ARCHITEKTURFUNK

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Heinze-Podcast-Team
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Епизоде 215
Последња 25.06.2026

Host Klaus Füner spricht alle 14 Tage mit den Vordenker*innen und Newcomern aus Architektur, Design, Stadtplanung und Landschaftsplanung. Ob visionäre Konzepte oder bauliche Innovationen: Alles, was die hochkarätig besetzten Netzwerkveranstaltungen von Heinze an Themen hervorbringen und was relevant erscheint, wird hier ins Gespräch gebracht. Damit Ihr nichts verpasst, von dem, was die Baubranche bewegt. Das Klimafestival für die Bauwende wird hier auditiv weitergeführt und die Bauwende inhaltlich weiter verfolgt. Denn es gibt viel zu tun, hören wir denen zu, die schon ins Handeln gekommen sind.

Епизоде

  • #214 – Lara Katscher, Werner Sobek AG - Das 1x1 der Bauphysik 25.06.2026 25мин
    Jedes Gebäude, das wir heute planen, ist der Bestand von morgen. Doch noch immer werden Gebäude geplant, als ob Klimawandel, Ressourcenknappheit und zirkuläres Bauen Sonderthemen wären – und nicht die Grundlage einer jeden Planung. Lara Katscher, seit 2025 Vorständin der Werner Sobek AG, verantwortet dort die Bereiche Bauphysik, Nachhaltigkeit und Technische Gebäudeausrüstung. Das Unternehmen begleitet komplexe Bauprojekte von der Energiebilanzierung bis zur simulationsgestützten Klimaanpassung. Katscher begann 2016 als Werkstudentin und schaffte den Weg in den Vorstand in knapp zehn Jahren. Ihr Ansatz: Nachhaltigkeit beginnt nicht beim Zertifikat, sondern beim Entwurf. Kompakte Gebäudevolumen, optimierte Fassadentransparenz, Low-Tech-Strategien dort wo möglich und Technik nur dort, wo sie wirklich nötig ist. Ihre Beobachtung: Während der Fokus lange auf Energieeffizienz lag, rücken heute Materialwahl, Grauemissionen und Rückbaufähigkeit in den Mittelpunkt. Gebäude als temporäre Rohstofflager zu denken, ist für sie kein Zukunftsszenario, sondern dringende Gegenwart. Ein Gespräch über adaptive Fassaden, klimaresiliente Planung, die Rolle der Bauphysik im Zeitalter des Klimawandels und warum integrale Planung von Anfang an der einzige Weg zu wirklich nachhaltigen Gebäuden ist.
  • #213 - Sarah Barth, Leon Faust, Countdown 2030: Das Schweizer Bauwende-Kollektiv 11.06.2026 48мин
    In der Schweiz werden pro Sekunde 500 Kilogramm Bauschutt produziert – eine halbe Tonne. Jährlich fallen 4.000 Häuser dem Abriss zum Opfer. Was, wenn der Abriss die Ausnahme würde statt die Regel? Sarah Barth und Leon Faust, Architektin und Architekt vom Verein Countdown 2030, kämpfen für eine klimaverträgliche Bauwende bis 2030. Die 2019 gegründete Schweizer Initiative entstand aus kollektivem Frust über einen Beruf, der maßgeblich zur Klimakrise beiträgt, während sich Architekt*innen über Grautöne und Fugenbreiten unterhalten. Entstanden sind Projekte wie die Ausstellung "Die Schweiz – ein Abriss" im Schweizer Architekturmuseum Basel, eine Petition mit 12.000 Unterschriften und das partizipative Portal Bauwende.tools. Barth und Faust setzen auf radikale Dringlichkeit: "2030 ist die entscheidende Dekade." Ihr Ansatz – dem Bestand einen Wert geben, der über den ökonomischen hinausgeht. Während die Politik von Kreislaufwirtschaft spricht, fehlen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ihre Beobachtung: Wir bauen Rolls Royce, wo manchmal ein Käfer reicht. Die Herausforderung: Wie transformiert man einen ganzen Berufsstand? Wie schafft man gesellschaftlichen Wandel für politischen Wandel? Und was passiert am 31.12.2029 um 23:59:59 Uhr? Ein Gespräch über fatalistischen Aktivismus, die Macht der Digitalisierung beim Reuse, Hoffnung als aktiven Prozess und die Frage, warum sich der Verein 2030 selbst auflöst.
