Zwischen Blende und Zeit - Der Fotografie-Talk der fotocommunity

Zwischen Blende und Zeit - Der Fotografie-Talk der fotocommunity

Falk Gustav Frassa & Lars Ihring
Paese Germania
Lingua DE
Episodi 512
Ultimo 23.09.2026

Der Podcast „Zwischen Blende und Zeit“ ist der Fotografie-Talk der fotocommunity. Falk Gustav Frassa und Lars Ihring sprechen über die kleinen Feinheiten und Besonderheiten, die gute Fotografie ausmachen. Sie laden dazu ein, gemeinsam die vielfältige Welt der Fotografie zu entdecken. Im Mittelpunkt stehen Themen rund um Kameras, Bildgestaltung und den Blick für das entscheidende Detail. Der Podcast richtet sich an Fotografinnen und Fotografen, die sich inspirieren lassen und dazulernen möchten.

Episodi

  • 513 - Ein guter Fotograf weiß, wann ein Foto nicht gemacht werden muss. - Wirklich? 23.09.2026 43min
    Wann wissen wir eigentlich, dass ein Foto es nicht wert ist, gemacht zu werden? Ausgangspunkt dieser Folge ist ein Satz aus einer unserer letzten Episoden: Ein guter Fotograf weiß auch, welches Foto er nicht machen muss. Doch woher soll dieses Wissen kommen? Gerade am Anfang müssen wir doch ausprobieren, Fehler machen und manchmal genau die Fotos aufnehmen, von denen andere längst behaupten würden, dass sie nicht funktionieren. Wir sprechen darüber, wie sich unser eigener Blick mit den Jahren verändert, warum fotografische Regeln und die Erfahrungen anderer hilfreich sein können – aber auch darüber, wann sie anfangen, uns einzuengen. Und wir fragen uns, wie viel Macht wir Kommentaren, Lehrsätzen und vermeintlichen fotografischen Wahrheiten über unsere eigenen Bilder geben wollen. Denn vielleicht ist ein Foto, das wir heute nicht mehr machen würden, trotzdem eines, das wir morgen nicht missen möchten. Eine Folge über fotografische Entwicklung, das Vertrauen in den eigenen Blick und den Mut, ein Bild manchmal einfach trotzdem zu machen.
  • 512 - fotocommunity in eigener Sache: Im Gespräch mit Leo Steinberg, zu neuen Mitgliedschaften und zukünftigen Plänen 20.09.2026 41min
    Bei Lars sitzt heute jemand im virtuellen Studio, der bei der fotocommunity inzwischen ziemlich viele Fäden in der Hand hält: Leonard Steinberg, seit Mai 2025 Director fotocommunity and Digital Solutions bei der Five Monkeys Group. Die beiden blicken kurz zurück auf die Zeit, als die fc noch die große Bühne auf der photokina war, und dann nach vorn auf die neuen Mitgliedschaften Plus, Elite und Infinity, die frisch gestartete Vorteilswelt mit Rabatten und Kursen aus der Fotobranche und ein neues Format, in dem Mitgliederfotos künftig live besprochen werden. Es geht um das, was hinter den Kulissen an der Technik hängt, um die anstehende Imaging World in Nürnberg mit der Jubiläumsfeier zu 25 Jahren fc, und um die Frage, wie ein Team von unter zehn Personen eine so große Plattform am Laufen hält. Setz Dich gern dazu, wenn Du wissen willst, was sich bei der fc gerade alles bewegt.
