Der Pudel und der Kern - Philosophie to go

Der Pudel und der Kern - Philosophie to go

Dr. Albert Kitzler und Jan Liepold
Krajina Nemecko
Jazyk DE
Epizódy 216
Najnovšia 16.09.2026

Der Philosophiepodcast 'Der Pudel und der Kern' thematisiert die großen Fragen des Lebens: Was macht ein erfülltes Leben aus? Wie finden wir zu innerer Ruhe und Gelassenheit? Der Philosophieexperte Dr. Albert Kitzler und Moderator Jan Liepold diskutieren und beantworten Hörerfragen, indem sie die Weisheitslehren von Seneca, Konfuzius, Platon und Buddha auf die Herausforderungen des modernen Alltags anwenden. Der Podcast verbindet praktische Philosophie mit aktuellen Lebensfragen.

Epizódy

  • #223 Zukunftsangst. Wie wir in schwierigen Zeiten die Zuversicht bewahren. 16.09.2026 27min
    Kriege, Klimakrise und politische Unsicherheit: Zwei Hörerinnen schreiben uns, wie sehr sie der Zustand der Welt belastet. Emma spricht von „Weltschmerz“, Sabine von Zukunftsangst – bis hin zur Frage, ob man heute noch Kinder in die Welt setzen sollte. Wie können wir Anteil nehmen, ohne zu verzweifeln? Albert und Jan sprechen in dieser Pudelkern-Folge darüber, wo wir tatsächlich etwas bewirken können und was wir annehmen müssen. Dabei geht es um stoische Gelassenheit, aktives Mitgefühl und die Frage, ob wir auch in schwierigen Zeiten glücklich sein dürfen. Ein möglicher Ausweg: sich engagieren, wo wir etwas verändern können, Zuversicht bewahren und das eigene Leben nicht aus den Augen verlieren. Also vom passiven Weltschmerz zur aktiven Lebensgestaltung.
  • #222 Martin Buber. Warum alles wirkliche Leben Begegnung ist. 08.09.2026 34min
    Wer bin ich und welche Rolle spielen die anderen dabei? Für den jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber entsteht unser Ich nicht isoliert, sondern in der Beziehung: „Der Mensch wird am Du zum Ich.“ Wirkliche Begegnung bedeutet für ihn, dem anderen offen und aufmerksam gegenüberzutreten, zuzuhören und ihn nicht nur nach seinem Nutzen für uns zu betrachten. In seinem berühmten Werk „Ich und Du“ unterscheidet Buber deshalb zwischen der funktionalen Ich-Es-Beziehung und der tieferen Ich-Du-Begegnung. Albert und Jan sprechen in dieser Pudelkern-Folge darüber, warum Bubers Philosophie gerade heute erstaunlich aktuell ist. Was unterscheidet ein echtes Gespräch von Smalltalk? Warum geht es im Dialog nicht darum, Recht zu haben, sondern sich dem anderen zu öffnen? Und weshalb brauchen wir neben Gemeinschaft und Verbundenheit zugleich Zeiten des Rückzugs und der Sammlung? Es geht um Liebe und Freundschaft, Zuhören und Resonanz, Selbstbestimmung und die Erfahrung, dass ein erfülltes Leben wesentlich dort entsteht, wo Menschen einander wirklich begegnen.
  • #221 Mark Forster meets Mark Aurel. Warum das Leben nicht nach Plan laufen muss, um gut zu werden. 01.09.2026 37min
    Kann ein Popsong philosophisch sein? In einem neuen, experimentellen Pudelkern-Format nehmen sich Albert und Jan Songtexte vor, in denen mehr steckt, als man beim ersten Hören vielleicht vermutet. Den Anfang macht „Sowieso“ von Mark Forster. Ein Gute-Laune-Song über Seitenwege, Zugverspätungen, geplatzte Pläne und die Zuversicht, dass irgendwo immer eine neue Tür aufgeht. Zeile für Zeile diskutieren die beiden, wie viel Lebensphilosophie tatsächlich in dem Song steckt. Es geht um die stoische Kunst, anzunehmen, was wir nicht ändern können, um Geduld und Gelassenheit, das richtige Maß, die Offenheit für Umwege und Veränderungen. Bis hin zur Frage, ob Forsters optimistisches „Egal wie’s kommt, es wird gut sowieso“ am Ende sogar eine popmusikalische Variante von Nietzsches Amor fati ist.
