Was jetzt? – Die Woche
ZEIT ONLINE
0
Im Videopodcast "Was jetzt? – Die Woche" von DIE ZEIT vertieft Moderatorin Dilan Gropengiesser jeden Donnerstag live mit Expertinnen und Experten und dem Publikum ein wichtiges Thema der Woche.
Epizode
-
Macht das Milliardengeschäft den Fußball kaputt? 04.06.2026 26minDie Fußball‑WM 2026 soll das größte Turnier der Geschichte werden. Gleichzeitig drohen bei einigen Spielen halb leere Stadien, die Ticketpreise erreichen Rekordhöhen und die Fifa verdient so viel Geld wie nie zuvor. Doch die Debatte reicht weit über dieses Turnier hinaus. Immer mehr Investoren drängen in den Fußball, Traditionsvereine werden zu Anlageobjekten, und Milliarden fließen in einen Sport, der sich zunehmend als globales Geschäft versteht. Während Klubs, Verbände und Eigentümer von immer neuen Einnahmequellen profitieren, fragen sich viele Fans, ob der Fußball dabei etwas von dem verliert, was ihn einst ausgemacht hat. In der 142. Folge von Was jetzt? – Die Woche spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser mit Sportredakteur Oliver Fritsch darüber, wer vom Milliardenboom des Fußballs profitiert, wie groß der wirtschaftliche Nutzen der WM 2026 tatsächlich ist – und ob die zunehmende Kommerzialisierung den Sport verändert. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube sowie als Videopodcast bei Apple Podcasts und Spotify.
-
Verliert Trump wegen des Iran-Kriegs seine Wähler? 28.05.2026 29minDie USA greifen erneut Ziele im Iran an – und sprechen gleichzeitig von Fortschritten, obwohl die zentralen Streitpunkte ungelöst bleiben. Für Donald Trump könnte genau diese Hängepartie zum politischen Problem werden. Immer mehr Republikaner kritisieren ihn öffentlich und die Demokraten nutzen den Irankrieg für den Wahlkampf. Gleichzeitig verschärft der Krieg die globale Energiekrise – und damit zunehmend auch die Stimmung bei den Wählerinnen und Wählern. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran kreisen immer noch um dieselben Konflikte: das iranische Atomprogramm, mögliche Sanktionserleichterungen, eingefrorene Milliardenvermögen und die Kontrolle über die Straße von Hormus. In der 141. Folge von Was jetzt? – Die Woche spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser mit Rieke Havertz, internationale Korrespondentin der ZEIT und Co-Host des Podcasts OK, America?. Gemeinsam analysieren sie, warum Trumps Erzählung vom »Sieg« zunehmend bröckelt, wie groß das politische Risiko vor den Midterms wird – und warum der Krieg ausgerechnet innenpolitisch zur Belastung werden könnte. Redaktionsleitung und Moderation: Dilan GropengiesserPostproduktion: Simon Schmalhorst, Dilan GropengiesserRedaktion und Produktion: Ina Rotter, Julian Claudi, Matthias Giordano, Lucie LiuStudentische Unterstützung: Carla MoritzRessortleitung Video: Max BoenkeTechnisches Konzept: Sven WoltersVideodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás GroneMusik: Konrad Peschmann, soundskin
-
Warum will Netanjahu das Parlament auflösen? 21.05.2026 30minDie Regierung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu steht unter Druck: Ein heftiger Streit über die Wehrpflicht ultraorthodoxer Juden könnte das Land in vorgezogene Neuwahlen führen. Seit dem 7. Oktober fordern viele Israelis, dass auch streng religiöse Männer zum Militärdienst verpflichtet werden – doch genau daran droht Netanjahus Koalition zu zerbrechen. In der 140. Folge von Was jetzt? – Die Woche spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser darüber, warum Netanjahu trotz Krise politisch noch lange nicht abgeschrieben ist, wie stark die Opposition um Jair Lapid und Naftali Bennett wirklich ist – und warum Israels Politik heute fast vollständig von Sicherheit, Krieg und nationaler Stärke geprägt wird. Zugeschaltet aus Jerusalem ist die Journalistin und Israelexpertin Gisela Dachs, die an der Hebräischen Universität Jerusalem lehrt. Gemeinsam geht es um die neue Allianz zwischen Bennett und Lapid, Netanjahus Verhältnis zu Donald Trump und die Frage, ob Israel vor einem politischen Umbruch steht – oder vor dem nächsten Comeback Netanjahus.