  • 511 - Der Spazierclub und die Sehnsucht nach echten Gesichtern 16.09.2026 40min
    Diesmal reden wir über etwas, das eigentlich nichts mit Kameras zu tun hat – und dann doch mit allem: dem Wunsch, sich wieder wirklich zu treffen. Ausgangspunkt ist ein Spazierclub in Leipzig, von dem wir gerade erst gehört haben, und die Frage, was diesen Drang gerade so stark macht, aus der App heraus und Menschen in echt zu begegnen. Von dort gehen wir zurück zu den letzten Photokina-Jahren, als der Weg zur Messe oft gar nicht der Technik galt, sondern den Online-Kontakten, die wir endlich persönlich treffen wollten. Und weiter zur Fujikina in Köln, nach Zingst und zur Analog Art Fair, wo unverbindliche Fotowalks und zufällige Begegnungen bei uns mehr hängen geblieben sind als jedes fertige Bild. Dazwischen erzählen wir, warum die fotocommunity für uns inzwischen genau dieser Ort ist – ein Platz, an dem Du nicht sofort um Sichtbarkeit kämpfen musst, weil kein Algorithmus entscheidet, wer Dir begegnet. Und wir überlegen laut, ob wir es dieses Jahr endlich schaffen, uns selbst mal wieder zu treffen. Am Ende bleibt offen, ob es die Verabredung braucht, damit aus digitalen Kontakten wieder echte Gesichter werden, oder ob gerade das Ungeplante die besseren Begegnungen bringt. Setz Dich gern dazu und überleg mit, wann Du zuletzt jemanden getroffen hast, mit dem Du vorher nur geschrieben hattest.
  • 510 - Wie viel Inszenierung verträgt ein ehrliches Foto? 13.09.2026 24min
    Manchmal meldet sich jemand, der schon lange zuhört, mit einer Frage, die eine alte Folge zurückholt: Habt ihr eure Position seitdem verändert? Lukas hat eine Episode über [Alltagsfotografie](https://www.fotocommunity.de/podcast/episode/249) ausgegraben, in der wir uns uneinig waren, ob man eine Szene vor dem Auslösen aufräumen darf oder ob sie so bleiben muss, wie sie war. Wir setzen uns noch einmal an den imaginären Kaffeetisch und schauen nach, wo jeder von uns heute steht – und ob sich in zweieinhalb Jahren wirklich etwas bewegt hat. Steffen bringt eine zweite Frage mit, die weiter zurückreicht: Vor über fünfzehn Jahren hat Lars an einem Posing-Ratgeber mitgeschrieben, den er heute mit anderen Augen liest. Wir sprechen darüber, was von diesen alten Anweisungen für gestellte Porträts heute noch trägt und was eher im Weg steht, wenn es um Momente und echte Begegnung gehen soll. Setz Dich gern zu uns, wenn zwei alte Fragen neues Gewicht bekommen.
  • 509 - Meine Fotos sind für die Tonne? Wer entscheidet das eigentlich? 09.09.2026 48min
    Erste eigene Analogfilme seit über zwanzig Jahren, und beim ersten Blick auf die Scans ist der Gedanke sofort da: alles für die Tonne. Zu dunkel, ein Schleier über fast jedem Bild, nichts von dem, was zwanzig Jahre digitale Gewöhnung als gutes Foto gelernt haben. Falk hört sich die Geschichte an und findet schnell den technischen Grund, ein Film, der zu lange gelegen hat und viel mehr Licht gebraucht hätte, als Lars ihm gegeben hat. Dahinter steckt aber eine Frage, die mit Analog oder Digital erstmal gar nichts zu tun hat: Woran misst Du eigentlich, ob ein Foto gelungen ist, und wer hat Dir diesen Maßstab eigentlich beigebracht? Ein Kommentar aus der fc bringt Lars dazu, seine Bilder noch einmal anzuschauen, diesmal ohne den gewohnten Vergleich im Kopf, und plötzlich sieht das, was eben noch Ausschuss war, aus wie etwas mit eigener Haltung. Genau dieser Blick sortiert auch am Digitalbild aus, jeden Tag, meistens ohne dass Du ihn bemerkst. Dazwischen geht es um Kameras, denen man vertrauen kann und solche, bei denen man besser vorher nachliest, um Pushen und Pullen, um Belichtung in die Schatten statt in die Lichter, und um das Tempo, das sich einstellt, wenn zwischen Auslösen und Ergebnis plötzlich Wochen liegen statt Sekunden. Wer nie einen Film eingelegt hat, bekommt trotzdem etwas mit: einen Anlass, den eigenen Aussortier-Reflex noch einmal zu prüfen.
