Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung
Država Združene države Amerike
Jezik DE-DE
Epizode 292
Zadnja 24.07.2026

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

Epizode

  • Fremde aufnehmen – oder von der Schwelle weisen. Antworten auf die Migrationsfrage im Mittelalter 24.07.2026 47min
    Das Mittelalter war wie alle Zeiten der Ge­schich­te von viel­fäl­tigen Arten und Reich­wei­ten der Migra­tion geprägt. Gewiss lassen sich aus dem Umgang mit ihnen keine prak­tischen Lö­sungen für heutige Konflikte über die Einwanderung aus anderen Län­dern und Kulturen ableiten; eine historische Analyse zeigt aber, dass und wie eine an­dere Ein­stellung zur Migrationsfrage zu grö­ßerer Gelassen­heit verhelfen kann. Der Vor­trag von Prof. Dr. Michael Borgolte (Akademie­mit­glied, Mittel­alter­his­toriker, Humboldt Uni­ver­sität zu Berlin) geht, mit ver­gleich­enden Streif­lich­tern auf ältere Kulturen und Reli­gio­nen, auf die bib­lische Über­­lie­ferung zurück und ver­folgt die Tra­di­tio­nen des latein­christ­lichen Um­gangs mit Mi­gra­tions­­willigen und Exi­lan­ten bis ins frühe Mittel­alter.
  • Neid und Wettstreit – Künstler zwischen Konflikt und Kollaboration 10.07.2026 48min
    Warum stellten die Künstler aus Renaissance und Barock sich so oft als Zielscheibe des Neides dar? In ihrem Buch „Neid“ hinter­fragt die Kunst­his­torikerin Dr. Jana Graul (Uni­­ver­­sität Ham­burg) die geläu­fige Idee, sie seien dem Laster be­son­ders verfallen gewesen und legt die rheto­rischen Strategien ihrer Neid­klagen offen. Im Gespräch mit Kunst­historiker Prof. Dr. Wolf-Dietrich Löhr (Uni­ver­sität Hamburg) dis­ku­tiert sie den indivi­duellen künst­lerischen Um­gang im Konflikt mit anderen, aber auch: Welche kon­struk­tiven Kon­kur­renzen, Kol­labo­rationen und Netz­werke stehen den käm­pferi­schen Sze­narien gegen­über? Wie prägt eine auf Fort­schritt aus­gerichtete Konzeption von Wett­streit unseren Kanon der Kunst­ge­schich­te?
  • Wie präsentieren sich die Repräsentanten? Neue Formen der politischen Ansprache und Fürsprache 29.06.2026 44min
    Die demokratische Gesell­schaft befindet sich inmitten eines tief­greifenden Wan­dels der Orte und Medien des Sozialen. Begeg­nungen und Ko­opera­tionen, aber auch Aus­einan­der­setz­un­gen und Kon­flikte finden immer häu­figer in neuen tech­nisch-me­dialen Kon­texten statt. Dabei verändern sich auch die tra­ditio­nellen Formen politi­scher Re­prä­sen­tation. Politi­ker­innen und Politiker nutzen neue Mög­lichkeiten, sich selbst zu entwerfen und zu prä­sen­tieren. Konsum, Klei­dung, Körper­haltung, Spra­che – private Ent­schei­dungen werden dabei oft inszeniert und politisch auf­geladen. Politik­wissen­schaft­lerin Astrid Séville (Leuphana Univer­sität Lüne­burg), So­zio­loge Julian Müller (Univer­sität Ham­burg) und Literatur­wissen­schaftler Chris­tian Kirch­­meier (Univer­sität Bremen) zeigen, wie sich politische Präsentation und Re­präsentation umformen, moderiert von Hannah Bethke (Welt).
  • Ressourcenkonflikte lösen! 15.05.2026 51min
    Angesichts des fortschreitenden Klimawandels und der damit verbundenen Ressourcen­knapp­heit können und werden Konflikte und Spannungen entstehen. Lokal wie global werden wir mit drängenden Fragen, etwa nach der Ernährungs­gerechtigkeit und der nach­halti­gen Nutzung unserer Ressourcen, konfrontiert sein. Welche Konflikt­lösungs­strategien sind erforderlich, um diesen Fragen und Problemen zu begegnen? Und wie kann dies unter Aufwendung der Anstrengungen aller Bürgerinnen und Bürger geschehen? Renate Künast (Bundes­ministerin a.D.), Hermine Mitter (Die Junge Akademie, Klima­öko­no­mie und Agrar­sozio­logie), Robert Arlinghaus (Leibniz-Institut für Gewässer­ökologie und Binnen­fischerei, National Champion des Frontiers Planet Prize 2025) und Benedikt Bösel (Agrar­öko­nom, Gründer und Geschäfts­führer von Gut & Bösel) im Gespräch mit Susanne Götze (Journalistin).