-
Ein Jahr Kanzler Merz – wie lange geht das noch gut? 07.05.2026 28minEin Jahr im Kanzleramt, heftige Kritik aus Washington und ein TV-Auftritt, der nachhallt: Friedrich Merz verteidigt bei Caren Miosga seinen Kurs, spielt den angekündigten US-Truppenabzug als »zugespitzt, aber beherrschbar« herunter – während Donald Trump ihn öffentlich als Kanzler eines »kaputten Landes« attackiert. Gleichzeitig rutscht die Zufriedenheit mit der schwarz-roten Regierung auf Rekordtiefs, mehr als zwei Drittel der Menschen sind mit der Arbeit des Kanzlers unzufrieden. Wie passt das zusammen mit einem Regierungschef, der darauf verweist, vieles sei »völlig geräuschlos« entschieden worden – und der Koalitionspartner SPD mahnt, sie könne »nicht machen, was sie will«? In der 139. Folge von Was jetzt? – Die Woche spricht Moderatorin Rita Lauter mit der politischen Korrespondentin, Buchautorin und langjährigen CDU-Beobachterin Mariam Lau über die Ein-Jahres-Bilanz der Merz-Regierung, über seinen Regierungsstil und seine Ansagen in Richtung SPD. Es geht um Umfragen im Keller, die eskalierende Auseinandersetzung mit dem US-Präsidenten und die Frage, ob Merz’ öffentliche Inszenierung als krisenfester Kanzler trägt, wenn sich die Stimmung im Land immer weiter eintrübt. Wir schauen darauf, welche politischen Projekte im ersten Jahr seiner Amtszeit tatsächlich auf den Weg gebracht wurden – von der Wirtschafts- und Haushaltspolitik über soziale Fragen bis zur außen- und sicherheitspolitischen Linie gegenüber den USA – und wie viel davon in der aufgeheizten Debatte um sein Image untergeht. Außerdem ordnen wir ein, wie ernst der Koalitionskrach hinter den Kulissen ist und ob die Erzählung vom schwachen Kanzler der realen Bilanz im Kanzleramt standhält. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube sowie als Videopodcast bei Apple Podcasts und Spotify. Skript und Moderation: Rita LauterPostproduktion: Simon Schmalhorst, Julian ClaudiRedaktion und Produktion: Lucie Liu, Matthias Giordano, Julian ClaudiStudentische Unterstützung: Carla Moritz RessortleitungVideo: Max Boenke Technisches Konzept: Sven WoltersVideodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás GroneMusik: Konrad Peschmann, soundskin
-
Hängt deine Rente bald von der Börse ab? 01.05.2026 28minDie gesetzliche Rente wird laut Kanzler Friedrich Merz künftig nur noch die Basisabsicherung sein – den gewohnten Lebensstandard im Alter sollen viele Menschen über private Vorsorge am Kapitalmarkt sichern. Doch was bedeutet das für alle, die heute zwischen 25 und 50 sind und oft kaum Geld übrig haben? In der 138. Folge von Was jetzt? – Die Woche spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser mit Victor Gojdka aus dem Geld-Ressort der ZEIT darüber, welche Modelle die Politik aktuell diskutiert, welche Rolle Aktien und ETFs dabei spielen sollen und wie realistisch die Versprechen der Regierung sind. Es geht um konkrete Rechenbeispiele zur Altersvorsorge mit Sparplänen, um Chancen und Risiken einer stärkeren Abhängigkeit vom Kapitalmarkt – und um die Frage, welche Rolle politische Entscheidungen dabei spielen und wie stark sie die Börsen beeinflussen. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube sowie als Videopodcast bei Apple Podcasts und Spotify. Redaktionsleitung und Moderation: Dilan GropengiesserPostproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias GiordanoRedaktion und Produktion: Lucie Liu, Matthias GiordanoStudentische Unterstützung:Ressortleitung Video: Max BoenkeTechnisches Konzept: Sven WoltersVideodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás GroneMusik: Konrad Peschmann, soundskin
-
Warum werden Kinder gewalttätiger – und warum steigen Sexualdelikte? 23.04.2026 23minDie neue Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt widersprüchliche Entwicklungen: Insgesamt geht die Kriminalität zurück – gleichzeitig steigen Sexualdelikte seit Jahren deutlich an, insbesondere bei schweren Formen wie Vergewaltigung und sexueller Nötigung. Auch Kinder rücken stärker ins Blickfeld der Statistik – sowohl als Betroffene als auch als Tatverdächtige. Woran liegt das? Welche Rolle spielen gesellschaftliche Entwicklungen, rechtliche Änderungen – und die zunehmende Verlagerung von Kriminalität ins Internet, etwa durch Cybergrooming oder neue Meldepflichten für Plattformen? Darüber spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 137. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Dr. Susann Prätor. Sie forscht an der Polizeiakademie Niedersachsen zu Kriminalität, gesellschaftlichen Entwicklungen und Führungsfragen.