  • #212 – Katrin Mees, Deutscher Abbruchverband: Kreislaufwirtschaft in der Krise 28.05.2026 40мин
    Der Bau ist das größte Materiallager, das wir haben – unsere einzige urbane Mine. Doch während die Politik Kreislaufwirtschaft fordert, arbeiten wir noch immer mit Abfallgesetzen aus einer anderen Zeit. Katrin Mees, Expertin für nachhaltiges Bauen und Kreislaufwirtschaft, analysiert die Diskrepanz zwischen politischen Zielen und regulatorischen Realitäten. Die nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie steht, doch die Umsetzung hakt an der Wirtschaftlichkeit und veralteten Gesetzen. Mees beobachtet: "Kein Mensch macht Kreislaufwirtschaft, wenn er damit nicht sein Butterbrot verdient." Während Bauproduktehersteller bereits Rücknahmesysteme entwickeln, scheitert die Praxis am juristischen Konstrukt. Materialien werden zu Abfall erklärt, um sie dann mühsam wieder zu Produkten zu machen – ein "Riesenaffentanz" statt echter Kreislaufführung. Ihre These: Wir brauchen ein Kreislaufwirtschaftsgesetz, das Kreislaufwirtschaft betreibt, nicht Abfallwirtschaft. Ein Gespräch über politischen Mut, wirtschaftliche Anreizsysteme, die Grenzen von Leasingmodellen und die Frage, warum wir mit alten Werkzeugen neue Probleme lösen wollen.
  • #211 – Igor Brncic, OLIV Architekten: Stadt kann mehr! 14.05.2026 34мин
    Die Anzahl der Warenhäuser hat sich auf ein Drittel dezimiert. Mehrere Zehntausend Menschen haben bereits ihre Arbeitsplätze verloren. Was tun mit diesen Immobilien, die seit 150 Jahren unsere Innenstädte prägen? Igor Brncic, Architekt und Gesellschafter bei OLIV Architekten, berät umfassend zur Revitalisierung innerstädtischer Handelsimmobilien. Das 1999 gegründete Büro mit 50 Mitarbeitenden entwickelt Konzepte für eine zukunftsfähige Nutzung – von baurechtlichen Studien bis zur Begleitung von Investoren und Entwicklern. Entstanden sind Projekte wie die Umfunktionierung des ehemaligen Kaufhauses in der Stuttgarter Königstraße für die Landesbank Baden-Württemberg, das Büro, Kultur und Gastronomie unter einem Dach vereint. Brncic setzt auf funktionale Vermischung statt Monofunktion: "Das Gebäude muss zur Stadt werden." Seine Beobachtung als Architekt – nach der Industrialisierung hat die Digitalisierung das Konzept des Kaufhauses obsolet gemacht. Während Menschen früher in Einkaufszentren gingen, um zu sehen und gesehen zu werden, findet Begegnung heute wieder in der Stadt statt. Die Herausforderung: Wie entstehen öffentliche Räume, die angenommen werden? Wie verwebt man wohnen, arbeiten und Freizeit, ohne dass Bauherren und Nutzer fremdeln? Ein Gespräch über den Niedergang des stationären Handels, die Rückkehr zur kleinteiligen Stadt, künstliche Intelligenz im Entwurfsprozess und die Sehnsucht nach realem Begegnungskonsum in Zeiten der Digitalisierung.
  • #210 – Dr. Philipp Misselwitz, Bauhaus Earth: Vom Klimakiller zum Klimaheiler 30.04.2026 58мин
    Bis zum Jahr 2050 werden rund 68 Prozent der Menschheit in Städten leben, zwei bis drei Milliarden mehr als heute. Wenn weiterhin vorwiegend mit Stahl und Beton gebaut wird, sind die globalen Klimaziele nicht zu erreichen. Dr. Philipp Misselwitz, Architekt und Geschäftsführer von Bauhaus Erde, arbeitet deshalb mit Partner*innen im globalen Süden an Alternativen. Biobasierte Baustoffe wie Lehm, Holz oder Bambus spielen dort derzeit nur in zwei Nischen eine Rolle: in prekären Armutssituationen und bei ökologisch orientierten Eliten. Erst wenn sie als fortschrittliche Materialien anerkannt werden, erreichen sie den breiten Markt und ermöglichen den Erfolg der weltweiten Bauwende. Ein Gespräch über europäische Verantwortung, globales Netzwerken und wie Bauen vom Klimakiller zum Klimaheiler wird.
