Der Tag
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Der Tag ist ein tägliches Podcast-Format von Montag bis Donnerstag, das sich jeweils einem aktuellen Thema widmet, das Fragen aufwirft. Die Sendung beleuchtet Hintergründe, ordnet Ereignisse ein und sucht Antworten. Dazu kommen Menschen zu Wort, die etwas zum Thema zu sagen haben. So entsteht ein vielschichtiges Bild aus unterschiedlichen Perspektiven.
Epizode
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Drei Jahre nach dem Hamas-Überfall – Was der 7. Oktober verändert hat. 07.10.2026Am 7. Oktober 2023 überfielen Kämpfer der Hamas und anderer extremistischer Organisationen Israel. Sie töteten rund 1200 Menschen in Israel und verschleppten mehr als 250 Geiseln. Die israelische Regierung reagierte mit dem Gaza-Krieg, mit Zerstörung und Vertreibung der Menschen im Gaza-Streifen, Zehntausende starben. Offiziell herrscht seit einem Jahr eine Waffenruhe. Am 27. Oktober steht in Israel eine Parlamentswahl an. Wie prägen heute die Ereignisse vom 7. Oktober und der folgende Gaza-Krieg die israelische Gesellschaft? Wie sieht das Leben im Gaza-Streifen aus? Gibt es Hoffnung auf Frieden? Darüber spricht Moderatorin Karen Fuhrmann mit Bettina Meier aus dem ARD-Studio in Tel Aviv, mit Musiker und Autor Ofer Waldman, mit dem Nahostreferenten Riad Othman sowie mit der Antisemitismusforscherin Lisa Jacobs. Podcast-Tipp: rbb24 Inforadio - Matthay fragt. Drei Jahre nach dem 7. Oktober - wie tief sitzt das Trauma der Überlebenden? Am 7. Oktober ist es drei Jahre her, seit islamistische Terroristen in Israel einfielen. Die Münchnerin Dafna Gerstner überlebte den Angriff auf den Kibbuz Be’eri, ihr Bruder wurde dabei getötet. Kann aus der tiefen Erschütterung je wieder eine Perspektive für Frieden entstehen? Sabina Matthay fragt Dafna Gerstner. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:69ca49fbd5385fd7/ -
Von MAGA bis AfD - Die deutsch-amerikanische Krise 06.10.2026Am 6. Oktober 1683 gründeten eingewanderte Deutsche die Stadt Germantown im US-Bundesstaat Pennsylvania. Auf dieses Ereignis geht der „German-American-Day“ zurück, ein alljährlicher Feiertag in den USA - und gerade in diesen Zeiten ein denkwürdiger Tag. Denn viele Deutsche, die damals in das sprichwörtliche “Land der unbegrenzten Möglichkeiten” kamen, suchten dort u. a. nach Demokratie. Würden sie heute finden, was sie damals suchten? Aktuell sehen viele Menschen in den USA und in Deutschland die demokratischen Werte und Institutionen ihrer jeweiligen Nation bedroht - von politischen Kräften, die ihrerseits für sich in Anspruch nehmen, Deutschland und die USA „wieder groß“ machen zu wollen. Die MAGA-Bewegung in den USA hat mit Präsident Donald Trump an der Spitze längst das Sagen im Weißen Haus und - mindestens bis zu den bevorstehenden Kongresswahlen - auch im Kapitol. Die AfD in Deutschland ist auf dem Sprung in die erste Regierung eines deutschen Bundeslandes. Und die stärkste verbindende Kraft zwischen den USA und Deutschland scheint im Moment die transatlantische Vernetzung rechter Kräfte zu sein. Was wird aus diesen beiden Demokratien werden, die lange Zeit so stark waren, aus der deutschen und der amerikanischen: Sind sie noch zu retten? Oder werden sie gemeinsam untergehen? Moderator Oliver Glaap spricht darüber u. a. mit den Politikwissenschaftlern Josef Braml, Autor von „Die narzisstische Nation: Amerika, Europa und die Psychologie der Macht“, Thomas Greven, Autor von „Das internationale Netz der radikalen Rechten”, und Albrecht von Lucke, Autor von „Blätter für deutsche und internationale Politik“. Podcast-Tipp: Deutschlandfunk Kultur - Zeitfragen. Feature 250 Jahre USA (1/4) - Sklaverei und Rassismus statt Gleichheit für alle Der Kampf um Gleichberechtigung prägte die USA von Beginn an: offener Hass gegen neue Einwanderungsgruppen, Rassismus, Sklaverei. Ungleichheit ist tief mit dem Konstrukt der Vereinigten Staaten verwoben. Mit Folgen bis heute. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:264fe5862bb7229d/ -
