch die transportierte Menge übersteigen würde. Im Tagesthemen-Interview erklärt ein Ökonom des Instituts der deutschen Wirtschaft, dass der Rhein 80 Prozent der deutschen Binnenschifffahrt trägt, dass allein der Kraftstofftransport rund 3.000 Tanklaster pro Tag erfordern würde und dass Produktionen wie bei BASF heruntergefahren werden. Stefan macht daran seine zentrale Medienkritik fest: Die Einstiegsfrage „Wie ernst ist die Lage?" sei ein Kniefall vor Skeptikern, den sich eine Nachrichtenredaktion angesichts bundesweiter Dürre nicht mehr leisten könne. Mick verknüpft das mit der seit zwanzig Jahren diskutierten Investitionslücke und einem Text von Ijoma Mangold über das umgekehrte Verhältnis von Deutschland und seinen Urlaubsländern; als Konsequenz fordert er Redundanzen, Stefan eine Solarpflicht für jeden Neubau. Zum Abschluss die Frage nach den Flusskreuzfahrten, deren Einordnung als gesamtwirtschaftlich nachrangig Stefan als Verachtung des Publikums liest — und Mick am Beispiel der Rheindörfer durchrechnet, die vom Ausflugsverkehr leben. 01:00:53 Kein Wasser fürs Feld: Landwirtschaft, Waldbrände, Hitzetote In Südbaden ist der Salat der Familie Dinger bei Emmendingen vertrocknet, die Bewässerung aus nahen Bächen ist behördlich untersagt; in Schweigern dürfen Vater und Sohn Schmelzle ihre Zwiebeln nicht mehr aus dem Bach gießen. Stefan und Mick arbeiten sich daran ab, dass die Beiträge das Entnahmeverbot als behördliche Willkür rahmen, obwohl die Flüsse schlicht leer sind, und dass eine Off-Stimme ein trockengefallenes Bett noch „fast ausgetrocknet" nennt. Mick erklärt die Anschlussfähigkeit dieser Deutung für Wählerschaften, in denen der Klimawandel bestritten wird, und fragt, warum dieselben Bauern, die wegen des Agrardiesels mit Traktoren nach Berlin und Brüssel fuhren, jetzt schweigen. Es folgen Meldungen zu Waldbränden westlich von Athen, um Spokane im US-Bundesstaat Washington und in der niederländischen Provinz Limburg sowie eine Reportage aus dem griechischen Megara, wo ein Ehepaar fast 900 Tiere verloren hat. Die deutsche Vorsorge illustriert ein Beitrag über die ehrenamtliche Luftrettungsstaffel Bayern und die Verdopplung der Tage mit hoher Waldbrandgefahr seit den 1960er-Jahren. Verkehrsminister Steffen Bilger stellt nach einem Krisentreffen ein Notfallkonzept vor; Claudia Kemfert kommt als einzige mit dem Einwand zu Wort, die Bundesregierung reagiere nur. Den Abschluss bilden die RKI-Schätzung von 1.900 hitzebedingten Sterbefällen, der italienische Hitzealarm, die Ausbreitung der Tigermücke und ein Wetterbericht, der 18 Tage über 35 Grad an einer Station am Oberrhein als beispiellos einordnet. 01:33:57 Dank an die Unterstützer Stefan dankt den während der Sommerpause hinzugekommenen Unterstützerinnen und Unterstützern namentlich und liest ihre Begleitworte vor. Aus einer Zuschrift — „Ihr gehört zu den wenigen Menschen in meiner Welt, die so denken wie ich" — entwickelt er eine These über die Schweigespirale in Deutschland und den Irrtum, die eigene Position sei eine Minderheitenposition. 01:37:35 Wehrdienst: Dänemark, Deutschland, Südkoreas Senior Army Ein Bericht blickt „etwas neidisch" nach Dänemark, wo Frauen gemustert werden, der Wehrdienst von vier auf elf Monate verlängert wird und sich so viele freiwillig melden, dass das Losverfahren nie nötig war. Stefan und Mick zerlegen die Reportage: das Wort „Neid", die Rolle des Königshauses, die Aufrüstung wegen Grönland, die verschwiegenen Blutreserven im hohen Norden und die Größenordnung einer Armee von rund 20.000 Personen. Zur deutschen Lage nennt ein Korrespondentenbericht rund 10.000 fest eingeplante Freiwillige gegenüber dem Ziel von 20.000, den Aufwuchs auf 270.000 Soldatinnen und Soldaten bis Mitte der 2030er-Jahre sowie 50 seit dem Aussetzen der Wehrpflicht abgebaute Kasernen. Stefan argumentiert, die Wehrpflicht werde nicht wegen der Masse verlangt, sondern als Qualitätsfrage, lasse sich so aber nicht kommunizieren. Als Gegenmodell dient eine Reportage über Südkoreas „Senior Army", in der Rentner freiwillig Lasertraining absolvieren; Stefan liest das Projekt als Gesundheitspolitik zur Verlängerung der Healthspan und ordnet es in Südkoreas demografische Lage ein. Mick sieht darin ein Mittel gegen Vereinzelung, Stefan zieht aus den gemischten dänischen Stuben eine bevölkerungspolitische Pointe. 02:08:17 Studierende unter Druck und das Zivildienst-Comeback Ein Bericht räumt mit dem Bild der genussvoll studierenden Erbengeneration auf: Annabella finanziert ihr Studium in München mit Zehn-Stunden-Schichten am Tegernsee, weil sie kein BAföG beantragt; Maximilian studiert in Aachen auf Lehramt neben zwei Nebenjobs und einem unbezahlten Pflichtpraktikum. Eine Studie beziffert die Jobquote auf jeden zweiten Studierenden gegenüber jedem dritten vor zehn Jahren, eine Trendstudie den Anteil derer, die psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen, auf 32 Prozent. Stefan empfiehlt, KI als Werkzeug zur Durchsetzung von Sozialleistungsansprüchen zu nutzen; Mick rechnet die Bilanz nach dem Studium aus Rückzahlung, Kredit und Privatschulden vor. Der zweite Teil gilt dem vorbereiteten Zivildienst-Comeback, das Mick als hypothetisches Thema auf einer Hypothese kritisiert. Die Caritas-Präsidentin widerspricht im Studiogespräch der Annahme, ein Ersatzdienst würde Personalprobleme im Sozialbereich lösen, verweist auf die Gesetzeslage und die zu erwartenden kleinen Zahlen und benennt die Diskrepanz zwischen rund 2.600 Euro Sold und rund 250 Euro Taschengeld im Freiwilligendienst. Stefan und Mick nehmen die Fragehaltung der Moderation auseinander — insbesondere die Frage, ob die Caritas sich an der Finanzierung beteiligen könnte. 02:37:51 Bonusthema: Das Volksbad vor der Volksbühne Weil im Theater gebaut wird, hat der neue Intendant der Berliner Volksbühne ein 25 Meter langes Schwimmbecken davorgesetzt, Eintritt frei, Baden auch nackt. Stefan liest die Aktion als Inszenierung mit „Mut zur Devianz" und hebt hervor, dass das Denkmalschutzamt eigens die zulässige Höhe des Beckens festgelegt hat, während Berlins Infrastruktur verfällt. Mick lobt, dass hier nicht auf die Bürokratie verwiesen, sondern gebaut wurde, und dass aus einer Brachfläche ein Begegnungsort wird. Stefan verbindet das mit Occupy Wall Street und der Aufforderung „Bring Tent" — die Berliner Entsprechung sei, die Badehose mitzubringen und Teil des Geschehens zu werden. Zum Schluss die Ansage, dass der Podcast zu Spotify zurückgekehrt ist und deshalb künftig Werbung enthalten wird, sowie der Aufruf an zahlende Unterstützer, sich per E-Mail mit dem Namen aus dem Kontoauszug zu melden, um werbefrei zu bleiben.