-
Vergessener Krieg im Libanon: Wer hat die Kontrolle? 16.04.2026 23minSeit Monaten richtet sich die internationale Aufmerksamkeit vor allem auf Gaza und den offenen Konflikt zwischen den USA und Iran. Weniger beachtet wird ein weiterer Krieg: Entlang der Grenze zwischen Israel und dem Libanon kommt es täglich zu Beschuss, Luftangriffen und Vertreibungen. Israel versucht, die Hisbollah militärisch zurückzudrängen. Die Hisbollah inszeniert sich zugleich als Schutzmacht gegen Israel. Dazwischen steht ein Land, dessen Wirtschaft kollabiert ist, in dem Hunderttausende auf der Flucht sind und in dem die Regierung kaum Kontrolle über das eigene Territorium hat. Was droht der Bevölkerung im Libanon als Nächstes? Und wie groß ist das Risiko, dass sich der Konflikt weiter ausweitet? Darüber spricht Dilan Gropengiesser mit der freien Korrespondentin Stella Männer, die aus Beirut zugeschaltet ist und schildert, wie sich der Krieg im Alltag der Menschen niederschlägt – und warum viele Libanesinnen und Libanesen das Gefühl haben, dass ihr Krieg international kaum noch wahrgenommen wird. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube sowie als Videopodcast bei Apple Podcasts und Spotify.
-
Warum wollen die Großmächte nach 53 Jahren plötzlich wieder zum Mond? 09.04.2026 32minVier Astronauten sind zum Mond geflogen – zum ersten Mal seit 1972. Doch die Artemis-2-Mission ist mehr als ein Testflug: Sie gilt als entscheidender Prüfstein dafür, ob die USA ihre Führungsrolle im All behaupten können. China plant spätestens 2030 eine eigene bemannte Mondmission – und wer dort zuerst dauerhaft präsent ist, könnte künftig Standards für Infrastruktur, Rohstoffe und Einfluss im All setzen. Das Programm dahinter ist ein Hochrisikoprojekt: Artemis hat bereits rund 100 Milliarden Dollar gekostet, wurde jahrelang verzögert und setzt mit dem Space Launch System teilweise auf überarbeitete Technik aus den 1980er-Jahren. Der Rechnungshof der NASA bewertet das Programm bei den aktuellen Kosten als kaum finanzierbar. Gleichzeitig treiben private Unternehmen das Tempo voran: Mit rund 80 Prozent aller Raketenstarts weltweit ist SpaceX derzeit die dominierende Kraft im All. Langfristig wird der Weltraum vielfältiger: Neben den USA und China investieren auch Indien, Japan, Europa und die Emirate in eigene Programme. Bis etwa 2040 könnte sich eine multipolare Raumfahrt entwickeln, bei der mehrere Akteure eine relevante Rolle spielen. Deutschland plant bis 2030 Investitionen von rund 35 Milliarden Euro in Satelliten, Abwehr und Startkapazitäten. Russland hingegen verliert zunehmend an Bedeutung. Dabei stellt sich die Frage: Geht es vor allem um Prestige – oder um die Kontrolle über zukünftige Infrastruktur und Ressourcen im All? Darüber spricht Dilan Gropengiesser mit ZEIT-Wissenschaftskorrespondent Stefan Schmitt in der aktuellen Folge von Was jetzt? – Die Woche.