Die Vermessung der Stille – wenn aus Alleinsein Einsamkeit wird 05.10.2026Es ist ein stilles Gefühl, das doch ohrenbetäubend laut sein kann: Einsamkeit. Obwohl wir in einer hypervernetzten Welt leben, fühlen sich immer mehr Menschen isoliert. Wir blicken hinter die Fassade eines Tabus. Was passiert im menschlichen Gehirn, wenn soziale Kontakte fehlen? Warum wirkt sich Einsamkeit messbar auf die physische Gesundheit aus, und welche gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Isolation? Warum sehen wir Einsamkeit immer noch als persönliches Versagen statt als biologisches Warnsignal und gesellschaftliche Herausforderung? Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit Elke Schilling, Gründerin und 1. Vorsitzende von Silbernetz e. V., mit Nadine Wolf, Oberärztin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm, mit Tobias Dienlin, Professor für Medienpsychologie an der Universität Zürich und der hr-Reporterin Sabrina Fillisch. Podcast-Tipp: WDR 5 Tagesgespräch In Deutschland leiden Millionen Menschen unter Einsamkeit - auch junge Menschen. Die Stadt Essen will dagegen vorgehen. Was kann jeder Einzelne gegen Einsamkeit tun? Diskussion mit Anja Langness von der Bertelsmann Stiftung und Ralph Erdenberger. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:a4882369f5b123e4/ -
80 Jahre Nürnberger Prozesse – die lange Suche nach Gerechtigkeit 01.10.2026Am 1. Oktober 1946 fallen in Nürnberg die Urteile gegen die führenden Vertreter des Nazi-Regimes. Zum ersten Mal müssen sich Einzelpersonen vor einem internationalen Gericht für Angriffskrieg, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Recht statt Rache soll die Antwort auf das millionenfache Unrecht sein. Doch ein Urteil verändert noch keine Gesellschaft. Antisemitismus, Rassismus und autoritäres Denken haben die NS-Zeit überlebt. Und heute? Da verfolgen internationale Gerichte Kriegsverbrechen und Völkermord, erlassen Haftbefehle auch gegen politische und militärische Führungen und stoßen dabei immer wieder an die Grenzen ihrer Macht. Gleichzeitig verblasst das Wissen darüber, was in Nürnberg begann. Und gestritten wird auch darüber, was eine Erinnerungskultur in Deutschland heute leisten muss und wo sie versagt. 80 Jahre nach Nürnberg fragt deshalb „Der Tag“, was vom Versprechen von Nürnberg geblieben ist. Kann Recht Gerechtigkeit schaffen und gilt das für alle? Antworten darauf sucht die Moderatorin Hadija Haruna-Oelker im Gespräch mit Imanuel Baumann, Leiter des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände, mit Niklas Frank, dem Sohn des in Nürnberg zum Tode verurteilten NS-Verbrechers Hans Frank, mit dem Völkerrechtler Christoph Safferling und dem Drehbuchautor Dirk Eisfeld. Podcast-Tipp: Alles Geschichte - Der History-Podcast Der Nürnberger Prozess - Die Täter und ihr Psychologe (1/4) Gibt es eine Nazi-Psyche? Mit dieser Frage im Kopf kommt der US-Offizier und Psychologe Gustave M. Gilbert nach Nürnberg. Von November 1945 bis Oktober 1946 begleitet er die Angeklagten im Hauptkriegsverbrecherprozess. Er spricht mit ihnen in den Prozesspausen, beim Mittagessen, in ihren Zellen. Sein "Nürnberger Tagebuch" gibt Einblick in die Gedankenwelt der Täter. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6c46c448c0998e58/ ARD-Mediathek-Tipp: Nürnberg 45 - Im Angesicht des Bösen Das Dokudrama erzählt die Ereignisse von Nürnberg aus der Perspektive zweier junger Holocaust-Überlebender. Regie führte Carsten Gutschmidt, das Drehbuch schrieb Dirk Eisfeld. https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS81MzY2Y2ZlMy1jYjVhLTQ2NDAtYjJjZC02NmY1MzVhZTg1OWJfZ2FuemVTZW5kdW5n -
Gekauft, vergessen, weggeschmissen – verschwendete Lebensmittel 30.09.2026Lebensmittel sind teuer geworden. Das Gute daran: Wegen der hohen Preise schmeißen wir weniger weg. Und trotzdem ist der Müllberg immer noch riesig. Elf Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet Deutschland jährlich. Den Großteil davon schmeißen private Haushalte weg. Rund 75 kg - meist Obst und Gemüse - kauft jeder zu viel ein. Der Aktionstag "Zu gut für die Tonne!" vom Bundeslandwirtschaftsministerium will darauf aufmerksam machen. Wir sollen unseren Wocheneinkauf besser planen und Reste verwerten. Die UN-Nachhaltigkeitsziele, die EU-Vorgaben haben das Ziel: 30 Prozent weniger Lebensmittelverschwendung bis zum Jahr 2030. Aber schaffen wir das wirklich freiwillig? Die Industrie wirkt dagegen: Große Packungen, riesige Einkaufswagen und Sonderangebote verführen dazu, zu viel einzukaufen. Wie wir weniger Lebensmittel wegschmeißen - darüber spricht Moderatorin Isabel Reifenrath mit dem Ökotrophologen Guido Ritter, dem Konsumentenpsychologen Georg Felser, Katrin Meyer von Foodsharing und der Foodwaste-Bloggerin Janka Alwon. Podcast-Tipp: Besser leben. Der Bayern 1 Nachhaltigkeitspodcast Too Good To Go-App: Lohnt sich die für mich? Eine App, die Lebensmittel rettet und den Geldbeutel schont? Katrin Kolb und Florian Kienast probieren es aus, sprechen mit Familien, der Tafel und den App-Betreibern - und zeigen, wie viel Überraschung wirklich in den Tüten steckt. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:2c1f25a4283af299/ -