  • #209 – Olaf Grawert, House Europe, b+: Abgeschrieben und abgerissen 16.04.2026 58мин
    In Europa wird jede Minute ein Haus abgerissen – ungeachtet seines vorhandenen Potenzials. Olaf Grawert, Gründungspartner des Berliner Büros b+ und Mitinitiator von HouseEurope!, fordert deshalb neue Gesetze: Steuererleichterungen für Renovierungen, neue Bewertungskriterien für Bestandsgebäude und die Anerkennung grauer Energie – gebündelt als „Right to Reuse”. Die nötige Million Unterschriften blieb aus – es wurden nur rund 100.000 gezählt. Aus der gescheiterten Bürgerinitiative wurde eine gemeinnützige Organisation. Am 1. Juli startet die nächste Runde: Right to Housing mit 14 Gesetzesvorschlägen, die in Zusammenarbeit mit 60 Partnerorganisationen erarbeitet wurden. Wir sprechen über Abriss als Gentrifizierungswerkzeug, die Ökonomisierung des Gebäudebestands und einen zweiten Anlauf in Brüssel.
  • #208 – David Seitz, Moritz Wette (TU Berlin): Wetness als Versorgungskonzept 02.04.2026 30мин
    Was passiert, wenn die Pumpen stoppen und mit ihnen ein System, das Berlin bislang zuverlässig mit Wasser versorgt? David Seitz und Moritz Wette sprechen stellvertretend für ihr Team mit Felix Ritter und Giorgio Bruno über ihr preisgekröntes Projekt „what when the pumps stop?“, das den Heinze ArchitekturAWARD gewonnen hat. Entstanden ist der Entwurf im Masterstudio der Landschaftsarchitektur an der TU Berlin und im Kontext des Schinkelpreises. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die drohende Wasserknappheit in Berlin-Brandenburg auf die Stadtentwicklung auswirkt und wie Wasser als gestaltender Akteur neu gedacht werden kann. Das interdisziplinäre Team verbindet urbane Geografie, Landschaftsarchitektur und Ökologie zu einer Vision, die Stadt als offenes, lernendes System versteht. Ein Gespräch über „Wetness“, metabolisches Entwerfen und die Notwendigkeit, Stadt und Natur neu zusammen zu denken.
  • #207 – Barbara Schott, heinlewischer: Deep Dive ins Gesundheitswesen 19.03.2026 41мин
    Ein Krankenhaus ist kein Gebäude wie jedes andere, es ist eine Stadt im Kleinen. Barbara Schott, Architektin und Partnerin bei heinlewischer, plant seit 2008 Gesundheitsbauten – vom Zentral-OP am Humboldt-Klinikum in Reinickendorf bis zu Campusstrukturen für Vivantes. Ihr Büro setzt auf Hospitanzen vor Ort und Mock-ups in Originalgröße: In Neukölln testeten fast 20 Nutzerinnen und Nutzer aus der Rettungsstelle gemeinsam räumliche Konzepte. Denn wer ins Krankenhaus kommt, befindet sich in einer verletzlichen Situation, und genau das prägt den Entwurf. Ein Gespräch über Nutzungsvielfalt, das Managen hochkomplexer Bauten und die Frage, was Architektur für Erholung und Genesung leisten kann.
  • #206 – Dr. Turit Fröbe, Baukulturelle Bildung.Online: Eine neue Akademie 06.03.2026 40мин
    Die Architekturhistorikerin und Urbanistin Dr. Turit Fröbe setzt sich für die Professionalisierung der Baukulturellen Bildung ein. Denn Baukultur ist zwar überall, aber trotzdem kaum Teil unserer Allgemeinbildung. Fröbe will das ändern. Mit ihrer Online-Akademie „Baukulturelle Bildung.Online“ macht sie Wissen in der Breite zugänglich, das bislang lokal verpufft. Es geht um Alltagsblindheit, um Aha-Momente vor der eigenen Haustür und um die Frage, wie Lehrkräfte, Kinder und letztlich die Gesellschaft sprachfähig werden für ihre gebaute Umwelt. Warum Baukultur mehr ist als Stilkunde und viel politischer, als viele denken, erfahrt Ihr in dieser Episode.
  • #205 – Prof. Elisabeth Endres; IB Hausladen, TU Braunschweig: Die Qualität des Einfachen 19.02.2026
    Elisabeth Endres forscht und plant an der Schnittstelle von Architektur und Gebäudetechnik. Im Gespräch geht es um die Frage, wann Technik vom unterstützenden Mittel zum Selbstzweck wird – und was das für Entwurf, Komfort und Verantwortung bedeutet. Wie viel Technik ist wirklich nötig? Welche Rolle spielen Grundriss, Speichermasse und Raumhöhe? Und warum kann ein Mindeststandard ein Qualitätsmerkmal sein? Ein sachliches Gespräch über Robustheit, Suffizienz und die Kunst, weniger zu wollen.