-
Warum verändert sich das Verhältnis zwischen Israel und den USA? 02.04.2026 28minIsrael und die USA galten lange als unerschütterliche Partner. Doch diese Allianz gerät ins Wanken. Die Stimmung in den USA kippt gegenüber Israel. Erstmals sympathisieren mehr Amerikaner mit den Palästinensern als mit Israel. Die Kritik reicht längst über progressive Milieus hinaus: Auch unter Unabhängigen, Demokraten – und zunehmend sogar im republikanischen Lager – wächst die Skepsis. Selbst im Umfeld der Maga-Bewegung wird die außenpolitische Linie hinterfragt. Für Donald Trump könnte der zunehmend diffuse Krieg zum Risiko werden: Seine Zustimmungswerte liegen bei 40 Prozent und die steigenden Preise im Zuge des Krieges treffen die Wähler direkt. Kriege mit spürbaren Kosten im Inland gelten als politisch gefährlich. Gleichzeitig warnen Beobachter, dass der Konflikt selbst Israels wichtigste strategische Ressource gefährden könnte: die enge Beziehung zu den USA. Was bedeutet das für die Zukunft der Allianz – und welche Ziele verfolgt Israel selbst in der Region? Darüber spricht Dilan Gropengiesser mit ZEIT-Korrespondent Paul Middelhoff in Washington, D. C. in der aktuellen Folge von Was jetzt? – Die Woche.
-
"Ich kann verstehen, dass junge Menschen sich verarscht fühlen" 26.03.2026 26minHätten nur junge Menschen in Rheinland-Pfalz gewählt, wäre die AfD stärkste Kraft geworden: 21 Prozent der Unter-25-Jährigen stimmten für sie. Rheinland-Pfalz ist kein Ausreißer – auch bei anderen Wahlen zeigt sich der Trend: Junge orientieren sich stärker an den politischen Rändern, zur Linken, aber eben auch zur AfD.Was treibt sie in Richtung einer Partei, die in Teilen als rechtsextrem gilt und vom Verfassungsschutz beobachtet wird? Viele sind frustriert vom politischen System und haben das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Dazu kommen Zukunftssorgen: bezahlbares Wohnen, unsichere Jobs, steigende Kosten. Rechte Positionen wirken weniger tabu, weil sie häufiger auftauchen. Und die AfD ist auf Social Media besonders präsent – mit kurzen, emotionalen Botschaften erreicht sie viele junge Menschen.Wie passt das zusammen? Darüber spricht Hannah Grünewald in der 133. Folge von "Was jetzt – Die Woche" mit Simon Schnetzer, Jugendforscher und Co-Autor der Trendstudie "Jugend in Deutschland 2026". Seine Studie zeigt: Viele junge Menschen fühlen sich übersehen und verlieren Vertrauen in Parteien. Woher kommt der Frust – und was müsste sich ändern? Redaktionsleitung & Moderation: Hannah Grünewald Postproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias Giordano Redaktion & Produktion: Ina Rotter, Julian Claudi, Matthias Giordano, Fish&Clips Studentische Unterstützung: Carla Moritz Redaktionelle Mitarbeit: Soley Künne Ressortleitung Video: Max Boenke und Claudia Bracholdt Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin
-
Manosphere: Warum so viel Wut auf Frauen? 19.03.2026 27minDie Netflix-Doku Louis Theroux: Inside the Manosphere zeigt eine Parallelwelt, in der junge Männer Influencern folgen, die Dominanz, Reichtum und Erfolg versprechen – während viele von ihnen im Alltag Unsicherheit und Ohnmacht erleben. Hinter den Clips von Andrew Tate, Red-Pill-Coaches oder "high-value man"-Gurus steckt ein digitales Ökosystem aus Foren, Subreddits und Telegram-Gruppen, in denen sich Frust über Dating, Arbeit und Status langsam in Ideologie verwandelt – bis hin zu offener Misogynie und Verschwörungserzählungen. Was treibt junge Männer wirklich in diese Netzwerke – Einsamkeit, relative Deprivation oder etwas Größeres? Wie verbinden sich wirtschaftliche Unsicherheit, der Druck zur Selbstoptimierung und alte antifeministische Erzählungen zu einer neuen "algorithmischen Männlichkeit" – und warum unterstützen auch Frauen Manosphere‑Narrative? Und vor allem: Was könnte man dem entgegensetzen – bessere Prävention in Schulen, mehr Regulierung von Plattformen oder neue, positive Männlichkeitsbilder jenseits von Dominanz und Abwertung? Darüber spricht Dilan Gropengiesser mit Autor Fikri Anıl Altıntaş, der sich mit Männlichkeit und Antifeminismus auseinandersetzt, in der 132. Folge von Was jetzt? – Die Woche.