Pssst. Diese Sendung ist ein Geheimnis. 29.09.2026Alle Menschen haben Geheimnisse. Im Durchschnitt dreizehn, heißt es aus der Forschung. Manche sind winzig, manche verändern ein ganzes Leben. Viele Menschen verschweigen, was ihnen peinlich ist, schützen damit andere - oder sich selbst. Geheimnisse können Nähe schaffen und Vertrauen bedeuten. Sie können aber auch einsam machen. Und während wir im Privaten selbst entscheiden wollen, wer etwas über uns erfährt, leben Geheimdienste davon, anderen ihre Geheimnisse zu entreißen und Journalistinnen wiederum recherchieren sie. Künstler machen aus ihrer Anonymität ein Markenzeichen und im Netz erzählen Menschen geheime Dinge, die sie ihrer eigenen Familie verschweigen. Warum brauchen Menschen Geheimnisse? Wem gehören sie? Wer darf sie lüften? Und wie kann das Verschweigen sogar zum Verschwinden eines Menschen führen? Darüber spricht Moderatorin Hadija Haruna-Oelker mit dem Religionsphilosophen Knut Martin Stünkel, dem ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter Leo Martin, dem Banksy-Experten Ulrich Blanché, dem Filmemacher Andreas Hartmann und Maximilian Laube vom Social-Media-Account „Internetbeichte”. Podcast-Tipp: SWR3 - Dark Matters - Geheimnisse der Geheimdienste Staatsgeheimnis 9/11: Cover-Up Ein Mann wird wenige Tage nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in London von Scotland Yard verhört: Omar Al-Bayoumi. Er bestreitet alle Vorwürfe. Aber die Ermittler halten ihn für eine Schlüsselfigur bei der Frage, ob Saudi-Arabien möglicherweise eine Rolle spielte. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:fbbac50365a1338e/ -
Die Leiche im Keller – Bestattungskultur im Wandel 28.09.2026Ob Erdbestattung und Urnengrab, Wald-, See- oder Luftbestattung - der Umgang mit dem Lebensende und der Bestattung von Verstorbenen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. In der Kulturgeschichte der Menschheit gilt die Bestattung der Toten als einer der fundamentalsten Meilensteine. Sie ist kein rein praktischer Akt, sondern das älteste Zeugnis für abstraktes Denken, Mitgefühl und die Frage nach dem, was nach dem Tod kommt. Schon die Neandertaler nahmen vor über 70.000 Jahren Bestattungen vor. Sie gaben ihren Toten Blütenpollen oder Werkzeuge bei, um sie für ein unbekanntes Jenseits zu wappnen. Wie aber hat die Moderne den Umgang mit dem Tod verändert? Was können wir selbst bestimmen und wo muss man Gesetze befolgen? Und schließlich: ist der Tod ein abschließender Endpunkt oder Teil des Lebens, das ja immer weitergeht? Darüber spricht Moderatorin Isabel Reifenrath mit Dirk Pörschmann, Direktor des Kasseler Museums für Sepulkralkultur, mit Alexander Helbach von der Verbraucherinitiative für Bestattungskultur “Aeternitas e. V.”, mit Robert Freitag von „Ab unter die Erde“, einem etwas anderen Bestattungsunternehmen aus Berlin, und mit dem Soziologen Thorsten Benkel, Autor des Buches „Die Zukunft des Todes“. Podcast-Tipp: SWR Kultur - Glauben Werden Friedhöfe zu Eventlocations? Über die Zukunft von Trauerorten Ein Kaffeekränzchen unter den Bäumen neben Omas Grab, ein Konzert hinter Papas Urne, ein Spielplatz zwischen den Gräbern der Nachbarn: In ganz Deutschland gibt es Projekte, die Trauer und Erinnerung neu denken wollen. Die Friedhofsruhe jedoch rückt in den Hintergrund. Doch Friedhöfe müssen sich entwickeln, denn sie verlieren zunehmend an Bedeutung. Dabei zeigen Studien, dass Menschen für ihre Trauerhandlungen Orte brauchen, die sie mit den Verstorbenen verbinden. Wohin müssen sich Friedhöfe entwickeln, um solche Trauerorte zu bleiben? Und ist das alles noch im Sinne der Pietät? https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:ff6597c1f629dc9a/ -