  • #220 Glaubenssätze 6. Wie uns negative Glaubenssätze begrenzen. 25.08.2026 34min
    Glaubenssätze sind tief verwurzelte Überzeugungen, die unser Denken, Fühlen und Handeln prägen. Oft sind es Geschichten, die wir uns über uns selbst und das Leben erzählen – und die uns Orientierung geben, uns aber auch einengen und begrenzen können. In dieser fünften Glaubenssatz-Folge haben Albert und Jan deshalb bewusst vier verbreitete negative Glaubenssätze ausgewählt und fragen, wie viel Wahrheit tatsächlich in ihnen steckt.
  • #219 Patañjali. Wie die Yoga-Philosophie unseren unruhigen Geist zur Ruhe bringt. 18.08.2026 34min
    Yoga ist weit mehr als Sonnengruß, Atemtechnik und Beweglichkeit. Das zeigen die rund 2.000 Jahre alten Yoga-Sutras, die Patañjali zugeschrieben werden. Ihr Ziel ist nicht körperliche Fitness, sondern innere Freiheit: Wir sollen lernen, den ständig beschäftigten Geist zu beruhigen, uns weniger mit unseren Gedanken, Begierden und äußeren Zielen zu identifizieren und dadurch wieder näher zu uns selbst zu kommen. Der Weg dorthin führt für Patañjali vor allem über zwei Dinge: Übung und Loslassen. Albert und Jan sprechen in dieser Pudelkern-Folge darüber, warum Patañjalis Philosophie erstaunlich aktuell wirkt und was sein achtgliedriger Yoga-Pfad mit einem guten Leben zu tun hat. Es geht um Gewaltlosigkeit und Wahrhaftigkeit, Selbstdisziplin und Maßhalten, Konzentration und Meditation. Aber auch um die fünf Ursachen menschlichen Leidens: Nichtwissen, Ich-Verhaftung, Begierde, Hass und die Angst, das eigene Leben zu verlieren. Und um eine Frage, die Patañjali heute vermutlich mindestens so dringlich fände wie vor 2.000 Jahren: Wie bewahren wir unsere innere Ruhe in einer Welt, die permanent um unsere Aufmerksamkeit kämpft?
  • #218 Wann Hoffnung hilft und wann sie schadet. 11.08.2026 31min
    Hoffnung kann uns durch schwere Zeiten tragen, uns Mut machen und den Blick nach vorne öffnen. Doch was geschieht, wenn wir auf etwas hoffen, das wir nicht selbst beeinflussen können? Wann wird aus Hoffnung ein verkrampftes Festhalten und aus Zuversicht die Angst vor Enttäuschung? Ausgehend von der bewegenden Zuschrift einer Hörerin sprechen Albert und Jan über die Frage, wie wir mit großen Wünschen umgehen können, deren Erfüllung nicht in unserer Hand liegt. Dabei treffen zwei philosophische Perspektiven aufeinander: Während Jan die Hoffnung gerade in schwierigen Lebenssituationen als wichtigen Hoffnungsschimmer verteidigt, warnt Albert mit den Stoikern davor, das eigene Lebensglück an die Hoffnung auf den Eintritt oder das Ausbleiben äußerer Ereignisse zu knüpfen, auf die wir keinen Einfluss haben. Gemeinsam fragen sie, wo gesunde Hoffnung endet und leidvolles Wollen beginnt, was Zuversicht von Erwartung unterscheidet und wie Gelassenheit helfen kann, Wünsche zu bewahren, ohne von ihrer Erfüllung abhängig zu werden.
  • #217 Lebensweisheiten IX. Vergleiche sind das Ende des Glücks. 04.08.2026 29min
    Manche Lebensweisheiten begleiten uns ein Leben lang. Vermutlich weil in den meist wenigen Worten erstaunlich viel Erfahrung steckt. Aber stimmen sie wirklich immer? Oder lohnt es sich, genauer hinzusehen und die vermeintlich einfachen Wahrheiten philosophisch zu hinterfragen? In der neunten Ausgabe ihrer „Lebensweisheiten“ sprechen Albert und Jan über drei aus dem Leben gegriffene Sätze: Warum uns der ständige Vergleich mit anderen unglücklich machen kann, während Vorbilder uns gleichzeitig wachsen lassen. Weshalb wir besser vor der eigenen Tür kehren sollten, bevor wir über andere urteilen. Und warum zum guten Leben auch das Gespür dafür gehört, wann es Zeit ist zu handeln, zu warten oder etwas loszulassen.