  • 508 - Sprachnachrichten über Porträtfotografie: Spürst Du die Begegnung, oder nur das Ergebnis? 06.09.2026 43min
    Diese Folge ist anders entstanden als sonst. Kein Studio, keine gemeinsame Aufnahme, sondern Sprachnachrichten, die Falk und ich uns über mehrere Tage hin und her geschickt haben. Ausgangspunkt war ein Instagram-Posting von Selim Cey, das Falk beim Lesen fast umgehauen hat. Dinge, die in der Porträtfotografie aufhören müssten. Model-Karussell, Coverband-Shootings, Presets, die man für Stil hält. Wir bleiben an einem einzigen Gedanken hängen und lassen den Rest bewusst liegen: Ist ein Porträt eine Begegnung, oder haben sich am Ende nur zwei Dienstleister getroffen, die gemeinsam ein Produkt abgeliefert haben? Dabei geht es um skulpturalen Akt, um die Frage, ob eine Stimmung beim Shooting überhaupt ins Bild kommt, und darum, was es eigentlich braucht, damit aus einem Fototermin echte Nähe wird. Am Ende bleibt die Frage offen, für uns beide und für Dich: Wann hast Du bei einem Porträt-Shooting zuletzt gemerkt, ob da wirklich eine Begegnung passiert ist? Schreib uns das gern.
  • 507 - Du bist der Chef – warum Fotografie nicht perfekt sein muss 02.09.2026 1h 4min
    Warum zieht es gerade wieder so viele Menschen zur analogen Fotografie – und was finden sie dort, was ihnen digital vielleicht fehlt? Gemeinsam mit Steffen Schüngel tauchen wir ein in eine Welt aus Film, Dunkelkammer und den vielen kleinen ersten Malen, die Lars und Falk gerade selbst wieder erleben. Wir sprechen darüber, warum ein selbst entwickelter Film plötzlich etwas Besonderes sein kann, was daran so faszinierend ist, einem Bild beim Entstehen in der Entwicklerschale zuzusehen – und warum die Angst, dabei etwas falsch zu machen, meistens größer ist als nötig. Dabei geht es aber um mehr als Analogromantik. Es geht um die Freude am Prozess, um Gemeinschaft und Abgrenzung innerhalb der Fotografie und um die Frage, warum wir eigentlich immer glauben, etwas perfekt beherrschen zu müssen, bevor wir es einfach ausprobieren dürfen. Steffen bringt es irgendwann auf einen ziemlich einfachen Satz: „Du bist der Chef.“ Denn ob analog, digital, hybrid, perfekt durchgeplant oder einfach draufgehalten – entscheidend ist am Ende vielleicht weniger, wie wir fotografieren, sondern ob das, was wir tun, uns neugierig macht und Freude bereitet. Eine Folge über analoge Fotografie, die Magie der ersten Male und die Freiheit, Fotografie einfach wieder neu zu entdecken.
  • 506 - Wir sprechen über das Foto "..." von istvic 30.08.2026 19min
    Was passiert hier eigentlich? Manche Fotos verstehen wir innerhalb einer Sekunde – und bei anderen stimmt scheinbar überhaupt nichts. Perspektive, Größenverhältnisse und Schwerkraft geraten durcheinander und zwingen uns, noch einmal hinzuschauen. Genau so ein Bild haben wir uns an diesem Bilder-Sonntag vorgenommen. Ein Schwarzweißfoto von istvic, das uns zunächst ziemlich ratlos zurücklässt. Wir versuchen, die verschiedenen Ebenen zu entschlüsseln, und entdecken dabei, wie wenig es manchmal braucht, um unsere Wahrnehmung auszutricksen: Perspektive, Brennweite, Bildaufteilung und ein ungewöhnlicher Standpunkt reichen aus, um eine vertraute Situation vollkommen fremd erscheinen zu lassen. Ganz ohne Photoshop oder nachträglich erzeugte Effekte. Und vielleicht liegt genau darin eine kleine fotografische Inspiration: Nicht jedes Bild muss sich sofort erklären. Manchmal entsteht seine Stärke gerade dadurch, dass wir einen Moment länger hinschauen müssen. Ein Bilder-Sonntag über Irritation, Perspektive und die Freude daran, Fotografie nicht sofort zu verstehen.