  • „Wolle die Wandlung“. Rainer Maria Rilkes „Sonette an Orpheus“ aus dem Archiv 28.12.2025 49min
    Immer wollte Rilke sich wandeln, die Metamorphose war sein Lebensthema, er gestaltete sie in seiner Literatur. Zurückgezogen im abgelegenen Chateau de Muzot schrieb er im Februar und März 1922 den größten Teil der „Sonette an Orpheus“. Die insgesamt 55 Sonette, in denen Rilke den Orpheus-Mythos aufgreift, verwandelt und neu deutet, prägen mit ihrer Poetik das Spätwerk des Dichters. Ausgehend von Rilkes Notizbüchern, den Entwürfen und Briefen aus der Zeit, die sich in seinem Nachlass befinden und erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden, gehen Sandra Richter (Deutsches Literaturarchiv) und Anna Kinder (Deutsches Literaturarchiv) auf den Entstehungsspuren dem Wandel in Rilkes Werk nach.
  • „Gewiß, ich bin sehr happy: Doch glücklich bin ich nicht.“ Mascha Kaléko zwischen Ländern, Sprachen und Künsten 04.12.2025 45min
    Die Lyrikerin Mascha Kaléko war ein Star im Berlin der frühen 30er Jahre - bis ihre Bücher als „Asphalt­literatur“ von den Nazis verboten und sie als Jüdin verfolgt wurde. Es war nicht ihre erste Flucht, die Kaléko 1938 in die USA antrat; ihr ganzes Leben war von Sprach- und Kultur­wechseln geprägt - und von Literatur und Musik. Über das Zusammen­spiel von diesen Künsten in Kalékos Leben, über die musika­li­sche Umsetzung ihres Werkes und einen „dritter Raum“, der daraus entsteht, spricht Nikola Herweg (Deutsches Literatur­archiv Marbach am Neckar) mit der Kompo­nis­tin und Hörspiel­macherin Ulrike Haage.
  • Heidegger liest und wird gelesen 13.11.2025 48min
    Martin Heidegger las meist mit dem Stift in der Hand. Glücklicher­weise! Erlaubt uns dies doch, seine Denkarbeit anhand von Spuren in Texten anderer nachzuvollziehen. Als der Philosoph 1970 seine Papiere – auf eine Empfehlung von Hannah Arendt – dem Deutschen Literatur­archiv übergab, blieb der größte Teil seiner Handbibliothek in Freiburg, weil sie für die Erarbeitung der Gesamtausgabe seiner Werke noch benötigt wurde. Nach Abschluss der Editionsarbeiten gute 50 Jahre später wurden die Bücher wie vereinbart dem Marbacher Archiv und damit der Forschung übergeben. Ulrich von Bülow und Lorenz Wesemann (beide DLA) werfen einen Blick in die Bücherkisten und zeigen wichtige Exemplare von Aristoteles bis Marx.
  • Gastfreundschaft und / als Konflikttransformation: Philemon und Baucis neu gelesen 28.09.2025 46min
    Reich an Konflikten, bieten Ovids „Metamorphosen“ eine Reihe von An­knüpfungs­punkten für das Jahresthema der BBAW für die Jahre 2025 und 2026, „Konflikte lösen!“: Der Mythos von Philemon und Baucis dient als Aufhänger für ein Gespräch über Gast­freund­schaft als Strategie zur Konflikt­trans­for­ma­tion. Vielfach als berührende Geschichte uner­schütter­licher Verbundenheit des alternden Paares gelesen, erzählt der Mythos von einer brisanten Situation der Kon­fron­ta­tion mit dem Fremden. Indem Philemon und Baucis die inkognito auf­tre­ten­den Götter Jupiter und Merkur trotz ihrer beschei­de­nen Verhältnisse reich bewirten, zerstreuen sie den potentiellen Konflikt. Was erzählt uns der Mythos heute über Konflikte und ihre Lösung? Es diskutieren Christopher Degelmann (Althistoriker, HU zu Berlin), Ernst Osterkamp (Germanist, HU zu Berlin) und Sabrina Zajak (Sozial­wissen­schaft­lerin, Deutsches Zentrum für Inte­gra­tions- und Migrations­forschung), moderiert von Anita Traninger (Literatur­wissen­schaft­lerin).