  • Leben und Tod 15.07.2026 3h 9min
    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal 00:00:00 Fernsehpodcast 188 Der lange Auftaktblock gehört dem NATO-Gipfel in Ankara: Empfang mit Pomp bei Erdoğan, eine Show der Rüstungsdeals über 40 Milliarden Dollar, dazu Trumps Vorwurf, die Europäer hätten ihn im Iran-Krieg im Stich gelassen. Mick beschreibt den Wandel der NATO vom Wertebündnis zum „Buyer's Club", in dem sich Staaten gegenseitig hochmoderne Waffen verkaufen; Stefan sieht im Doppeltrend aus Militarisierung und Finanzialisierung eine von der Realwirtschaft entkoppelte Ersatz-Wachstumsstrategie nach dem Green Deal. In eingespielten Tagesthemen-Ausschnitten befragt Jörg Schönenborn Außenminister Johann Wadephul zu Verhandlungen im Iran-Krieg, neuen Schulden und der Ukraine-Hilfe — Stefan hält dagegen, dass sich die Sicherheit der Straße von Hormuz nicht an Politikeraussagen misst, sondern daran, ob man sein Schiff noch versichert bekommt. Ein Tagesthemen-Kommentar erklärt das Beistandsversprechen des Artikels 5 für tot; Mick hält die NATO nicht für tot, sondern für transformiert in ein transaktionales Bündnis, und liest das Pistorius-Interview vom Folgetag als Punkt-für-Punkt-Erwiderung darauf. Merz verkündet im Bundestag den Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern — laut Diana Zimmermann im ZDF ein Geschäft, das unter Biden und Scholz noch als Gratis-Stationierung vereinbart war. Zum Abschluss des Blocks kauft Kanada für 7,5 Milliarden Euro U-Boote der Klasse 212 CD bei TKMS: 1.500 neue Arbeitsplätze in Wismar, während die Industrie andernorts monatlich Tausende Stellen abbaut. 01:40:10 Unterstützerdank Stefan und Mick danken den Produzentinnen und Produzenten der Folge — von Patrick über Konstantin („Nachrichten darf man nicht unbeaufsichtigt gucken") bis zur Grundlastspende von Vincent Jan. Klaas empfiehlt das ARD-Format „Die Analyse des Sommerinterviews". 01:42:20 Gesundheitsreform Der zweite Block behandelt das Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken gegen die 19-Milliarden-Lücke der gesetzlichen Krankenversicherung, das im Eiltempo durch Bundestag und Bundesrat geht. Stefan erzählt eigene Erfahrungen aus Reha, Notaufnahme und einer Orthopäden-Odyssee und hält das System für fehlspezifiziert: Es rechnet rein fiskalisch statt volkswirtschaftlich und spart ausgerechnet an Prävention und Pflege — womit aus Vorsorgefällen teure Akutfälle werden. Mick kritisiert eine Berichterstattung, die statt über Finanzierungsalternativen fast nur über das Verfahren spricht: den Eilantrag von Grünen und Linken vor dem Bundesverfassungsgericht, für den Janosch Dahmen seine Minuten in den Nachrichten bekommt. Ein Tagesthemen-Kommentar nennt das Paket einen teuer erkauften ersten Schritt vor der eigentlichen Strukturreform; im anschließenden Interview wird Albrecht von Lucke gefragt, wie die Koalition das Vertrauen der Menschen zurückgewinnt. Stefan hält Vertrauen für die falsche Kategorie im Verhältnis von Bürger und Staat — es gehe um Erwartung und Abrechnung per Wahl; Mick vermutet hinter der Vertrauensfrage den unausgesprochenen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Journalismus, die politische Mitte zu bewahren. 02:43:21 Nachwuchs Zum Schluss zwei Tagesthemen-Beiträge: Der erste porträtiert Schülerinnen und Schüler der Frida-Levy-Gesamtschule in Essen, deren Bildungswege an Herkunft, abgesagten Ausbildungsplätzen und dem Einsatz einzelner Lehrkräfte hängen. Mick stört, dass der Bericht die Aussagen der Jugendlichen nicht aufgreift und ohne Einordnung endet; Stefan verweist darauf, dass genau diese Jugendlichen später die Renten zahlen sollen — und die BAföG-Erhöhung trotzdem verschoben wird, mit einer Wohnkostenpauschale von 440 Euro. Der zweite Beitrag besucht vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt das Harzklinikum in Quedlinburg, wo jeder dritte Arzt einen Migrationshintergrund hat, während die AfD ihr Programm „Deutschdenken" vorstellt. Stefan zieht mit Verweis auf Götz Aly Lehren aus der NS-Zeit und rät, die Wahl nicht zu unterschätzen. Danach verabschieden sich Stefan und Mick in eine kurze Sommerpause — die nächste Folge fällt aus.
  • Hitzeberichte 07.07.2026 2h 54min
    Wir schauen die Abendnachrichten Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Shownotes Stefan und Mick widmen sich fast zwei Stunden der Rekord-Hitzewelle und ihrer Fernsehberichterstattung, danach dem AfD-Parteitag in Erfurt, dem Wachstumspaket des Koalitionsausschusses und dem WM-Aus gegen Paraguay. 00:00:00 Begrüßung: Eine Woche Hitze als einziges Thema Stefan begrüßt Mick; heute gibt es fast nur ein Thema: die Hitzewelle mit 40 Grad. Beide stellen fest, dass das Thema so schnell verschwindet, wie es kam — obwohl man „gerade einfach nicht leben kann". 00:01:52 Sprühnebel in Köln, Wasserwerfer in Berlin, volle Notaufnahmen Clips zeigen Kölner Sprühnebel und Wasserwerfer am Brandenburger Tor — für Mick eine PR-Aktion. Die Essener Notaufnahme meldet bis zu 20 Prozent mehr Patienten — ohne das Wochenende wäre es laut Stefan zur Kliniküberlastung gekommen. 00:08:18 Unvorbereitete Städte und die Parkplatzfrage Ein Clip nennt versiegelte Böden und fehlende Grünflächen als Ursachen. Mick hält die Lösungen für bekannt, aber politisch unerwünscht: Die Berliner CDU streicht die Fahrradweg-Verordnung und feiert Parkplätze — für Stefan der Inbegriff des Falschen. 00:11:27 „Daran müssen wir uns gewöhnen": Hitzealltag im Fernsehen Eine ARD-Moderation nennt den Rekordtag ein Zeichen des Klimawandels, „an das wir uns wohl gewöhnen müssen" — Mick widerspricht: An 40 Grad in der Wohnung gewöhnt sich niemand. Stefan berichtet von zwei Notarzteinsätzen in der Klasse seines Sohnes, während das Fernsehen fröhliche Kinder im Sprühwasser zeigt. 00:16:00 Elbtunnel, Keller und Binnen-Klimaflüchtlinge Hamburger fliehen in den kühlen Elbtunnel; Stefan schläft mit seinem Sohn im Keller, Mick konnte seine 50 Grad heiße Dachwohnung nicht mehr betreten. Beide entwickeln den Begriff des Binnen-Klimaflüchtlings: Es gibt keinen Ort zum Ausweichen. 00:19:25 Rekorde in Saarbrücken, Tropennächte und Taupunkt Saarbrücken meldet mit 41,3 Grad die höchste je im Juni gemessene Temperatur; Tropennächte hält Stefan für gefährlicher als die Tageshitze. Wie einst den R-Wert müsse man jetzt Taupunkt und Luftfeuchtigkeit lernen. 00:24:28 Flucht an die Küste, CSD und überhitzte Altenheime Clips zeigen Urlauber im Seebad Binz und den CSD in München. Im Sana Klinikum Offenbach schildern Ärzte ältere Patienten, die zu wenig trinken; in Dormagen mussten Senioren wegen überhitzter Räume versorgt werden — für Mick Folge eines renditegetrimmten Systems. 00:28:18 Geplatzte Autobahnen und Halbmarathon bei 40 Grad Die Hitze sprengt die Asphaltdecke der A2, in Thüringen sprüht der Winterdienst Wasser statt Salz. Stefan fragt polemisch, wen man dafür ins Gefängnis stecken müsse, wenn schon Autobahnblockaden eine Straftat sind. Der Halbmarathon in Breitnau findet statt, Hamburg sagt ab. 00:33:20 Private Hitzeschutzpläne für den Alltag Aus einem Clip über das ausverkaufte Besucherbergwerk im Erzgebirge entwirft Stefan einen privaten Hitzeschutzplan: morgens Freibad, mittags Höhlenführung. Zwei Wochen mit 40 Grad wären laut Mick „hart am Zivilisationszusammenbruch". 00:37:31 Bunker, Tunnel und Klimaanlagen aus China Stefan lobt das finnische Bunker-Modell und fordert Tunnelsysteme unter deutschen Städten, Klimaanlagen aus China und eine Billion Euro Extra-Verschuldung. Mick kritisiert, dass nicht einmal die Grünen eine Kampagne vorbereitet hatten — die Politik antworte nur mit Zwei-Tage-Statements. 00:42:35 Wetterbericht und gefühlte Temperatur Für Berlin bis zur Lausitz werden 42 bis 43 Grad angekündigt. Stefan fordert Wetterberichte mit gefühlter Temperatur und Sonnentemperatur — die Schattenwerte gelten nur, „falls sie gerade unter einem Baum stehen". 00:46:39 Drei Rekordtage, Waldbrände und der Meteorologen-Befund Der deutsche Hitzerekord fällt an drei Tagen in Folge, zuletzt mit 41,7 Grad im Landkreis Oder-Spree. Im Landkreis Bad Kreuznach wird das Dorf Traisen evakuiert, weil im brennenden Wald Weltkriegsmunition explodiert. ZDF-Meteorologe Özden Terli nennt die Lage „historisch". 00:51:59 Klimavermittlung, Merz' Klimaanlage und Medienkritik Der These, die Erderwärmung sei „schwierig zu vermitteln", widerspricht Stefan: Nach elf Tagen Hitzewarnung braucht niemand ein Vermittlungsseminar. Nur für Friedrich Merz' Büro im Kanzleramt sei eine Klimaanlage eingebaut worden; Mick ergänzt die EU-Kommission, wo es nur bei Ursula von der Leyen kühl bleibt („Klimafeudalismus"). Der öffentlich-rechtliche Rundfunk habe das Klima nie als Sicherheitsthema angenommen; Mick fordert Panik. 