-
Öl als Waffe: Das Machtspiel hinter dem Iran-Krieg 12.03.2026 22minÖl ist mehr als nur ein Rohstoff – es ist eines der wichtigsten Machtinstrumente der Weltpolitik. Wenn Kriege im Nahen Osten eskalieren, beeinflussen sie Märkte, Lieferketten und ganze Volkswirtschaften. Durch den Krieg im Iran ist der Ölpreis zuletzt sprunghaft gestiegen, Börsen reagieren nervös, und die Angst vor einem neuen Energieschock wächst. Transport, Produktion und Energie werden teurer – und auch die deutsche Wirtschaft bleibt von steigenden Ölpreisen nicht unberührt. Für China könnte diese Entwicklung besonders problematisch werden. Das Land hat in den vergangenen Jahren große Mengen billiges Rohöl aus dem Iran, Russland und Venezuela importiert – vor allem über verdeckte Handelswege, Ship‑to‑Ship‑Transfers über sogenannte Schattenflotten. Diese Konstellation hat eine Art parallelen Energiemarkt entstehen lassen. Gleichzeitig ist die Lage an der Straße von Hormus angespannt. Durch die Meerenge werden im Normalfall etwa 20 Millionen Barrel Öl pro Tag transportiert – rund 20 Prozent der weltweit gehandelten Menge. Berichte über blockierte Passagen und ausweichende Tanker zeigen, wie verwundbar dieser Korridor in Zeiten militärischer Eskalation ist. Sollte der Transit länger gestört sein, geraten Lieferketten ins Stocken. Wie groß ist die Gefahr eines neuen globalen Ölpreisschocks? Wird Chinas Energiestrategie vom Vorteil zur wirtschaftlichen Achillesferse? Und beschleunigt der Konflikt im Nahen Osten eine neue Phase ökonomischer und geopolitischer Blockbildung? Darüber spricht Dilan Gropengiesser in der 131. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Dr. Eva Seiwert vom Merics, dem Mercator Institute for China Studies. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube.
-
Iran im Krieg: Fällt das Regime diesmal? 05.03.2026 22minDie USA und Israel greifen iranische Militär- und Führungsstrukturen an, während der Iran mit Raketenangriffen auf Ziele in der Region reagiert. Präsident Donald Trump begründet die Operation mit einer akuten Bedrohung durch Irans Raketen- und Atomprogramm – eine Einschätzung, die Geheimdienste bislang nicht eindeutig bestätigen. Entscheidend war offenbar ein seltenes "Window of Opportunity": Geheimdienste konnten mehrere Spitzenvertreter des Regimes gleichzeitig lokalisieren und zuschlagen. Strategisch setzt Trump auf ein Modell, das er bereits anderswo favorisiert hat: ein schneller Schlag gegen die Führungsspitze, ohne langfristige Besatzung oder Nation-Building. Doch der Iran ist kein System, das allein von einer Person abhängt. Die Macht stützt sich auf Revolutionsgarden, religiöse Institutionen und ein regionales Netzwerk verbündeter Milizen. Zugleich wächst der politische Druck in den USA: Der Angriff erfolgte ohne Zustimmung des Kongresses, und Umfragen zeigen wenig Rückhalt in der Bevölkerung. Je länger der Konflikt dauert – und je höher die Kosten werden –, desto größer könnte auch der innenpolitische Preis für Trump werden. Wie geht es jetzt weiter? Wird das iranische Regime trotz der Schläge stabil bleiben – oder beginnt ein innerer Machtkampf um die Kontrolle des Staates? Und wie weit droht der Konflikt in der Region noch zu eskalieren? Darüber spricht Dilan Gropengiesser mit Sascha Bruchmann, Militäranalyst beim International Institute for Strategic Studies (IISS), in der 130. Folge von "Was jetzt? – Die Woche" auf zeit.de und YouTube.