  • Metamorphosen am Himmel 15.08.2025 46min
    Das Universum begann im Urknall. Am Anfang war nichts da - alles musste erst geschaffen werden. Das geschah in einer Reihe von Phasen­über­gängen, die jeweils den Zustand des Universums dramatisch veränderten. Wie ein See bei Kälte ein­friert, macht auch der Kosmos der­ar­ti­ge Meta­mor­phosen mit. Die Geschichte geht kontinuierlich weiter, als Teil der kos­mi­schen Evolution. Beson­ders ein­drucks­voll kann man das an den Galaxien sehen, die sich durch gigantische Kollisionen ständig verändern. Die Schwarzen Löcher in ihren Zentren spielen dabei eine ganz besondere Rolle, wie Günther Hasinger (Astrophy­si­ker, Deutsches Zentrum für Astrophy­sik, Aka­de­miemitglied) in seinem Vortrag zeigt.
  • Metamorphosen des Ruhrgebiets, 1850–2024 27.07.2025 50min
    Der Vortrag des Historikers Stefan Berger (Ruhr-Universität Bochum) beschäf­tigt sich mit dem Struktur­wandel im Ruhrgebiet seit dem 19. Jahr­hun­dert. Wie entwickelte sich die Region innerhalb von wenigen Jahr­zehn­ten zum wichtigsten schwer­indus­tri­ellen Zentrum des Deutschen Reiches vor 1914? Wie wurde es zum Ort sozialer Revolution und nationaler Solidarität in der Weimarer Republik, wie zur Waffen­schmiede der Nation im National­sozia­lis­mus? Wie ist es zu vereinbaren, dass auch international die Neuerfindung des Ruhrgebiets als Erfolgs­ge­schich­te des Strukturwandels seit den 1960er Jahren mit Modell­charak­ter für andere postindustrielle Regionen der Welt gefeiert wird, während gleichzeitig in vielen Repor­tagen das Ruhrgebiet als das Armen­haus der Republik charak­te­ri­siert wird?
  • Die Benin-Bronzen und der Sklavenhandel – ein vergessenes Kapitel deutscher Exportwirtschaft 20.07.2025 42min
    Die Verbindung Deutschlands zu den Benin Bronzen geht weit über die Restitutions­impul­se in jüngster Zeit zurück. Seit dem Spät­mittel­alter versorgten deutsche Händler die im Seehandel mit Afrika agie­ren­den Nationen mit Metallen, wobei sich die Verbindung deutscher Rohstoffe zu den Benin-Bronzen noch heute mit geo­che­mi­schen Methoden nach­wei­sen lässt. Ab dem 16. Jahrhundert dominierten dabei jene Firmen den Handel, die auch die Ent­wick­lung der deutschen Schwer­indus­trie maß­geb­lich bestimm­ten. Über die Ergebnisse eines von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Forschungs­pro­jek­tes sprechen Tobias B. Skowronek (THGA Bochum) und Hermann Parzinger (Prä­histo­ri­ker, Prä­si­dent der Stiftung Preußi­scher Kul­tur­besitz, Aka­demie­mit­glied) mit Moderator Frank Suder (Fritz Thyssen Stiftung).
  • Mittelalterliche Königstöchter im fremden Land 06.07.2025 42min
    Migration als Chance, ein anderer Mensch zu werden: In dynastisch verfassten Herr­schaf­ten war die Verhei­ra­tung von königlichen Töchtern und Schwestern in fremde Länder eine übliche Praxis. Diese diente ver­schie­de­nen poli­ti­schen Zielen, aber obwohl die Instru­men­ta­li­sie­rung der Frauen unbe­streit­bar ist, fand sie bei ihnen selbst im Allgemeinen Akzep­tanz. Die Heirats­migran­tinnen wandelten sich durch die Annahme neuer Namen, anderer Kleidung und manchmal auch durch den Wechsel der Religion, vor allem aber begriffen nicht wenige von ihnen die Fremde als Frei­raum zu einer kreativen Lebens­gestal­tung, die ihnen am hei­mi­schen Hof niemals möglich gewesen wäre. Der Vortrag von Michael Borgolte (Mittelalter­histo­ri­ker, HU zu Berlin, Akademie­mit­glied) zeigt das an Beispielen aus dem Mittelalter.