01:03:35 Hitzeschutz-Defizite und das Grünen-Sofortprogramm Nur etwa jede dritte Klinik hat Klimaanlagen; Katharina Dröge fordert ein Sofortprogramm für Kliniken, Pflegeheime und Schulen. Stefan geht das nicht weit genug. Mick verweist auf die Finanzierungsfrage — 600 Milliarden für Rüstung, Schuldenbremse. 01:09:02 Regierung verweist auf Länder und Kommunen Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärt, „eine Chefsache wird das Wetter nicht ändern"; Hitzeschutz sei Sache der Länder und Kommunen — die laut Stefan 30 Milliarden Euro Defizit haben. 01:15:09 Exkurs: „Wer bestellt, bezahlt" — kommunale Finanzen Merz kündigt an, ab 1. September keine Gesetze mehr zu machen, die Kommunen ohne Kostenausgleich belasten. Stefan erklärt das Grundproblem: Der Bund bestellt Sozialpolitik ohne Budget. Mick wendet ein, die Konsequenz sei nur, dass der Bund gar nichts mehr bestellt. 01:18:14 Umweltminister Schneider im Tagesthemen-Interview Im Interview mit Ingo Zamperoni verweist Carsten Schneider bei Klimaanlagen für Krankenhäuser auf die Zuständigkeit der Einrichtungen. Stefan kritisiert, dass Minister nur Probleme beschreiben statt Lösungen zu liefern; Mick beklagt, dass Minister nicht mehr für ihr Ressort kämpfen. Ein ARD-Kommentar rechnet vor: Hitzetage kosten die Wirtschaft rund 430 Millionen Euro täglich — Mick fragt, warum nur der Kommentar so konkret ist. 01:31:21 Unterstützerdank: Fabio präsentiert Präsentator der Folge ist Fabio, der kommentarlos 119,99 Euro geschickt hat. Raphael wird Produzent; weitere Danksagungen an René, Dominik und Anna, Christiane, Matthias, Wolfgang und andere. 01:32:57 AfD-Parteitag in Erfurt und die Gegendemonstrationen Ein Tagesschau-Clip rahmt den Bundesparteitag als potenziellen Ausnahmezustand: 50.000 erwartete Demonstranten, 2.500 davon als gewaltbereit eingeschätzt. Stefan kritisiert die Dramatisierung — tatsächlich wurde es ein weitgehend friedliches Happening. Mick verteidigt Demonstrationen als gemeinschaftlichen Ausdruck von Missfallen. 01:37:40 Weidel und Chrupalla in den Interviews danach Im ZDF fragt Dunja Hayali Alice Weidel nach innerparteilicher Bestrafung von Selbstkritik (Tino Chrupalla verlor nach Kritik an der Vetternwirtschaftsaffäre fast zehn Prozent) und nach dem Treffen mit Martin Sellner — Weidel weicht aus und attackiert Öffentlich-Rechtliche und Verfassungsschutz. Mick argumentiert, Berichterstattung über innerparteiliches Gerangel mache die AfD eher attraktiv; das eigentliche Thema sei der Deal der Parteiflügel um Höcke und Kubitschek, Konflikte bis zu den Landtagswahlen ruhen zu lassen. Fazit beider: Dieser Journalismus ist der AfD nicht gewachsen. 01:58:37 Koalitionsausschuss: Das Wachstumspaket Im heute journal ist von „Schicksalstagen" der Koalition die Rede: Vor der Sommerpause sollen Wachstumspaket und Reformen stehen. Merz erwartet einen „großen Sprung nach vorn" — für Stefan eine zeitlose Aussage, die auch aus 1956 stammen könnte. Dirk Wiese kündigt die Einkommensteuerreform zum 1. Januar 2027 an. 02:05:06 Einkommensteuerreform und Reichensteuer Das Paket: zehn Milliarden Euro Entlastung, bis zu 600 Euro jährlich pro Familie, gegenfinanziert durch eine Reichensteuer bis 47 Prozent ab 280.000 Euro. Stefan argumentiert mit dem Gini-Koeffizienten — 0,3 beim Einkommen, 0,8 beim Vermögen: Die Steuer geht am Problem vorbei, weil Renditen nicht als Einkommen gelten. 02:09:00 Krankschreibung, Befristungen, Entbürokratisierung Die Koalition schafft die telefonische Krankschreibung ab; Stefan hält das für sinnfreies Agenda-Setting, Mick ordnet es als Kulturkampf-Thema im „faule Deutsche"-Diskurs ein. Zu den flexibilisierten Befristungen verweist Stefan darauf, dass die Bundesministerien selbst stark befristen. Söder lobt im Clip: Der Kanzler wolle „Deutschland wieder flott kriegen". 02:14:55 Klingbeil im heute journal: Einkommen versus Vermögen Klingbeil verteidigt die „Superreichensteuer" als Fairness-Signal; Stefan rechnet vor, dass nach den ab 2028 steigenden Rentenbeiträgen von den 600 Euro eher ein Minus bleibt. Sein Frankfurt-Quiz: 80.000 Millionäre und 13 Milliardäre in der Stadt, aber keine 3.000 Einkommensmillionäre in ganz Hessen — die Steuer trifft fast niemanden. 02:28:20 WM-Aus gegen Paraguay Deutschland scheidet aus — zum dritten Mal in Folge früh, erstmals durch ein verlorenes Elfmeterschießen. Mick nennt das Spiel eine „Vollkatastrophe"; die Endzeitstimmung in Fußball-Podcasts sei schlimmer als 2018. Eingespielt werden Merz' Tweets („Wir sind stolz auf euch") und Fan-Stimmen; dazu Nagelsmanns Spielerauswahl und die 90er-Jahre-Trikots. 02:40:09 Sportphilosoph Gebauer deutet das Ausscheiden In den Tagesthemen deutet Gunter Gebauer die Niederlage als „Schwarzsehen", das sich mit der Auflösung von Gewissheiten verbinde. Stefan hält die Verknüpfung für grotesk: Spitzenfußball ist eine von der Realität entkoppelte Welt. Mick verteidigt Gebauer teilweise; Stefan spottet über dessen Satz, es gebe bis zur nächsten WM „nur kleinere Meisterschaften" — dabei steht eine Europameisterschaft an. 02:46:39 „Klopp ist top" und Verabschiedung Ein Tagesthemen-Kommentar plädiert für Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer; Stefan schließt sich nach dem „Prinzip der Seniorität" an. Mick ist skeptisch, ob Klopps Pressing-Fußball nach fast zehn Jahren ohne Traineramt funktioniert. Für nächste Woche kündigen beide den Haushalt an. „Haut rein. Bis nächste Woche."
  • Vertrag von Versailles II 25.06.2026 3h 11min
    Wir schauen die Abendnachrichten Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal 00:00:00 Fernsehpodcast 186 „Deutschland schmilzt, aber wir bleiben cool" – unter dieser Hitze-Losung steigen wir ein. Eine Clip-Collage stimmt schon das große Thema an: Trump hat die Rahmenvereinbarung mit dem Iran nachts eigenhändig mit schwarzem Filzstift im Schloss Versailles unterzeichnet, statt tags darauf in der Schweiz im Beisein von J. D. Vance. Ein Kommentar deutet den „Iran-Deal" als das Gegenteil dessen, was Trump verlangt hatte – als „Kapitulation", allerdings die der USA. Davor der Smalltalk: zwei Wochen Pause wegen Italien, Micks Bericht von zwölf glühend heißen Tagen in Rom (Schweizergarde, Petersdom-Kuppel, Deutscher Friedhof) und Stefans Empfehlung, dort unbedingt eine Führung zu buchen. 00:11:41 Parteitag der Linken Der Bundesparteitag in Potsdam wird breit beachtet – mit ungünstigen Vorzeichen. Der Eröffnungsclip (Dunja Hayali, ZDF) verweist auf BR-Recherchen, wonach Teile der Linksjugend Diktatoren verherrlichen und antisemitische Parolen verbreiten. Stefan spottet über die Erwartung, nach 2002 Geborene müssten „nochmal versichern", mit Honecker gebrochen zu haben; Mick merkt an, dass der Bericht drei Tage vor dem Parteitag kaum zufällig erscheine. Beide beschreiben den Richtungskampf zwischen jüngerer Basis und alteingesessener Kaderstruktur und Stefans Demografie-Argument: Das Wählerpotenzial verschiebe sich, auch wenn die Partei bei elf Prozent stagniere. Am Streit um den Genozid-Begriff entzündet sich die Grundsatzfrage: Mut zu klarer Sprache oder „voreilender Gehorsam"? Es geht um das Dilemma vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern – Profilierung gegen die CDU versus „Einheitspartei" zur Rettung der Demokratie. Bei der Personalie erreicht Luigi Pantisano ohne Gegenkandidat nur gut 53 Prozent; beide zerlegen seinen Auftritt als zu unkonkret und seine Aussage, die CDU mache „faschistische" Politik, als historisch falsches und politisches Eigentor. Zum Schluss kontern mehrere Tagesthemen-Clips mit dem Vorwurf, die Linke mache „Politik aus dem Hörsaal statt fürs Werkstor" – Stefan und Mick drehen den Spieß um: Nach Wirtschaftskompetenz werde die CDU nie gefragt. 01:24:56 Unterstützerdank Dank an Präsentatorinnen, Produzentinnen und Unterstützer – mit Selbstkritik, weil Stefan Heike (150 Euro, „mein Seelenbalsam in einfacher Geschwindigkeit") nicht zuerst genannt hat. Es danken wir außerdem Philipp und Christian (Wien), Franz, Tim, Eike, Isa, Ingeborg, Torben, Konrad, Sebastian (Pfalz), Stefan aus Dresden, René, Andreas, Wiebke, Annalisa, Johann und Lydia. Running Gag: der notorische Frauenmangel auf der Liste. 