  • #216 Wie Stimmungen unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen. 28.07.2026 29min
    Mal sind wir voller Energie und Zuversicht, mal gereizt, traurig oder mutlos. Stimmungen kommen und gehen, oft scheinbar ohne Grund. Doch sind sie wirklich nur flüchtige Launen? Oder zeigen sie uns, wie es unserer Seele tatsächlich geht? Und woran erkennen wir, ob eine schlechte Stimmung einfach vorübergeht oder ein Hinweis darauf ist, dass in unserem Leben etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, welche Bedeutung Stimmungen für ein gelingendes Leben haben. Sie zeigen, warum die Philosophie eine heitere Gelassenheit als erstrebenswerte Grundstimmung versteht, weshalb auch Trauer und Melancholie ihren Platz haben und wie wir lernen können, zwischen flüchtigen Launen und wichtigen Signalen unserer Seele zu unterscheiden. Dabei wird deutlich: Stimmungen sind keine Nebensache. Sie können uns helfen, uns selbst besser zu verstehen und unser Leben bewusster zu gestalten.
  • #215 Wie kleine Schritte große Veränderungen möglich machen. 21.07.2026 51min
    Viele Menschen wissen, dass sie etwas in ihrem Leben verändern möchten. Sie wünschen sich mehr Gelassenheit, mehr Sinn oder den Mut, einen neuen Weg einzuschlagen. Doch häufig scheitert Veränderung nicht am fehlenden Wunsch, sondern an zu großen Erwartungen. Warum setzen wir uns immer wieder unter Druck? Weshalb bleiben wir lieber in vertrauten Gewohnheiten, obwohl sie uns längst nicht mehr guttun? Und warum entstehen nachhaltige Veränderungen fast nie durch einen großen Befreiungsschlag, sondern durch viele kleine Schritte? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit der Autorin und Expertin für Self-Leadership Carina Hellmich über ihr Buch „Baby Steps“. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, weshalb Ehrlichkeit sich selbst gegenüber der erste Schritt jeder Veränderung ist, warum unser Gehirn kleine Schritte liebt und wie aus neuen Gewohnheiten langfristig eine neue Identität entstehen kann. Dabei zeigen überraschende Parallelen zur antiken Philosophie: Ob Konfuzius, Sokrates oder die Stoiker, nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung beginnt nicht mit Perfektion, sondern mit Beharrlichkeit, Selbstverantwortung und der Bereitschaft, jeden Tag ein kleines Stück weiterzugehen.
  • #214 Innehalten. Wie wir bewusst aus dem Hamsterrad aussteigen können. 14.07.2026 32min
    Unser Alltag ist geprägt von Tempo, Terminen und ständiger Erreichbarkeit. Oft reagieren wir, statt bewusst zu handeln. Gerade dann, wenn wir glauben, keine Zeit zu haben, wäre es vielleicht am wichtigsten, kurz innezuhalten. Denn häufig entstehen die besten Entscheidungen nicht im Aktionismus, sondern in der bewussten Unterbrechung. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Innehalten seit der Antike als eine der wichtigsten Übungen der Lebenskunst gilt. Weshalb brauchen wir regelmäßige Momente der Stille? Warum verlieren wir im Hamsterrad so leicht den Kontakt zu uns selbst? Und wie helfen kleine Rituale, Tagebuchschreiben oder ein Spaziergang dabei, wieder Klarheit zu gewinnen? Albert erklärt, warum Distanz oft der Schlüssel zu besseren Entscheidungen ist, weshalb Philosophen von Pythagoras bis Marc Aurel zur Sammlung raten und wie regelmäßiges Innehalten zu mehr Gelassenheit, Authentizität und innerer Freiheit führen kann.