Ganz Ohr – Die Macht der Musik 24.09.2026Musik ist weit mehr als eine Aneinanderreihung von Tönen - sie ist die universelle Sprache der Menschheit, ein emotionaler Kompass und ein tief verwurzeltes Kulturgut. Ob pulsierende Beats im Club, die epische Wucht eines Sinfonieorchesters oder das leise Summen eines Wiegenlieds: Musik besitzt die einzigartige Fähigkeit, uns zu Tränen zu rühren, Gänsehaut auszulösen oder aber uns regelrecht abzustoßen. Sie kann Menschen über alle Grenzen von Sprache, Alter, Herkunft und Geschlecht hinweg miteinander verbinden und ist gleichzeitig Teil der lokalen gesellschaftlichen Identität. Doch woher rührt diese unbändige Faszination, die uns seit Jahrtausenden begleitet? Wie entsteht unser Musikgeschmack? Und wie wird Musik zu einem Instrument gesellschaftlicher und politischer Macht? Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit dem Starfagottisten Theo Plath, dem Neurowissenschaftler Lutz Jäncke, Autor des Buchs: „Synapsen und Symphonien: Musik neuropsychologisch betrachtet“, mit Josephine Geipel, Professorin für Musiktherapie am Leopold Mozart College of Music der Uni Augsburg, dem Soziologen Oliver Berli, Professor an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und Autor des Buchs: „Grenzenlos guter Geschmack“, und der Musikwissenschaftlerin Yvonne Wasserloos vom Mozarteum Salzburg. Podcast-Tipp: SWR Kultur - Das Wissen Musikgeschmack - Warum wir uns für Schlager, Metal oder Klassik begeistern Unser Musikgeschmack ist Teil unserer Identität. Wissenschaftler erforschen, wie und wann er sich bildet. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:7feb1a7c395ce66e/ -
Diese entsetzliche Lücke … mehr Frau in der Medizin! 23.09.2026Gerade erst sind spezielle gesundheitliche Risiken und Bedürfnisse des weiblichen Körpers in den Fokus gerückt. Es gibt mehr Forschung dazu, wie Medikamente bei Frauen wirken; die Wechseljahre und was die hormonellen Veränderungen mit sich bringen, werden umfassend thematisiert und Ärzte sind vermehrt sensibilisiert dafür, dass zum Beispiel ein Herzinfarkt bei Frauen ganz andere Symptome hervorruft als bei Männern. Das GKV- Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz könnte die medizinische Versorgung von Frauen allerdings zurückwerfen. Wird der Gender Health Gap wieder größer statt kleiner? Darüber spricht Moderatorin Doris Renck mit der Gynäkologin Yasmina Selmi, mit Anneliese Schwenkhagen vom Vorstand der deutschen Menopause Gesellschaft e. V., mit dem Gesundheitsökonomen Jan-Marc Hodek und mit der Fachreferentin für Gendermedizin Hildegard Seidl von der München Klinik. Podcast-Tipp: Bayern 2 - Ein Zimmer für uns allein Gender Health Gap: Über Benachteiligung in der Medizin Das Herz von Chrissi Pingel, 40, stolpert, aber Ärzte nehmen sie nicht ernst. Die Gender Health Gap kostet sie fast das Leben. Vera Regitz-Zagrosek, 72, hat die erste Professur für Frauenspezifische Gesundheitsforschung inne. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:e1860153bbd6035c/ -
Was bleibt, wenn die Erinnerung geht? Leben mit Demenz 22.09.2026Die Alzheimer-Demenz bleibt eine der größten gesundheitlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Allein in Deutschland leben derzeit rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung, der Großteil davon leidet an Alzheimer. Doch das Verständnis der Krankheit hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt - weg von der reinen Verwaltung des Verfalls, hin zu präziser Früherkennung und deutlich unterstützenden Therapien. Trotz des medizinischen Fortschritts aber bleibt der Versorgungsalltag eine Mammutaufgabe. Es fehlt an Infrastruktur und Betreuungsangeboten, die Hauptlast der Pflege liegt nach wie vor bei den Angehörigen. Wie geht man mit der Demenz um? Wo findet man medizinische und pflegerische Hilfe und betrifft es tatsächlich nur alte Menschen? Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit Bettina Tietjen, Fernsehmoderatorin und Autorin des Buches: „Unter Tränen gelacht. Mein Vater, die Demenz und ich“, mit Emrah Düzel, Professor für Kognitive Neurologie an der Universität Magdeburg, mit Julia Haberstroh, Professorin für Psychologische Alternsforschung an der Universität Siegen, Martina Roes, Professorin für Gesundheit und Pflegewissenschaft an der Uni Witten/Herdecke, und mit Katrin Seyfert, Autorin des Buches „Lückenleben“. Podcast-Tipp: SWR1 Leute Tipps für Angehörige: Umgehen mit Demenz Sarah Straub ist Neurowissenschaftlerin und Diplom-Psychologin. Sie hat selbst als Angehörige Erfahrungen mit Demenz sammeln müssen - bei ihrer Großmutter und ihrem Schwiegervater. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:db32df7b80169dae/ -