01:28:43 Iran Das mit Abstand längste Kapitel: Mick hat allein zum Iran rund 200 Clips auf etwa 70 heruntergebrochen, weil sich nichts trennen lässt – Trumps Geburtstag, G7-Gipfel, Ukraine und die Straße von Hormuz sind ein einziger „politischer Brei". Leitthese: Was Wadephul, Macron und Merz darstellen, klafft weit auseinander von der „Grundenttäuschung" über den Deal in den Sendern. „Deal" nennt es nur Trump, alle anderen sprechen von einer Absichtserklärung. Stefan entfaltet (über einen Salon-Clip von Reemtsma und Nachtwey) den Begriff des Bullying: situativ, eine Gelegenheit, die ergriffen wird – genau so agiere Trump, während alle nur auf seine Reaktion warten. Es gebe gar keine ergebnisorientierten „Verhandlungen": Iran sitze am längeren Hebel, weil Trump nur drohen könne, in vier Wochen gehe „uns das Öl aus". Im Zentrum steht die Anpassung Europas an Trumps Linie. Außenminister Wadephul beschreibt bei Hayali einen „ersten guten Schritt"; Stefan bittet, die Clips „in dreifacher Geschwindigkeit" abzuspielen. Den Höhepunkt bildet Friedrich Merz im Gespräch mit Markus Preiß: Statt zu gratulieren, lobt er die Schwächung des „Terrorismus in der Region" (Houthis, Hisbollah, Hamas) als „großen Erfolg" und stellt die Öffnung der Straße von Hormuz in Aussicht – zweimal sei Merz mit Trump-Kritik „auf die Nase geflogen", nun bleibe er einfach bei dessen Position. Parallel entwickeln beide die These eines transaktionalen „Tit for Tat": Europa sichert die Meerenge mit Minenräumbooten, dafür rückt Trump bei der Ukraine wieder näher heran. Stefan berichtet aus dem Deutschlandfunk von ukrainischen Erfolgen und folgert, ohne die USA laufe es erstaunlich gut; Mick hält dagegen, dem Kriegsziel komme man nicht näher. Beim Israel-Block geht es um Netanyahu, der keines seiner Kriegsziele erreicht habe und vor den Herbstwahlen Erfolge brauche – Knackpunkt Libanon und Hisbollah. Regierungsnahe israelische Medien erklärten nun ausgerechnet die US-Verhandler und J. D. Vance zu „Antisemiten". Dann der Moment der Unterzeichnung in Versailles und ein Heute-Journal-Beitrag mit den „14 Punkten" (Kriegsende an allen Fronten, Öffnung der Straße von Hormuz, Sanktionsaufhebung, Atomverzicht) – für beide eine bloße „Wunschliste". Micks kontraintuitiver Take: Vielleicht löse die Aussicht auf Investitionen und Milliardenflüsse im iranischen Regime mehr Disruption aus als 60 Jahre Sanktionen – ein „Nixon-goes-to-China-Moment". Die letzten Schalten nach Luzern und Tel Aviv zeigen jedoch das Scheitern in Echtzeit: mögliche iranische Suspendierung, Gerüchte über eine erneute Sperrung der Meerenge, israelische Angriffe im Südlibanon und Netanyahus Weigerung zurückzuweichen. 03:05:35 Finale Ein Ausblick auf das Thema der nächsten Woche im „Neuen Zwanziger": die Rente. Stefan hält schon mal eine Suada bereit – über Superjachten, die er aus dem Flugzeug über Sardinien und Korsika fotografiert habe, über das „Schweden-Modell" der Aktienrente und über SpaceX, das binnen fünf Tagen so viel Buchwert verloren habe, „wie wir in 20 Monaten an Rente auszahlen". Seine Pointe: Wenn das Geld an der Börse „für uns arbeiten" soll – wer erarbeitet dann die Rendite? Mick: „Die Roboter, die auf dem Mars Rohstoffe abbauen." Dazu der entlarvte Mythos der „Rente mit 63" und das Theater um Bärbel Bas und das unantastbare „Gesamtpaket" der Kommission. Dann Verabschiedung in den heißen Sommer.
  • Kanzler Spahn 19.05.2026 3h 9min
    Stefan und Mick besprechen die Nachrichtenwochen Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal 00:00:00 KI und alte Männer Zum Auftakt laufen mehrere Clips: Roland Emmerich kündigt einen komplett KI-produzierten Film für 30 bis 40 Millionen statt 300 Millionen an und bezeichnet Skepsis gegenüber KI als „feindliche Haltung", ein älterer Handwerker erklärt, Frauen sollten keine 40-Kilo-Mörtelsäcke schleppen, weil sie „noch ein Kind gebären" sollten, woraufhin im Clip eine Malermeisterin aus Göttingen widerspricht. Stefan und Mick stellen fest, dass sie noch nie so viele absurde Männerauftritte im Fernsehen gesehen hätten, und Mick zweifelt, ob Emmerichs Kostenversprechen einzuhalten sei, da in Hollywood ein hoher Filmpreis längst Marketingargument an sich sei. Stefan fügt hinzu, er würde mit dieser Wette nicht zu Polymarket gehen, weil am Ende ohnehin „alle Roland Emmerich" seien. 00:03:42 Soziologie und Quatsch Stefan erzählt, er habe jahrelang vermieden, Leuten von seinem Studium zu erzählen, und Soziologie meist als „fast wie Zoologie, nur ohne Tiere" abgetan, was er inzwischen für zutreffend halte, wenn er die Abendnachrichten schaut. Er kündigt an, deshalb mitten in einen Clip einzusteigen, in dem es um den Koalitionsstreit gehe. 00:05:56 Der Sozialsystem-Streit Die Tagesthemen greifen eine Aussage von Arbeitsministerin Bärbel Bas auf, die in der Regierungsbefragung gesagt hatte: „Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein." Im Beitrag wird diese Aussage als faktisch falsch eingeordnet, und als Belege für die Empörung „im Land" werden Stimmen von Focus Online, Bild und Julian Reichelt (Nius) eingespielt, der von „Mist, einer Lüge" und Zynismus spricht. Stefan argumentiert, gemeint sei offensichtlich, dass niemand wegen der Sozialsysteme einwandere, und nennt es Humbug, Reichelt, Bild und Focus als Stimme „des Landes" zu inszenieren, statt sie zu ignorieren. Mick spricht von einer „kollektiven Psychose", in der man glaube, zu wenig miteinander zu reden, und kritisiert, dass die Tagesthemen einen aus dem Kontext gerissenen Satz aufgreifen, weil sie auf Twitter den vermeintlichen blinden Fleck sähen, und so Nius erstmals als rechenschaftsfähiges Medium behandelten. Stefan ergänzt, mit dieser Logik müsse sich auch die SPD-Spitze zunehmend an Nius andienen, ähnlich wie die CDU sich der AfD annähere, während die ARD damit selbst überflüssig werde. 00:15:20 Fakten gegen Empörung Stefan stellt der Empörungsdebatte Zahlen entgegen: Die Rentenkasse profitiere von Migranten, da jeder im Schnitt rund 7000 Euro pro Jahr in die Sozialsysteme einzahle, und die migrantische Bevölkerung sei im Schnitt 9,4 Jahre jünger als die deutsche, bei Menschen mit Migrationshintergrund sogar elf Jahre. Er verweist auf den anstehenden Renteneintritt des geburtenstarken Jahrgangs 1964 mit 1,1 Millionen Menschen im Jahr 2029 und darauf, dass mehr als die Hälfte aller Neuanstellungen in Deutschland auf Ausländer entfalle. Mick ergänzt, der einzige Bevölkerungsnettozuwachs in ganz Europa stamme noch aus dieser Form von Einwanderung, und vergleicht die Debatte mit der früheren Diskussion über „Totalverweigerer" beim Bürgergeld: Man rede über eine Gruppe von wenigen Tausend, während eine demografische Schieflage Millionen betreffe. In einem weiteren eingespielten Clip verteidigt Bas ihre Aussage mit dem Hinweis auf den Fachkräftemangel und darauf, dass die Unternehmen jeden bräuchten, der im Land sei und arbeiten könne; Stefan und Mick zitieren zudem eine Reportage von Sarah Tacke über übergewichtige, depressive Bürgergeldempfänger als Beispiel für die parallel laufende Stigmatisierungsdebatte. 00:21:49 Bilanz der GroKo Stefan und Mick ziehen Bilanz nach einem Jahr Friedrich Merz und kommentieren einen Heute-Journal-Bericht zur SPD-Pressekonferenz in der Reichstagskuppel. Stefan zerlegt Matthias Miersch wegen dessen Auftritt und Formulierungen wie „wir wollen einen Ausblick tun", Mick beschreibt die Verlegenheitsauftritte der SPD-Spitze. Beide bemängeln, dass die SPD trotz Umfragetief um 12 Prozent keine eigenen inhaltlichen Akzente setzt, etwa Vermögensteuer oder Verteidigung des Acht-Stunden-Tags, und stattdessen den Konflikt mit dem Koalitionspartner scheut. Im Clip wird die GroKo als von „Zoff und Zank" geprägt beschrieben, was Stefan zurückweist: Streit sei der Sinn von Politik, sonst hätte man gleich Merz, Dobrindt und Spahn wählen können. Mick verweist auf Bärbel Bas als Beispiel für eine Politikerin, die mit klarer Ansage mediale Wirkung erzielt habe. 00:29:15 Vier Erfolge, viel Spott Anhand eines ARD-Berichts zum einjährigen Bestehen des Koalitionsvertrags „Verantwortung für Deutschland" gehen Stefan und Mick die vier Erfolgsmeldungen durch, die ein CSU-Landesgruppenchef im Clip aufzählt: Migrationswende geliefert, Bürgergeld abgeschafft, neuer Wehrdienst eingeführt, Heizungsgesetz vom Kopf auf die Füße gestellt. Stefan rechnet die Bürgergeld-Einsparung auf 80 Cent pro Bürger und Jahr herunter, bezeichnet den Wehrdienst als bloße Personalrekrutierung statt Wehrpflicht und verweist beim Heizungsgesetz auf die geopolitische Abhängigkeit von Trump, dem iranischen Regime und chinesischen Erneuerbare-Anbietern. Eingespielt wird auch Katherina Reiche, die das von ihr so genannte Gebäudemodernisierungsgesetz als Investitions- und Planungssicherheit sowie Technologieoffenheit präsentiert und damit Habecks 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien rückgängig macht, sowie Friedrich Merz mit dem Bild, Deutschland sei kein Schnellboot, sondern ein großes, schweres Schiff. Mick ordnet ein, die Erwartungen an Merz seien von Beginn an im Keller gewesen, der Name „Koalition aus Verantwortung" signalisiere bereits Management statt Gestaltung, und der hin- und herschwimmende Migrationskurs (Merz' Forderung, 80 Prozent der Syrerinnen und Syrer zurückzuführen, gefolgt von der Verkündung, das Migrationsproblem sei gelöst) zeige die Widersprüche. Beide diagnostizieren, dass die Regierung sich von Bild und Nius Erwartungen aufdrängen lasse, an denen sie zwangsläufig scheitere, und ziehen einen Vergleich zum Brexit-Versprechen von 350 Millionen Pfund pro Woche für den NHS. Mick schlussfolgert, eine andere Diskursverschiebung etwa zur Vermögensteuer wäre möglich, wenn die Tagesthemen sie analog zur Bürgergeld-Debatte über Wochen bespielten. 