  • #213 Vereinbarkeit. Wie Familie, Beruf und das eigene Leben zusammenpassen. 07.07.2026 50min
    Vereinbarkeit klingt zunächst nach einem organisatorischen Problem. Nach Kalendern, Kinderbetreuung und flexiblen Arbeitszeiten. Doch für viele Eltern geht es um weit mehr: um Identität, Erwartungen, Schuldgefühle und die Frage, wie Familie, Beruf und die eigenen Bedürfnisse überhaupt zusammenpassen können. Gibt es den richtigen Weg zur Vereinbarkeit? Oder beginnt das Problem bereits mit unserem Anspruch, in allen Lebensbereichen gleichzeitig perfekt funktionieren zu wollen? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit der Psycholinguistin, Vereinbarkeitsexpertin und Autorin Dr. Susanne Dietz über ihr Buch „No Mom is perfect!“. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, warum Vereinbarkeit immer auch Lebenskunst ist, weshalb Pläne wichtig sind, aber flexibel bleiben müssen, und wie wir lernen können, unsere eigenen Ansprüche kritisch zu hinterfragen. Dabei wird deutlich: Ein gelingendes Leben entsteht nicht dadurch, dass alles jederzeit perfekt ausbalanciert ist. Sondern indem wir immer wieder neu herausfinden, was zu uns, unseren Bedürfnissen und unserer aktuellen Lebensphase passt.
  • #212 Rumi. Warum wir erst frei werden, wenn wir loslassen. 30.06.2026 35min
    Kaum ein Mystiker wurde über Jahrhunderte hinweg so gelesen und zitiert wie Dschalal ad-Din Rumi. Seine Gedichte handeln von Liebe, Sehnsucht, innerer Freiheit und der Erfahrung, Teil eines größeren Ganzen zu sein. Im Zentrum seines Denkens steht die Überzeugung, dass der Mensch erst dann zu sich selbst findet, wenn er die ständige Identifikation mit seinem Ego, seinen Ängsten und seinem Kontrollbedürfnis loslässt. Albert und Jan sprechen darüber, warum Rumi Liebe nicht als romantisches Gefühl, sondern als philosophische und spirituelle Kraft versteht, weshalb Krisen oft der Beginn innerer Entwicklung sein können und was es bedeutet, sich dem Leben mit mehr Gelassenheit und Offenheit zuzuwenden. Sie diskutieren über die Parallelen zwischen Rumis Mystik und den Weisheitslehren der Antike, über die Bedeutung von Stille und innerer Leere sowie über die Frage, warum seine Gedanken gerade in einer Zeit von Selbstoptimierung, Dauerbeschleunigung und Orientierungslosigkeit erstaunlich aktuell wirken. Eine Folge über die Freiheit, loszulassen und dadurch dem eigenen Wesen näherzukommen.
  • #211 Warum wir wieder lernen müssen, miteinander zu sprechen. 23.06.2026 54min
    Unsere Gesellschaft wirkt zunehmend gereizt. Politische Debatten verhärten sich, soziale Medien belohnen Zuspitzung und viele Menschen haben das Gefühl, schwierigen Gesprächen lieber aus dem Weg zu gehen. Doch wie können wir miteinander im Gespräch bleiben, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind? Und welche Rolle spielt die alte Tugend der Höflichkeit dabei? Erst recht, wen wir sie nicht als starre Etikette, sondern als innere Haltung verstehen? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit dem Politikwissenschaftler und Autor Pierrot Raschdorff über sein neues Buch „Die neue Höflichkeit“. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, warum eine respektvolle Streitkultur für Demokratie und Zusammenleben unverzichtbar ist, weshalb Zuhören oft wichtiger ist als Überzeugen und wie Rituale, Smalltalk und echte Begegnungen Brücken zwischen Menschen schlagen können. Dabei wird deutlich: Höflichkeit bedeutet nicht Anpassung oder Konfliktvermeidung, sondern die Fähigkeit, auch im Dissens die Würde des anderen zu achten und im Dialog zu bleiben.