  • Sprachmetamorphose: Herkunftssprachen und Strukturwandel 29.06.2025 44min
    Sprachen sind immer im Fluss. Das Verständ­nis der Faktoren, die zu bedeu­ten­den Verän­de­run­gen in der Sprache führen, steht im Mittel­punkt zahlreicher Forschungsarbeiten in der Sprach­wissen­schaft. Wir werden uns dieser Frage nähern, indem wir Herkunfts­spra­chen betrachten. Bei einer Herkunfts­sprache handelt es sich um eine Sprache, die von ihren Sprechern als Kinder zu Hause erworben wird, die aber mit einer anderen domi­nan­ten Sprache aufwachsen. Herkunfts­spra­chen kön­nen die aktuellen Debatten darüber beleuchten, wie Sprache funk­tio­niert und wie sie sich verändert. Ein Vortrag von Artemis Alexiadou (Sprach­­wis­sen­schaft­­lerin, HU zu Berlin, Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprach­wissen­schaft (ZAS), Akademie­mit­glied).
  • Carmen Perpetuum: Ovids ununterbrochene Metamorphosen 13.06.2025 47min
    Ovids „Metamorphosen“ zählen zu den bekanntesten Werken der Welt­lite­ra­tur und zugleich zu den rätsel­haf­tes­ten. Es ist keine durch­­gän­­gige Helden­erzäh­lung, die das Publikum seit zweitausend Jahren in ihren Bann zieht, sondern Geschichte auf Geschichte in sich immer neu ent­wickeln­den Verflech­tun­gen, mit wechselnden Perspektiven und kom­plexen, mehr­strän­gi­gen Strukturen. Auch der Autor gibt uns bis heute Rätsel auf – wer war Ovid, warum wurde er verbannt? – Oder ist all das Fiktion? Schließlich ist auch das Lese­pub­li­kum Meta­mor­phosen unter­worfen, indem sich die gesell­schaft­liche Perspektive auf das Erzähl­te bis heute ständig verändert. Ein Vor­trag von Alt­philo­lo­gin Katharina Wesselmann (Uni­ver­si­tät Potsdam).
  • (Bildungs)gesellschaften im Wandel 06.06.2025 46min
    Bildung ist von immenser Bedeutung für eine stabile Demokratie. Wie steht es um unsere Bildung in einer sich ständig wandelnden Gesell­schaft? Wie kann in Zeiten des Um­bruchs und der Krisen die Aus- und Weiter­bil­dung eines jeden Einzelnen gelingen? Ungleiche Bildungs­chancen verschärfen das Problem: Soziale Herkunft oder Migrations­hinter­grund bestimmen eine Bildungs­bio­graphie erheblich – oftmals trotz einheit­licher Schul­systeme mit eklatanten regionalen Unterschieden. Darüber sprechen die Sozio­logen Aladin El-Mafaalani (TU Dortmund), Heike Solga (Wissen­schafts­zen­trum Berlin, FU Berlin, Akademie­mit­glied) und Armin Nassehi (LMU München) mit Modera­torin Stephanie Rohde (Deutschlandfunk).
  • Was bleibet aber, stiften die Dichter? 25.05.2025 30min
    Literatur verwandelt, Literatur erzählt vom Wandel, Literatur hält aber auch allem Wandel stand. Ovids „Metamorphosen“ zählen zu den bedeu­tend­sten Werken der Literatur­ge­schichte. Kafkas Erzählung von der Verwand­lung Gregor Samsas in ein ungeheures Ungeziefer ebenso. Die Schau­spielerin Corinna Kirchhoff begibt sich mit Akademie­mit­glied Helmut Schwarz und Akademie­präsident Christoph Markschies auf die Suche nach Verwand­lungen in der Literatur. Suchen Sie mit!