00:45:49 Spahn und die Macht Stefan rahmt Jens Spahn als Hauptfigur einer ARD-Doku zum ersten Jahr Merz und liest dessen Rückblick auf den gescheiterten ersten Kanzlerwahlgang („mein erster Impuls war schade") als bewusst kalkulierte Positionierung gegen Merz. Mick ordnet die Berichterstattung darüber ein und beobachtet eine Parallelität, in der Journalisten wie Robin Alexander einerseits gegen die Regierung schössen, andererseits dem Merz-Projekt aus Mangel an Alternativen Erfolg wünschten. Beide diagnostizieren ein strukturelles Ende des „Kanzlerwahlautomaten": Weder Scholz noch Merz erzeugten noch Adenauer-, Kohl- oder Merkel-artigen personellen Auftrieb, SPD und CDU stünden auf der „Restrampe". Stefan benennt die staatspolitische Verantwortungs-Erzählung, Merz jede Chance einzuräumen, weil danach nur die AfD komme, als genau jenen Modus der Alternativlosigkeit, der die 27-Prozent-AfD weiter wachsen lasse. 00:51:45 Vermögen, SPD und Krisen Stefan spielt einen Heute-Journal-Clip, in dem Lars Klingbeil neben der Einkommenssteuerreform eine höhere Vermögensteuer ins Gespräch bringt und Spitzenverdiener zu mehr Solidarität aufruft; Stefan kontert mit dem Hinweis auf Frankfurter Bekannte, die täglich 100.000 Euro Rendite einstrichen, und kritisiert, dass die SPD die eigentliche Vermögensfrage gar nicht mehr aufwerfe, sondern nur höhere Arbeitseinkommen meine. Mick hält die Vermögensteuer in dieser Koalition für chancenlos und schlägt – wie schon in vorherigen Folgen angesprochen – eine zweite, von der Klingbeil-Spitze gelöste SPD aus Basis und Gewerkschaften vor, die sich als Antiposition für die Zeit nach der Koalition aufstelle. Stefan ergänzt aus eigener Quelle, in Bundestagsfraktion, Ländern und Kommunen „leiden alle unter Lars", teils mehr als unter Merz. Im Tagesthemen-Clip wird Spahn am Jahrestag des Koalitionsvertrags mit 86 Prozent zum Fraktionschef wiedergewählt; Stefan deutet Tag und Ergebnis als bewusste Inszenierung gegen Merz, an dem nun „kein Weg mehr vorbei" führe, während Mick Merz als Gefangenen seiner eigenen Fraktion mit 11 Prozent Beliebtheit beschreibt, dessen Reformherbst und Frühlingsreformen ausgeblieben seien. Die Krisenlage – ausbleibende US-Wende nach den Midterms, fortlaufender Iran-Krieg, Ukraine-Krieg, Xis möglicher Taiwan-Kalkül nach Trumps Besuch – verschärfe diesen Befund; Stefan fürchtet eher drei weitere Iran-Kriege als deren Ende. Ein weiterer Clip zeigt Spahn und SPD-Fraktionschef Miersch, die im Zeitungsinterview ihre Beziehung und gemeinsame Erfolge bei Wehrdienst, europäischer Asylpolitik und Bürgergeldreform betonen; Stefan vergleicht dies mit „Chuck-Schumer-Vibe" und verweist darauf, dass die gemeinsame europäische Asylpolitik unter einem SPD-Kanzler in der Ampel angelegt worden sei. Mick fasst zusammen, dass beide Parteien – CDU bei 24, SPD bei 12 Prozent – politisch im Kern leer seien und im gleichen Modus wie vor 20 Jahren glaubten, ihre Erfolge nur besser vermitteln zu müssen. 01:04:23 CDU und Realität Stefan und Mick ordnen einen Clip aus einer ARD-Doku ein, in dem Alexander Dobrindt die Schuldenbremse als „tiefe Verwundung" der Unionsfraktion beschreibt. Stefan kontrastiert das mit dem Umstand, dass die Koalition mit einem 500-Milliarden-Sondervermögen gestartet ist. 01:05:29 Sondervermögen vor Ort Ein Reportage-Clip zeigt Woltersdorf in Brandenburg, das rund 3,166 Millionen Euro aus dem Sondervermögen erhält und damit unter anderem Brückenpfeiler und barrierefreie Straßenbahnhaltestellen finanzieren will; die Kommunalpolitik zeigt sich erfreut. Mick schlägt vor, in größerem Umfang Helikoptergeld an die Kommunen auszuschütten, damit diese vor Ort sichtbare Maßnahmen wie Brücken oder Fahrradwege umsetzen können. Er verbindet das mit dem späteren Beispiel, wonach 82 Prozent der Menschen in Sachsen-Anhalt dem Staat nicht mehr vertrauten. 01:07:50 Politische Ratlosigkeit der Koalition In einem Clip beschreibt SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf das Gefühl, vom Koalitionspartner im Stich gelassen zu werden, ohne konkrete Schritte zu benennen. Mick diagnostiziert, dass es der Koalition nicht gelinge, eine politische Wende herbeizuführen oder ein Gefühl von Sicherheit und staatlicher Handlungsfähigkeit zu vermitteln. Auch Erfolge wie die Bürgergeld-Debatte fühlten sich am Ende für niemanden besser an. 01:11:05 Spahn gegen den Stillstand Im Doku-Clip zeigt sich Jens Spahn genervt vom „Rumgesitze und Gerede" im Politikbetrieb und davon, dass nichts entschieden werde. Stefan fragt, wie ein Journalist es zulassen könne, Spahn in Regierungsverantwortung als Wutbürger auftreten zu lassen. Mick ordnet Spahns Auftritte als bewusste Status-Inszenierung ein: als „kleiner Trump" innerhalb der CDU positioniere er sich gegen Friedrich Merz und sammle Aufmerksamkeit für die Zeit nach Merz. In einem weiteren Clip räumt Spahn ein, man hätte ein besseres Erwartungsmanagement betreiben müssen. 01:15:32 Pflege als Minenfeld Ein Clip kündigt für Mitte Mai den Gesetzentwurf zur Pflegeversicherungsreform an, ein Thema mit politischem und sozialem Sprengstoff. Stefan rechnet vor, dass stationäre Pflege ab rund 4.000 Euro monatlich koste und eine Vollversicherung etwa 80 Prozent des Einkommens beanspruchen würde – einen Raum für populäre Entscheidungen sieht er hier nicht. Mick ergänzt, dass die demografischen Probleme nun durchschlagen, der politische Modus aber unverändert auf kleinteilige Reformen mit ein paar Euro Mehrkosten und Leistungskürzungen hinauslaufe. 01:18:40 Entlastung scheitert im Bundesrat Stefan und Mick besprechen die im Bundesrat gescheiterte Entlastungsprämie: Unternehmen sollten freiwillig bis zu 1000 Euro steuerfrei an Beschäftigte auszahlen können. In einem Clip aus der Länderkammer wird die rhetorische Frage gestellt, ob die Prämie zwar gut gemeint, aber auch gut gemacht sei. Laut Bericht stimmte kein unionsgeführtes Land zu und nur vier der sieben SPD-geführten Länder, was als Steilvorlage für die Opposition gewertet wird. Mick erklärt das Scheitern damit, dass die Länder das Steueraufkommen tragen müssten und die Bundesregierung die Finanzierung nicht geregelt habe. Lars Klingbeil verweist in einem Clip auf die Belastungen durch den Iran-Krieg und hält seine Hand ausgestreckt, während der scheidende Ministerpräsident Alexander Schweitzer aus Rheinland-Pfalz den Tag nicht als Blamage, aber als wenig erfolgreich für die Bundesregierung einordnet. 01:27:30 Korte über die Koalition Eingespielt wird ein Interview mit Karl-Rudolf Korte: Auf die Frage nach Wetten auf ein vorzeitiges Koalitionsende verweist er auf die Zwölfstimmenmehrheit, die zwar deutlich, aber mühsam sei; eine Mehrheit mit der AfD würde die CDU zerreißen. Korte beschreibt zudem das Auslaufen der Kanzlerdemokratie, weil das Kraftzentrum des Kanzleramts in der gewohnten Form nicht mehr existiere und Prozesse zwischen den Häusern nicht funktionierten. Stefan greift den Befund auf, dass das Kraftzentrum nicht mehr im Kanzleramt liege. Mick ordnet ein, dass sich strukturell etwas in den Parteien verschoben habe, unter anderem als Folge der Merkel-Jahre und der Abwendung von der Mitte. 01:34:48 Merz und die Machtfrage Mick beschreibt Friedrich Merz als Gefangenen seiner eigenen Fraktion: Anders als Merkel, die unliebsame Fraktionsvorsitzende habe wegmobben können, habe Merz keine Basis in der Partei und könne Spahn nicht entfernen. Auch die ehemals lautstarken Merz-Unterstützer aus der Jungen Union seien innerhalb eines Jahres umgeschwenkt und würden notfalls eine Minderheitsregierung unter Spahn in Betracht ziehen. Stefan vermisst bei Korte die Erzählung, dass die CDU dadurch zu einer Partei unte
  • Trump auf dem Baum 17.04.2026 3h 33min