  • #204 – Matthias Foitzik, foundation 5+, Mario Hoebel, U10 : Suffizienz als Entwurfsprinzip 05.02.2026 39мин
    Was braucht Wohnungsbau wirklich und worauf kann er verzichten? Matthias Foitzik und Mario Hoebel über das Suffizienzhaus U10 in Kassel, ausgezeichnet mit dem Heinze ArchitekturAWARD. Der fünfgeschossige Holzbau ohne Treppenhaus, dafür mit Außentreppe und Laubengängen besteht aus gebrauchten Bauteilen, die teilweise bei Kleinanzeigen ergattert wurden. Es geht um Reduktion statt Übertechnik, um soziale Qualitäten durch Architektur, um gemeinschaftliches Mietwohnen und um die Erkenntnis, dass die Reduktion von Komfort kein Verlust ist, sondern ein Gewinn. Wie die Stimmung auf der Baustelle war, und warum es am Ende trotz gebrauchter Bauteile keine Mängelbeseitigung geben musste, erfahrt ihr in dieser Episode.
  • #203 – Fionn und Simon Mögel, Querkopf Architekten: Von der Wäscherei zur Wohnanlage 22.01.2026 39мин
    Fionn und Simon Mögel von Querkopf Architekten erzählen, wie sie in Kassel ein introvertiertes Industrieensemble in ein offenes Wohnquartier verwandelt haben. Es geht um das Freilegen von Qualitäten, um Denkmalschutz als Inspiration, um Entsiegelung, Materialentscheidungen und die Verantwortung gegenüber Stadt und Nachbarschaft. Und um die Erfahrung, wenn Architektur Entwicklung, Bau und Haltung zugleich ist.
  • #202– Claus Anderhalten, Anderhalten Architekten: Vom letzten Haus zur ersten Adresse 08.01.2026 37мин
    Claus Anderhalten spricht über flüchtige Düfte und wie man sie ausstellen kann. Das neue Museum für Düfte und Aromen in Holzminden schafft im Inneren ein räumliches und olfaktorisches Erlebnis und markiert außen im Stadtraum eine neue Adresse. "Sensoria" wurde mit dem Heinze ArchitekturAward ausgezeichnet. Die skulpturale Form des Neubaus positioniert einen vergessenen Ort im Stadtrraum neu. Wie die Form zustande kam, warum das Material und die Fassade an eine Rüstung erinnert und was im Inneren passiert, erzählt Anderhalten in dieser Episode. Ein Gespräch über Wahrnehmung, Haltung und die Frage, wie Architektur dem Flüchtigen einen Rahmen geben kann.
  • #201 – Otto Closs, Cura: Ungewöhnlich und schön weitergebaut 18.12.2025 39мин
    Das Schulzentrum Davos Platz wirkt von außen wie ein selbstbewusster Neubau – und ist doch zu fast der Hälfte Bestand. Otto Closs von Cura Architekten spricht im Architekturfunk über ein Projekt, das bewusst gegen die Logik des Abrisses entworfen wurde und dafür mit dem Heinze ArchitekturAWARD 2025 ausgezeichnet ist. Der bestehende Schulbau aus den 1950er-Jahren blieb erhalten, wurde baulich entkoppelt und von einem neuen Holzbau regelrecht überstülpt: außen klar, neu und zeitgenössisch, innen ein ablesbarer Dialog zwischen Alt und Neu. Closs erklärt, warum der Bestand im Inneren sichtbar bleiben sollte, welche pragmatischen Überlegungen hinter der Konstruktion standen und wie es gelang, das Gebäude in nur zwei Jahren umzusetzen. Es geht um Nachhaltigkeit als Haltung, um Entscheidungsfreude von Bauherrschaft und Planungsteam, um Holzbau, Vorfertigung und die Frage, warum gutes Weiterbauen nicht nach Verzicht aussehen darf – darüber spricht Otto Closs in dieser Episode.
  • #200 – Hadi Teherani: Wachsen, Schrumpfen, Weitermachen 11.12.2025 32мин
    Hadi Teherani spricht über seinen Weg vom Autohaus, das heute unter Denkmalschutz steht, über die fast existenzbedrohende Russlandkrise bis zu luxuriösen Wohnhochhäusern in Teheran. Es geht um Risiko, Loyalität zu Mitarbeitenden, verlorene und gewonnene Auszeichnungen – und die Frage, warum für ihn an Ruhestand nicht zu denken ist. Ein persönliches Gespräch über Tempo, Haltung und zeitlose Qualität.