-
Krieg mit den USA? So bereitet sich der Iran vor 26.02.2026 23minDie Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben einen neuen Höhepunkt erreicht: Während die USA immer mehr Kriegsschiffe, Flugzeuge und Soldaten in den Mittleren Osten verlegen, werden im Iran Raketenfabriken repariert, Luftabwehrstellungen verstärkt und Proteste weiterhin repressiv niedergeschlagen. Gleichzeitig ringt die Diplomatie um einen letzten Ausweg. In Genf wird über eine Art "Atomdeal 2.0" verhandelt, der das Nuklearprogramm des Iran erneut begrenzen und im Gegenzug Sanktionen lockern soll. Doch das von Donald Trump gesetzte Ultimatum läuft in wenigen Tagen aus. Die USA sind bereit, militärisch einzugreifen, sollte es bis dahin nicht zu einer Einigung kommen. Währenddessen demonstrieren Russland und China mit gemeinsamen Marineübungen vor der Küste des Iran symbolisch Rückhalt für das Mullah-Regime. Immer mehr Regierungen rufen ihre Bürger mit ungewöhnlich deutlichen Worten dazu auf, den Iran zu verlassen – ein Warnsignal, das an die Vorphase früherer Konflikte erinnert. Gehen die USA noch von einem Deal aus – oder planen sie bereits militärische Angriffe? Wie bereitet sich der Iran vor? Und wie nah steht die Region an einem neuen Krieg? Darüber spricht Dilan Gropengiesser in der 129. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Omid Rezaee, ZEIT-Volontär und Iran-Experte.
-
Mindestalter für TikTok und Co: Jugendschutz oder übertrieben? 19.02.2026 29minDepressionen, Angstzustände und hohes Suchtpotenzial. Eine verzerrte Selbstwahrnehmung durch Schönheitsideale und unklarer Datenschutz. Der Konsum von Social Media ist mit hohen Risiken verbunden. Australien hat Ende 2025 als erstes Land weltweit ein Mindestalter für Instagram, TikTok, Snapchat und andere Plattformen eingeführt. Unter 16-Jährige dürfen nicht mehr auf zahlreiche Plattformen zugreifen. Die Diskussion wird auch in Deutschland immer konkreter. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert in einem Impulspapier ein abgestuftes Verbot von Social-Media-Plattformen – nachdem sie im Sommer noch gegen ein Verbot war. Die CDU will die Altersgrenze noch höher ansetzen. Sie berät auf ihrem Parteitag von Freitag an über ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. Auch Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich inzwischen für ein Verbot ausgesprochen. Mehrere europäische Länder denken ebenfalls über strengere Vorgaben nach. Dazu gehören Dänemark, Großbritannien, Frankreich und Spanien. Sie orientieren sich am Vorbild von Australien. Auch die Europäische Kommission prüft ein mögliches EU-weites Vorgehen und will bis zum Sommer entscheiden. Doch Fragen bleiben offen: Ist die Altersverifikation datenschutzkonform möglich? Wie werden Plattformen zur Verantwortung gezogen? Und welche Bedenken gibt es bei einem Social-Media-Verbot, zum Beispiel bei den Grundrechten von Kindern und Jugendlichen? Darüber spricht Rita Lauter mit dem Leiter des Digitalressorts der ZEIT, Jakob von Lindern, in der 128. Folge von Was jetzt? – Die Woche. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube. Moderation und Redaktion: Rita Lauter Postproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias Giordano Redaktion und Produktion: Lucie Liu, Ina Rotter, Matthias Giordano, Fish&Clips Mitarbeit: Svenja Lorenz, Sophie Matysek Studentische Unterstützung: Luisa Holzkamp Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin #tiktok #instagram #verbot #meta #zuckerberg
-