    Stefan und Mick besprechen die Nachrichtenwochen Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Micks Podcast Weltpolitik und das Klein-Klein der anderen Länder: Neben der Spur In dieser Episode analysieren Stefan und Mick aktuelle Nachrichtenbeiträge zur internationalen Berichterstattung über den Iran-Konflikt und die globale Energiekrise. Zudem betrachten sie die Reaktionen der deutschen Politik sowie diplomatische Entwicklungen in Taiwan und im Vatikan. Umfragewerte und Reformdebatte Stefan und Mick besprechen zu Beginn sinkende Zustimmungswerte von Politikern wie Friedrich Merz und Lars Klingbeil. Sie fassen zusammen, wie die mediale Berichterstattung Diskussionen über Entlastungspakete und Strukturreformen miteinander verbindet. Energiekrise und Benzinpreise Die Podcaster greifen Berichte über eine neue Vorgabe auf, wonach Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich erhöhen dürfen. Sie geben Reaktionen von Logistikunternehmern wieder, die aufgrund steigender Kraftstoffpreise Auftragsrückgänge verzeichnen. Zudem vergleichen sie Maßnahmen anderer Länder wie Pakistan, das eine Vier-Tage-Woche im öffentlichen Dienst anordnet, mit der deutschen Debatte über ein Tempolimit und fassen Aussagen der Wirtschaftsökonomin Monika Schnitzer zusammen. US-Außenpolitik und Iran-Konflikt Im Zentrum steht die Rhetorik des US-Präsidenten Donald Trump, der mit einer weitreichenden Zerstörung des Irans und einem NATO-Austritt droht. Stefan und Mick fassen die Reaktionen europäischer Politiker auf diese Ankündigungen zusammen. Darüber hinaus thematisieren sie die Blockade der Straße von Hormuz durch den Iran und geben Einschätzungen von Experten wie Daniel Gerlach wieder, die Trumps Verhalten als Teil einer Verhandlungsstrategie einordnen. Internationale Diplomatie und Taiwan Die Sprecher beschreiben einen Beitrag über den Besuch der taiwanesischen Oppositionspartei Kuomintang in Peking. Sie geben wieder, dass dieser diplomatische Austausch vor dem Hintergrund anhaltender chinesischer Militärmanöver stattfindet. Außerdem fassen sie die Äußerungen von Papst Leo XIV. zusammen, der sich als Vermittler im Konflikt anbietet und zu Frieden aufruft. Koalitionsstreit und AfD-Forderungen Abschließend analysieren Stefan und Mick die mediale Darstellung eines öffentlich ausgetragenen Konflikts zwischen Katharina Reiche (CDU) und Lars Klingbeil (SPD) über Instrumente wie die Übergewinnsteuer und die Pendlerpauschale. Sie geben wieder, wie Kanzler Merz die Beteiligten zur Geschlossenheit aufruft. Am Ende erwähnen sie aktuelle Umfragewerte, bei denen die AfD zulegt, und fassen einen Vorschlag der AfD in Sachsen-Anhalt zusammen, Auslandsdeutsche zur Lösung demografischer Probleme anzuwerben.
  • Fernsehmomente: Die Tisza tritt über die Ufer! 13.04.2026 45min
    Stefan und Niklas besprechen kurz die Wahlen in Ungarn Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Niklas Niklas bei Instragram: https://www.instagram.com/niklas.schmucker/ Shownotes In dieser Episode besprechen Stefan und Niklas die politischen Entwicklungen in Ungarn nach den jüngsten Wahlergebnissen und dem Eingeständnis einer Niederlage durch Viktor Orbán. Sie analysieren den Aufstieg des Herausforderers Péter Magyar sowie die mediale Aufarbeitung von Korruption und staatlichen Missständen. 00:00:01 Einleitung in die ungarische Politik Stefan und Niklas diskutieren die internationale Aufmerksamkeit für die Wahl in Ungarn, die unter anderem in der New York Times thematisiert wurde. Sie beziehen sich auf einen Beitrag von Dunja Hayali, wonach der Besuch des US-Politikers J.D. Vance in Budapest die Umfragewerte der Regierungspartei nicht stabilisieren konnte. Niklas erläutert Orbáns Versuch, sich im Wahlkampf als Friedensstifter gegenüber dem Ausland zu inszenieren, während Stefan die Darstellung Ungarns als verarmtes Land hinterfragt. 00:17:53 Orbans Niederlage und ihre Bedeutung Die Sprecher analysieren Orbáns öffentliche Ansprache, in der er seine Wahlniederlage einräumte, noch bevor alle Stimmen ausgezählt waren. Sie diskutieren die Einschätzung des Korrespondenten Michael Bewerunge, der das Ergebnis als pro-europäisches Votum wertet, wobei Niklas auf die tief verwurzelte anti-russische Tradition in der ungarischen Geschichte verweist. Zudem wird thematisiert, ob die EU diesen Moment für institutionelle Reformen nutzen kann, um künftige Blockaden durch einzelne Mitgliedstaaten zu verhindern. 00:36:22 Wahlkampf und die Herausforderungen Niklas beschreibt den Werdegang von Péter Magyar, einem ehemaligen Fidesz-Insider, der nach einem Skandal um die Begnadigung eines Pädophilen zum Whistleblower wurde. Anhand eines Wahlkampfvideos aus einem Krankenhaus in Vác zeigen die Sprecher auf, wie Magyar marode Zustände im Gesundheitswesen – wie den Mangel an Toilettenpapier und Seife – instrumentalisiert. Diese Fokussierung auf alltägliche Probleme der Bevölkerung wird als zentraler Baustein seiner erfolgreichen Mobilisierung gegen das System Orbán identifiziert. 00:38:50 Korruption und ihre Folgen In diesem Kapitel wird die gezielte Weiterleitung von Staatsgeldern an regierungsnahe Oligarchen wie István Tiborcz und Lőrinc Mészáros thematisiert. Stefan und Niklas besprechen Informationen aus einem Nachrichtenbeitrag, wonach das Umfeld Orbáns durch überteuerte Bauprojekte jährlich Milliardenbeträge an Steuergeldern abschöpft. Die Sprecher konstatieren, dass die resultierende wirtschaftliche Stagnation und die geringe Kaufkraft der Bürger entscheidend zur Abkehr von der bisherigen Regierung beigetragen haben. 00:41:06 Orbans politischer Wandel Die Sprecher rekapitulieren Orbáns Weg vom liberalen Studentenführer der 1980er Jahre bis hin zum autoritären Regierungschef. Niklas erklärt, wie Orbán durch die Nutzung der Flüchtlingskrise und die Inszenierung als Verteidiger des Christentums seine Macht festigte. Gleichzeitig wird analysiert, wie Herausforderer Magyar die staatliche Medienkontrolle umging, indem er soziale Plattformen wie Facebook für seine Kommunikation nutzte und so die junge Wählerschaft erreichte. 00:43:47 Ausblick und zukünftige Entwicklungen Stefan und Niklas schließen die Episode mit einer Einordnung der künftigen politischen Landschaft ab, wobei sie darauf hinweisen, dass auch Péter Magyar konservative Positionen vertritt. Sie erörtern die Wahrscheinlichkeit einer demokratischen Machtübernahme im Jahr 2026 und bleiben skeptisch hinsichtlich der Geschwindigkeit des Wandels. Die Episode endet mit einem Hinweis auf den Benzinpreisdeckel in Ungarn und einen Ausblick auf Niklas’ kommenden Aufenthalt in Warschau.
  • Der König ist tot 17.03.2026 3h 11min
    Wir schauen die Nachrichtenwoche Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Micks Podcast Weltpolitik und das Klein-Klein der anderen Länder: Neben der Spur Podcast Wir besprechen die Großwetterlage mit Florentine. -> Der angesprochene Insta-Account von Marlene Zscherper editorische Notiz: Unterstützerdank und längeres Intro wieder beim nächsten Mal. Kapitelmarken auch KI-generiert, da ist beim nächsten Mal auch wieder besser.
  • Wahlkampf in der reichsten deutschen Stadt 24.02.2026 1h 23min
    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Stefan spricht mit Kolja Müller, Spitzenkandidat der SPD in Frankfurt, über Kommunalpolitik. Das Leben in Frankfurt am Main wird maßgeblich durch extreme sozioökonomische Kontraste und strukturelle Handlungsdefizite bestimmt. Während 80.000 Buchmillionäre in der Stadt leben, verfügen 50 Prozent der Haushalte über ein Nettoeinkommen von maximal 3.000 Euro, wovon oft die Hälfte für die Miete aufgewendet werden muss. Dem gegenüber steht ein ehrenamtliches Stadtparlament, das mit einer minimalen Aufwandsentschädigung einen 6-Milliarden-Euro-Haushalt kontrolliert. Um der eskalierenden Wohnungsfrage zu begegnen, bedarf es nach dem Vorbild Wiens oder Ulms einer städtischen Entwicklungsgesellschaft für eine aktive Bodenpolitik , da traditionelle Förderinstrumente bei einem öffentlichen Flächenanteil von lediglich 58 Prozent – abzüglich Infrastruktur – nicht mehr ausreichend greifen. Am Beispiel des Bahnhofsviertels manifestiert sich die Diskrepanz zwischen realer Problemlage und medialer politischer Inszenierung („virtuelle Politik“). Die Errichtung eines Suchthilfezentrums, das den etwa 250 lokalen drogenkranken Menschen einen sicheren Aufenthaltsort bieten soll , diente als Katalysator für den Bruch der regierenden Koalition durch die FDP. Diese Fokussierung auf emotionalisierende Law-and-Order-Diskurse überdeckt fundamentale Verteilungskonflikte, etwa wenn globale Investoren wie die Allianz milliardenschwere Immobilienprojekte in direkter Nachbarschaft zum urbanen Elend realisieren. Anstatt sich auf isolierte Brennpunkte zu fixieren, muss die strukturelle Ungleichheit durch bewusste Sichtbarmachung als politisches Instrument genutzt werden. Zur Überwindung der kommunalen Ohnmacht erfordert es eine institutionelle Emanzipation der Großstädte gegenüber Land und Bund. Ein massiv aufgewerteter Deutscher Städtetag könnte analog zur historischen Entwicklung des Europaparlaments von einem reinen Entsendegremium zu einem echten politischen Machtzentrum transformiert werden, um der dramatischen Unterfinanzierung der Kommunen – aktuell ein bundesweites Defizit von 31 Milliarden Euro – effektiv entgegenzutreten. Begleitet werden muss dieser Prozess durch die Etablierung einer „K-SPD“ (Kommunal-SPD), die sich radikal auf lokale Daseinsvorsorge konzentriert und einen systematischen Wissenstransfer zwischen den Städten organisiert. Letztlich bedingt eine solche pragmatische Kümmerer-Politik auch die Infragestellung restriktiver fiskalischer Dogmen wie der Schuldenbremse, um dringend benötigte öffentliche Infrastrukturinvestitionen zu ermöglichen.