  • #199 – Marc Sakowsky, Matthias Quinkert, Lindner Group: Zirkuläre Modelle für die Praxis der Architektur 04.12.2025 33мин
    Lindner denkt Zirkularität nicht als Trend, sondern als Haltung: Rücknahmeoptionen, modulare Systeme und prozessorientierte Zusammenarbeit prägen die Entwicklung ihrer Produkte – vom Doppelboden bis zum Raum-in-Raum-System CAS Rooms. Marc Sakowsky und Matthias Quinkert sprechen darüber, wie Wiederverwendung, Revisionierbarkeit und gemeinsames Wissen mit Planenden neue Spielräume öffnen. Ein Gespräch über Qualität, Verantwortung und echte Kreisläufe.
  • #198 – Nico Santuario, Michelgroup: Der größte Stampflehmbau Deutschlands – Das Weleda Logistikzentrum 27.11.2025 31мин
    Nico Santuario von der Michelgroup spricht über ein Logistikprojekt, das weit über seine funktionale Aufgabe hinausgeht: den Weleda Logistik-Campus in Schwäbisch Gmünd. Der Bauherr Weleda wollte ein sichtbares Zeichen setzen gegen gesichtslose Gewerbegebiete und für ökologische Verantwortung. Entstanden ist ein Ensemble aus Holzhochregal, einer der größten Stampflehmwände Europas und großzügigen Freiräumen für Biodiversität. Santuario erzählt, wie regionale Materialien, zirkuläres Bauen und ein mutiger Entwurfsprozess ein Logistikgebäude zu einem Vorreiter für nachhaltiges Gewerbebauen machen und was das für zukünftige Projekte bedeutet. Ein Heinze Architektur Award-Gewinnerprojekt.
  • #197 – Sven Urselmann, urselmann interior: Nicht reden, sondern machen, Live vom Klimafestival 20.11.2025 29мин
    Sven Urselmann hat sein Innenarchitekturbüro in Düsseldorf Schritt für Schritt von konventionellen Abläufen auf zirkuläre Praxis umgestellt. Im Gespräch mit Kerstin Kuhnekath beschreibt er, wie dieser Prozess begonnen hat, welche Routinen sich geändert haben und warum der Blick auf Materialien, Demontagefähigkeit und Verfügbarkeit heute zentral für seine Arbeit ist. Es geht um Bauteiljagd, um die Rolle von Handwerk und Planung im Reuse-Kontext und um den Bauwendehof als gemeinsames Lernfeld. Urselmann erläutert, weshalb Innenräume ein wesentlicher Hebel für Klimaschutz und Scope-3-Emissionen sind – und wie Gestaltung gelingen kann, wenn sie sich konsequent an Kreisläufen orientiert, ohne gestalterische Qualität zu verlieren.
  • #196 – Cordula Weimann, Omas for Future: Vom Bauen zur Bewegung – Aufstehen für die Enkel 13.11.2025 26мин
    Cordula Weimann hat 40 Jahre lang Häuser saniert – bis sie beschloss, die Welt zu sanieren. Im Gespräch mit Klaus Füner erzählt sie, wie sie mit über 60 die Bewegung Omas for Future gründete, um die ältere Generation für den Klimaschutz zu gewinnen, warum Verantwortung für die Zukunft keine Frage des Alters ist, wie Mut entsteht, wenn man Haltung zeigt, und warum sie heute sagt: „Wir verzichten nicht auf Wohlstand, wenn wir handeln, sondern auf Lebensqualität, wenn wir es nicht tun.“ Außerdem spricht sie über das Kinderbuch „Oma, erzähl mir von der Zukunft“, in dem eine Oma mit ihrer Enkelin in Städte der Zukunft reist – und zeigt, dass Hoffnung, Wandel und Zusammenhalt eine Generationssache sind.
  • #195 – Dr. Myriam Rapior, BUND: Von der Landwirtschaft lernen – Impulse für die Baupraxis 06.11.2025 26мин
    Dr. Myriam Rapior spricht über ihre Arbeit als stellvertretende Bundesvorsitzende des BUND und als Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, der die Bundesregierung berät. Sie berichtet, wie es in der Zukunftskommission Landwirtschaft gelungen ist, rund 40 sehr unterschiedliche Akteur*innen zusammenzubringen und gemeinsame Empfehlungen für die Politik zu entwickeln – ein Prozess, von dem auch die Bau- und Planungsbranche lernen kann. Zudem geht es um die Auswirkungen von Unternehmensstandorten auf Klima und Biodiversität und um Verantwortung in globalen Wertschöpfungsketten.

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