Epstein-Files – Wer schützt hier wen? 12.02.2026 26minKorrektur: In einer früheren Version dieses Videos wurde fälschlicherweise angegeben, Ghislaine Maxwell stamme aus bescheidenen Verhältnissen. Die Epstein-Akten sind eine massive Datenflut: über drei Millionen Seiten mit Dokumenten, Videos und Fotos. In Europa haben die Veröffentlichungen bereits konkrete Folgen. Ex-Botschafter treten zurück, Minister geraten unter Verdacht, Königshäuser stehen unter öffentlichem Druck. Auch in Deutschland wächst der politische Druck, mögliche Verbindungen systematisch auszuwerten; Abgeordnete fordern eine Prüfung durch die Nachrichtendienste und eine transparente Aufarbeitung möglicher Kontakte. In den USA hingegen verlagert sich die Debatte bislang vor allem auf formale Fragen der Veröffentlichung: Schwärzungen, Fristen, Zuständigkeiten – und auf parteipolitische Schuldzuweisungen. Politische oder juristische Konsequenzen für schwer belastete Spitzenfiguren bleiben weitgehend aus. Kritiker werfen dem Justizministerium vor, mit fehlerhaften Schwärzungen den Opferschutz zu unterlaufen und zugleich den Eindruck selektiver Geheimhaltung zu erwecken. So droht die Aufarbeitung in prozeduralen Debatten steckenzubleiben, während die Aussagen der Überlebenden erneut an den Rand gedrängt werden. Eine der wichtigsten Fragen bleibt: Wann, wenn überhaupt, wird endlich aus der Perspektive der Opfer verstanden und debattiert? Wie kann es sein, dass die Aufklärung bis heute blockiert wird? Und für wen könnten die Files doch noch gefährlich werden? Darüber spricht Dilan Gropengiesser in der 127. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Rieke Havertz, internationale ZEIT-Korrespondentin und Co-Gastgeberin des Podcasts OK, America?. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube.
-
Syrien entmachtet Rojava – verlieren die Kurden jetzt ihren Schutz? 05.02.2026 27minDie kurdisch kontrollierte Region Rojava in Nordsyrien befindet sich in ihrer schwersten Krise seit ihrer Gründung 2012. Nach wochenlangen Kämpfen mit der syrischen Übergangsregierung hat die Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien den Großteil ihres Territoriums verloren. Ein nun geschlossenes Abkommen bedeutet faktisch das Ende der kurdischen Autonomie. Die humanitäre Lage ist dramatisch: Die symbolträchtige Stadt Kobane, die 2014 erfolgreich dem IS Widerstand leistete, steht erneut unter Belagerung. Über 400.000 Menschen sind ohne Strom und Wasser, mindestens 134.000 wurden seit Mitte Januar vertrieben. Die Türkei unterstützt die Offensive mit Luftangriffen und Drohnen, während die internationale Gemeinschaft weitgehend schweigt. Gleichzeitig sind bei den Kämpfen Hunderte IS-Kämpfer aus Gefängnissen geflohen. An der Macht in Damaskus steht seit Januar 2025 Ahmed al-Scharaa, der frühere Dschihadist und Gründer der Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front. Unter seiner Herrschaft kam es bereits zu Massakern an religiösen Minderheiten wie Alawiten und Drusen. Dennoch empfangen europäische Regierungen Al-Scharaa als legitimen Partner und haben Millionenhilfen zugesagt. Kurdische Aktivisten werfen dem Westen vor, jene Kämpfer im Stich zu lassen, die jahrelang den IS bekämpften. Was bedeutet der Zusammenbruch Rojavas für die Kurden – und welche Verantwortung trägt Europa? Dilan Gropengiesser spricht darüber mit Raze Baziani, Juristin, Politologin und politische Beraterin für Menschenrechte, die einen besonderen Fokus auf die Situation der Kurdinnen und Kurden als verfolgte Minderheit hat, in der 126. Folge von Was jetzt? – Die Woche.