  • Metamorphose von Demokratien 18.05.2025 49min
    Demokratien können ohne drama­ti­schen Bruch als Folge imma­nen­ter Prozesse ihr Wesen verändern. Das kann auf unter­schied­liche Weise erfolgen. Schweigende Mehrheiten mögen sich gegen die wahr­ge­nom­mene Dominanz von konsti­tu­tio­nel­len Beschrän­kun­gen erheben. Dann werden beispielsweise Verfassungs­gerichte und der Minder­heiten­­schutz ausgehebelt. Minder­heiten können aber auch minder­heiten­schützende Ver­fah­rens­regeln nützen, um ein autoritäres Projekt durchzuboxen. So kann man die Entwicklung in den USA lesen. Der Prozess der Meta­mor­phose unter­schei­det sich aber auch je nach Wahl­system. Und schließlich ist auch das Ergebnis der Meta­mor­phose offen. Es gibt ver­schie­de­ne Projekte, die das Ergebnis der Meta­­mor­­phose von Demokratien sein können. Die Politik­wissen­schaft­ler Michael Zürn (Wis­sen­schafts­­zen­trum Berlin, FU Berlin, Aka­demie­­­mit­glied) und Daniel Ziblatt (Wissen­schafts­­zen­trum Berlin, Eaton-Pro­fessor für Regierungs­wissen­schaften Harvard Uni­ver­sität) disku­tier­ten mit Bettina Martin (Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bun­des- und Europa­­ange­le­gen­­heiten des Landes Mecklenburg-Vor­pom­mern), mode­riert von Anna Sauerbrey (Außen­poli­ti­sche Koor­di­na­to­rin der ZEIT).
  • Wann ist etwas nicht mehr, was es mal war? Konservativ sein in Zeiten des Wandels 18.04.2025 47min
    Was kann es bedeuten, heute konservativ zu sein? Wie lässt sich aus konservativer Sicht auf gesell­schaft­liche Erneuerungen blicken? Wann wird aus dem Wunsch nach Bewahren eine Blockade? Wie kann ein neues „Wir“ gelingen, das Tradition und Offenheit verbindet? Und welche Orien­tie­rung können Bekenntnisse zu Religion, Familie und Heimat dabei noch geben? Düzen Tekkal (Autorin und Journalistin), Christoph Möllers (HU zu Berlin, Aka­de­mie­­mitglied) und Simon Strauß (Autor und Journalist) sprechen mit Moderatorin Shelly Kupferberg (rbb Kultur, Deutschlandfunk Kultur) über die Möglichkeiten konserva­tiven Denkens und Lebens in Zeiten weit­rei­chen­der Umbrüche und Transfor­mationen. Eine Veranstaltung von Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. und BBAW
  • Was ist eine Metamorphose? Zur Elastizität eines Begriffs 04.04.2025 24min
    Während die Metamorphose in der Zoologie sehr eng und klar definiert ist als „Um­wand­lung der Larven­form zum Adult­stadium, dem geschlechts­reifen, erwachsenen Tier“, weckt sie in den Geistes­­wissen­­schaf­ten eine Fülle von Asso­zia­tionen. Diese produktive Span­nung der Metamorphose, ihre Präzision ebenso wie ihre Elastizität, ihr unge­mei­nes Potential, ihre Grenzen und Entgrenzungen diskutieren die Biologin Christiane Nüsslein-Volhard (Nobel­­preis­­trä­ge­rin, Akademie­­mit­­glied) und Kunst­histo­ri­kerin Bénédicte Savoy (TU Berlin, Akademie­mitglied) mit Christoph Markschies (Akademie­prä­si­dent).
  • Gestaltwechsel einer Akademie 04.04.2025 19min
    Eröffnung des Salon Sophie Charlotte 2025 durch Christoph Markschies, Präsident der Berlin-Branden­bur­gi­schen Aka­de­mie der Wissenschaften (BBAW). Beim Salon Sophie Charlotte am 18. Januar 2025 drehte sich alles um Meta­mor­pho­sen: In der Natur. Aber auch in der wissen­schaft­lichen, poli­ti­schen, kulturellen und gesell­schaft­lichen Welt. Der Dichter Ovid schrieb einst: „Keines bleibt in derselben Gestalt, und Verän­de­rung liebend, / schafft die Natur stets neu aus anderen Formen“, und setzte fort: „Und in der Weite der Welt geht nichts – das glaubt mir – verloren“. Aber stimmt das denn? Geht nicht gerade unendlich viel auf dieser Welt verloren?  Was verändert sich gerade? Und wie soll man diese Veränderungen beurteilen? Und muss man sie hin­neh­men wie das Verblühen der Blume? Solche Fragen hat der Salon der Akademie in der bekannt unter­halt­samen, an- und aufre­gen­den Weise mit vielen Gästen gestellt, ange­schaut und debattiert.

Priljubljen v

Ta podkast je tudi v lestvicah podkastov teh držav.