  • Großer Staat, guter Staat 12.02.2026 3h 28min
    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Micks Podcast Weltpolitik und das Klein-Klein der anderen Länder: Neben der Spur
  • Hemisphärenidiotie 13.01.2026 3h 43min
    Stefan und Mick gucken die Abendnachrichten Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Micks Podcast Weltpolitik und das Klein-Klein der anderen Länder: Neben der Spur Shownotes Stefan und Mick blicken auf eine zugespitzte weltpolitische Lage zwischen den USA und China und diskutieren Mechanismen von Komplizenschaft in autoritären Systemen. Zudem analysieren sie die innenpolitischen Reaktionen auf Infrastrukturausfälle in Berlin und das politische Theater in Bayern. 00:19:05 Blackout Berlin Stefan und Mick besprechen den großflächigen Stromausfall im Berliner Südwesten und die Reaktionen der Landespolitik, insbesondere von Kai Wegner und Franziska Giffey. Sie thematisieren die Einstufung des Vorfalls als linksextremen Anschlag der "Vulkan-Gruppe" und diskutieren die Resilienz der kritischen Infrastruktur sowie den Einsatz der Bundeswehr zur Versorgung der Bevölkerung. Zudem wird die Kritik an Wegners Freizeitgestaltung während der Krise eingeordnet. 00:53:47 Wer braucht Söder? Anhand der CSU-Klausur in Seeon analysieren die beiden die Auftritte von Markus Söder und Friedrich Merz. Sie diskutieren Söders politische Rhetorik, das Verhältnis der Union zur SPD-Initiative bezüglich einer Reform der Erbschaftssteuer und Stefan stellt die generelle Notwendigkeit von Ministerpräsidenten infrage. 01:17:07 Minnesota Das Kapitel widmet sich einem tödlichen Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis. Stefan und Mick ordnen die Aussagen von J.D. Vance und Donald Trump ein, die das Vorgehen der Beamten als Notwehr legitimieren, und ziehen Parallelen zu historischen Entwicklungen, Erinnerungskultur und der Normalisierung staatlicher Gewalt. 01:36:05 Unterstützerdank Stefan dankt den Produzenten und Unterstützern des Podcasts. 01:39:41 Trumps Hemisphäre-Politik Der Schwerpunkt liegt auf der aggressiven US-Außenpolitik unter Donald Trump, inklusive einer militärischen Intervention in Venezuela zur Festsetzung von Nicolas Maduro und Plänen zur Übernahme Grönlands. Stefan und Mick analysieren anhand zahlreicher Nachrichtenclips die geopolitischen Folgen, die Reaktionen aus Europa und China sowie das Konzept globaler Einflusssphären im Kontext eines möglichen neuen Kalten Krieges.
  • Ganz große Momente 15.12.2025 3h 31min
    Wir schauen die Abendnachrichten Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Webseite https://stefanschulz.com/podcasts Shownotes Stefan und Mick analysieren in dieser Episode die mediale Berichterstattung über den Rentenstreit, das Auftreten von Wirtschaftsverbänden und die geopolitische Lage. Im Zentrum stehen der Konflikt innerhalb der Union, die Rolle der USA im Ukraine-Krieg sowie die neue US-Sicherheitsstrategie und deren Auswirkungen auf Europa. 00:00:00 Fernsehpodcast 173 Stefan und Mick eröffnen die Episode mit einer Betrachtung der kommenden Fußball-WM in den USA und der Rolle von Donald Trump sowie der FIFA. Sie ordnen die mediale Darstellung dieser Ereignisse und die damit verbundenen politischen Implikationen ein. 00:06:22 Wirtschaftsverbände Die Gastgeber analysieren die Einladung von AfD-Politikern durch den Verband der Familienunternehmer und das anschließende Zurückrudern der Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann. Sie diskutieren den aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung im Kontrast zur Inflation bei Alltagütern. Zudem wird der Auftritt von SPD-Politikerinnen beim Arbeitgebertag thematisiert, ebenso wie die Rhetorik von BDI-Präsident Siegfried Russwurm, der den Wirtschaftsstandort in einem "freien Fall" sieht. 01:16:03 Unterstützerdank Stefan bedankt sich bei den Unterstützern des Podcasts und weist auf die Möglichkeiten zur Förderung des Formats hin. 01:18:57 Rentenstreit in der CDU Stefan und Mick widmen sich dem innerparteilichen Konflikt der Union bezüglich des Rentenpakets der Bundesregierung, insbesondere dem Widerstand der Jungen Union unter Johannes Winkel. Sie analysieren die mediale Inszenierung eines "Showdowns" und das taktische Abstimmungsverhalten der Linken, das die Mehrheit der Koalition sicherte. Des Weiteren werden die Umfragewerte zur Rentenpolitik, die Debatte um eine "Lebensarbeitszeitrente" und die Einsetzung einer neuen Rentenkommission besprochen. 02:32:57 Krieg in der Ukraine Die Gastgeber beleuchten die Rekordumsätze der globalen Rüstungsindustrie und diskutieren Aussagen der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas zur Finanzierung der Verteidigung. Ein Schwerpunkt liegt auf den diplomatischen Aktivitäten der Trump-Vertrauten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und wie diese im Vergleich zu den Bemühungen europäischer Politiker wie Olaf Scholz und Emmanuel Macron dargestellt werden. 03:13:19 US Sicherheitsstrategie Abschließend analysieren Stefan und Mick die neue nationale Sicherheitsstrategie der USA, die scharfe Kritik an der europäischen Migrations- und Regulierungspolitik übt. Sie besprechen die Reaktionen deutscher Politiker, wie die Zurückweisung der Kritik durch den CDU-Abgeordneten Johann Wadephul, und ordnen das Papier in den Kontext der transatlantischen Beziehungen ein.
  • Der Billionenvernichter 20.11.2025 3h 17min
    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Shownotes Stefan und Mick widmen sich in dieser Episode intensiv der Debatte um den neuen Wehrdienst und analysieren die Berichterstattung anlässlich des 70. Geburtstags der Bundeswehr. Zudem beleuchten sie die innerparteilichen Diskussionen der Union zur Rentenpolitik sowie die aktuellen wirtschaftlichen Prognosen des Sachverständigenrats. 00:08:01 Ich war nicht im Presseclub ;( Stefan erläutert seine Abwesenheit beim „Presseclub“. Im Anschluss analysieren Stefan und Mick Ausschnitte der Sendung, in denen der Journalist Gabor Steingart zu Gast war. Steingart äußert sich darin zu Zukunftsszenarien, einem möglichen Währungsschnitt und dem demografischen Wandel, wobei er eine „Politik für Ältere“ konstatiert. Die Podcaster ordnen diese Aussagen ein und diskutieren deren Implikationen. 00:13:06 Neuer Wehrdienst Dieses Kapitel behandelt die umfassende Debatte zur Einführung eines neuen Wehrdienstmodells. Zunächst wird ein Zitat von Gabor Steingart besprochen, der die Priorität der Landesverteidigung gegenüber infrastrukturellen Mängeln an Schulen betont. Dem gegenübergestellt werden Berichte über Kinderarmut in Deutschland, basierend auf Zahlen von UNICEF. Im weiteren Verlauf analysieren Stefan und Mick Äußerungen von Verteidigungsminister Boris Pistorius, der von einem aktuellen Bewerberüberhang bei der Bundeswehr spricht. Es folgen Ausschnitte aus der Berichterstattung zum 70. Geburtstag der Bundeswehr, darunter ein Zitat von Norbert Röttgen zur Rolle Adenauers sowie die Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim feierlichen Gelöbnis, in der er für eine allgemeine Dienstpflicht wirbt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Berichterstattung von Korrespondentin Diana Zimmermann über die politischen Verhandlungen zum Wehrdienst, insbesondere bezüglich des „Losverfahrens“. Abschließend wird ein Interview mit einem Schülersprecher thematisiert, der die mangelnden Investitionen in die Jugend im Kontext der Wehrpflichtdebatte kritisiert. 01:34:16 Merz, JU, Rente Das Thema Rentenpolitik steht im Mittelpunkt dieses Abschnitts. Eingeleitet wird die Diskussion durch einen Clip von Gabor Steingart, der für eine Umstellung des Rentensystems auf den Kapitalmarkt plädiert. Stefan und Mick analysieren anschließend den Auftritt von CDU-Chef Friedrich Merz beim Deutschlandtag der Jungen Union. Merz weist dort Forderungen nach einer Absenkung des Rentenniveaus zurück. Kontrastiert wird dies mit Aussagen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der Verständnis für die Positionen der Jungen Union signalisiert und Gesprächsbedarf mit der SPD anmeldet. Die Podcaster untersuchen die Dynamik dieses Konflikts innerhalb der Union. 02:20:09 Wirtschaftspolitik Stefan und Mick besprechen das Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen. Die Vorsitzende Monika Schnitzer erläutert in eingespielten Clips die geringe Wachstumsprognose von 0,2 Prozent und geht auf die Bedeutung von „strukturellem Wachstum“ ein. Zudem wird der Dissens innerhalb des Gremiums thematisiert, insbesondere die Forderung von Veronika Grimm nach Ausgabenkürzungen sowie Nikola Fuchs-Schündelns Plädoyer für eine Reform der Erbschaftssteuer. Ergänzend betrachten die Podcaster Berichte über Infrastrukturprobleme bei der Deutschen Bahn, spezifisch die Sperrung am Kölner Hauptbahnhof und den Stand bei Stuttgart 21, sowie Entscheidungen des EU-Parlaments zur Lockerung des Lieferkettengesetzes. 03:03:15 Jungesellen & Feuerphalus Anhand eines Berichts aus dem Ahrtal diskutieren Stefan und Mick das Brauchtum der dortigen Junggesellenvereine. Der Beitrag zeigt den Bau meterhoher Holzkonstruktionen für Martinsfeuer in den Weinbergen und den Wettbewerb zwischen den Vereinen. 03:16:26 Neben der Spur Zum Abschluss geben Stefan und Mick einen Ausblick auf kommende Projekte und verabschieden sich.