  • 505 – Fotografierst Du noch aus demselben Grund wie früher? 26.08.2026 57min
    Warum fotografieren wir eigentlich? Weil es Spaß macht? Um Erinnerungen festzuhalten? Weil wir Anerkennung suchen, zur Ruhe kommen wollen oder durch die Kamera die Welt ein bisschen anders sehen? Aus einer scheinbar einfachen Frage werden in dieser Folge plötzlich 50 mögliche Antworten. Wir sprechen über Neugier und Nostalgie, Wettbewerb und Anerkennung, Achtsamkeit und Entschleunigung, über das Sammeln, Jagen, Spielen – und darüber, warum Fotografie manchmal sogar Trost oder ein Stück Identität sein kann. Dabei merken wir, dass die spannendste Antwort vielleicht gar nicht in einem einzelnen dieser Gründe steckt. Denn warum wir fotografieren, verändert sich mit uns. Was früher Wettbewerb, technische Herausforderung oder der Wunsch nach Anerkennung war, kann Jahre später zum Ritual werden, uns Ruhe geben oder dazu führen, die eigene Umgebung wieder bewusster wahrzunehmen. Am Ende wird aus der Frage nach unserer Fotografie deshalb auch ein kleiner Blick auf uns selbst: Was haben wir früher in der Fotografie gesucht? Was suchen wir heute? Und was erzählt dieser Wandel vielleicht über unser eigenes Leben? Eine Folge über 50 Gründe zu fotografieren – und die Erkenntnis, dass „weil es Spaß macht“ trotzdem eine ziemlich gute Antwort sein kann.
  • 504 - Ein verwackeltes Foto reicht, wenn der Empfänger stimmt 23.08.2026 15min
    Deine Kaffeetasse steht auf dem Tisch, Löffel drin, laktosefreie Milch, und Du weißt sofort, für wen dieses Foto ist. Kein Text dazu, das Bild ist schon unterwegs. Ich nehme Dich mit in eine Sonntagsfolge über genau solche Aufnahmen, die man verschickt, ohne lange nachzudenken, weil die Person am anderen Ende ohnehin versteht, worum es geht. Ausgangspunkt ist der Schulanfang am vergangenen Wochenende. Mehrere Fotos gingen an unterschiedliche Menschen raus, keins davon mit dem Anspruch auf ein gelungenes Bild, eher ein Schnappschuss mit Adresse. Von dort aus komme ich zu einem Vergleich, der überraschender ausfällt, als man zunächst vermutet: der Postkarte. Setz Dich dazu, wenn ich der Frage nachgehe, worin sich beides wirklich unterscheidet. Mehr Aufwand bei der Postkarte, mehr Nähe beim spontanen Foto? Oder liegt die Bedeutung am Ende gar nicht im Bild selbst, sondern in der Beziehung zwischen den beiden Menschen, die es verbindet? Am Schluss steht eine Frage an Dich zurück: Schickst Du Fotos ohne Worte, und was erwartest Du dann als Antwort?