  • #210 Viktor Frankl. Wie Sinn uns trägt, wenn alles andere zerbricht. 16.06.2026 35min
    Diese Folge ist einer der beeindruckendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts gewidmet: dem Neurologen, Psychiater und Begründer der Logotherapie Viktor Frankl. Geprägt von den Erfahrungen der Konzentrationslager entwickelte Frankl eine Philosophie, die den Menschen nicht als Opfer seiner Umstände versteht, sondern als Wesen, das selbst unter schwierigsten Bedingungen die Freiheit besitzt, Haltung zu wählen und Verantwortung zu übernehmen. Im Zentrum seines Denkens steht dabei nicht das Streben nach Glück, Erfolg oder Lust, sondern die Frage nach dem Sinn. Albert und Jan sprechen darüber, warum Sinn für Frankl wichtiger ist als Glück, weshalb Freiheit immer auch Verantwortung bedeutet und wie Menschen selbst in Leid und Krisen Orientierung finden können. Sie diskutieren, ob wir heute eher unter Sinnlosigkeit oder unter einer Überfülle an Möglichkeiten leiden, warum Wohlstand allein kein erfülltes Leben garantiert und was Frankls Denken für eine Zeit von Social Media, Selbstoptimierung und Dauervergleich bedeuten kann. Eine Folge über Freiheit, Verantwortung und die vielleicht wichtigste Frage unseres Lebens: Wofür lohnt es sich zu leben?
  • #209 Status. Wie wir gesehen werden wollen. 09.06.2026 30min
    Status ist unsichtbar und doch allgegenwärtig. Er zeigt sich in Titeln, Autos, Followerzahlen, Kleidung oder der Art zu sprechen. Viele Menschen würden von sich behaupten, dass ihnen Status nicht besonders wichtig sei. Und dennoch beeinflusst er häufig Entscheidungen, Selbstbild und Lebensziele stärker, als wir zugeben möchten. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die philosophische Bedeutung von Status, Anerkennung und sozialem Ansehen. Warum ist es uns so wichtig, wie andere über uns denken? Weshalb kann Lob von außen so befriedigend sein und gleichzeitig abhängig machen? Albert erklärt, warum das Streben nach Status oft Ausdruck eines tieferen Bedürfnisses nach Wertschätzung und Verbundenheit ist, weshalb Philosophen von Seneca bis Laotse vor der Jagd nach Ruhm warnen und wie es gelingen kann, Selbstwert stärker aus sich selbst als aus der Anerkennung anderer zu schöpfen.
  • #208 Realität. Wie wir vom Wissen ins Handeln kommen. 02.06.2026 31min
    Viele Menschen wissen genau, was ihnen guttun würde. Sie kennen die Gedanken der Stoiker über Gelassenheit, die Empfehlungen des Buddhismus zum Umgang mit Leid oder die philosophische Idee eines maßvollen Lebens. Und trotzdem reagieren sie im Stress impulsiv, sagen zu oft Ja, übernehmen zu viele Aufgaben oder verlieren sich immer wieder in denselben Mustern. In dieser Folge sprechen Albert und Jan über die vielleicht größte Herausforderung der praktischen Philosophie: die Umsetzung. Warum reicht Einsicht allein oft nicht aus? Weshalb sind Gewohnheiten stärker als gute Vorsätze? Und wie gelingt es, zwischen Reiz und Reaktion den berühmten Moment der Freiheit zu finden? Es geht um Selbstbeobachtung, Persönlichkeitsentwicklung, Selbststeuerung, Nein-Sagen und die Macht eingeübter Muster. Albert erklärt, warum Veränderung Geduld braucht, weshalb kleine Schritte oft wirksamer sind als große Vorsätze und warum die wichtigste Aufgabe darin besteht, immer wieder zum eigentlichen Ziel zurückzukehren: ein gutes und gelingendes Leben zu führen.
  • #207 Wabi Sabi. Die Schönheit des Unvollkommenen. 26.05.2026 29min
    In einer Welt der Selbstoptimierung wirkt die japanische Philosophie des Wabi Sabi fast wie ein Gegenentwurf. Statt Perfektion, Kontrolle und ständiger Steigerung betont sie das Unfertige, Vergängliche und Unvollkommene. Schönheit entsteht nicht trotz der Risse und Falten, sondern oft gerade durch sie. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Wabi Sabi weit mehr ist als eine ästhetische Stilrichtung aus Japan. Es geht um eine Haltung zum Leben: um den würdevollen Umgang mit Brüchen, um Einfachheit statt Daueroptimierung und um die Frage, warum Menschen oft dann authentisch werden, wenn sie aufhören, perfekt wirken zu wollen. Dabei zeigt sich, dass gerade Vergänglichkeit und Unvollkommenheit dem Leben Tiefe und Bedeutung verleihen können.