-
Ungleichheit: Gefährdet Reichtum unsere Demokratie? 22.01.2026 30minLaut einer neuen Oxfam‑Studie gefährdet die extreme Ungleichheit zwischen Arm und Reich zunehmend die Demokratie. Weltweit besitzen rund 3.000 Milliardäre zusammen 15,75 Billionen Euro, während fast die Hälfte der Menschheit in Armut lebt. Auch Deutschland gehört mit über 170 Milliardärinnen und Milliardären zu den Ländern mit den meisten Superreichen weltweit. Ungleichheit in Deutschland zeigt sich auch bei Einkommen und Chancen. Während die Gehälter von DAX‑Vorständen seit 2019 etwa 30‑mal so stark gestiegen sind wie die Reallöhne der Beschäftigten, lebt rund ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland in Armut. Gleichzeitig sinkt die soziale Durchlässigkeit: Wer arm ist, bleibt meist arm, wer reich ist, bleibt reich. Diese Ungleichheit hat politische Folgen und birgt Gefahren für die Demokratie. Menschen, die sich ökonomisch abgehängt fühlen, verlieren laut einer Studie der Hans‑Böckler‑Stiftung häufiger Vertrauen in Politik und Staat und wählen überdurchschnittlich oft populistische oder rechte Parteien. Gleichzeitig nutzen Superreiche ihre Macht aktiv politisch. Oxfam warnt: Wenn Vermögen sich in wenigen Händen konzentriert und politische Entscheidungen zunehmend den Interessen der Reichsten folgen, gerät die Demokratie selbst unter Druck. Wie gefährlich ist die wachsende Ungleichheit für Deutschlands Gesellschaft – und für ihre politischen Institutionen? Und kann man Ungleichheit überwinden?
-
Iran: Wie nah ist das Ende des Regimes wirklich? 15.01.2026 26minDie Proteste im Iran unterscheiden sich von früheren Bewegungen. Sie erfassen nicht nur die urbane Mittelschicht, sondern breite Bevölkerungsschichten – darunter erstmals die traditionell regimetreuen Basarhändler. Aus dem Exil positioniert sich Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs, als mögliche Führungsfigur. Doch die Opposition bleibt gespalten, ein klares politisches Profil für die Zeit nach dem Regime fehlt. Und seit der weitgehenden Abschaltung des Internets ist nicht mehr klar erkennbar, ob das Regime die Proteste weitgehend niedergeschlagen hat – oder ob es lediglich gelungen ist, sie unsichtbar zu machen. Nach Berichten der New York Times hält Präsident Donald Trump ein breites Spektrum an Optionen offen – von Cyberangriffen bis hin zu gezielten Luftschlägen. Ein unmittelbarer militärischer Angriff gilt bislang jedoch nicht als beschlossen. Am Mittwochabend erklärte Trump auf einer Pressekonferenz, das Regime habe ihm zugesichert, keine Hinrichtungen vorzunehmen. Es gelte die Situation weiter zu beobachten. Seit dem 28. Dezember demonstrieren im Iran Hunderttausende Menschen gegen das Regime. Auslöser ist eine schwere Wirtschaftskrise mit galoppierender Inflation und dem Absturz der Landeswährung. Doch die Proteste sind längst nicht mehr nur wirtschaftlich motiviert – immer lauter werden die Rufe nach einem Ende der theokratischen Diktatur. Welche Versprechen macht die iranische Führung? Wie weit wären die USA bereit zu gehen? Und wie realistisch ist ein Sturz des Regimes?
-
Ist Grönland das nächste Venezuela? Trumps neue Machtpolitik 08.01.2026 24minGrönland rückt erneut ins Zentrum amerikanischer Machtpolitik. Aus dem Umfeld von Donald Trump werden "Operationen" angekündigt, begründet mit nationaler Sicherheit und strategischer Kontrolle im arktischen Raum. Was lange wie Provokation wirkte, erscheint nach dem US-Zugriff auf Nicolás Maduro plötzlich weniger theoretisch. Denn der Eingriff in Venezuela hat Folgen weit über das Land hinaus: Kuba verliert seinen wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Verbündeten und steht unter massivem Energie- und Wirtschaftsdruck. Auch Kolumbien gerät trotz jahrzehntelanger Partnerschaft ins Visier der USA. Die Linie wird sichtbar: Die USA nutzen den geopolitischen Moment, setzen Macht ein, begrenzen chinesischen Einfluss – und verschieben die Grenzen dessen, was amerikanische Außenpolitik sein will und darf. Was heißt es, wenn Donald Trump nun auch an anderer Stelle von möglichen "Operationen" spricht? In dieser Folge geht es um die Szenarien rund um Grönland, Kubas zunehmende Isolation und Kolumbiens heikle Gratwanderung. Darüber spricht Dilan Gropengiesser in "Was jetzt? – Die Woche" mit Auslandsredakteur der ZEIT, Alexander Kauschanski.
Priljubljen v
Ta podkast je tudi v lestvicah podkastov teh držav.