  • 503 - Erst der Look, dann das Foto? – Von Analogfilm, Filmsimulationen und bewussterem Fotografieren 19.08.2026 48min
    Wir sprechen über analoge Filme und ihre ganz unterschiedlichen Charaktere – vom Ilford HP5 Plus über Kodak Gold bis zum Portra 400. Doch ziemlich schnell merken wir, dass es eigentlich um etwas anderes geht: um die Frage, wie sehr uns die vielen Möglichkeiten der digitalen Fotografie geprägt haben. Während Lars die Festlegung auf einen Film gerade noch als Einschränkung erlebt, genießt Falk genau diese Begrenzung. Ein Film, eine Brennweite, ein bestimmter Look – und plötzlich müssen wir nicht mehr jedes Motiv mitnehmen. Wir können uns entscheiden, manche Fotos einfach nicht zu machen. Was analog ganz automatisch passiert, lässt sich auch auf die digitale Fotografie übertragen: Müssen wir wirklich immer alle Möglichkeiten offenhalten? Oder fotografieren wir vielleicht bewusster, wenn wir uns vorher festlegen, statt hinterher aus unzähligen Varianten auszuwählen? Eine Folge über Lieblingsfilme, Entscheidungsstress und die überraschende Freiheit, beim Fotografieren auch einmal etwas zu verpassen.
  • 502 - Wenn der erste Platz nicht mehr wichtig ist 16.08.2026 25min
    Was passiert mit unserer Fotografie, wenn wir unbedingt gewinnen wollen? Ausgehend von der ziemlich ungewöhnlichen Frage, warum Falk lieber Zweiter als Erster ist, sprechen wir darüber, wie schnell Anerkennung zum Maßstab für die eigene Fotografie werden kann – und wie schwer es selbst dann ist, sich davon freizumachen, wenn man glaubt, längst darüber hinweg zu sein. Vielleicht liegt die größere Freiheit genau dort, wo wir nicht mehr versuchen, ganz vorne zu stehen. Und vielleicht sind zehn Menschen, die wirklich etwas in unseren Bildern entdecken, am Ende mehr wert als 50.000, die nur kurz vorbeiscrollen. Eine Folge über Wettbewerb, Anerkennung und die ziemlich entscheidende Frage: Für wen fotografieren wir eigentlich?
  • 501 - Ist Dein Stil vielleicht nur Gewohnheit? 12.08.2026 58min
    Die original Levi's 501 hat eine Eigenart: Sie wird ungewaschen verkauft, und erst das Tragen macht sie zu dem, was sie ist. Genau darüber sind wir in dieser Folge ins Grübeln gekommen, und zwar ziemlich schnell bei unserer eigenen Fotografie gelandet. Wir fragen uns, wie viel von unserem Stil eigentlich nur eine Gewohnheit ist, die wir lange genug wiederholt haben. Wir erzählen, wie eine ungewohnte Brennweite den Blick auf ein vertrautes Motiv völlig verändern kann, und sprechen über die funktionale Fixierung, also das Phänomen, dass wir mit bekanntem Equipment irgendwann gar nicht mehr über unsere Entscheidungen nachdenken, sondern einfach abrufen, was schon tausendmal funktioniert hat. Dabei geht es um Automatismus, der im Job zu verlässlich guten Ergebnissen führt, uns privat aber genau den Moment kosten kann, den wir eigentlich einfangen wollten, und um die Frage, ob Gewohnheit in der Fotografie eher Sicherheit oder eher Begrenzung ist. Aufgelöst wird das nicht, weil beide Seiten ihre Berechtigung haben. Setz Dich gern zu uns und überleg mit, welchem eigenen Muster Du zuletzt gefolgt bist, ohne es zu merken.
  • 500 – Mehr als nur eine Zahl 09.08.2026 45min
    500 Folgen „Zwischen Blende und Zeit“. Eine Zahl, die auf den ersten Blick nach Rückblick aussieht. Doch genau darum geht es in dieser Episode überraschend wenig. Wir sprechen darüber, warum wir Jubiläen feiern, weshalb runde Zahlen uns Halt geben und warum Wertschätzung nicht auf Geburtstage oder besondere Meilensteine warten sollte. Gemeinsam blicken wir zurück auf 500 Podcast-Episoden, auf unsere Entwicklung, auf Zweifel, Begegnungen und auf die vielen Menschen, die diesen Podcast von Anfang an begleitet haben. Gleichzeitig schauen wir nach vorn: auf neue Ideen, die analoge Fotografie, die Weiterentwicklung der fotocommunity und auf die Frage, warum uns auch nach 500 Episoden die Themen rund um Fotografie und das Leben nicht ausgehen. Eine Folge über Dankbarkeit, Beständigkeit und die Erkenntnis, dass am Ende nicht die Zahl zählt, sondern die Menschen, Erlebnisse und Gespräche, die wir mit ihr verbinden.