  • #206 Ataraxia. Warum Gelassenheit eine Form von Stärke ist. 19.05.2026 31min
    Krisen, Konflikte, schlechte Nachrichten: Vieles in unserer Zeit bindet unsere Aufmerksamkeit und zerrt an unserer inneren Ruhe. Umso aktueller wirkt ein antiker griechischer Begriff: Ataraxia. Gemeint ist eine Haltung der Seelenruhe, Unerschütterlichkeit und heiteren Gelassenheit, wie sie Stoiker und Epikureer als Voraussetzung und Zeichen für ein glückliches Leben verstanden haben. In dieser Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Ataraxia nichts mit Gleichgültigkeit zu tun hat, weshalb wir lernen müssen, zwischen dem Beeinflussbaren und dem Unverfügbaren zu unterscheiden und wie man auch in schwierigen Zeiten bei sich selbst bleiben kann. Es geht um innere Stabilität, den Umgang mit Sorgen und Ängsten und die Frage, warum die wahre Stärke vielleicht gerade darin liegt, nicht alles erzwingen zu wollen.
  • #205 Zufall. Das Leben passiert, während wir noch planen. 12.05.2026 33min
    Wir planen, organisieren und versuchen, unser Leben möglichst gut im Griff zu haben. Und doch passiert vieles gerade dann, wenn wir nicht damit rechnen: Eine verpasste Fähre führt zu einer unerwarteten Begegnung, ein Umweg verändert einen ganzen Tag, ein scheinbares Unglück eröffnet plötzlich neue Möglichkeiten. Der Zufall begleitet unser Leben ständig. Mal als glückliche Fügung, mal als schmerzhafte Vereitelung unserer Pläne. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum gerade das Unverfügbare eine wichtige Rolle für ein gelingendes Leben spielt. Dabei geht es um die philosophische Frage, ob der Zufall eher Bedrohung oder Bereicherung ist und warum viele antike Philosophen davor warnten, äußere Ereignisse vorschnell als Glück oder Unglück zu bewerten. Denn oft zeigt sich erst später, was ein Ereignis wirklich bedeutet. Die Folge kreist um Themen wie Gelassenheit, Perspektivwechsel und die Kunst, aus allem etwas Gutes zu machen. Oder wie die Daoisten sagen würden: nicht gegen den natürlichen Gang der Dinge kämpfen, sondern lernen mitzuschwingen. Vielleicht liegt genau darin eine wichtige Erkenntnis für das Leben: offen zu bleiben für das, was ungeplant geschieht.
  • #204 Das Leben ist kein Business Case. Was Wirtschaft mit unserem Leben macht. 05.05.2026 1h 5min
    Wirtschaft durchdringt unser gesamtes Leben. Sie strukturiert unsere Arbeit, unsere Städte und längst auch unser Denken. Wir rechnen, vergleichen, optimieren. Wir fragen nach Nutzen, Effizienz und Rendite. Selbst Freundschaft wird zur „Beziehungsinvestition“, Freizeit zur „Quality Time“. Doch was passiert, wenn wir uns dieser Logik zumindest hin und wieder entziehen? In dieser Folge sprechen Albert und Jan mit dem Philosophen, Theologen und ehemaligen McKinsey-Partner Carsten Lotz über die Ökonomisierung unserer Lebenswelt. Über ein Denken, das uns Wohlstand gebracht hat und gleichzeitig droht, unsere Sicht auf das Leben zu verengen. Carsten Lotz kennt beide Seiten: 17 Jahre lang arbeitete er bei der weltgrößten Unternehmensberatung in der „Herzkammer der Wirtschaft“, bevor er sich bewusst entschied, auszusteigen und sich wieder ganz dem Nachdenken zu widmen. Seine These: Wirtschaft ist ein mächtiges Werkzeug, aber kein geeignetes Weltbild für alle Bereiche des Lebens. Denn sie vernachlässigt die Dimensionen eines gelingenden Lebens: Muße, Beziehung und Sinn.

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