  • Kommunale Weltpolitik 10.11.2025 3h 51min
    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Micks Podcast: Neben der Spur Stefan und Mick analysieren in dieser Episode die Berichterstattung über einen großen Waffenfund und die politischen Implikationen auf kommunaler Ebene. Weitere Schwerpunkte sind die Bürgermeisterwahl in New York City, die globalen wirtschaftlichen Spannungen sowie interne Debatten der CDU zur Syrien-Politik. 00:00:00 Fernsehpodcast 171 Stefan und Mick beginnen die Episode mit einer Betrachtung der technischen Probleme bei der Digitalfunk-Umrüstung der Bundeswehr. Sie kommentieren die Berichterstattung darüber und ziehen Vergleiche zu technischen Herausforderungen bei Fernsehsendern. 00:04:56 recht viele Neonazis Die Moderatoren diskutieren einen Nachrichtenbeitrag über einen umfangreichen Waffenfund und hinterfragen kritisch die behördliche Einschätzung, es gäbe keine rechtsextremen Bezüge. Anschließend thematisieren sie eine Studie zu Social-Media-Algorithmen und deren Einfluss auf die politische Wahrnehmung. Abschließend analysieren sie die pragmatische Amtsführung eines AfD-Bürgermeisters, der entgegen der Parteilinie Windkraft-Einnahmen nutzt. 00:57:32 Schwimmbäder und Weltpolitik Anhand der drohenden Schließung kommunaler Schwimmbäder diskutieren Stefan und Mick die Unterfinanzierung der Kommunen und stellen das "Bürgerbudget" in Merseburg als positives Gegenbeispiel vor. Sie thematisieren zudem die Diskrepanz zwischen offizieller und gefühlter Inflation sowie die Krise auf dem Wohnungsmarkt. Dabei kritisieren sie den Abriss von vorhandenem Wohnraum zugunsten teurer Neubauten. 01:41:36 Kommunalwahl in NYC Der Wahlsieg des Sozialisten Zoran Mamdani bei der Bürgermeisterwahl in New York City steht im Mittelpunkt dieses Kapitels. Stefan und Mick analysieren, wie Mamdani durch Fokus auf Sachthemen und als Gegenpol zum Establishment punkten konnte. Ergänzend besprechen sie ein Interview mit dem Autor George Packer über autoritäre Tendenzen in den USA unter Donald Trump. 02:28:52 Weltwirtschaftsdurcheinander Die Moderatoren betrachten die verschobenen Machtverhältnisse in der Weltwirtschaft nach dem APEC-Gipfel, bei dem sich Chinas Präsident Xi als Bewahrer des Welthandels inszenierte. Sie diskutieren die schwierige Position Europas zwischen den USA und China sowie aktuelle negative Wirtschaftsdaten aus Deutschland. Zudem thematisieren sie den maroden Zustand der deutschen Schieneninfrastruktur. 03:13:13 - Evonik Chef, ohje Stefan und Mick analysieren ein Interview mit Evonik-Chef Christian Kullmann, der sich gegen eine CO2-Bepreisung ausspricht. Sie kritisieren seine Argumentation, dass solche Abgaben die Innovationskraft der deutschen Industrie hemmten, als typische Unternehmer-Rhetorik. 03:38:22 CDU und Syrien Zum Abschluss besprechen die Moderatoren einen internen Konflikt der CDU bezüglich möglicher Rückführungen nach Syrien. Sie kontrastieren die skeptische Einschätzung des Außenpolitikers Wadephul mit den Forderungen anderer Parteimitglieder nach einer "patriotischen Pflicht" zur Rückkehr. Stefan und Mick bewerten diese Debatte als politisch motiviertes Manöver.
  • Stadtbild & Losverfahren 23.10.2025 3h 8min
    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal 00:02:16 Merzens Stadtbild Die Episode beginnt mit der "Stadtbild"-Äußerung von Friedrich Merz und der Vagheit des Begriffs. Clips zeigen, wie Merz einen Zusammenhang zur Migration herstellt. Mick ordnet die Äußerung als politische Taktik der CDU ein, um vor Landtagswahlen das Thema "innere Sicherheit" zu besetzen. Stefan kontrastiert dies mit seiner eigenen Wahrnehmung von Problemen im Stadtbild, wie der Dominanz von Autos oder sichtbarer Armut. Ein Clip mit dem CDU-Politiker Manuel Hagel verdeutlicht, dass die Debatte primär um eine "empfundene Sicherheitslage" geführt wird. 01:21:57 Widerspruch von Frauen Die Reaktionen auf die "Töchter"-Äußerung von Friedrich Merz. Gezeigt wird der Protest von Frauen, darunter Luisa Neubauer und Ricarda Lang, unter dem Motto "Wir sind die Töchter". Stefans These lautet, dass dieser spezifische Widerspruch Merz dazu zwang, seine Aussagen aus dem Ausland zu präzisieren. Dabei habe Merz von einem Zettel abgelesen und die Notwendigkeit von Einwanderung für den Arbeitsmarkt betont, während er Probleme auf nicht-arbeitende Migranten beschränkte. 01:29:28 Merzens Brandbauer Die Stabilität der "Brandmauer" der CDU zur AfD, ausgelöst durch Äußerungen von Peter Tauber. Dessen Vorschlag war, notfalls mit der AfD abzustimmen, wenn andere Parteien CDU-Positionen nicht mittragen. Ein Clip der Thüringer CDU illustriert den Druck aus den Landesverbänden, die zwar Kooperationen ausschließen, aber Abstimmungen mit der AfD als "Realität" bezeichnen. Die Dementis von Friedrich Merz (eine Zusammenarbeit ausschließend) werden angesichts dieser Entwicklungen als wenig bedeutsam bewertet. 01:47:14 Korte, Krieg Die Regierungsarbeit der Koalition, gestützt auf Einschätzungen des Politikwissenschaftlers Karl-Rudolf Korte. Korte beschreibt die Regierung als "Defensivbündnis" und "atemlose Notgemeinschaft", die von gegenseitigem Misstrauen geprägt sei. Anschließend folgt die Berichterstattung zum Krieg, beginnend mit Warnungen deutscher Nachrichtendienste vor russischer Sabotage. Ein Beitrag über einen Drohnen-Wettbewerb in der Ukraine und Berichte über deutsche sowie EU-Pläne zur Stärkung der Luftverteidigung werden wiedergegeben. 01:57:38 Unterstützerdank Stefan dankt den Produzentinnen und Produzenten des Podcasts für ihre finanzielle Unterstützung. 02:00:32 Wehrpflicht durch Losverfahren, haha Der Koalitionsstreit um das neue Wehrdienstgesetz. Zentraler Streitpunkt ist die CDU-Forderung nach einem verpflichtenden Mechanismus (Losverfahren), falls die Freiwilligkeit nicht ausreicht. Es wird gezeigt, wie CDU-Politiker wie Jens Spahn und Norbert Röttgen das Losverfahren als "fair" und "gerecht" verteidigten. Dem gegenüber stehen die praktischen und verfassungsrechtlichen Probleme (Wehrgerechtigkeit), die bereits zur Abschaffung der Wehrpflicht führten (Zitat Thomas Wiegold). Die abgesagte Pressekonferenz dient als Beleg für das Chaos und den Widerstand von Verteidigungsminister Pistorius, der auf Attraktivität statt Zwang setzt. 02:57:35 Rente Abschließend der Koalitionsstreit zur Rente. Stefan merkt an, dass die Regierung sich nun gleichzeitig mit den Jungen (Wehrpflicht) und den Alten (Rente) anlege. Mick kritisiert das Schweigen junger linker Politiker zu diesen Themen, während junge Unions-Abgeordnete das Thema Generationengerechtigkeit besetzen. Das Kapitel schließt mit einem Clip von Moderatorin Wellmer, die an die Koalition appelliert, "geräuschlos" zu arbeiten, was von beiden als Teil des Problems bewertet wird.

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