  • 499 - Was wäre, wenn Du nie wieder fotografieren dürftest? 05.08.2026 55min
    Was wäre, wenn Ihr Euch entscheiden müsstet? Nie wieder selbst fotografieren – oder nie wieder Fotos anderer Menschen anschauen? In dieser Folge greifen wir drei Hörerfragen auf und dabei entstehen keine schnellen Antworten, sondern sehr persönliche Gespräche darüber, was Fotografie für uns eigentlich bedeutet. Wir sprechen darüber, warum Bilder anderer Menschen unser Leben bereichern, weshalb Fotografieren für uns weit mehr ist als das Drücken des Auslösers und welche Rolle die fotocommunity in den vergangenen 25 Jahren für uns gespielt hat. Außerdem verraten wir, welches fotografische Talent wir uns gegenseitig am liebsten „stehlen“ würden. Eine Folge über Inspiration, Begegnungen und die Erkenntnis, dass Fotografie für uns oft viel mehr mit dem Leben zu tun hat als mit Kameras oder Technik.
  • 498 - Zwischen Bedeutung und Algorithmus 02.08.2026 25min
    Warum fällt uns ein Foto überhaupt auf? Weil es uns berührt? Weil es gut fotografiert ist? Oder weil ein Algorithmus entschieden hat, dass wir es sehen sollten? Ausgehend von der Entwicklung der neuen fotocommunity-App sprechen Lars und Falk über eine Frage, die heute jeden Fotografen betrifft: Wer gibt einem Bild eigentlich seine Bedeutung? Der Mensch, der es fotografiert hat? Der Betrachter? Oder inzwischen auch der Algorithmus, der entscheidet, welche Bilder überhaupt unsere Aufmerksamkeit bekommen? Gemeinsam gehen sie der Frage nach, warum manche Fotos für uns persönlich unbezahlbar sind, obwohl sie kaum jemand beachtet – und warum Bilder, die millionenfach gesehen werden, nicht automatisch eine größere fotografische Bedeutung haben. Dabei wird deutlich, dass Algorithmen zwar dabei helfen können, neue Fotos zu entdecken, unseren fotografischen Blick aber niemals ersetzen sollten. Eine Folge über Aufmerksamkeit, Bedeutung und die Freiheit, den eigenen Blick nicht von Algorithmen bestimmen zu lassen.
  • 497 - Endlich wieder Fotografie! Wir starten analog. 29.07.2026 52min
    Wie verändert sich Dein Blick durch den Sucher, wenn nicht mehr unbegrenzt viele Bilder zur Verfügung stehen? Lars und Falk gehen dieser Frage in einer neuen Reihe zur analogen Fotografie nach, und was sie dabei herausfinden, lässt sich auch auf Deine digitale Fotografie übertragen. Beide haben sich gerade eine analoge Kamera zugelegt, Lars eine Bronica ETRSi im Mittelformat, Falk eine analoge Leica, und berichten offen, wo sie bei sich selbst Nachlässigkeit im fotografischen Sehen bemerkt haben. Falk erzählt, wie ihm bei digitalen Kameras zunehmend das bewusste Ringen um ein Bild fehlt, Lars gesteht, wie oft er heute aus reinem Erinnerungsdrang auslöst statt aus fotografischem Interesse. Aus diesen Beobachtungen entwickeln sie einen konkreten Vorschlag, den Du auch ohne eigene analoge Kamera ausprobieren kannst: eine Woche lang bewusst weniger fotografieren und Dir vor jedem Bild kurz Zeit für die Entscheidung nehmen. Setz Dich gern zu uns und finde heraus, welche der Fragen, die sich Lars und Falk hier stellen, Dir beim nächsten Griff zur Kamera weiterhelfen könnten.