Zwei Wahlen. Was nun? 21.09.2026Der Wahlkampfmodus ist vorbei. Nun geht es darum, in welcher Konstellation regiert werden kann. Das betrifft sowohl Mecklenburg-Vorpommern als auch Berlin. Welchen Einfluss haben die Wahlergebnisse auf die Bundespolitik und wie wirken sie sich auf den Kurs der früheren Volksparteien CDU und SPD aus? Was bedeutet das Ergebnis für Kanzler Friedrich Merz? Wie geht man um mit einer AfD, die in weiten Teilen Ostdeutschlands längst die führende politische Kraft ist? Und wie verändert sich Deutschland, wenn sich die politischen Kräfteverhältnisse so deutlich verschieben? Darüber spricht Doris Renck mit unserer Korrespondentin in Mecklenburg-Vorpommern, mit der Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach, mit Tino Nicolai vom Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern, der kurz vor der Landtagswahl eine U16-Wahl in Mecklenburg-Vorpommern organisiert hat und mit dem Journalisten und Autoren Olaf Sundermeyer, der ein Buch „Über Leben mit der AfD“ geschrieben hat. Podcast-Tipp: MV im Fokus MV im Fokus ist DER Regionalpodcast für Mecklenburg-Vorpommern. Hier stehen jede Woche frische Themen und Recherchen aus dem ganzen Land im Fokus. Die Hosts Annette Ewen, Mirja Freye und Ingo Bötig sprechen im Wechsel mit Reporterinnen und Reportern aus den NDR Regionalstudios und der Redaktion Politik und Recherche. https://www.ardsounds.de/sendung/mv-im-fokus-darueber-spricht-mecklenburg-vorpommern/urn:ard:show:452c3852b1f67ab5/ -
Singen, klingen, sprechen: Die Kraft der Stimme 17.09.2026Wenn wir singen, dann wird unsere Stimme zum Instrument und wir können hören, wie viel Schönheit in ihr steckt. Wir können schmeicheln, verführen, aber wir können mit unserer Stimme auch einschüchtern, befehlen und angreifen. Unsere Stimme sagt viel über uns aus und sie wirkt auf andere. Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit der Kommunikationswissenschaftlerin Anabell Hacker. Der Arzt und Opernsänger Bernhard Richter erzählt, wie wir die Schönheit unserer Stimme entdecken und entwickeln können. Ahmad-Reza Sadeghi von der Technischen Universität Darmstadt nimmt uns mit in die Welt der künstlichen Stimmen, er arbeitet an einem System, das echte von KI-Stimmen unterscheiden kann. Wir Menschen haben aber nicht das Monopol auf Klang und Stimme. Wissenschaftsredakteur Stephan Hübner weiß mehr übers Piepen, Bellen und Röhren und wie Tiere ihre Stimme einsetzen. Podcast-Tipp: hr INFO Kultur Die Stimme und die Zeit: Wie Alter den Gesang verändert Was passiert mit einer Singstimme, wenn Jahrzehnte vergehen? Warum werden manche Töne schwieriger, andere vielleicht erst möglich - und wie viel lässt sich durch Training, Technik oder Erfahrung beeinflussen. Die Stimmen-Medizinerin Veronika Segler und der Musikwissenschaftler Martin Pfleiderer erklären, warum Popstimmen altern - und warum genau diese Veränderungen künstlerisch interessant sein können. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:4dffb1f03a5a0490/ -
Mehr als Bier und Kafka – unser Nachbar Tschechien 16.09.2026Tschechien ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse Anfang Oktober und wird ein „Meer der literarischen und kulturellen Vielfalt“ präsentieren. So kündigt es die Messe an und wir ahnen: Da ist mehr als nur Bier und Kafka. Höchste Zeit also, mal über die Grenze zu schauen und mehr zu erfahren von unserem Nachbarn. Welche literarischen Traditionen gibt es und was treibt die jungen Autoren um? Aber auch: Wie geht es den Tschechen wirtschaftlich und schauen sie zufrieden auf gut zwei Jahrzehnte Mitgliedschaft in der EU? Und dann ist da noch die Sache mit dem Kulturerbe der Braukunst - und damit wir sind doch wieder beim Bier. Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit Winfried Dimmel, der ein Buch über den Mythos des tschechischen Bieres geschrieben hat. Mehr über die aktuelle Literatur erfahren wir vom Autoren Jaroslav Rudiš, der in Berlin lebt und in der Kafka Band singt. Unsere Korrespondentin in Prag, Marianne Allweiss, teilt ihre aktuellen Beobachtungen mit uns, und der Journalist Christoph Scheffer erzählt, was Land und Leute aus seiner Sicht so liebenswert macht. Podcasttipp: Deutschlandfunk Hintergrund Tschechiens Wirtschaft - Emanzipation von Deutschland Lange Zeit galt Tschechien als die Werkbank Deutschlands, vor allem als Zulieferer für die Autoindustrie. Das hat sich gewandelt. Tschechische Firmen haben innovative Ideen und expandieren auch dorthin, wo man es früher nicht vermutet hätte https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:22f9fd2238b74367/ -