  • 496 - Applaus ist toll, aber er zeigt Dir nicht den Weg 26.07.2026 25min
    Was passiert eigentlich, wenn jemand ein Foto nicht nur betrachtet, sondern wirklich versteht? - Ausgangspunkt dieser Episode ist die bewegende Rückmeldung von [Eric](https://www.ericmoerschel.de/blog-de/post-de/?item=laut-gedacht-die-stimme-von-aussen), der sich in einer [Bildbesprechung](https://www.fotocommunity.de/podcast/episode/492) überraschend selbst und seine fotografische Haltung wiedergefunden hat. Daraus entwickelt sich ein Gespräch über die Bedeutung von Anerkennung, über die Sehnsucht, gesehen zu werden, und über die feine Grenze zwischen Wertschätzung und Abhängigkeit. Lars und Falk sprechen darüber, warum ein ehrlicher Gedankenaustausch oft mehr bewegt als unzählige Likes, weshalb Fotografen Gefahr laufen, unbewusst für die Erwartungen anderer statt für sich selbst zu fotografieren, und warum echte Resonanz immer dort entsteht, wo Menschen sich Zeit füreinander nehmen. Dabei geht es nicht nur um Fotografie, sondern auch um die Frage, wie wir in einer immer schnelleren Welt wieder mehr Tiefe zulassen können. Eine Episode über Bestätigung, Kreativität und den Mut, den eigenen fotografischen Weg weiterzugehen – auch dann, wenn ihn nicht jeder versteht.
  • 495 - Du suchst keine Kamera. Du suchst etwas anderes. 22.07.2026 1h 5min
    Falk hat seine Gedanken zur analogen Fotografie in einer Solo-Episode geteilt. Jetzt setzt sich Lars mit ihm zusammen und stellt eine einfache, aber entscheidende Frage: Geht es dabei wirklich um Analogfotografie – oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Gemeinsam sprechen wir über den Wunsch nach bewussterem Fotografieren, über Erinnerungen, Entschleunigung und die Faszination analoger Prozesse. Warum fühlt sich das Smartphone in manchen Situationen richtiger an als eine digitale Systemkamera? Weshalb gewinnen analoge Kameras gerade bei jungen Fotografen wieder an Bedeutung? Und verändert eine andere Kamera tatsächlich die Art zu fotografieren – oder verändert sie vor allem unsere Haltung? Eine Episode über Film und Sensoren, über Prozesse und Gewohnheiten – und über die Frage, was wir eigentlich suchen, wenn wir fotografieren.
  • 494 - Der Blick, den mir niemand beigebracht hat 19.07.2026 22min
    Beim Durchblättern alter Familien-Fotoalben ist mir etwas aufgefallen, das mich nicht mehr losgelassen hat. Die Bilder stammen von meinen Eltern und meiner Familie – alles fotografische Laien. Und trotzdem wirken viele der Aufnahmen erstaunlich stimmig und gut gestaltet. Wie kann das sein? Woher kommt dieses Gespür für Bildgestaltung, wenn man sich nie bewusst mit Fotografie beschäftigt hat? Und wie entsteht eigentlich unser fotografischer Blick? In dieser Solofolge gehe ich genau diesen Fragen nach. Ich spreche darüber, wie uns Bilder ein Leben lang prägen, welchen Einfluss Familie, Filme, Werbung und heute Social Media auf unseren Geschmack haben und warum wir vielleicht viel mehr übernehmen, als uns bewusst ist. Eine Folge über Bildgestaltung, unbewusste Prägungen und die spannende Frage, wie viel von unserem fotografischen Stil wirklich unser eigener ist.

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