Mein Nachbar, das Rechenzentrum 15.09.2026Überall schießen sie aus dem Boden. Der Ausbau von Rechenzentren ist keine rein technische Entscheidung mehr, sondern eine politische und gesellschaftliche Frage. Denn es geht weniger darum ob, sondern eher wie wir den digitalen Fortschritt mit lokaler Netzkapazität, den Klimazielen und echter Nachhaltigkeit in Einklang bringen. Ohne leistungsstarke Rechenzentren sind moderne Technologien wie Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing, Streaming und autonomes Fahren nicht realisierbar. Sie sind ein Wirtschaftsfaktor und wichtig für die digitale Infrastruktur. Aber bedeuten viele neue Rechenzentren auch mehr digitale Souveränität? Sicher ist: Sie sind energieintensiv. Ihr Wachstum gefährdet die Klimaziele, zudem benötigt die Kühlung viel Wasser und kann eine enorme Lärmbelästigung für die Nachbarschaft verursachen. Es ist also nicht einfach, richtige Entscheidungen zu fällen. Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit dem Politologen Karsten McGovern, Geschäftsführer der LandesEnergieAgentur Hessen (LEA), mit Ralph Hintemann, Gesellschafter der gemeinnützigen Forschungseinrichtung Borderstep Institut, dem Bürgermeister von Groß-Gerau, Jörg Rüddenklau (SPD), und der hr-Reporterin Pia Stenner. Podcasttipp: 11KM - der tagesschau-Podcast KI-Rechenzentren: Verspielt Deutschland die Zukunft? Rechenzentren sind die Basis für moderne KI-Anwendungen - und werden zur strategischen Zukunftsinfrastruktur. Doch beim nötigen Ausbau hakt es in Deutschland. In dieser 11KM-Folge erzählt uns Gregor Schmalzried vom KI-Podcast des BR, wie weit Deutschland und Europa in Sachen KI-Infrastruktur zurückliegen, welche Rolle digitale Souveränität dabei spielt und warum Länder wie die USA ihr Netz rasant ausbauen. Hier geht’s zum KI-Podcast von Gregor Schmalzried und seinen Kolleg:innen: https://www.ardsounds.de/sendung/der-ki-podcast/urn:ard:show:65505255c703e51e/ -
Emotionen statt Fakten? Welchen Journalismus wir brauchen 14.09.2026Nicht zuletzt die Wahl in Sachsen-Anhalt hat gezeigt: Fakten spielen nicht immer die entscheidende Rolle bei der Wahlentscheidung. Viele Menschen beziehen ihre Informationen aus Social Media, ohne zu wissen, ob sie geprüft und verlässlich sind. Algorithmen entscheiden, welche Informationen die Nutzer zu sehen bekommen und KI produziert täuschend echte Bilder von Ereignissen, die sich gar nicht zugetragen haben. Mehr denn je ist eine informierte Öffentlichkeit wichtig, um die Entwicklungen in unserer Gesellschaft und in der Welt verstehen und einordnen zu können. Und damit auch entscheidend für das Funktionieren der Demokratie. Was bedeutet das für Medien? Wie und über was sollten sie berichten? Welche Bedürfnisse haben die Nutzer und wie kann man angesichts der technischen Entwicklungen überhaupt noch zwischen wahr und fake unterscheiden? Zum ersten Mal tun sich ARD, ZDF und viele Zeitungen zusammen, um eine Diskussion über die Bedeutung von unabhängigem Journalismus, demokratischer Öffentlichkeit und Medienkompetenz anzustoßen - unter dem Motto „Demokratie braucht viele Stimmen“. Auch unsere Sendung ist ein Teil davon. Riccardo Mastrocola spricht darüber mit Julia Krittian, Programmdirektorin des Hessischen Rundfunks, mit Henning Eichler, Journalistik-Professor für medienadäquate Inhalteaufbereitung an der HTWK Leipzig, Marc Rath, Chefredakteur der Mitteldeutschen Zeitung und Nikolaus Jackob, Co-Autor einer Langzeitstudie zum Medienvertrauen an der Uni Mainz. Hier geht’s zur Aktion „Demokratie braucht viele Stimmen“ https://demokratiebrauchtvielestimmen.de/ Podcast-Tipp: BR24 Medien https://www.ardsounds.de/sendung/br24-medien/urn:ard:show:450dd33b072d68ec/ -
9/11 – ein Tag, der die Welt veränderte 10.09.2026Es ist ein Vierteljahrhundert her, und doch sehen viele von uns die Bilder noch vor sich. Am 11. September 2001 erschütterte der schwerste Terroranschlag der Geschichte die Vereinigten Staaten und leitete eine neue geopolitische Ära ein. Fast 3.000 Menschen verloren an diesem Tag im World Trade Center, im Pentagon und beim Absturz von Flug 93 in Pennsylvania ihr Leben. Der Einsturz der Zwillingstürme in Manhattan markierte nicht nur eine menschliche Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes, sondern auch eine fundamentale Zäsur für die globale Gemeinschaft. Die Folgen von „9/11“ prägen unseren Alltag bis heute - von drastisch verschärften Sicherheitsvorkehrungen an internationalen Flughäfen über die Neuausrichtung der globalen Außen- und Sicherheitspolitik bis hin zu langjährigen militärischen Konflikten im Nahen Osten und einem Generalverdacht, den sich muslimische Menschen zunehmend ausgesetzt sehen. Dazu spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit Markus Albrecht, Ersthelfer am Ground Zero, dem ehemaligen ARD-Korrespondenten in New York, Thomas Nehls, dem ARD-Terrorismusexperten Michael Götschenberg und mit Bernhard Docke, dem Anwalt von Murat Kurnaz, der unschuldig in Guantanamo inhaftiert wurde. Podcast-Tipp: Dark Matters In der Sonderstaffel „Staatsgeheimnis 9/11“ folgt WDR-Journalist Nikolaus Steiner der Spur eines Mannes, der nach den Anschlägen im Zentrum internationaler Ermittlungen steht: der saudische Staatsbürger Omar Al-Bayoumi. Mit exklusiven Dokumenten, bislang unveröffentlichten Tonaufnahmen und Gesprächen mit ehemaligen FBI-Ermittlern geht die Serie der Frage nach, welche Rolle Saudi-Arabien möglicherweise gespielt haben könnte. https://www.ardsounds.de/sendung/dark-matters-geheimnisse-der-geheimdienste/urn:ard:show:870aeeecdf31b1b9/ Doku-Tipp: September https://1.ard.de/september?derTag Der 11. September 2001 veränderte die Welt. Doch wie wurden aus einem einzigen Tag die Erschütterungen, die bis heute nachwirken? "SEPTEMBER" erzählt die Geschichte der Terroranschläge neu - verdichtet auf die 30 Tage eines Monats, der das 21. Jahrhundert prägte. -
Forever young! Können wir das Altern ausbremsen? 09.09.2026Jeder will alt werden, niemand will alt sein! Aus diesem vermeintlichen Widerspruch ist ein neuer Trend entstanden. Longevity nennt sich die Philosophie der Langlebigkeit und revolutioniert die Art und Weise, wie wir über das Altern nachdenken. Es geht heute nicht mehr nur darum, möglichst viele Lebensjahre zu erreichen, sondern diese Jahre gesund und bei geistiger Klarheit zu verbringen. Zwischen Ernährung, Bewegung und medizinischer Innovation ist Longevity kein unerreichbarer Jungbrunnen. Es ist die bewusste Entscheidung, durch tägliche Routinen die eigene Zukunft zu gestalten, mit dem Ziel, biologisch jünger zu bleiben, als es die Geburtsurkunde vermuten lässt. Aber wie lang lässt sich der Tod herauszögern? Sind wir dem Wunsch vom ewigen Leben nun einen Schritt nähergekommen? Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit Prof. Dr. Björn Schumacher, Altersforscher an der Uni Köln, mit Christina Busse, Pilates-Trainerin aus Hamburg, Dr. Katharina Gangl, Direktorin des Instituts für Marktentscheidungen in Nürnberg, mit Klaus Hofmeister von der hr-Kirchenredaktion und mit Stefan Bales, der seit Jahren einen Longevity-Lifestyle pflegt. Podcast-Tipp: Bayern 2 Gesundheitsgespräch Schlaf - getrackt. Essen - fotografiert und hochgeladen. Herzfrequenz - im Blick. Fortschritte beim Fitness - in der App dokumentiert. Selbstoptimierung des Körpers ist ein Trend. Doch: Wozu? Um diese Frage geht es in diesem Podcast in einem Gespräch mit Hausarzt Prof. Jörg Schelling. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:24450ac5b11e8fd3/ -
Reich, mächtig, gebildet – wer ist die Elite? 08.09.2026In Sachsen-Anhalt wählten fast die Hälfte der Wahlbeteiligten die AfD. Die Gründe dafür sind vielfältig, darunter auch einer, der die Ausrichtung unserer Gesellschaft betrifft. Man misstraut den Eliten, wendet sich gegen „die da oben“ und sucht nach einfachen Lösungen. Mit den Eliten wird pauschal abgelehnt, wen man in den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Führungsebenen wähnt. Dort wird über Gesetze entschieden, werden Milliarden verwaltet und wird letztlich die Zukunft unseres Landes geprägt. Doch wer sind diese Eliten überhaupt? Entscheidet Leistung oder Herkunft, wer dazu zählt? Und wie viel Substanz steckt hinter dem Vorwurf, sie hätten den Bezug zur Realität der Bürger verloren? Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit Prof. em. Michael Hartman, Soziologe und Elitenforscher an der TU Darmstadt, dem Schauspieler und Salem-Schüler Oliver Mommsen, dem Politikwissenschaftler Dr. Lars Vogel von der Uni Leipzig und mit Sabine Helling -Moegen, Geschäftsführerin der Helmholtz-Gemeinschaft in Berlin. Podcast-Tipp: Eliten in der DDR Auch die DDR wurde von Eliten getragen, die nicht in vorderster Parteifront standen, aber den Staat trotzdem am Laufen hielten und dafür auch mit Privilegien belohnt wurden. Als Betriebsdirektor, Schulleiter, Parteisekretär oder Richter gehörten sie zu den „oberen Zehntausend“, zur Elite des Landes. Über diese Menschen ist bisher wenig bekannt. Dieser Podcast stellt einige von ihnen vor. https://www.ardsounds.de/sendung/eliten-in-der-ddr-von-mdr-aktuell/urn:ard:show:dd806317111191c0/ -
Ausgezählt – wie weiter in Sachsen-Anhalt? 07.09.2026Die Wahl in Sachsen-Anhalt ist gelaufen und das Ergebnis nicht überraschend: Die AfD hat mit 43,8 % mit Abstand die meisten Stimmen in Sachsen-Anhalt bekommen. Für die absolute Mehrheit der Sitze im Landtag reicht es allerdings nicht. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass die Regierungsbildung kompliziert werden wird. Wenn alle Stimmen ausgezählt sind, stellen sich viele weitere Fragen nach den Konsequenzen aus der Wahl. Welche Perspektive sehen junge Menschen in einem Bundesland, das immer mehr Einwohner verliert? Vor allem junge, gut ausgebildete Frauen ziehen weg. Wirtschaftsunternehmen wie auch soziale Einrichtungen sorgen sich um Fachkräfte, für die es Zuwanderung bräuchte. Wie gehen Kultureinrichtungen mit der Situation nach der Wahl um? Und wie kommt man wieder miteinander ins Gespräch, in einem Bundesland in dem es zwei Seiten zu geben scheint: Für oder Gegen die AfD. Darüber sprechen wir mit MDR-Landeskorrespondentin Doreen Jonas, mit Annegret Laabs, Sprecherin der Initiative „Kultur ist Vielfalt und Heimat“, mit Frank Richter, ehemaliger Direktor der Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen und mit dem Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk. Podcast-Tipp: Berlin Code "Berlin Code" ist der Politik-Podcast aus dem ARD-Hauptstadtstudio. Linda Zervakis schaut mit den ARD-Korrespondentinnen und -korrespondenten jede Woche hinter die Kulissen der Bundespolitik. https://www.ardsounds.de/sendung/berlin-code-mit-linda-zervakis/urn:ard:show:7d6b2a6353d8a1a6/ -
In der Zwischenzeit – warten und warten lassen 03.09.2026Warten aufs Christkind. Warten auf den Bus. Warten auf Godot. Und: Warten auf Gewissheit, sei sie erlösend oder niederschmetternd. Wenn wir warten, sind wir mit unseren Gedanken und Sinnen bei einem Ereignis, das noch nicht eingetreten ist. Einem Ereignis, das zwangsläufig, möglicherweise oder auch gar nicht eintreten wird. Warten ist ein Zustand, der vorübergeht - manchmal (unerwartet!) schnell, aber nach unserem Gefühl meist viel zu langsam. Die Zeit des Wartens kann uns dann vorkommen wie eine Ewigkeit. Und im äußersten Fall kann auch eine tatsächliche Ewigkeit daraus werden. Es sei denn, Godot kommt doch noch irgendwann. Unsere Gedanken und Sinne beschäftigen sich beim Warten aber nicht nur mit dem, worauf wir warten. Sondern unterbewusst auch mit dem Warten selbst. Wie erleben wir die Zeit des Wartens? Wie versuchen wir, sie zu gestalten oder zu vertreiben? Ist warten nur Not oder auch Tugend? Der Schlüssel zum Erfolg? Oder eine Form des Ausgeliefertseins? Warten lassen ist Macht - und warten können vielleicht auch. Aber warum ist warten oft so anstrengend? Und: Wann kann warten glücklich machen? Moderator Oliver Glaap spricht darüber mit der Psychologin Isabell Winkler, dem Philosophen Timo Reuter, dem Verhaltensökonomen Matthias Sutter und dem Soziologen Rainer Paris. Podcast-Tipp: Achtsamkeit von Deutschlandfunk Nova Viele haben das Warten verlernt. Schnell und einfach direkt auf alles Mögliche zugreifen zu können, hat dazu geführt, dass wir für vieles keine Geduld mehr haben. Dagegen ist Geduld Achtsamkeit. Wie wir Geduld lernen und achtsam Ungeduld in den Griff bekommen können, darum geht es in diesem Podcast. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:5b5c033682068867/
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